Saison 2025/26

Oberliga Niedersachsen

(14. Spieltag)

 

Jade-Stadion
(Wilhelmshaven)

 
Samstag, 08. November 2025 / 19:00 Uhr
 
SV Wilhelmshaven -
Lüneburger SK Hansa


1:1 (1:0)


Tore:

1:0 (4.) Loth Benny Boungou

1:1 (90.+2.) Wilson Alex Pinto Coelho Junior

 

Gelb-Rote Karte: Yanni Regäsel (84./SVW).

Gelbe Karten: Conor Jonathan Gnerlich (75.), Yanni Regäsel (83.) / Nico Hübner (32.), William Monteiro Magnus Francisco (61.).

Schiedsrichter: Jonas Behrens

Zuschauer: 405

 

Zu Teil 1 des Berichts => KLICK!

 

Wegen der Verzögerung bei unserem ersten Kick des Tages war es bereits 15:15 Uhr, als wir wieder in meinem Auto saßen. Da wir ja massig Zeit hatten (unsere Strecke nach Wilhelmshaven war nur 97 Kilometer lang) war es uns aber ziemlich egal. Zuerst ging es die B75 stadtauswärts bis zur Auffahrt auf die A28 und am Kreuz Oldenburg-Ost wechselten wir auf die A29. Hier blieben wir bis zur Ausfahrt WHV-Stadtmitte / Fedderwarden und von hier waren es nur noch vier Kilometer zum Stadion, wo wir noch Fotos von diesem im Hellen schossen. Wir waren ja viel zu früh (knapp 2,5 Stunden vor Anpfiff, der Bus der Gästemannschaft war auch gerade erst vorgefahren), deswegen fuhren wir nochmal in die Stadt, um etwas gescheites zu essen. Das erste Restaurant war aber komplett ausgebucht, beim zweiten Versuch bekamen wir einen freien Tisch und kamen zu unserem Schnitzel. Gesättigt ging es zurück in Richtung Stadion, zuvor blieben wir aber noch an einem Supermarkt stehen. Als wir dann den nahe gelegenen Ground erreichten, hatten wir immer noch 50 Minuten bis zum Spielbeginn, aber wir kauften jeweils unser Ticket für einen Zehner und drehten in aller Ruhe unsere Fotorunde, in dem netten Stadion gab es wenig ein wenig was zum ablichten. Wir setzten uns auf die Gegengerade und warteten dem ersten Pfiff des Abends entgegen.

 

In der Oberliga Niedersachsen war die Paarung SV Wilhelmshaven gegen den Lüneburger SK Hansa tabellarisch mit Vierter gegen Achter sogar eine recht ordentliche Partie. Mit 22 und 19 gesammelten Punkten konnte man jeweils schon ganz gut anschreiben lassen. Im Falle eines Sieges würde Wilhelmshaven bei dann gleicher Anzahl an ausgetragenen Partien mit dem Dritten aus Egestorf-Langreder gleichziehen und nur noch jeweils zwei Pünktchen hinter den Top-Teams aus Delmenhorst und Hildesheim stehen. Sofern Lüneburg den Dreier entführen, würden sie punktemäßig mit dem heutigen Gegner aufschließen - also auch „nur“ noch fünf Punkte hinter der Spitze sein, allerdings haben die Hamburger Vorstädter auch schob zwei Matches mehr ausgetragen als ein Großteil der restlichen anderen Mannschaften. Die Hausherren spielten bis 2021/22 viele Jahre am Stück nur Bezirksliga, es folgten aber zwei Aufstiege in drei Jahren und seit letzter Saison ist man wieder Oberligist, zur besten Zeit war man von 1995 bis 2001 in der damals drittklassigen Regionalliga unterwegs, bekam aber wegen einer per Fax um 5(!) Minuten zu spät gesendeten Seite des Lizenzantrages diese letztendlich verweigert. Von diesem Drama erholte man sich lange Zeit nicht, scheint nun aber wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Der LSK war bis 2021/22 auch viele Jahre Regionalligist am Stück, stieg dann in der Oberliga erneut ab. Nach einem zweiten Platz im ersten Landesliga-Jahr, wurde man in der vergangenen Saison Meister, 

 ist diese Spielzeit wieder in der Oberliga Niedersachsen und spielt bisher eine sehr gute Rolle.

