Saison 2025/26

Berlin-Liga

(28. Spieltag)

 

Sportanlage Volkspark (KR)
(Berlin-Wilmersdorf)

 
Freitag, 01. Mai 2026 / 10:00 Uhr
 
1. FC Wilmersdorf -
Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 Berlin


1:2 (1:1)


Tore:

1:0 (1.) Nelson Okech

1:1 (45.) Gelicio Aurelio Banze

1:2 (80.) Darryl Julian Geurts

  

Besonderes Vorkommnis: Fabian Andreas Engel (18./BW90) verschießt Handelfmeter.

Gelbe Karten: - / Nils Köhne (37.), Tarik Hadziavdic (48.), Niklas Wiebach (74.), Emre Rosin (90.+3.).

Schiedsrichter: Leon Fenger

Zuschauer: ca. 180

 

Wir sprachen bereits vor drei, vier Wochen über den Feiertag am 1. Mai, welcher in diesem Kalenderjahr supergut auf einen Freitag fällt und für Matthias und mich war eigentlich schnell klar, dass wir hier etwas weiteres starten wollten, denn danach folgt ja direkt im Anschluss noch das komplette Wochenende. Vom wem genau die Initiative kam, weiß ich gar nicht mehr genau, aber unser Blick richtete sich ziemlich schnell in die Bundeshauptstadt. Es dauerte nicht allzu lang und eigentlich stand das Grundgerüst bereits früh mit einem Oberliga-Spiel um 13 Uhr, einem unterklassigen Spiel um 16 Uhr und für Matthias mit TeBe den zweiten Oberligisten um 19 Uhr und weil ich das Mommsenstadion schon habe, hätte um 19:30 Uhr einen Ground in der Berlin-Liga gekreuzt. Anfang letzter Woche schaute ich mal nach den Spielen und sah, dass mein Abendspiel auf 10 Uhr vorverlegt war, was aber grundsätzlich kein Problem war, denn es war zeitlich kompatibel mit dem 13 Uhr Kick. Tennis Borussia befindet sich allerdings derzeit ein wenig im Krieg mit dem eigenen Sportamt, bekommt seit der Winterpause aus (scheinbar) nichtigen Gründen immer die Platzsperre im Stadion verlängert und muss somit seit fünf Monaten auf andere Plätze ausweichen. Es war zu befürchten, dass das auch mit Matthias‘ noch so kommen würde und es dauerte nur bis letzten Mittwoch, da war dieses Match auch schon verlegt. Ende Mai findet übrigens das Berliner Landespokal-Finale im Mommsenstadion statt, wollen wir wetten, dass…? Ändern können wir es sowieso nicht, aber da diese Partie nun wegfällt schauten wir, ob es neben den 10, 13 und 16 Uhr Spielen noch einen Abend-Kick gibt. Es gab zwei Alternativen, mit dem einen war Matthias nicht so happy und so entschieden wir uns für eine Abschlusspartie um 20 Uhr an der polnischen Grenze, hier war natürlich der Vorteil, dass wir genügend Zeit hätten die Karre vorher nochmal günstig voll tanken zu können. Zwar ein wenig Umplanerei dabei gewesen, aber ich bin vollkommen zufrieden, denn einen so hochklassigen Vierer in Deutschland bekommt man sicherlich nicht immer so einfach hin, wenn man doch schon den ein oder anderen Ground im Leben besucht hat. Sven war auch direkt dafür zu begeistern und so hatten wir bereits einen Dreier-Kombo am Start, ein vierter Mitfahrer ließ sich leider nicht mehr finden.

 

Wie bereits beim gestrigen Bericht geschrieben, kamen wir um ziemlich genau 22:30 Uhr von unserem Kick aus der Nähe von Kassel nachhause. Ruckzuck verzog ich mich in mein Bett und Matthias machte es sich auf der Couch bequem, bis ich eingeschlafen war, dürfte es kurz nach 23 Uhr gewesen sein. Der Wecker riss uns um 3:35 Uhr unsanft aus dem Tiefschlaf, wir machten uns parallel fertig, waren aber fünf Minuten zu spät unten im Hof, wo Sven bereits wartete. Wir starteten also um 4:05 Uhr auf das erste Teilstück, welches 520 Kilometer lang war und laut Navi 4:49 Stunden dauern sollte. Zuerst die Baustellenumleitung nach Hungen, wo ich für 1,98€/Liter Super nochmal volltankte, bevor es in Fernwald auf die A5 ging. Am Kirchheimer Dreieck der Wechsel auf die A4 nach Osten und am Hermsdorfer Kreuz auf die A9 in Richtung Norden. Kurz vor Letzterem machten wir mal knapp 10-15 Minuten Pause, um die Sinne mal wieder etwas zu erfrischen, wir hatten bis hier hin ja den Puffer von etwa einer Stunde ja gehalten. Der Verkehr war echt noch überschaubar und so kamen wir supergut voran. Am Dreieck Potsdam rüber auf die A10, am Dreieck Nuthetal auf die A119 und am Dreieck Funkturm nochmal kurz auf die A100, hatten wir noch etwa anderthalb Kilometer Stadtverkehr, bevor wir am Sportgelände ankamen. In der zweiten Seitenstraße fanden wir auch schon einen Parkplatz und stellten 25 Minuten vor offiziellem Spielbeginn die Karre dort ab. Zwei, drei Minuten Fußmarsch später durchschritten wir auch schon den Eingang des Grounds und logischerweise drehte ich zu allererst mal meine Fotorunde.

