Saison 2025/26

4. Ceská fotbalová liga - skupina A (4. Liga)

(20. Spieltag)

 

Letni Stadion Milevsko
(Milevsko / Tschechische Republik)

 
Freitag, 03. April 2026 / 10:15 Uhr
 
FC ZVVZ Milevsko -
SK Petrin Plzen B


4:1 (1:0)


Tore:

1:0 (12.) Jakub Kortan

1:1 (47.) Martin Vanc

2:1 (61.) Jirí Mareš (Eigentor)

3:1 (71.) Václav Štástka

4:1 (82.) Jakub Kortan

   

Gelbe Karten: - / - .

Schiedsrichter: David Tvrz

Zuschauer: 250

 

In den vergangenen beiden Jahren war der Zeitpunkt über Ostern immer auch der Zeitrahmen, um mit Patrick (und 2024 auch mit Matthias) jeweils eine schöne Auslands-Tour zu machen (letztes Jahr Albanien und vor zwei Jahren Slowenien, Bosnien-Herzegowina und Ungarn), begünstigt war es natürlich immer dadurch, dass der EC Bad Nauheim zu diesem Zeitpunkt bereits Saisonende hatte. In diesem Jahr ist Ostern recht früh und es gab die Befürchtung, dass der EC vielleicht sogar in die zweite Play-Down Runde müsse und dann wäre eine Mehr-Tages-Tour sowieso schon kein Thema mehr gewesen. Letztendlich wurde das Klassenerhalt aber überraschend souverän gepackt und unsere finalen Planungen konnten ab dem 21. März bereits beginnen, zudem waren wir in diesem Jahr zu Dritt, da Sven Zeit & Lust hatte mit uns etwas zu unternehmen. Wir hatten zuerst natürlich die beiden großen Derbys in Bosnien-Herzegowina in Sarajevo und Mostar im Blick, schauten uns aber auch bereits vorab nach anderen möglichen Touren um. Eine Tour stand quasi schon und diese fanden wir gar nicht mal so schlecht, so dass wir nach den finalen Terminierungen in BIH (und auch in SRB) gar nicht mehr an diesem Trip rüttelten, denn das Mostar-Derby Freitags um 18 Uhr wäre nur mit einem Mega-Ritt von über 15 Stunden Fahrt ab Mitternacht möglich gewesen, was anschließend an einen Arbeitstag schon in Stress pur ausarten würde. Auch das Sarajevo-Derby am Tag drauf wäre nicht zu doppeln möglich und auch recht weit vom Schuss für unsere Sonntag-Spiele gewesen und so entschieden wir uns komplett auf diese beiden Spiele zu verzichten und am ursprünglichen Plan festzuhalten, der neun Spiele in vier Tagen und vier Länder beinhaltete, mit dem wir alle ganz gut leben konnten.

 

Da wir uns eigentlich final erst in Richtung Mitte/Ende letzter Woche einig waren, waren wir mal wieder recht spät mit dem Buchen der Hotels, aber da wir ja keine besonderen Wünsche haben, reichten auch die ein, zwei Tage vor Abfahrt noch aus, um das alles fest zu zurren. Ein klein wenig Verpflegung für die Fahrten zwischendurch wurde gekauft und so konnte gestern Abend in aller Ruhe noch ein Kick angeschaut werden. Weil es aber Mitten in der Nacht los geht auf unsere Tour, blieb es bei einem Kick auf einem Ground, welchen ich schon verdammt oft selbst bespielt habe und auf welchem ich auch schon Spiele gesehen habe – aber das alles vor meiner Zeit, als ich begonnen habe meine Spiele zu zählen bzw. zu notieren und so fahre ich diese Plätze alle noch mal ab, wenn es denn zeitlich passt. Ich tankte gestern auch schon das Auto von und war dennoch um 21:30 Uhr zuhause, wo ich noch allerletzte Sachen in die Tasche für die Oster-Tour packte und gegen 22:30 Uhr in mein Bett verschwand. Wie es aber so ist, wenn man unbedingt schnell schlafen will, funktioniert das natürlich sowieso nicht und es dauerte noch einige Zeit, bis ich wirklich die Augen geschlossen hatte (ich hatte gegen 23:30 Uhr das letzte Mal auf die Uhr geschaut). Da unser erstes Spiel aber bereits um 10:15 Uhr angepfiffen wird und unsere Wegstrecke 540 Kilometer sind (inkl. dem beiden kleinen Schlenkern nach Altenstadt – Lindheim und zum Bahnhof in Hanau, um Sven und Patrick einzusammeln), die das Navi mit 5:32 Std. Fahrzeit angegeben hatte, hieß das, dass ich um 3:45 Uhr zuhause los musste. Der Wecker klingelte also um 3:15 Uhr und heute musste alles mal etwas schneller gehen, wie z.B. die Dusche zum wach werden oder auch die beiden Scheiben Toastbrot, um überhaupt erstmal was im Magen zu haben. Da ich doch wieder ein klein wenig trödelte, kam ich fünf Minuten nach meinem Plan weg, hatte aber bereits beim einsammeln von Sven nur noch +2 und als wir in Hanau waren, hatten wir auch diese weggefahren. Als wir dann alle zusammen waren, wurde ich über die B43a direkt auf die A3 gelotst und hier ging es auch an Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg vorbei. Erst dahinter stand ein Autobahnwechsel an und auf der A6 blieben wir auch bis zur deutsch/tschechischen Grenze. Die Maut war bereits vorher von mir online gezahlt, so konnten wir einfach weiter fahren und mussten dieses nicht noch erledigen, wobei das bei knapp einer Dreiviertelstunde Puffer auch kein Problem gewesen wäre. Um 7:35 Uhr reisten wir aus Deutschland aus uns befuhren nun die A5 in Richtung der tschechischen Hauptstadt Prag. Ganz so weit mussten wir aber nicht, nach einer kurzen Pause zum kaufen eines „Tschechen-Mopeds“ (Kenner wissen Bescheid ;-) ), ging es hinter Plzen von der Autobahn und wir hatten noch 85 Kilometer Landstraßen, die fast komplett über die B19 absolviert wurden. Zwar war es teilweise recht kurvig, aber es war die kürzeste und schnellste Route in Richtung unseres ersten Zielortes, aber ich kannte diese Strecke bereits, denn bei meinen Besuchen in Písek und Tabor fuhr ich diese nämlich auch. In Milevsko angekommen, tankten wir noch schnell für 1,66 Euro / Liter Super voll (was für CZ auch schon an Wucher grenzt) und hofften, so möglichst bis Slowenien oder zumindestens bis kurz davor zu kommen. Keine fünf Minuten später, kamen wir um 9:45 Uhr, also eine halbe Stunde vor Kick Off, am Stadion an und sahen schon einige deutsche Kennzeichen auf dem Parkplatz stehen. Sven und ich drehten erstmal die übliche Foto-Runde in dem echt netten Ground und dann gesellten wir uns zu Patrick in den Biergarten. Zu Spielbeginn wechselten wir aber nach dem Bezahlen von 70 Kronen (etwa 2,85 Euro) auf die Tribüne, wo auch due Hopperkollegen Frank Jasperneite und Oliver Leisner bereits saßen.

