Tore:
0:1 (6.) Rafael Camprobin Corchero
1:1 (75.) Christopher Rasper
Gelbe Karten: Efe Tirpan (58.) / Lars Warschewski (62.), Jan-Patrock Friedrich (82.).
Schiedsrichter: Ben Gödde
Zuschauer: 151
Saison 2025/26
Oberliga Westfalen
(27. Spieltag)
Bezirkssportanlage Stadion Rußheide
(Bielefeld)
1:1 (0:1)
Tore:
0:1 (6.) Rafael Camprobin Corchero
1:1 (75.) Christopher Rasper
Gelbe Karten: Efe Tirpan (58.) / Lars Warschewski (62.), Jan-Patrock Friedrich (82.).
Schiedsrichter: Ben Gödde
Zuschauer: 151
Zu Teil 1 des Berichtes => KLICK!
Ich hatte echt bis tief in die zweite Halbzeit des ersten Spiels überlegt, ob ich Hohkeppel (Mittelrheinliga) oder DSC Arminia Bielefeld II (Oberliga Westfalen) als Zielspiel machen sollte. Beide Partien hatten ihre Vorteile, so war es bei Hohkeppel der insgesamt kürzere Weg, sportlich wäre es Zweiter gegen Erster und (trotz dass das andere Spiel 30 Minuten eher beginnt, wäre ich hiervon früher zuhause. Für Bielefeld sprachen, dass ich den weiter entfernten Ground abreißen könnte, wenn ich doch eh schon in der „Nähe“ bin und es handelt sich um ein richtig nettes Stadion mit Naturrasenplatz. Ich entschied mich dann für sie Zweitvertretung des Zweitligisten, zumal Hohkeppel im Falle eines Aufstiegs eh wieder den Ground wechseln müsste, während Arminia II kommende Spielzeit auch auf jeden Fall noch Oberligist sein wird. Was mir aber Sorgen machte, war dass die ganze Zeit bei fussball.de „Stadiom Rußheide (Rasenplatz)“ als Spielort vermerkt war, aber heute dort plötzlich k.A. für „keine Angabe“ stand. Bei der Arminia konnte man auf den Social Media Kanälen keine Info über den Spielort finden, auf meine Anfrage wurde nicht geantwortet. Bei den Gästen konnte man auf Instagram immerhin vernehmen „Bezirkssportanlage Rußheide“, diese hat aber halt auch einen Kunstrasen. Ich ging das Risiko trotzdem ein und wollte Bielefeld kreuzen, hatte aber in Essen ein wenig Magengrummeln bekommen und musste nochmal das stille Örtchen aufsuchen, so dass ich erst um exakt 13 Uhr los kam. Das Navi sagte 1:50 Std. für die 156 Km voraus und nach ein wenig Stadtverkehr kam ich auf die A52 in Richtung Dortmund, die später dann in die A40 mündete. Am Kreuz Dortmund/West war Chaos bei der Überfahrt auf die A45 und das Navi hatte durch einen Unfall auf der A2 mittlerweile 14:58 Uhr als Ankunftszeit stehen. Nachdem ich kurz darauf am Kreuz Dortmund Nordwest auf die A2 in Richtung Hannover abbog, war mein Verkehr glücklicherweise wieder auf normalem Niveau und auch die durch den Unfall gemeldete Verzögerung war fast komplett weg. Da ich nun wieder 14:45 Uhr auf dem Navi stehen hatte, musste ich nicht mal wirklich Gas geben, was bei den aktuellen Spritpreisen gerne genommen wird. An der Ausfahrt Bielefeld-Ost ging es runter von der Autobahn und knapp sieben Kilometer später erreichte ich um exakt 14:45 Uhr den Sportkomplex und konnte sehen, dass sich auf dem Kunstrasen-Nebenplatz schon mal gar nichts bewegt. Ich stellte mein Auto ab und vor dem Eingang zum Stadion konnte man dahinter schon die sich auf dem Naturrasenplatz aufwärmenden Spieler sehen. Merci, so wurde mein Aufwand und mein Risiko wenigstens auch belohnt. An der Kasse einen Zehner hingelegt, gab es einen DIN A4 Zettel á la „print at home“ und ich war im Inneren des schönes Stadions. Die Kurven und die Gegengerade waren komplett gesperrt und meine nette Nachfrage, ob ich wenigstens mal in die Kurve dürfe, um die Tribüne zu fotografieren wurde barsch und uninteressiert abgelehnt. Nun ja, wenn ihr meint, dann setzte ich mich halt mit meinen dicken Hintern direkt auf die Tribüne und wartete. Beide Mannschaften wärmten sich noch seelenruhig auf und keine Ahnung, ob jemand zu spät kam o.ä., auf jeden Fall wurde erst mit +18(!) angepfiffen.
