Saison 2025/26

Oberliga Hamburg

(31 Spieltag)

 

collatz+schwartz Sportpark (KR)
(Norderstedt)

 
Freitag, 17. April 2026 / 19:30 Uhr
 
TuRa Harksheide -
Hamburg Eimsbütteler BC


2:1 (1:1)


Tore:

1:0 (13.) Mohamed Khalil

1:1 (22.) Moses Magens

2:1 (60.) Falk Satoshi Schmidt

  

Gelbe Karten: xx (64.), xx (86.) / xx (56.). 

Schiedsrichter: Lasse Arne Hintze

Zuschauer: ca. 200

 

Nach der letzten Regionalliga-Fixterminierung für diese Saison, was vor zwei Wochen veröffentlich wurde, bekam der OFC ein Sonntag-Spiel beim Schott Mainz. So etwas lässt bei mir in der Eishockeyfreien Zeit immer direkt die Glocken klingeln, denn somit hatte ich zwei Tage am Stück zur freien Verfügung. Ich prüfte die Terminierungen & Flüge mal wieder für England, hier ergab sich aber nichts sinnvolles, während der Oster-Tour sprach ich mit Sven über die Slowakei, aber da der heutige Freitag ja noch ein Arbeitstag ist, wären wir nur noch bis Bayern gekommen und hätten nur den morgigen Samstag in der Slowakei gehabt. So gerne ich auch dort mal wieder gewesen wäre, aber das wäre viel Aufwand (2.500 Kilometer) für nur zwei Grounds dort und das alles zu Zweit, also nahmen wir auch hier Abstand von. In den angrenzenden Ländern fand ich auch nichts, was mich wirklich happy machte und so entschied ich mir eine Tour zu basteln, wo wenigstens zwei weiter entfernte Oberligisten heraus kommen sollten. Eigentlich hatte ich die Idee mal wieder im Süden einen Bayernligisten zu machen, für heute hätte ich etwas gefunden, aber für morgen leider nicht. Na gut, also wieder in Richtung Norden, hier fehlen ja sowieso noch die Meisten. Zwei Möglichkeiten gab es, welche ich nach der Arbeit noch erreichen könnte, die wären Harksheide aus der Oberliga Hamburg, was in Norderstedt nördlich von Hamburg liegt oder Eutin, was zwischen Kiel und Lübeck fast an der Ostsee liegt. Ich entschied mich für Harksheide, denn das ist 70 Kilometer (und knapp 30 Minuten) kürzer und ich kann entspannter anreisen und sofern ich super gut durch komme, kann ich sogar vor dem Spiel noch im Hotel einchecken, was keine zehn Kilometer Umweg wären. Zudem steht Eutin aktuell unter dem Strich und es ist nicht unrealistisch, dass sie absteigen werde. Wobei Letzteres aber nicht der finale Grund ist, denn viele Absteiger steigen auch wieder auf und letztendlich muss ja eh alles gemacht werden, aber wenn ich zum Saisonende die Wahl zwischen einem „sicheren Drinbleiber“ und einem „vermeintlichen Absteiger“ habe, spricht schon viel für einen Besuch bei Ersterem, so lange ich um die Oberliga-Komplettierung kämpfe.

 

