Saison 2025/26

Relegation zur Narodnï liga

(Rückspiel)

 

Mestsky stadion u Ploučnice
(Česká Lípa / Tschechien)

 
Samstag, 13. Juni 2026 / 18:30 Uhr
 
FK Arsenal Česká Lípa -
SK Kladno


2:3 (1:1)


Tore:

1:0 (15.) Matej Šimon (Foulelfmeter)

1:1 (27.) Filip Šimeček

1:2 (57.) Filip Šimeček (Foulelfmeter)

2:2 (67.) Adam Ondráček

2:3 (77.) Filip Šimeček

  

Gelbe Karten: Vilém Fendrich (56.), Adam Ondráček (67.), Marek Cervenka (90.+4.), Jaroslav Skoda (90.+4.) / Ondrej Novotny (40.).

Schiedsrichter: Roman Žurek

Zuschauer: 1.557

 

Zu Teil 2 des Berichtes => KLICK!

 

Die Feiereien der Dynamo-Bubis waren jetzt nicht wirklich spannend, deswegen verschwanden wir auch ziemlich direkt vom SGD-Trainingsgelände. Das Navi lotste uns wieder die gleiche Strecke zurück zur Autobahn, wie wir auf der Hinfahrt schon in die entgegen gesetzte Richtung gefahren waren. Kaum auf der A17 passierten wir um 16:35 Uhr die Grenze und mussten wenige Kilometer danach an der Ausfahrt Dečín / Chlumec schon wieder runter. Wir hatten nun noch 51 Kilometer Landstraßen u.a. durch Libouchec, Jíhlové und Decin. In letztem Ort blieben wie nochmal an einem Geldautomaten stehen, denn es kann nie schaden immer mal ein paar Kronen einstecken zu haben. Gegen 17:45 Uhr kamen wir in der Nähe des Stadions an und der ausgesuchte Parkplatz war bereits voll geparkt, aber ein paar Meter weiter in Richtung Stadt fanden wir dann schon etwas. Wir liefen zum Ground und mussten uns in eine etwas längere Schlange anstellen, die für den Kauf der Tickets. Das geschah aus einem weißen Audi(!) heraus, aber der Preis war mit 80 Kronen (knapp 3,30 Euro) sehr fair. Im Stadion erstmal eine Klobasa gegessen, die dieses Mal aber leider nicht wirklich überzeugen konnte und so hingestellt, dass man beide Fangruppierungen im Blick hat. Kurz darauf begann das Spiel auch bereits.

 

Dieses dritte und letzte Spiel am heutigen Abend war so eigentlich nicht geplant und wurde Anfang der Woche wie passend für uns gemacht so terminiert. Dazu war es ein „Alles oder Nichts“, denn es handelte sich um das Relegations-Rückspiel zur Narodni Liga, also der zweiten Liga in unserem Nachbarland zwischen dem FK Arsenal Ceska Lipa und dem SK Kladno. In Tschechien gibt es seit einigen Jahren drei dritte Ligen, aber nur zwei Aufsteiger, deswegen wurde der westliche Bereich (auch aufgrund der größeren Vereinsdichte) in Staffel A + B aufgeteilt. Im Osten steigt der Meister direkt auf, aber im Westen müssen die beiden Erstplatzierten der beiden Staffeln eben nochmal durch diese Extra-Runde und nur der Sieger aus Hin- und Rückspiel geht nach oben. Bei Kladno aus der Staffel A wurde es am Ende hin aufgrund von sechs Siegen am Stück des Konkurrenten nochmal eng und man hatte nach 30 Spieltagen gerade einmal drei Punkte Vorsprung vor Domazlice. Ganz anders sah es in der Staffel B aus, wo Ceska Lipa am Ende der regulären Runde 14 Punkte vor Zapy war und zum Drittplatzierten Banik Most-Sous waren es sogar schon 24 Zähler. Für Ceska Lipa war lange Zeit das vorstoßen ins tschechische Pokal-Viertelfinale das größte Ereignis der Vereinsgeschichte, obwohl man bereits 1927 gegründet wurde. Von 1996 bis 199ß spielte man dann aber für drei Jahre in der zweiten Liga, stürzte danach aber wieder bis in Liga 4 ab, wo man auch einen Großteil der letzten Jahre verbrachte. Erst 2023 kam man zumindestens mal wieder zurück in die Drittklassigkeit und steigerte sich seitdem von Saison zu Saison über die Platzierungen 15 und 9, gelang dieses Jahr die Staffel-Meisterschaft und darf nun eben relegieren. Kladno war 1925-1947, 1948/49, 1952/58, 1960-1965 und 1969/70 sogar erstklassig. 1997 stieg man sogar bis in die 4. Liga ab, fusionierte vor der Spielzeit 2003/04 mit dem FK Neratovice und übernahm deren Zweitliga-Lizenz (zwei Spielklassen übersprungen). Im Jahr 2006 gelang ein letztes Mal der Sprung in Liga 1, aber man stieg Ender der Saison 2009/10 wieder ab, im Folgejahr stieg man sogar aus der zweiten Liga ab und war fortan für viele Jahre nur noch dritt- und viertklassig. 2024 die Rückkehr in die 3. Liga und man wurde auf Anhieb Zweiter, in dieser Saison steigerte man sich. Das Hinspiel siegte Ceska Lipa mit 0-2 in Kladno und somit hat man wirklich gute Chancen heute vor heimischem Publikum erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in Liga 2 aufzusteigen.