 

Als die beiden Mannschaften den Rasen betraten, boten uns beide Fanlager optisch etwas, auf der Heimseite wurde eine „Schnipsel Choreo“  in die Luft gefeuert und Feuer ist ein gutes Stichwort, denn im Gästebereich wurde unerwartet Pyro gezündelt. Ein unerwartet ordentlicher Beginn, der sich zuerst auf dem Feld fortsetzte, denn bereits mit dem allerersten gut vorgetragenen Angriff ging der SVW in Front. Die Jungs von der Küste waren auch über weite Strecken der ersten Halbzeit das bessere Team, allerdings gab es wenig Highlights in den Strafräumen, ein Großteil spielte sich dann doch eher im Mittelfeld ab. Die knappe SVW-Führung hielt bis zum Stand in die Kabinen Bestand und war auch nach dem Seitenwechsel erstmal nicht gefährdet, denn es war weiterhin eine Partie auf ganz schwachem Niveau. Da auch diese 45 Minuten weitestgehend chancenarm waren, schien es so, als könnten die Einheimischen die drei Punkte über die Zeit retten und somit in der Tabelle tatsächlich ganz oben anklopfen. Allerdings leistete sich ihr erfahrenster Spieler ein Foul und bekam die gelbe Karte in der 83. Minute, so weit nicht schlimm, aber im bereits wieder laufenden Spiel schien er wohl weiter zu meckern, denn plötzlich ein Pfiff und der Unparteiische zeigte ihm die gelb-rote Karte, unfassbar dämlich. Das gab dem LSK auf jeden Fall noch mal Mut und Auftrieb, den plötzlich wurden sie offensiver und kreierten endlich auch Tormöglichkeiten. Von den angezeigten vier Minuten Nachspielzeit war bereits knapp die Hälfte abgelaufen, da segelte erneut eine der vielen Flanken in den letzten Minuten in den Wilhelmshavener Strafraum und dieses Mal fand der Ball auch einen Lüneburger Kopf als Abnehmer. Der Ball schlug ein und da war der nicht mehr für möglich gehaltene Ausgleich, den man seitens der Gastgeber durch diese Undiszipliniertheit aber auch selbst verschuldet hat. Zu diesem Zeitpunkt standen wir schon direkt auf dieser Seite des Spielfelds, da sich hier der Ausgang des Stadions befindet und wir ja nach der Partie ein klein wenig Eile hatten.

 

Direkt mit Abpfiff ging es schnellen Schrittes zum Auto, wo ich um 20:54 Uhr den Schlüssel meiner Karre umdrehte. Matthias hatte einen Zug ab Bremen Hauptbahnhof gebucht, welcher dort um 22:17 Uhr abstarten sollte. Das Navi zeigte 106 Kilometer und 1:13 Stunden an, also alles im Rahmen. Sicherheitshalber gab ich aber auf der A29 bis Oldenburg ein klein wenig Gas und holte noch fünf Minuten heraus, wobei Matthias schon per Push-Nachricht über eine 5-minütige Verspätung bei der Abfahrt informiert wurde. Die A28 ab Oldenburg war zwar größtenteils frei, aber auch fast durchwegs auf 120 oder gar 100 km/h beschränkt. Am Kreuz Delmenhorst ging es erst einmal runter vom Highway und auf der B75 Richtung Bremen-Stadtmitte, letztendlich ließ ich Matthias um 22:05 Uhr am Hauptbahnhof raus. Da die Bahn mal wieder Bahn-Sachen machte, waren wir dann eigentlich sogar noch zu früh. Wir verabschiedeten uns und während er ins Gebäude ging, setzte ich meinen Weg fort. Am Stadtrand tankte ich für eine faire Abrechnung voll und befuhr zuerst für sechs Kilometer die A27 und am Bremer Kreuz musste ich auf die A1 switchen. Diese führte mich von Hansestadt zu Hansestadt und normalerweise wäre ich hier auf die A7, durch den Elbtunnel und dann via A23 nach Pinneberg. Die A7 war aber wegen einer Wochenend-Baustelle vollgesperrt und so musste ich erstmal einen kleinen Schlenker fahren und dann auf A1 bzw. A255 nach Hamburg rein, so dass ich hier auch noch ein Stückchen (knapp 20 Minuten) nervigen Stadtverkehr hatte, bevor ich direkt hinter dem Elbtunnel wieder auf die A7 fuhr. Hier musste ich aber nur ganz kurz bleiben, den. am Kreuz Hamburg-Nordwest wechselte ich auf die A23 in Richtung Heide, verließ die Autobahn aber auch knapp fünf Minuten später wieder an der Ausfahrt Halstenbek. Die letzten zwei, drei Kilometer waren gemütlich durch den Ort und das Hotel lag recht ein wenig verdeckt gelegen, aber das Navi findet auch die dunkelste Einfahrt und ich stellte neine Karre um 0:10 Uhr auf dem großen Parkplatz ab. Das einchecken mit der Keybox verlief mal wieder absolut problemlos und wenige Sekunden danach erreichte ich mein Zimmer Nr. 1 direkt wenige Meter hinter der Eingangstür. Ich sprang unter die Dusche und legte mich direkt ins Bett, schlief auch ziemlich zeitnah beim laufendem Fernseher ein.

 

Zu Teil 3 des Berichts => KLICK!


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