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Da der Ref (wie im vorherigen Bericht bereits geschrieben) ein Einsehen mit Hoppern hatte, pfiff er exakt ab, nachdem der Uhrzeiger sich das 90ste Mal einmal im Kreis bewegt
hatte. Somit saßen wir bereits um 15:48 Uhr wieder im Auto und bei einer Fahrstrecke von 7,1 Kilometer Stadtverkehr veranschlagte das Navi eine Viertelstunde Fahrzeit. Zwei, drei
Ampelschaltungen fielen zu unseren Ungunsten aus und so war es 19:05 Uhr, als wir am Ort des zweiten Spiels ankamen. Einmal uns Gelände herum fanden wir auch einen Stellplatz für Matthias'
Auto und nach kurzem Fußweg waren wir um 16:10 Uhr, also fünf Minuten vor Spielbeginn, an der Kasse an. Dieses Mal galt es sechs Euro liegen zu lassen und auch hier gab es eine ordentliche
Eintrittskarte. Kurzzeitig hatten wir mal Hoffnung, dass das Match entgegen der Ansetzung auf fussball.de doch auf Naturrasen stattfinden würde, aber die sich dorr befindlichen Spieler in
Trikots waren nur die „Überreste“ der ersten Mannschaft des VfB, die zuvor dort gespielt hatte. Schade, wäre auch zu schön gewesen und so bogen wir nach rechts ab zur Plastikwiese. Kaum hatte
ich meine Fotorunde gedreht und mich zum seitlich stehenden Matthias gesellt, kamen auch beide Mannschaften bereits auf das Spielfeld.
Wie bereits erwähnt, hatten wir aufgrund der vielen schon beendeten Ligen für heute Morgen keinen Kick gefunden und auch für heute Abend war es nicht einfach etwas mit einem
Oberliga-Spiel kompatibles zu finden bzw. besser gesagt: Es war kaum bis gar keine Auswahl vorhanden. Es war zwar eine zweite Mannschaft, die uns der Spielplan bescherte, aber diese spielt
immerhin selbst in der Landesliga Berlin (Staffel 2), ihre Erste ist sogar Berlin-Ligist. Tabellarisch gesehen ist das heutige Duell gegen SF Kladow ein Abstiegsduell, denn in der Liga mit 16
Mannschaften stehen sich der Zwölfte und der Dreizehnte gegenüber. Bei drei Direktabsteiger bedeutet das somit, dass es die beiden Mannschaften sind, die gerade so über dem Strich bzw. über
der gefährdeten Zone stehen. Wir bekommen heute ein Spiel des drittletzten Spieltags zu Gesicht und bei 27 und 24 gesammelten Zählern beträgt der Vorsprung auf den 14. Platz gerade einmal
vier bzw. einen Punkt(e). Ordentlich in Form sind beide Mannschaften, denn aus den letzten drei Partien wurden sieben (VfB II) bzw. neun (SFK) Punkte gesammelt, was auch bitter nötig war,
denn vor dieser jeweiligen kleinen Serie standen beide Vereine sogar unter dem Strich. Die Hausherren sind Aufsteiger aus der Bezirksliga, aber auch die direkt am Wannsee beheimateten Gäste
sind erst ihre dritte Spielzeit nacheinander in dieser Liga unterwegs.
Dafür, dass so viel auf dem Spiel stand, war es absolut überraschend, dass uns es ein sehr einseitiges Spiel geboten wurde und selbst der Sieg der Ersten in einem wichtigen
Abstiegsduell zuvor konnte die Zweite der Fortuna nicht motivieren. Die Jungs von SFK waren vom Anpfiff weg das bessere Team und erspielten sich viele Chancen. Nach einer Viertelstunde ging
man in Führung und baute diese bis zum Gang in die Kabinen sukzessive auf ein 0-3 aus. Gerade die ersten beiden Treffer, waren viel zu einfach und beide auch nach dem gleichen
Muster. Man gelang über außen hinter die Abwehrkette und passte von der Grundlinie nach innen. Der dritte Treffer war ein netter Fernschuss, der schön oben unter die Latte einschlug. In der
Halbzeit gönnten wir uns eine Bulette (ich) bzw. eine Wurst (Matthias) und stellten uns auf die gegenüberliegende Seite des Platzes. Von hier sah das Spiel nach dem Seitenwechsel aber genauso
aus, Kladow war weiterhin überlegen und mit ihrer vierten Bude war nach zehn Minuten Spielzeit in der zweiten Hälfte der Deckel schon endgültig drauf, zumal sich die Zweite des Berlinligisten
durch eine Ampelkarte noch selbst schwächte. In der verbleibenden halben Stunde passierte nur noch wenig, man merkte auch an der Körpersprache der beteiligten Spieler, dass das Ding hier
definitiv entschieden ist. Am Ende blieb es auch bei dem klaren Auswärtssieg, die somit den vierten Sieg in Folge feierten und wegen dem besseren Torverhältnis auch den heutigen Konkurrenten
von Rang 12 verdrängten.
Nach Abpfiff liefen wir zurück zum geparkten Auto und es war schon 18:15 Uhr, als wir dort wieder los fuhren. Fas Navi sagte nun 51 Minuten für die 42 Kilometer Fahrstrecke
zu unserer Bleibe voraus, wir blieben aber unterwegs zuerst nochmal in einem Supermarkt stehen für kalte Getränke und danach auch noch im Nachbarort unseres Hotels an einer Pizzeria. Hier
wurde jeweils eine Pizza bestellt, die wir aber mit auf‘s Zimmer nahmen. Dort kamen wir um 20 Uhr an, genau passend zum Ende der regulären Spielzeit des Champions League Endspiels. Wir
konnten also noch die Verlängerung und das Elfmeterschießen hiervon schauen, sowie danach danach auch noch das zweite und dritte Drittel des Halbfinals Kanada gegen Finnland bei der
Eishockey-Weltmeisterschaft. Danach war noch ein wenig herum daddeln am Handy angesagt, aber kurz nach Mitternacht legte ich auch alles weg und schlief danach auch recht schnell ein, die
letzte Nacht war einfach nicht gut genug.
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