Tore:
0:1 (10.) David Arnold
1:1 (12.) Mika Abraham
1:2 (65.) Lennox Walther
1:3 (90.+3.) Kilian Pfaff
Gelbe Karten: Johannes Grebestein (80.) / Mathias Unkart (23.).
Schiedsrichter: Martin Ansorg
Zuschauer: 80
Saison 2025/26
Landesklasse Thüringen 3
(24. Spieltag)
Auestadion
(Suhl)
1:3 (1:1)
Tore:
0:1 (10.) David Arnold
1:1 (12.) Mika Abraham
1:2 (65.) Lennox Walther
1:3 (90.+3.) Kilian Pfaff
Gelbe Karten: Johannes Grebestein (80.) / Mathias Unkart (23.).
Schiedsrichter: Martin Ansorg
Zuschauer: 80
Normalerweise versuche ich an freien Wochenend-Tagen derzeit möglichst mindestens einen Oberligisten zu kassieren, aber heute waren die Möglichkeiten in/bei München, bei Passau, in Berlin in Bremen, sowie in und noch hinter Hamburg, Da mir klar war, dass ich mit Bernd erst am frühen Morgen aus Cambuur-Leeuwarden nachhause komme und auch morgen wieder recht früh los muss (vor dem OFC-Spiel soll es noch nach Luxemburg gehen), verzichtete ich heute mal darauf unbedingt einen der 59 fehlenden Oberligisten zu machen. Einzige Möglichkeit wäre mit Übernachtung gewesen, aber verschiedene Mitfahrer zu den jeweiligen Touren machten das auch unmöglich. Nicht weitere tragisch, denn so konnte ich wenigstens heute mal ein Ground machen, der mir auch schon länger auf dem Herzen liegt und ich hierfür aber eher keinen Samstag investieren wollte, da es mir zu nah war. Die Umstände mit den Freitag/Sonntag-Touren passen aber nun, um jetzt mal genau diesen Ground in Angriff zu nehmen, denn bei den älteren Plätzen weiß man ja nie wie lange noch auf diese gekickt wird. Dazu fand sich auch noch ein zweiter Kick, der fast auf der Heimstrecke lag bzw. der Umweg war mit exakt 70 Kilometer im erträglichen Bereich um dafür noch einen weiteren unbekannten Platz zu besuchen.
Sven fand meine Planungen auch interessant und sagte mir zeitnah zu. Nach der gestrigen über 1.000 Kilometer langen Tages-Tour, war ich erst nach 4:30 Uhr im Bett, wurde aber bereits um 9:35 Uhr wieder von meinem Wecker ziemlich unsanft aus dem Tiefschlaf. So konnte ich mich allerdings wenigstens noch halbwegs in Ruhe frisch machen und danach beim Frühstück noch die Highlights der gestrigen DEL-, DEL2- und Oberliga-Finals an. Um 10:31 Uhr ging ich nach unten und Sven hatte auch gerade bei uns im Hof geparkt und so kamen wir annähernd pünktlich weg, aber wir waren ja super in der Zeit. Der Anpfiff war auf 13:30 Uhr terminiert und wir hatten nur 170 Kilometer größtenteils über Bundes- und Landstraßen, die insgesamt 2:12 Stunden dauern sollte. Zuerst ging es via Grebenhain einmal quer durch den Vogelsberg bis nach Fulda, kurz vor der Domstadt befuhren wir die B279 an Gersfeld (Rhön) und Neustadt an der Saale vorbei. Kurz nach der letztgenannten Stadt ging es auf die A72, auf welcher wir 52 Kilometer hinter uns brachten und an der Ausfahrt Suhl-Zentrum den Highway verließen. Knapp Zwei Kilometer mussten wir durch die Stadt und kamen um ziemlich genau 12:45 Uhr am Stadion an. Ein Ordner machte uns aufmerksam, dass es besser wäre einmal noch um den Häuserblock zu fahren, da der Eingang auf der andere Seite wäre, das nahmen wir natürlich dankend an. Ein Platz bekamen wir vielleicht 30 Meter vom Eingang entfernt, wo wir vier Euro zahlen mussten und danach logischerweise erstmal unsere Foto-Runde drehten. Und zu fotografieren gab es hier genug, das Stadion ist ein absolutes Brett, unsere Herzen schlugen mehrmals höher. Ein absolut würdiger Ground für meine Nummer 1.500 in Deutschland! Während unsere Runde stellten sich uns ungefragt noch der Stadionsprecher und Betreuer Gunther vor, die beide bereits mehr als 40 Jahre ehrenamtlich hier mitwirken. Letzter nannte das Stadion „Bruchwiese“, wo wir Beide ihm energisch widersprachen. Er erzählte uns dann noch, dass man daneben einen Kunstrasen bauen will und somit ist doch Jedem klar, dass in Zukunft sehr oft sicherlich auf der Plastikwiese gekickt wird. Mit dem Besuch heute hier haben wir also definitiv alles richtig gemacht.
