Tor:
1:0 (10.) Juanjo Nieto
Gelbe Karten: Juanjo Nieto (68.) / Pijus Siryvs (17.), Čedomir Bumbić (19.), Jean Seri (37.), Mark Spanring (67.).
Schiedsrichter: David Šmajc
Zuschauer: 4.680
Saison 2025/26
Prva Liga (1. Liga Slowenien)
(28. Spieltag)
Stadion Z‘dezele
(Celje / Slowenien)
1:0 (1:0)
Tor:
1:0 (10.) Juanjo Nieto
Gelbe Karten: Juanjo Nieto (68.) / Pijus Siryvs (17.), Čedomir Bumbić (19.), Jean Seri (37.), Mark Spanring (67.).
Schiedsrichter: David Šmajc
Zuschauer: 4.680
Zu Teil 4 des Berichts => KLICK!
Samstag Abend, Prime Time und Spitzenspiel in der Prva Liga, der höchsten Spielklasse in Slowenien. Mit dem NK Celje und dem NK Maribor treffen zwei der drei großen Clubs des Landes (den Dritten mit Olimpija Ljubljana haben wir heute Mittag ja auch bereits gehabt) aufeinander. Nicht nur, dass es Match zweier großer Clubs ist, es ist tabellarisch gesehen auch ein absoluter Knaller, denn der Erste trifft auf den direkten Verfolger auf Platz Zwei. Ein wenig schade, dass bereits neun Punkte Differenz zwischen den beiden Teams ist, aber andererseits macht es das auch wieder reizvoll, denn Maribor ist zum Gewinnen verdammt, wenn man überhaupt noch eine Chance auf den Titel haben will, denn für gewöhnlich verlieren die großen Clubs in Slowenien meistens die Punkt in den direkten Duellen und selten gegen die kleineren Teams. Maribor muss aber auch aufpassen, denn bei einer Niederlage (und sofern Ljubljana heute Mittag gewonnen hat), würde der Vorsprung auf Platz 4 nur noch zwei Punkte betragen und ab diesem vierten Rang würde man in der kommenden Runde nicht mal mehr an den europäischen Qualifikationsspielen teilnehmen. Beide Mannschaften sind natürlich Dauerbrenner in der Erstklassigkeit in Slowenien und zumeist auch in den vorderen Tabellenregionen zu finden. Celje wurde in zwei der letzten drei Jahren sogar Landesmeister, Maribor hingegen in den letzten drei Saisons immer Vize-Meister, ihr letzter Titel geht aber schon ins Jahr 2022 zurück und dort endete dann auch ihre erfolgreichste Vereins-Phase, denn man holte die Meisterschaft in fünf der acht Spielzeiten zuvor.
Das Spiel begann direkt mit einem Kuriosum, denn der junge Starting Goalie der Gastgeber wurde bei der ersten Unterbrechung direkt ausgewechselt, wobei ich dann sah, dass dieses Spektakel im Laufe der Spielzeit bereits öfters der Fall war und wie Sven ergoogelte, hatte das wohl etwas mit einer Regelung bzgl. Einsatz junger Spieler zu tun hat - auf jeden Fall kann man diese Regelung so auch ad absurdum führen. Die Partie nahm früh Fahrt auf und bereits nach fünf Minuten hatten wir mehr Action als beim gesamten Mittagspiel. Auch hatten wir hier direkt früh ein Tor, als in der zehnten Spielminute ein Spieler des Tabellenführers recht ungestört im Mittelfeld los sprintete, am Sechzehner einen Schlenker nach innen machte und den Ball ins lange Eck schlenzte, echt ein starkes Tor! Natürlich war auch auf den Rängen viel mehr geboten, zuerst Celje mit einer Choreo, untermalt mit kleinen Schwenkern und blauem und gelben Rauch, auch der sangesgewaltige Gästeblock (ca. 400 aus MB mit dabei) begann mit ersten bengalischen Fackeln, wobei halt ziemlich sinnlos dann ist diese zwei Mal vor einem Eckball in den gut gefüllten Strafraum zu werfen, was dann auch eine kurze Unterbrechung nach sich zog. Mit dieser knappen Führung ging es dann in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel sah es auf dem Rasen größtenteils nach „die Einen können nicht, die Anderen müssen nicht“, was das Geschehen auf dem Rasen doch merklich ruhiger werden ließ. Dafür war das drumherum dann um einiges aktiver, beide Seiten mit viel Pyro-Einsatz, im Bereich der Viole Maribor wurden Sachen verbrannt und das offene Feuer rief nach einiger Zeit mit offener Flamme den Einsatz von einem einzigen Feuerwehrmann auf den Plan, der geschützt von ein paar Polizisten ganz gemütlich dort eintraf. Sportlich passierte wenig, wobei ich dem NKM nicht mal fehlenden Willen vorwerfen würde, am Ende blieb es aber beim 1-0 und Celje baute den Vorsprung in der Tabelle auf - bei nur noch sieben zu absolvierenden Partien dürfte das mehr als nur eine Vorentscheidung sein.
Wir hatten kurz nach Abpfiff das Stadion verlassen, denn wir konnten nicht abschätzen wie man vom dem vollen Parkplatz herunter kommt und auf ewiges stehen und warten hatten wir auch keine Lust. Wir starteten um 22:20 und kamen super weg, vermutlich auch, weil wir die Hinterausfahrt nahmen. Das Navi sagte 110 Kilometer und dafür sollten wir 1:12 Std. brauchen. Wir waren nach vielleicht knapp fünf, sechs Minuten schon wieder auf der Autobahn, auf der A1, die uns wieder bis nach Maribor brachte. Hier der Wechsel auf die A5, die wir heute bereits zum dritten Mal befuhren, zum zweiten Mal davon in diese Richtung. Das Hotel hatten wir aber extra dort hin gebucht, da wir a) so wenigstens gestern Mittag bereits einchecken konnten und b) hatten wir jetzt schon die erste Stunde der Strecke nach Budapest gefahren und müssen dieses Stück logischerweise entsprechend morgen früh weniger fahren. Um 23:45 Uhr kamen wir am Hotel an und verschwanden alle Mann schnell auf die Zimmer bzw. ins Bett. Bis ich eingeschlafen war, verging doch noch einiges an Zeit, obwohl ich eigentlich merklich müde war.