Tor:
0:1 (80.) Michal Kepski
Gelbe Karten: Michal Rosiak (57.), Yusaku Hayakawa (64.) / Bartosz Kossowski (52.), Michal Kepski (90.).
Schiedsrichter: Dominik Jeziorski
Zuschauer: ca. 120
Saison 2025/26
IV liga - Grupa lubuska
(34. Spieltag)
Stadion Miejski Winna Góra
(Sulecin / Polen)
0:1 (0:0)
Tor:
0:1 (80.) Michal Kepski
Gelbe Karten: Michal Rosiak (57.), Yusaku Hayakawa (64.) / Bartosz Kossowski (52.), Michal Kepski (90.).
Schiedsrichter: Dominik Jeziorski
Zuschauer: ca. 120
Zu Teil 2 des Berichtes => KLICK!
Um realistisch zu planen, muss man mittlerweile definitiv mit zwei Stunden Dauer für ein Spiel rechnen und auch eben saßen wir wegen zu spätem Beginn, Einschwörungskreisen, verlängerte Halbzeit, lange Nachspielzeiten und mittlerweile nun auch wieder Trinkpausen, um 16:58 Uhr im Auto. Wir hatten 78 Kilometer bzw. 58 Minuten vor uns, also Puffer eigentlich quasi fast gar nichts. Aus „Hütte“ heraus wieder au die B112, düsten wir im Konvoi mit einer norddeutschen Hoppergruppe bis zur Autobahnauffahrt und hatten das Navi auf Ankunft 17:55 Uhr herunter gefahren, aber der Eierkopp aus unserem östlichen Nachbarland vor uns kapierte nicht, dass es eine Markierung gibt, die man befahren muss, damit die eigene Ampel grün wird. Die anderen Seite fuhren alle mehrmals und irgendwann wurde es uns zu bunt und wir fuhren vorbei, zumal das Navi mittlerweile wieder auf 17:58 Uhr angestiegen war. Die Grenze war nach kurzer Strecke erreicht und auf der polnischen A2 ging es bis zum Dreieck Torzym und von hier die B138 bis zu unserem Zielort. Wir hatten noch eine Baustellenampel auf der Bundesstraße und auch in Sulecin war der direkte Weg per Baustelle versperrt. Also nochmal drehen, großräumig umfahren und einen anderen Weg nehmen, der eigentlich eher an einen Feldweg erinnerte. Um 17:58 Uhr stellte ich das Auto ab und als wir den Ground betraten, kamen auch beide Mannschaften schon aus dem Sportheim auf den Rasen gelaufen. Mal wieder eine meiner berühmt-berüchtigten Punktlandungen, stressig, aber egal, Hauptsache pünktlich. Kassieren wollte niemand, ich drehte drinnen nach begonnenem Spiel dennoch erstmal meine Fotorunde, setzte mich dann zum Rest meiner Gruppe auf einer der vielen Bänke und wir schauten dem Treiben auf dem Rasen zu.
Das letzte Spiel des heutigen Tages ist dann ein Fünftliga-Spiel in unserem Nachbarland Polen, genauer gesagt MKS Stal Sulęcin gegen KS Victoria Szczaniec in der IV liga (Grupa lubuska). Es war das einzig zeitlich noch passende Match, welches mit unserem Spiel in Eisenhüttenstadt kompatibel ist, allerdings ist das Spiel ja auch in einem echt guten Ground. Es ist ein Spiel vom 34. Und somit letzten Spieltag der Saison in dieser Liga. Tabellarisch gesehen handelt es sich in einer Liga mit 18 Vereinen um die Mannschaften auf den Plätzen 18 und 12, also ein Duell aus dem unteren Bereich. Die Hausherren sind mit sieben Punkten Rückstand abgeschlagener Letzter und haben selbst auch erst 15 Zähler gesammelt, der Abstieg ist bereits länger nicht mehr vermeidbar. Mit 31 konnte der heutige Gegner etwas mehr als das Doppelte an Punkten einheimsen und steht neun Punkte vor der gefährdeten Zone, ist also dem Abstieg schon sicher entronnen, aber für mehr reicht es in dieser Spielzeit halt auch nicht. Das Hinspiel ging mit 5-2 an Victoria, wobei die Partie bereits nach einer halben Stunde entschieden war bei einem Spielstand von 4-1 für die heutige Gastmannschaft.
So torreich wurde es heute leider nicht, das kann ich direkt verraten. Sportlich waren wir auch nicht wirklich hochklassig unterwegs, aber das konnten wir so vermutlich auch nicht erwarten. In der ersten Hälfte passierte wenig bis gar nichts, nach dem Seitenwechsel wurde es ein klein wenig besser, aber von gut waren wir immer noch sehr weit entfernt. Ich war mir irgendwie sicher, dass noch ein Tor fällt, nachdem aber etwa 20 Minuten vor dem Ende ein Victoria-Spieler einen Abpraller vom Torhüter über das komplett leere Tor schoss, kam aber auch ich ins zweifeln. Die beste Möglichkeit der Einheimischen war direkt im Gegenzug, man traf aber nur den Pfosten. Langsam wurde es auch eine Zeit-Frage, aber die Truppe von der A2 in Richtung Posen gelegen erlöste uns doch noch in der 80. Minute und fügte Stal das 110. Gegentor im 34. Saisonspiel bei. Das Mindestziel „ein Tor zu sehen“ war wenigstens erreicht, mehr gab es sowieso nicht und die Gäste nahmen den Dreier mit, was ihnen den 12. Tabellenplatz zum Saisonende final absicherte, Stal war (wie oben bereits beschrieben) ja sowieso schon seit Wochen fix abgestiegen.
Nach dem Spiel hatten wir alle Zeit der Welt und hatten auch Hunger, da es vor Ort keinerlei Verpflegung gab. Zuerst ging es in einen Supermarkt in Sulecin, aber hier gab es keine kalten Getränke und die Backwarenabteilung war Abends natürlich auch fast leer. Also erstmal an der Autobahnauffahrt getankt und auf Wunsch der beiden Mitfahrer in ein amerikanisches Schnellrestaurant gegangen. Von hier starteten wir dann um 20:50 Uhr endgültig ab in Richtung Hotel und hatten noch 149 Kilometer vor uns, für die das Navi 1:50 Std. vorher sagte. Auf die Autobahn und zum zweiten Mal umgerechnet knapp 75 Cent Maut bezahlt, waren wir recht zeitnah wieder an der Grenze. Ab hier waren es dann wieder viele Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A12, die automatisch in die A10 überging. Am Schönefelder Kreuz wechselten wir auf die A113 in Richtung Berlin-Zentrum, sowie dann am Dreieck Neukölln auf die A100 in nordwestliche Richtung. Bei Wilmersdorf verloren wir wegen einer Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung ein paar Minuten, was aber nicht allzu tragisch war. In der Stadt waren es sechs Kilometer die B2 entlang, unter anderem am Olympiastadion vorbei. Wir waren schon wieder am westlichen Stadtrand angekommen und hatten kurz Probleme die Einfahrt zum Parkplatz unseres Hotels zu finden, aber auch das klappte irgendwann. Um 23 Uhr checkten wir im ruhig gelegenen Hotel im Stadtteil Spandau ein und gammelten auf unserem Zimmer noch ein wenig herum. Kurz nach Mitternacht wurde es um mich herum ruhig, ich tippte noch bis 0:45 Uhr an dem Bericht hier und legte danach auch das Handy zur Seite.
Zu Teil 4 des Berichtes => KLICK!