In der Landesklasse Thüringen 3, der siebthöchsten deutschen Spielklasse, was in Hessen der Gruppenliga entsprechen würde, trafen der 1. Suhler SV 06 und der FC Schweina Gumpelstadt aufeinander. In einer Liga mit 16 Mannschaften treffen heute die beiden Vereine auf den Plätzen Acht und Drei aufeinander. Die Hausherren stehen also im Mittelfeld und wenn nichts komplett außergewöhnliches passiert, werden sie der Liga auch erhalten bleiben, denn Rückstand auf den Spitzenreiter und einzigen Aufsteiger sind bereits 17 Punkte, der Vorsprung zum ersten Abstiegsrelegationsplatz sind aber auch bereits elf Punkte. Die Gäste hingegen kämpfen um den Aufstieg in die Thüringenliga, auch wenn sich sechs Punkte Rückstand auf Rang 1 erstmal viel anhören, man hat aber ein Nachholspiel noch in der Hinterhand. Das Duell mit dem Spitzenreiter endete vor zwei Wochen allerdings torlos 0-0, auf dem Feld hat man also keine Möglichkeit mehr in einem direkten Aufeinandertreffen Punkte gut zu machen. Die Hausherren waren in den letzten Jahren zumeist in der Landesklasse unterwegs, zwei Mal stieg man in die Kreisoberliga ab, aber dafür dann im Folgejahr immer direkt wieder auf. Die Sternstunde des Suhler Fußballs war sicherlich die Saison 1984/85, in welcher man eine Saison in der DDR-Oberliga, also der damals höchsten Spielklasse mitspielte, aber nach 1 Sieg, 3 Remis und 22 Niederlagen ging es postwendend wieder eine Liga nach unten. Ansonsten ging es in der Geschichte des Vereins oft nach oben, aber auch sehr oft nach unten, viele Jahre verbrachte man zweitklassig in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Der Gast ist eine Fusion aus den Vereinen SG Glücksbrunn Schweina und der SG Gumpoldia Gumpelstadt (alleine aufgrund der beiden überragenden Vereinsnamen ist die Fusion ja schon schade), die seit 2023/24 existiert. Just ein Jahr nach dem Aufstieg von Schweina und einem erreichten überragenden 3. Platz in dieser neuen Liga kam die Fusion zustande und konnte man sich als SG Schweina Gumpelstadt im zweiten Thüringenliga-Jahr (dem Ersten nach der Fusion#) noch am letzten Spieltag durch einen 3-2 Sieg und gleichzeitiger Schützenhilfe retten, ging es im vergangenen Sommer nach einer Saison mit nur 17 gesammelten Zählern wieder in den Fahrstuhl nach unten.
Die Gäste hatten von Spielbeginn eigentlich immer ein wenig mehr vom Spiel und waren auch offensiv aktiver. Man hatte erste kleine Möglichkeiten und als man nach knapp zehn Minuten in Führung
ging, konnte man das bereits als verdient ansehen. Quasi fast im Gegenzug mit einem ihrer ersten geordneten Angriffe glichen die Hausherren überraschenderweise aus und kamen danach auch ein
wenig besser ins Spiel rein. Dennoch ging ein Großteil der Chancen eher an die Favoriten aus Schweine und Gumpelstadt, aber bis zur Pause blieb es erstmal bei dem Remis. Wir wechselten dann
mal unsere Sichtweise und gingen auf die Geraden und schauten nach dem Seitenwechsel dem Treiben auf den Rasen zu. Es änderte sich aber wenig, denn zumeist war die Spielgemeinschaft auf dem
Weg nach vorne, aber oftmals war der letzte Pass zu ungenau oder man vergab die wenigen Möglichkeiten recht kläglich. Nach 20 gespielten Minuten gingen die Gäste aber erneut in Führung durch
einen sehenswerten Treffer. Suhl versuchte danach wenigstens einen Punkt noch im Auestadion zu behalten, aber man war offensiv heute einfach nicht gut genug und so blieb es eher bei recht
harmlosen Versuchen. In der Nachspielzeit fiel dann durch einen Konter nach das 1-3, was natürlich die endgültige Entscheidung war, zumal der Unparteiische auch unmittelbar danach die Partie
beendete.
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