Zu erledigen gab es nicht allzu viel, einzig ein Hotel galt es für mich zu buchen, was ich Anfang der Woche erledigte. Die Wahl wieder auf das in Pinneberg, welches ich bei meiner letzten Hamburg-Tour im vergangenen November auch schon besucht hatte. Nichts besonderes, aber recht ruhig außerhalb gelegen und trotzdem ist man binnen zehn Minuten auf der A7. Außerdem bin ich ja sowieso heute Abend nördlich von Hamburg, Pinneberg liegt ebenfalls nordwestlich der Hansestadt und so habe ich wenigstens nachher auch keinen nervigen Stadtverkehr mehr vor mir. Gestern Abend tankte ich noch meine Karre voll auf dem Heimweg vom Kick bei Marburg, so dass ich diese Zeit heute nicht mehr verlieren werde. Um 13:05 Uhr huschte ich an der Stechuhr vorbei und startete zwei Minuten später den Motor meines Autos auf dem Firmenparkplatz. Die Strecke zum Ground meines Abendspiele waren 498 Kilometer, in Selters sprang ich nochmal schnell in die Tanke um mir ein belegtes Brötchen zu holen: Wegen der Sperrung Richtung Ranstadt musste ich sowieso den kleinen Schlenker über Stockheim fahren, um nach Staden zu gelangen. Hier befuhr ich um 13:20 Uhr die A45 und das Navi vermeldete 4:50 Stunden, was also 1:20 Std. Puffer bedeutete. Wenn ich diese Zeit halbwegs halten würde, dann könnte ich die 20 Minuten Umweg (plus fünf Minuten zum einchecken im Hotel) in Kauf nehmen, mein Zimmer schon beziehen und meine Klamotten dort bereits abstellen. Ich konnte es mir aber nicht wirklich vorstellen und nachdem ich am Gambacher Kreuz auf die A5 gefahren war, verlor ich unmittelbar vor dem Ohmtal-Dreieck eine Handvoll Minuten an einer Tagesbaustelle und direkt dahinter bei der Anschlussstelle Stadtallendorf-Nord auf der A49 etwa nochmal die gleiche Zeit wegen eines liegen gebliebenen LKW und und einspuriger Verkehrsführung daran vorbei. Hinter Kassel wechselte ich auf die A7, die soweit echt okay war für einen Freitag Nachmittag. Erst hinter dem Dreieck Walsrode kam ich mal wieder zum stehen, das kostete mich weitere 10-15 Minuten und dahinter brauchte ich nach fast 4,5 Stunden Fahrt eine Pinkelpause. Danach hatte ich nur noch 80 Kilometer, aber das Navi vermeldete mir 70 Minuten Fahrzeit, logo, ich musste ja noch durch den Elbtunnel. Dort angekommen, dürften es auch wieder zehn Minuten Zeitverlust gewesen sein, was ab ja für diesen Tunnel Freitagsabends sogar noch absolut okay ist. Da ich allgemein so gut durch kam und bei direkter Anfahrt zum Ground knapp ein Stunde vorher da gewesen wäre, fuhr ich an Kreuz Hamburg-Nordwest auf die A22 in Richtung Heide, nach acht Kilometer fuhr ich aber an der Ausfahrt Pinneberg-Süd von der Autobahn und war weitere 2,5 Kilometer später am Hotel angekommen. Das einchecken war eine Sache von 30 Sekunden und so gönnte ich mir sogar nochmal fünf Minuten die Schuhe auszuziehen und mich lang zu machen. Den sicherheitshalber gestellten Wecker benötigte ich nicht, machte mich um 18:38 Uhr auf die 22 Kilometer zum Kick, die vom Navi mit 27 Minuten angegeben waren. Es ging die 2,5 Kilometer zurück zur Autobahn und auch das kurze Stück A22 war entgegen gesetzt zur Anreise vor ein paar Minuten. Am Kreuz Hamburg-Nordwest zurück auf die A7, dieses Mal aber weiter in Richtung Norden bzw. Richtung Flensburg. Allerdings nur für die Dauer von zwei Ausfahrten, denn bei Hamburg-Schnelsen-Nord bzw. Norderstedt-Süd ging es auf die B432 und ich musste einmal quer durch Norderstedt durch und kam 25 Minuten vor Anpfiff am Sportgelände an. Ich hatte Glück, dass auf dem Parkplatz fast schräg gegenüber des Eingangs gerade ein Platz frei wurde und parkte direkt dort ein. Am Eingang wurden faire sechs Euro verlangt und ich begann natürlich direkt erstmal meine Fotorunde.

 

