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In Österreich war die Auswahl heute Abend sehr ordentlich, allerdings auch nur am Abend. Wir entschieden uns für ein Drittliga-Spiel recht weit südlich im Land, um morgen
früh dann nach dem längeren Teilstück Heute dann morgen nicht direkt die nächste lange Strecke vor uns zu haben - wobei es ehrlicherweise auch Überlegungen gab den Plan nochmal umzuwerfen,
aber dann wären wir locker 2,5 Stunden später in unserer Bleibe für die Nacht und das war mir als Fahrer nicht wirklich recht. Somit blieben wir also bei dem ursprünglichen Match und hatten
jetzt von Milevsko eine Strecke von 439 Kilometer hinter uns zu bringen, die vom Navi mit 4:44 Stunden angegeben waren. Los ging es um 12:11 Uhr und somit hatten wir knapp über 2,5 Stunden
Puffer, welche wir für ein gescheites Abendessen nutzen wollten, sofern wir gut durch kommen. Als Erstes standen 22 Kilometer Landstraße an, bevor wir bei Tábor auf die A3 in Richtung Süden
fuhren. An Budweis vorbei, endete die Autobahn bei Kaplice und wir hatten bis zur Grenze Tschechisch Republik/Österreich etwa 15 Kilometer Landstraße und auch nachdem wir das Land gewechselt
hatten, waren es weitere 20 Kilometer, teilweise noch mit Baustellen. Schwer nervig das ganze Rumgeeiere, ich machte drei Kreuze, nachdem wir bei Freistadt zuerst auf die Schnellstraße S10
und dann kurz vor Linz (bei Engerwitzdorf) auf die Autobahn A7 gefahren waren. Am Knoten Linz wechselten wir auf die A1 und nur 25 Kilometer danach am Voralpenkreuz auf die A9 in Richtung
Süden. Zwei Mal hatten wir wegen einspurigen Verkehrsführungen in Baustellen kurz Stau, aber das war schon noch okay. Viel nerviger (auch wenn bereits bekannt, aber ich rege mich immer wieder
darüber auf) war eher, dass man neben dem sowieso schon bezahlten Maut nochmal insgesamt 19 Euro für zwei Tunnels berappen musste. Nach dem zehn Kilometer langen Autobahntunnel Graz (dieser
ist kostenfrei) ging es auf die A2 in Richtung Klagenfurt, aber an der übernächsten Ausfahrt (Lieboch) mussten wir den Highway komplett verlassen. Es waren nun noch 23 Kilometer und unsere
Suche nach einem geöffneten Restaurant scheiterte am heutigen Tag, zuerst auf dem Weg und danach auch noch hier in Deutschlandsberg. Insgesamt hatten wir nun bereits 988 Kilometer hinter uns
und parkten direkt am Kopfende des Grounds, knapp eine Stunde vor Beginn betraten wir nach dem Bezahlen von 13 Euro den Innenraum. Nach einem Schnitzelsemmel drehte ich noch meine Fotorunde
und wir setzten uns bei einem Bierchen auf den Balkon. Ein wenig Blödsinn wurde gebabbelt, also wie immer, und plötzlich hörten wir „Seid‘s die Groundhopper aus Hessen?“. Wir bekamen Besuch
von dreien Vereinsverantwortlichen, von denen sich zwei bei uns länger am Tisch niederließen. Sven hatte via Social Media als Sammler von Aufklebern mit ihnen getextet, aber da man leider
keine hatte, bekam Jeder von uns ein Schal geschenkt und Sven dazu noch einen Wimpel, superfreundlich, vielen Dank nochmal!!! Wir bekamen einiges rund um den Verein erklärt, um die aktuelle
Situation und dass es hier sehr familiär zugeht, was wir zuvor untereinander auch bereits anmerkten. Hier fühlte man sich definitiv wohl und willkommen, so macht das Hobby auf jeden Fall
Spaß.
