Tor:
1:0 (25.) Nadir Benbouali (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Nfansu Njie (14.), Mark Csinger (54.), Zeljko Gavric (79.) / Milan Kovacs (11.), Bálint Katons (37.).
Schiedsrichter: István Kovács
Zuschauer: 5.764
Saison 2025/26
NB I. (1. Liga Ungarn)
(28. Spieltag)
ETO Park
(Györ / Ungarn)
1:0 (1:0)
Tor:
1:0 (25.) Nadir Benbouali (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Nfansu Njie (14.), Mark Csinger (54.), Zeljko Gavric (79.) / Milan Kovacs (11.), Bálint Katons (37.).
Schiedsrichter: István Kovács
Zuschauer: 5.764
Zu Teil 7 des Berichts => KLICK!
Nach Spielende ging es dem Schutz der Tribüne raus in die Sonne bzw. zum Auto, welches aber auch 2,5 Stunden im puren Sonnenschein stand und eine entsprechende Temperatur herrschte logischerweise auch in der Karre. Um 15:55 Uhr starteten wir in Monor ab und kurz nachdem wir den Ort verlassen hatten, befuhren wir die M4, aber dieses Mal nicht bis in die Hauptstadt hinein, sondern vorher bogen wir schon ab auf die M0, den Autobahnring Budapest. Den Ring zu Ende gefahren, wechselten wir westlich von Budapest auf die M1 in Richtung Györ / Österreich. Hier hatten wir direkt ein Teilstück mit 40(!) Kilometern Baustelle am Stück. Das war schwer nervig, vor allen Dingen galt man selbst mit 90 km/h in der erlaubten 80 km/h-Zone als absolutes Verkehrshindernis. Da wir sonst aber gut durch kamen, entschieden wir uns nach der Abfahrt bei Györ-Szababadhegy erst nochmal zum Hotel zu fahren und einzuchecken, dann haben wir das schon mal hinter uns. Ich sagte unterwegs schon zu Patrick, dass ich glaube, dass es das gleiche Hotel ist, welches wir 2024 bereits nach unserer Slowenien/Bosnien/Ungarn-Tour hatten, als wir aus Mezökövesd kamen und auf der Durchreise nachhause auch gepennt hatten. Als wir dann die Einfahrt zum Parkplatz sahen, dämmerte es Patrick auch und ich lag tatsächlich nicht falsch. Im Zimmer stellten wir die Taschen ab und fuhren die 3,4 Kilometer zum Stadion (sieben Minuten), so dass wir knapp eine Stunde vor Anpfiff dort ankamen. Wir holten uns schnell die Tickets und hatten wohl Glück so früh da gewesen zu sein, denn später gab es wohl echt lange Schlangen am Schalter. Das konnte uns egal sein, wir schossen erstmal ein paar Fotos und gönnten uns ein Menü mit einer Wurst im Brötchen (die irgendwie nach einer tschechischen Klobasa schmeckte - echt lecker) und einem 0,5er Bier für umgerechnet 3,80 Euro. Unser Platz wäre zwar im Oberrang gewesen, da unten aber noch viele Plätze frei waren, blieben wir hier.
Nachdem wir gestern Abend bereits den Spitzenreiter der ersten slowenische Liga gesehen hatten, traf das nun im drittem Spiel des heutigen Tages auch zu - jedoch natürlich in der höchsten ungarischen Spielklasse und nicht in Slowenien. Bei dem Duell zwischen dem ETO FC Györ und Nyíregyháza Spartacus FC (ein Spiel des 28. Spieltags in der NB I.) traf dieses Attribut überraschenderweise auf die Hausherren zu. Allerdings hat man nur drei Zähler (und drei Tore) Vorsprung auf den Abonnement-Meister Ferencvaros aus der Hauptstadt Budapest, aber dieser hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und wenn sie dieses gewinnen, steht man ziemlich pari da. Spannendes Titelrennen, ich bin gespannt, ob die sieben Jahre andauernde Meisterserie von Fradi beendet werden kann. Fünf Spieltage sind es dann nach dem heutigen noch und in zwei Wochen kommt es hier in Györ noch zu einem direkten Aufeinandertreffen der beiden diesjährigen Top-Teams. Für ETO wäre es nach 1963, 1982, 1983 und 2013 die fünfte Landesmeisterschaft, Ferencvaros hat diesen Pokal bereits 36x in der Vereinsgeschichte geholt.
Györ startete recht forsch und hatte auch direkt früh die erste gute Tormöglichkeit. Die Gäste, die fast von „hinten“ aus dem Vierländereck Ungarn / Slowakei / Ukraine / Rumänien kommen, setzten trotz der optischen Überlegenheit aber selbst auch immer mal offensive Nadelstiche. Nach der Hälfte der ersten 45 Minuten zeigte der Unparteiische nach einem Eckball auf den Punkt, kurzer VAR-Check, aber die Entscheidung blieb bestehen. Der fällige Strafstoß wurde mit unfassbar viel Dusel (Torhüter hatte die Hand dran) verwandelt und ETO führte mit 1-0. Dies war auch das Ergebnis zum Gang in die Kabinen und ich nutzte die Halbzeitpause, um mir doch mal den geil steilen Oberrang anzuschauen. Kaum wieder nach unten gekraxelt, begann auch der zweite Abschnitt schon, in dem der Favorit weitestgehend das Ergebnis verwaltete - das aber recht gut. Rund um die 75. Minute gab es mal eine kurze Phase mit drei, vier sehr guten Chancen und hier muss Györ eigentlich den Deckel drauf machen. Weil dieses nicht klappte, musste man bis zum Abpfiff noch zittern, da aber Nyíregyháza sich aber nicht mehr richtig aufbäumen konnte, blieben die Punkte in Westtransdanubien - und das verdient! Die Einheimischen können sich somit weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den fünften Landesmeistertitel der Vereinshistorie machen.
Wir hatten echt super gut am Ground geparkt, da wir ja vor dem Match auch recht früh vor Ort waren. Nachdem wir nämlich aus dem Stadion gingen, waren wir eine Minute später am Auto und konnten so um 21:35 Uhr schon los fahren und dürften so dem ersten Chaos bei der Abreise vom Parkplatz entgangen sein. An der ersten Ampel stockte es nochmal ein wenig, aber danach hatten wir freie Fahrt und waren keine zehn Minuten später bereits wieder an unserem Hotel. Sven ging auf‘s Zimmer, Patrick und ich blieben nochmal an der Hotelbar, wo wir mit einem Männergedeck mit jeweils einem Bier und einem Marillenschnaps begannen, worauf ein weiteres Bier folgte. Beim Versuch noch en Drittes zu bekommen, welches auch das Letzte werden sollte, wie wir uns sagten, bekamen wir zu hören: „Entschuldigen sie, aber Bar hat eigentlich schon eine Stunde geschlossen“. Na gut, wir wollten ja auch nicht nerven und wenn zu ist, dann ist halt zu. Nach dem Bezahlen gingen wir zu Sven auf‘s Zimmer und nach ein wenig Laberei legte ich mich um kurz vor Mitternacht ins Bett. Die nötige Bettschwere war mit den Bieren + dem Schnaps in Verbindung mit der schlechten gestrigen Nacht und der vielen Fahrerei in den letzten Tagen auf jeden Fall da und so schlief ich auch recht schnell ein.
Zu Teil 9 des Berichts => KLICK!