In der Oberliga Hamburg stehen sich am 31. Spieltag TuRa Harksheide und der HEBC (Hamburg Eimsbütteler BC) gegenüber, was in der 18er Liga die Ränge 14 und 10 bedeutet und beide Mannschaften trennen gerade einmal fünf Punkte. Wenn die Regionalliga Nord-Teams aus Hamburg nicht schwächeln würden, dann wäre es eine entspannte Rest-Saison für beide Teams, denn mit 33 und 38 gesammelten Zählern ist man weit weg von den drei Mannschaften, die am Ende der Saison auf jeden Fall absteigen werden, denn hier wurden bisher nur 9, 11 und 19 Punkte ergattert. Wenn von oben nur ein Team herunter kommt (was im Moment aber fragwürdig erscheint, denn Altona, Norderstedt und St. Pauli II stecken alle dick unten mit drin), dann wäre alles in Butter. Es gibt aber mehrere Szenarien und beim absoluten Worst Case „drei Regionalliga-Absteiger aus Hamburg in die Oberliga und der Oberliga-Teilnehmer aus Hamburg steigt in der Relegation zur Regionalliga NICHT auf, dann kann es sogar bis zu fünf Absteiger aus der Oberliga in die Landesligen geben, das würde also aktuell auch Harksheide auf Platz 14 treffen. In der aktuellen Oberliga-Tabelle sind zwischen den Plätzen Neun und Fünfzehn nur sieben Punkte Unterschied, allerdings gibt es hier ein Team mit aktuell erst 25 ausgetragenen Partien, eins mit 26, eins mit 27 und meine beiden heutigen Gegner haben schon 29 Mal gekickt und hätten nach den heutigen 90 Minuten jeweils nur noch vier Mal die Chance auf Punkte. Da die Relegation logischerweise natürlich erst nach Beendigung der regulären Runden stattfinden kann, muss man einfach versuchen am Ende der Saison so weit wie möglich noch nach oben zu klettern und dann einfach mal schauen, denn in der eigenen Hand haben es die Mannschaften auf den hinteren Rängen dann nicht mehr.

 

Als ich mit meiner Fotorunde fast fertig war, traf ich noch auf Hopperkollege Frank Jasperneite und nachdem ich den Anstoß abgelichtet hatte, gesellte ich mich zu ihm. Kurz darauf stellte er mir den mittlerweile ruhiger gewordenen Hopper Marcel aus Köln vor, er dürfte den ein oder anderen Leser hier auch persönlich bekannt sein, der ein oder andere kennt ihn sicherlich auch durch das Kultstück der „DSF Groundhopping Reportage“. Bei Bierchen kamen wir allgemein das Spiel über sehr gut ins Quatschen und es gab die ein oder andere Story zu erzählen oder zu lauschen. Auf dem künstlichen Grün waren die Hausherren von Beginn an das aktivere von zwei eher vorsichtigen Teams und gingen auch nach noch nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit in Führung, Die Freude währte aber nicht allzu lange, denn die Gäste, die ziemlich nah am Zentrum der Hansestadt beheimatet sind, glichen aus - und wie! Eine halbhohe Hereingabe wurde mit der Hacke so abgefälscht, dass sie hinter dem staunenden Torhüter im langen Eck einschlug. Genauso verdutzt wie der Torhüter schaute auch der Schütze, der damit genauso wenig gerechnet hatte, Der Treffer hinterließ Wirkung bei TuRa, denn bis zum Gang in die Kabinen war von ihnen nur noch wenig zu sehen. Da der HEBC auch nicht mehr tat, ging es mit diesem 1-1 auch in die Kabinen. In dieser fand Harksheide untereinander wohl die richtigen Worte, denn man war nach dem Seitenwechsel wieder die stärkere Mannschaft und ging erneut recht in Front, zum zweiten Mal am heutigen Abend. Es war noch ein halbe Stunde zu spielen, aber irgendwie fanden die in ganz lila gekleideten Gäste wenig Zugriff auf das Spielgeschehen und auch Chancen waren Mangelware. Die Norderstedter brachten den knappen Sieg über die Zeit und man konnte nach Abpfiff einige Steine purzeln hören, auf jeden Fall ein enorm wichtiger Dreier im Kampf gegen den Abstieg.

 

Nach dem Spiel lief ich mit Jasper raus zum Parkplatz, wo wir uns verabschiedeten. Führ ihn ging es zum Hopperkollegen Niels nach Neumünster, wo er übernachtete und morgen früh weiter nach Dänemark fuhr. Ich selbst besuchte noch schnell den Supermarkt um die Ecke, holte mit etwas zum knabbern und Getränke für‘s Zimmer, bevor ich mich dann auch zurück zum Hotel machte. Dort kam ich um 22:05 Uhr an und wollte eigentlich zeitnah schlafen, was aber leider nicht funktionierte. Den Grund dafür seht ihr aber erst im nächsten Bericht.

 

Zu Teil 2 des Berichts => KLICK!


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