In der Regionalliga Mitte standen sich heute, am zehntletzten Spieltag der Saison die Mannschaften auf den Rängen Sechs und Acht gegenüber. In einer Liga, die insgesamt 16
Teilnehmer hat, und davon einer direkt auf- und zwei direkt absteigen, steht bereits jetzt schon ziemlich sicher fest, dass beide Kontrahenten auch in der kommenden Saison in der gleichen
Spielklasse verweilen werden. Der Rückstand nach oben beträgt nämlich 21 bzw. 29 Punkte und der Vorsprung nach unten sind 21 bzw. 13 Zähler. Mit einem Auswärtssieg könnte der SVL aber nochmal
auf fünf Punkte an den heutigen Gegner heran kommen und ihn ein wenig ärgern. Der DSC ist so ein wenig der Dauerbrenner in den Ligen, war man seit dem Jahrtausendwechsel in der viertklassigen
Landesliga Steiermark unterwegs, gab es seitdem einen einzigen Aufstieg (2014/15) und nun ist man ununterbrochen in Regionalliga Mitte (dritthöchste österreichische Ligen-Ebene). Bis 2012/13
war der SVL auch noch ein Viertligist, um dann aufzusteigen und in 2017/18 konnte man erneut Meister werden und eine Klasse noch oben klettern. Nach sieben Jahren am Stück in der 2. Liga
erwischte es sie aber vorletzte Spielzeit und man konnte im gesamten Saisonverlauf nur drei Siege einfahren. Mit nur 16 Punkten zierte man das Ende des Tableaus und hatte nach 30 Spieltagen
18 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Nach einem 8. Platz letzte Saison, befindet man sich nun im zweiten Jahr in Folge in der Regionalliga Mitte.
Der heutige 3. April ist ein besonders Datum für die Gastgeber, denn im Jahre 1935, also vor exakt 91 Jahre wurde der DSC gegründet. So wirklich Auftrieb gab das den elf
Akteuren auf dem Rasen aber erstmal nicht, denn es waren zuerst die Gäste, die den Ton angaben. Erst nach und nach kam der DSC besser in das Match und gingen auch nach einer scharfen
Hereingabe in Führung, sehr zur Freude des Großteils der 671 Zuschauer. Es dauerte aber nicht lange und der SVL glich aus, zu diesem Zeitpunkt absolut verdient und mit diesem Remis ging es
auch nach 45 Minuten in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel war Deutschlandsberg nun das bessere Team, näherte sich dem Torerfolg auch, aber der Querbalken hatte etwas dagegen. Analog zur
ersten Hälfte (nun aber mit vertauschten Rollen), wurde das nächste Tor auch von dieser Mannschaft erzielt, die zu diesem Zeitpunkt weniger aktiv war. Die Hausherren versuchten danach alles,
hatten aber unmittelbar nach dem 1-2 auch Glück, als Lafnitz ebenfalls die Latte traf, aber der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie. Locker eine halbes Dutzend Ecken blieben alleine
ab der 85. Minute ungenutzt und selbst dass es eine lange Nachspielzeit von fast sieben Minuten gab, half ihnen nicht, doch noch das 2-2 zu erzielen. Sehr schade, dass die drei Punkte
komplett mit zum östlichsten Team der Liga gingen und wir uns nicht als Glücksbringer erwiesen für die super sympathischen Gastgeber. Der Big Boss des Gastvereins ist wohl auch der Besitzer
von Viktoria Plzen und deswegen läuft dort eine ziemlich multikulturelle Truppe auf und der Trainer coachte in Englisch. „Guys, guys, we are to close“ zum Beispiel und das Ganze dann versehen
mit österreichischen Dialekt, das ließ uns öfters mal schmunzeln und diese Kommentare waren in unserer Reisegruppe fortan desöfteren in die Runde geworfen worden.
Um 21:01 Uhr saßen wir wieder im Auto und ich startete den Motor, die Strecke bis zu unserer gebuchten Wohnung in Premstätten war mit 27 Kilometer und 27 Minuten absolut
überschaubar, was aber auch ganz gut so ist, denn es war schon ein langer Tag. Ich fuhr gemütlich die kurze Strecke, die größtenteils über die B76 ging und um kurz nach halb 10 erreichten wir
die Unterkunft. Parken konnte man direkt am Haus und das einchecken ging per Key Box mal wieder absolut problemlos. Ruckzuck waren wir eingerichtet, besprachen noch den morgigen Tag und
buchten noch das allerletzte Hotel, denn das fehlte uns noch. Zum Abschluss des Abends gammelten wir alle noch ein wenig an unseren Handys herum bzw. ich tippte auch hier den Bericht weiter.
Allzu alt wurde ich aber nicht, ich glaube, kurz nach 23 Uhr legte ich das Ding zur Seite und schlief erstaunlich zügig auch ein.
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