Saison 2025/26

Bezirksliga Hamburg Nord

(13. Spieltag)

 

Sportplatz Lunapark - Jahnplatz 3 (KR)
(Hamburg-Altona Nord)

 
Sonntag, 09. November 2025 / 11:00 Uhr
 
SC Union 03 Altona -
SC Sperber


2:2 (2:1)


Tore:

1:0 (24.) Dariush Nashir

1:1 (31.) Michel Johannes Birger Schmidt (Handelfmeter)

2:1 (33.) Dariush Nashir

2:2 (75.) Brooklyn Kwabena Adusei-Poku

  

Gelbe Karten: Alireza Naseri (29.), Dariush Nashir (60.), TRAINER (60.), CO-TRAINER (63.), Nico Kukuk (67.), Jaques Rodrigues Oliveira (85.), Tom Robert Dehner (90.+2.) / Jens-Franchesco Palacios Escobar (41.), Brooklyn Kwabena Adusei-Poku (69.).

Schiedsrichter: Kai Kleen

Zuschauer: ca. 25


Zu Teil 2 des Berichts => KLICK!

 

Der Wecker rappelte um 9:45 Uhr unaufhörlich und ich fühlte mich gerädert, als hätte ich nur zwei, drei Stunden geschlafen, denn die Zimmer waren recht hellhörig und auch von außerhalb des Hauses waren immer mal Geräusche zu vernehmen. So eine richtig lange Ruhephase hatte ich nicht unbedingt, da ich zwischendurch immer mal wieder wach war. Ein Blick aus dem Fenster konnte die Laune auch kaum steigern, denn es war Nieselregen angesagt. Ich prüfte auf dem Navi noch mal den heutigen Tag und da wegen der gesperrten A7 schon jetzt Verzögerungen angezeigt waren, bedeutete für mich, dass ich vorsichtshalber 10-15 Minuten früher weg fahre, um nicht zu spät zum ersten Kick zu kommen (nervig genug), aber da ich nicht weiß wie es sich entwickelt, war ich erstmal abgefucked, weil ich nach meinem zweiten Fußballspiel erneut dort vorbei muss und zur Tour-abschließenden Eishockeypartie eigentlich nicht allzu viel Puffer besteht. Naja, das dann nachher, ich sprang zum wach werden nochmal unter die Dusche und verließ mein Hotelzimmer um 10:10 Uhr, fünf Minuten später hatte ich den Schlüssel wieder in die Keybox geworfen, die Tasche im Auto verstaut und war auf dem Weg zurück nach Hamburg. Kurzer Stopp in einer Seitenstraße, wo ein von mir heraus gesuchter Bäcker war und hier gab es zwei mit Käse überbackene Croissants zum Frühstück. Vor Ort war dann das Parken doch entspannter als gedacht und ich stellte mein Fahrzeug etwa ein Dutzend Minuten vor regulärem Anpfiff im Wohngebiet knapp 100-150 Meter entfernt vom Eingang des Kunstrasen-Käfigs ab. 24/7 musste hier das parken bezahlt werden, also bekam die Hansestadt von mir auch noch ein paar Kröten geschenkt, aber sicher ist sicher. Beim betreten des Sportgeländes auch nochmal vier Euro gezahlt, drehte ich direkt meine Fotorunde, wobei das bei solchen Plätzen natürlich recht schnell geht. Es sah aus, als könnte man mal pünktlich beginnen, denn die Unparteiischen waren ebenfalls schon da. Bevor die 25 Akteure den Rasen betreten konnte, musste man aber warten, weil ein Team an der Bank noch einen Kreis bildete und sich Geschichten aus dem Paulanergarten erzählte, um nach dem auflaufen und der Platzwahl direkt nochmal einen Kreis zu bilden. Natürlich müssen auch alle Ersatzspieler noch dazu kommen, was zusätzlich noch Zeit kostet und dann wird sich wieder was vom Pferd erzählt. Ich hatte zwar keinerlei Zeitdruck zum zweiten Spiel, aber das ist mittlerweile einfach nur noch unfassbar nervig, das Ganze. Anpfiff somit dann doch wieder mit fast +4 Minuten, bei feinstem Nieselregen, also Hamburger Schietwetter.

 

In der Bezirksliga Hamburg Nord handelte es sich um ein Duell zweier Teams, die beide gegen den Abstieg kämpfen. Die Hausherren vom SC Union 03 Altona rangierten vor dieser Partie auf dem 15. und vorletzten Tabellenplatz, aber auch die Gäste vom SC Sperber waren nur Elfter. Die heutigen Kontrahenten sind allerdings nur getrennt durch drei Punkte, genau genommen also ein einziger Sieg. Bei drei Regelabsteiger in dieser Liga mit 15 Mannschaften stehen die Gastgeber somit unter dem Strich, die Gäste knapp darüber, da fast alle Mannschaften ihre Spiele schon gestern ausgetragen hatten, sind es quasi Zusatzpunkte für den heutigen Spieltag, da die anderen nicht mehr nachziehen können. Allgemein ist in diesem Ranking noch vieles möglich, denn der Fünftplatzierte hat nur fünf Punkte mehr als der erste Regel-Absteiger auf dem 14. Platz. Mit einem Sieg könnten die Unioner erstmal die Abstiegsränge verlassen und dem als Aufsteiger angepeilten Ziel, den Klassenerhalt, einem ganz kleinen Schritt näher kommen. Nach dem letzten Abstieg aus der Kreisliga in 2017/18 ging es nämlich im Jahr darauf auch postwendend als abgeschlagener Tabellenletzter wieder eine Liga tiefer. Der SCS war 2014/15 sogar noch Landesligist, nach einem Abstieg ist man seitdem durchgehend in der Bezirksliga aktiv und war zumeist sogar in den vorderen Gefilden zu finden.

 

Von Spielbeginn an waren die Einheimischen das aktivere Team und hatten auch mehr Tormöglichkeiten. Im letzten Drittel kam dann doch aber der letzte Pass zu ungenau, so dass oftmals ein paar Zentimeter fehlten. Einmal nicht, als ihre Sturmspitze eine flache Hereingabe in der Mitte über die Linie spitzelte. Erst jetzt kam Sperber selbst ein wenig in die Partie; ihr Ausgleichstreffer dennoch überraschend und aus dem Nichts, durch einen fragwürdigen, aber souverän verwandelten Handelfmeter. Ihre Freude währte aber nicht lange, denn quasi im Gegenzug brachte der Torschütze vom 1-0 seine Farben erneut in Front. Ein Ergebnis, was zum Gang in die Kabinen durchaus so okay war. Nach dem Seitenwechsel schossen die Hausherren in den ersten fünf Minuten zwei Abseitstore, ein Pfostenschuss und eine so genannte 100%ige folgte kurz darauf auch noch. So wie es dann beim Fußball öfters so ist: Wenn man sie vorne nicht macht, kassiert man sie hinten! So war es auch heute, die 03er-Abwehr stand hinten viel zu offen, mit zwei schnellen Pässen war man schnell überspielt und der SC-Spieler behielt vor dem Tor die Ruhe - 2-2 (75.)! Zum Ende hin waren die Gäste das bessere Team und dem Siegtreffer definitiv näher als die Altonaer Jungs, letztendlich gelang aber niemandem mehr der Lucky Punch und es blieb beim am Ende vielleicht doch durchaus gerechten Unentschieden.

 

Zu Teil 4 des Berichts => KLICK!

 

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