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Den Wecker hatten wir eigentlich auf 7:30 Uhr stehen, ich musste aber um 6 Uhr auf Toilette und war danach erstmal eine halbe Stunde wach. Nun ja, tippte ich halt hier ein
wenig am Bericht, schlief aber dann doch nochmal ein. Der Wecker klingelte, wir machten uns nacheinander fertig und gingen um 8:20 Uhr zum Frühstück, was auch mal sehr gut tat das in Ruhe am
Tisch zu genießen und nicht wieder was von der Tanke oder der Backwarenabteilung eines Supermarkt holen zu müssen. Alles in allem ein ruhiger Start in den Morgen, was dann auch durchaus okay
ist, denn der finale Heimweg sind (inkl. aller Zwischenstopps) 891 Kilometer bis zu mir nach Hause. Wir hatten aber noch einen Kick eingebaut, welcher idealerweise wieder komplett an der
Strecke lag und so teilte sich die Rückfahrt quasi auf zwei Teile auf. Der erste Abschnitt, also der Teil bis zum heutigen Kick, begann um 9:31 Uhr (also eine Minute nach Plan) hier in Györ
an unserem Hotel und waren 332 Kilometer, die vom Navi mit 3:17 Stunden angegeben waren (gestern Abend waren es noch 3:01 Std., aber der Oster-Rückreiseverkehr hatte wohl bereits begonnen).
Zehn Minuten nach Start hatten wir die M1 erreicht und in westliche Richtung (Wien) befuhren wir den Highway. Nach etwas mehr als 50 Kilometer überquerten wir um 10:10 Uhr die
ungarisch/österreichische Grenze, verloren hier ein paar Minuten, da kontrolliert wurde. Weitere 40 Minuten später war auch Wien erreicht und am Kreuz Schwechat ging es von der A4 auf die S1,
den Schnellstraßenring um die österreichische Hauptstadt. Dahinter ging es auf der A31 weiter und ab dem Kreuz Steinhäusl auf der A1, an St.Pölten und Linz vorbei. Kurz hinter letzterer Stadt
bogen wir noch auf die A25 in Richtung Passau ab und fuhren an der Abfahrt Wels-West ab. Wir tankten noch voll für 172,5 Cent pro Liter Super (40-45 Cent günstiger als bei uns, dabei ist es
noch gar nicht so lange her, als wir uns sagten „durch Österreich müssen wir durch kommen, um dann dahinter in Deutschland günstiger zu tanken“! Ein absoluter Wahnsinn ist das nur noch... Wir
wurden zur Straßenmeisterei gelotst und sollten hier tanken, das funktioniert Bestens und um 13:10 Uhr parkte ich dort. Sven trennte sich nun von uns, da ich für ihn ein Ticket im
Gästebereich gebucht hatte, Patrick und ich zogen lieber die Tribüne vor. Zuvor drehte ich aber noch meine Foto-Runde, gönnte mir eine Bosna und es reichte natürlich vollkommen aus etwas mehr
als fünf Minuten vor Spielbeginn den Sitzplatz einzunehmen.
Da sind wir auch schon bei unserem bereits neunten, aber auch leider schon letzten, Spiel unserer Tour angelangt. Dieses
ist zum Abschluss immerhin nochmal ein Zweitliga-Spiel in unserem Nachbarland Österreich und mit der Paarung Hertha Wels gegen Austria Salzburg durchaus so etwas wie ein Derby. Am 24.
Spieltag standen sich die Tabellenplätze Zehn und Acht gegenüber und mit einem Dreier könnten die Hausherren bis auf einen Zähler an den heutigen Gegner heran rutschen. In dieser Liga waren
ursprünglich 16 Mannschaften in die Saison gestartet, durch den Rückzug des SV Stripfing im November des vergangenen Jahres sind davon aber nur noch 15 aktiv. Es gibt diese Saison hier keine
Übermannschaft, denn selbst der Tabellenführer hat nur einen Punkteschnitt von etwa 2,0 Punkten, was nichts ist, was man nicht bezwingen könne. Dadurch ist oben alles noch eng beisammen, die
ersten Fünf im Ranking sind alle innerhalb von nur vier Zählern.
Von diesen Sphären können unsere beiden Teams auf dem Rasen aber nur träumen, da Wels und die Austria auch erst 23 bzw. 27 Punkte gesammelt haben, würde es heute
normalerweise um wichtige Punkte gegen den Abstieg gehen, aber Stripfing steht bereits seit dem Rückzug in Winter als erster Absteiger fest und der Zweite wird Klagenfurt sein, gegen diese
wurde im Februar ein Insolvenzverfahren eröffnet und da sie auf Einspruch verzichteten, werden sie nach Saisonende ans Ende der Tabelle gesetzt unedmüssen ebenfalls zwangsabsteigen. Der FCW
war bis 2017/18 noch viertklassig und nach sieben Jahren Regionalliga stieg man im vorletzten Sommer in die 2. Liga auf, in welcher man die Premieren-Saison am Ende als Zehnter abschloss. Die
Geschichte um Austria Salzburg dürfte den meisten Fußballinteressierten bekannt sein, heute vor exakt 21 Jahren, am 06. April 2005, kam es zur „feindlichen Übernahme“ durch den RB-Konzern.
Somit hatte das Konstrukt direkt einen Startplatz in der höchsten Spielklasse des Alpenlandes sicher, änderte Logo und Vereinsfarben und verbot u.a. das alte violett der Austria im Stadion.
Im Oktober wurde die Austria neu gegründet und startete in der Folgesaison in der siebten Liga, kämpfte sich bis 2015 wieder zurück in die Zweitklassigkeit. Man war allerdings damals noch
nicht reif genug, schlitterte in den Konkurs und es ging wieder zurück in die Viertklassigkeit. Nun also der zweite Versuch zurück im Profifußball und man kann den Traditionsclub nur viel
Erfolg wünschen.
Dir Mozartstädter, die sicherlich eine vierstellige Anzahl an (stimmgewaltigen) Supportern unter den insgesamt knapp zweieinhalb Zuschauern dabei hatten, übernahmen recht
früh im Spiel die Initiative und hatten früh erste Möglichkeiten. Ihre Führung nach etwa der Hälfte der ersten Halbzeit war hochverdient, aber im Entstehen auch ziemlich glücklich, denn ein
Abpraller fällt ihrem Zehner an der Strafraumgrenze direkt vor die Füße. Mit dem knappsten aller Ergebnisse ging es dann auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel war es lange Zeit keine
Partie auf hohen Niveau und passenderweise sagte mein Sitznachbar: „Sorry, aber ich muss noch eine rauchen, aber sonst schlaf ich gleich ein“. Erst in der Schluss-Viertelstunde wurde es
wieder interessanter, als die Hausherren doch nochmal etwas Gas gaben. Ein Freistoß in der 89. Minute aus dem Halbfeld und in der Mitte köpfte einer der beiden sich heute auf dem Platz
befindlichen Piefke doch noch zum Ausgleich für Wels ein. In der sechs-minütigen Nachspielzeit passierte nicht mehr viel, so dass am Ende zur Punkteteilung kam. Nicht ganz so „schiedlich und
friedlich“, wie man gerne so sagt, denn nach Abpfiff kam es noch zu einer ordentlichen Rudelbildung. Das interessierte uns dann aber nicht mehr wirklich, wir gingen nochmal auf Toilette und
liefen dann zum geparkten Auto zurück.
Dann begann die Heimfahrt... Eigentlich... Aber lest selbst im letzten Teil!
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