 

Unser allererster Kick dieser Tour führte uns ins gelobte „Klobasa-Land“, genauer gesagt in die vierhöchste Spielklasse unseres Nachbarlandes. Die vierte Liga nennt sich 4. Ceska fotbalova liga und ist insgesamt in sechs Staffel aufgeteilt, wobei wir uns heute in der „skupina A“ befinden, welche mit der Staffel B größtenteils eher die grenznahen Mannschaften zu Deutschland beinhaltet und maximal bis Prag etwa geht. In dieser Liga mit 16 Teams stehen sich die Mannschaften auf den Rängen Neun und Fünfzehn gegenüber. Mit 23 Punkten stehen die Hausherren im Mittelfeld jenseits von Gut und Böse, denn der Tabellenführer ist mit 51 Zählern bei 16 Siegen und 3 Remis natürlich komplett enteilt und die beiden Teams auf den direkten Abstiegsplätzen habe im gesamten Verlauf der Spielzeit erst neun bzw. sieben Zähler gesammelt. Letzter, also die mit neun Punkten, das ist die heutige Gast-Mannschaft, die in ihren 19 Spielen zwei Siege einfahren konnte, einer gegen den Tabellenletzten und einer mit 3-0 am grünen Tisch nach Verbandsentscheid. Selbst wenn sie also heute den ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit landen könnten, erscheint es unrealistisch Milevsko unten nochmal rein zu ziehen. Für sie selbst wäre es aber umso wichtiger dennoch zu punkten und zwar möglichst dreifach, denn das rettende Ufer ist mittlerweile bereits neun Punkte entfernt und (inklusive heute) sind es nur noch elf Partien zu gehen.

 

Die favorisierten Hausherren waren direkt vom Anpfiff an im Vorwärtsgang und bestimmten die Partie komplett. Man ging früh in Führung und alles schien den erwarteten Verlauf zu nehmen, aber in der Folgezeit traf man nur noch die Latte und vergab dazu die ein oder Möglichkeit, um das Ergebnis auszubauen. Eigentlich hätte es definitiv viel höher stehen müssen zum Gang in die Kabinen. Wir kennen ja das Sprichwort „Wer sie vorne nicht macht, der kassiert sie hinten“ und genau so ein Fall war es heute wieder erstmal wieder, denn unmittelbar nach dem Seitenwechsel kam die Zweitmannschaft des Drittligisten bei einem ihrer ganz seltenen Offensivaktionen mal vor das FC-Gehäuse und ein Fernschuss wurde abgefälscht, dass er unhaltbar für den Torhüter im langen Eck einschlug. Nach diesem genauso unverdienten wie überraschendem Ausgleich übernahm Milevsko direkt wieder das Geschehen, man traf aber ein zweites Mal heute die Latte und vergab binnen zehn Minuten drei, vier richtig dicke Chancen. Gefühlt waren sie schon kurz vor dem Verzweifeln. bekamen dann aber komplett unverhofft Hilfe... Einer der beiden Innenverteidiger von Petrin hatte den Ball Mitte der eigenen Hälfe, ziemlich weit außen, ja fast schon auf Höhe der Außenlinie. Er wurde leicht angelaufen bzw. eher angetrabt, drehte sich um und chippte in der Drehbewegung den Ball in Richtung eigenes Tor und zu seinem vermeintlichen Torhüter. Doof nur, dass dieser weit aufgerückt war und keine Chance hatte diesen Rückpass aufzunehmen oder wenigstens irgendwie abzuwehren, so dass der Ball ins verwaiste Tor kullerte. Was ein unfassbares Kacktor! Diese Bude brach den Bann, im Abstand von jeweils etwa zehn Minuten setzten die Einheimischen weitere Treffer drauf und am Ende bleiben die drei Punkte mehr als nur verdient bei den Hausherren.

 

Zu Teil 2 des Berichts => KLICK!

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