 

Unser erstes Spiel des Tages war eins aus der sechstklassigen Berlin-Liga, eine Liga in welcher 18 Mannschaften am Start sind. Die ausgesuchte Partie war sogar eine tabellarisch gesehen gute Partie mit den Teams auf den Plätzen Zwei und Fünf, allerdings ist der Zug zum einzigen Aufstiegsplatz in dieser Liga für beide bereits abgefahren. Sieben Spieltag vor Schluss beträgt der Rückstand auf den Dominator der Saison, die Reinickendorfer Füchse, schon 20 bzw. 22. Zähler. Kurioserweise ist der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz mit 14 bzw. 12 Punkten sogar weitaus geringer als der Rückstand auf den Tabellenführer – hört sich komisch an für zwei Truppen aus dem oberen Tabellendrittel, aber ist nun mal faktisch im Tableau so abzulesen. Die Einheimischen pendelten in den letzten Spielzeiten immer ein wenig zwischen Landesliga und Berlin-Liga hin und her, sind aber auch jetzt keine typische Fahrstuhlmannschaft. Ganz anders die letzten Jahre bei den Gästen, die 2015/16 noch Landesliga waren, nach zwei Jahren-Berlin-Liga dann ab 2018/19 in der Oberliga spielten. Im fünften Jahr stieg man ab (allerdings freiwillig aus infrastrukturellen Gründen) und nach einem sportlichen Abstieg im Folgejahr, waren sie plötzlich wieder in der Landesliga angekommen. Hier blieb man aber ebenfalls nur für eine Spielzeit und im vergangenen Sommer folgte der direkte Wiederaufstieg in die Berlin-Liga. Eine ziemliche Berg- & Talfahrt für den Nachfolgerverein des 1992 in Konkurs gegangenen und komplett aus dem Vereinsregister gelöschten ehemaligen Bundesligisten (Saison 1986/87 – der einzige Auswärtssieg in dieser Spielzeit gelang bei unserem ungeliebten Nachbarn vom Main, sehr gut gemacht).

 
Zurück zum Sportlichen: Ich war mit meiner Fotorunde noch gar nicht komplett fertig, da gab es schon einen langen Ball der Hausherren, die Gäste reklamieren Abseits und der Wilmersdorfer Offensivmann überlupfte den gegnerischen Torhüter zur Führung, da waren noch nicht mal ganz 60 Sekunden von der Uhr gelaufen. Die nächsten Minuten gingen auch klar an den Tabellenzweiten, der in Folgezeit noch weitere kleine Möglichkeiten hatte. Vom ehemaligen Bundesligisten war lange gar nichts zu sehen, aber bei einem ihrer wenigen Angriffe erhielten sie einen Handelfmeter zugesprochen, der aber nicht gut geschossen und vom Torhüter eliminiert wurde. Dennoch war das so etwas wie der Auftakt für Blau-Weiß 90, denn endlich spielte man auch ein wenig mit und hatte selbst erste Torchancen. Für den Ausgleich musste aber ein kapitaler Torhüterfehler herhalten, der eine recht harmlose Flanke fallen ließ und am schnellsten schaltete ein Spieler der Gäste. Nach dem Seitenwechsel war es recht offen, vielleicht mit leichten Vorteilen für die in dunkel gekleideten Gäste, die aber auch keine wirklich vielen oder großen Möglichkeiten vor dem Gehäuse des 1. FC hatten. Es lief eigentlich vieles auf ein gerechtes 1-1 Unentschieden hinaus, da setzte Blau-Weiß doch noch den Lucky Punch und nimmt die drei Punkte mit in den Stadtteil Tempelhof.

 

Zu Teil 2 des Berichts => KLICK!

 


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