 

In den Anfangsminuten waren die Hausherren das stärkere Team und hatten auch die ersten offensiven Aktionen, bei einer dieser gab es ein dummes Foul und somit den entsprechenden Pfiff. Der Strafstoß wurde souverän verwandelt und mit dem Gesamtstand von 3-0 rechneten wir vielleicht sogar mit einem recht langweiligen Kick, aber Kladno kämpfte sich nach und nach ins Spiel und erzielte auch vor dem Gang in die Kabinen noch das 1-1. Nach dem Seitenwechsel ging SK sogar in Führung, ebenfalls durch einen Foulelfmeter und somit war erstmal wieder Spannung, die allerdings der zweite Treffer von Arsenal wieder zunichte machte, Wir dachten erneut, dass das die Entscheidung gewesen sei, aber die von einem Bus unterstützen Gäste gingen erneut in Führung und Filip Šimeček machte sich zum dreifachen Torschützen. So sehr sie es aber noch versuchten, der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie, auch nicht in den drei Minuten Nachspielzeit. Wir hatten ja nichts mehr vor, außer noch zum Hotel in die Nähe von Dresden zurück zu fahren, aber dennoch hätte ich keine Verlängerung mehr gebraucht, da es am Himmel echt verdammt dunkel wurde und man Angst haben musste, dass es jeden Moment anfängt zu regnen.

 

Wir schauten noch ein wenig die Feiereien der Heim-Seite an, ein wenig Pyro gab es tatsächlich auch noch. So richtig spektakulär war es aber nicht wirklich, deswegen saßen wir auch um 20:40 Uhr wieder im Auto und fuhren in Richtung Hotel. Die Strecke war quasi die Selbe, wie auf der Hinfahrt, aber unsere Bleibe lag direkt an der A17, von daher waren es exakt anderthalb Stunden, die wir für die 105 Kilometer brauchen sollten. Unterwegs kauften wir in Dečín aber in aller Ruhe noch in einem Supermarkt ein, damit wir noch Sachen für die Bude hatten. Nördlich von Úšti nad Labem wieder auf die Autobahn und auch bei der vierten Grenzüberquerung interessierte sich Niemand für uns, was auch ganz gut war, kein Bock auf die Fragerei. An der Ausfahrt Dresden-Gorbitz verließen wir die A17 und nach drei, vier Minuten erreichten wir unser Hotel in Kesselsdorf. Die Taschen geschnappt, waren in der Keybox nur drei von unseren vier Schlüssel vorhanden, recht schnell hatten wir dann auch das vierte Zimmer. Wie bereits im Vorbericht des ersten Teils erwähnt, hatten wir ja Einzelzimmer und nachdem ich mich en wenig eingerichtet hatte, ließ ich den TV ein wenig laufen und schlief immer mal wieder ein, wurde aber auch immer mal wieder von einem Reporter-Schrei geweckt. Es war eigentlich eine recht ordentlich lange Nacht, aber so richtig durchschlafen war es natürlich nicht.

 

Zu Teil 4 des Berichtes => KLICK!


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