In der Oberliga Westfalen, einer 19er Liga, standen sich mit dem DSC II und dem ASC die Teams auf den Plätzen Sieben und Zwei gegenüber. Der Nachwuchs des Zweitligisten hat aber bereits 19
Punkte Rückstand auf den heutigen Gegner, dafür aber nur 12 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Trotz dass man die letzten drei Partien allesamt verloren hat, gibt es derzeit bei weitem
noch keinerlei Anzeichen dafür, dass man dort unten nochmal reinrutschen könnte. Mit einer ganz anderen Serie kamen die Gäste angereist, denn vier Siege am Stück bzw, sechs Partien in Folge
ohne Niederlage haben sie auf den aktuell zweiten Tabellenplatz gehievt, der am Ende der Spielzeit den Aufstieg in die Regionalliga bedeuten würde, denn aus der Staffel Westfalen dürfen zwei
Mannschaften direkt aufsteigen. Es ist aber noch alles recht eng oben, denn die ersten vier Teams befinden sich innerhalb von drei Punkten, allerdings hat Dortmund hier schon die meisten
Spiele absolviert, Wattenscheid & Lippstadt haben jeweils ein Spiel, Rhynern hat sogar noch zwei Spiele weniger gespielt. Dennoch hat man dieses Jahr realistische Chancen den Sprung nach
oben zu packen, aus der Liga heraus, in welcher man seit 2014/15 ununterbrochen spielt und in den letzten fünf Saisons am Saisonende auch immer unter den Top 7 Teams der Liga war. Die Arminen
hatten 2018 ihre zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet und diese ist nun erst seit dem letzten Sommer wieder aktiv. Dass sie direkt in die Oberliga eingruppiert wurde (wie Bochum vor
zwei, drei Jahren) finde ich persönlich nicht richtig, aber meine Meinung interessiert natürlich hier auch niemanden.
Den viel zu späten Spielbeginn von 15:18 Uhr hatte ich oben ja bereits erwähnt, keine Ahnung, ob hier etwas durchgesagt wurde, als ich noch nicht vor Ort war!? Das fuckte schon ein wenig ab,
aber in erster Linie war ich einfach nur froh, dass auch im Stadion gekickt wurde, von daher konnte ich mich damit arrangieren. Dem ASC merkte man die derzeit breite Brust an, denn sie kamen
wir die Feuerwehr aus der Kabine und trafen bereits früh zur Führung, auch wenn diese eher glücklich zu Stande kam, weil ein Abpraller ihrem Stürmer direkt vor die Füße fiel. Dortmund hatte
danach annähernd eine Hand voll guter Gelegenheiten diese Führung auszubauen, der Ball wollte aber nicht mehr über die Linie und so blieb es auch bis zur Halbzeitpause bei diesem knappen
Ergebnis. Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren von Minute zu Minute immer bessere ins Spiel und trafen zuerst einmal die Latte des ASC-Gehäuses. Der Druck wurde immer größer und eine
Viertelstunde vor Spielende konnte man per Kopf den Ausgleich erzielen. Die Schlussphase war dann nochmal so richtig wild, denn zuerst hatten die Gäste eine Megachance auf den Siegtreffer und
im direkten Gegenzug standen nacheinander zwei Bielefelder Spieler komplett frei vor dem Gäste-Torhüter, der aber beide Eins gegen Eins Situationen entschärfte. Da das Wattenscheider Spiel
heute abgebrochen wurde, ist Dortmund mit diesem Punktgewinn, der eigentlich nach der starken ersten Hälfte zu wenig ist, vorübergehend an die Tabellenspitze gesprungen - wie bereits
angemerkt aber mit den meisten gespielten Spielen des oberen Quartetts.
Durch den verspäteten Anpfiff plus die Nachspielzeiten saß ich erst um 17:15 Uhr wieder in meinem Fahrzeug. Nachdem ich Bielefeld verlassen hatte, ging es direkt auf die A2 in Richtung Dortmund und hätte am Kreuz Bielefeld auf die A33 in Richtung Paderborn wechseln sollen, blieb aber irgendwie in Gedanken auf der A2 und merkte es zu spät. Somit musste ich bis zur nächsten Ausfahrt drauf bleiben und dort dann auf der anderen Seite wieder drauf fahren. Das Ganze kostete mich sinnloserweise +10 Minuten, aber gut, ich war ja selbst Schuld, wenn ich den Kopf nicht bei der Sache habe. Nachdem ich endlich wieder richtig war, blieb ich auf der A33 bis zum Kreuz Wünnenberg-Haaren und switchte hier auf die A44 in Richtung Kassel. Ganz bis zur Documenta-Stadt musste ich allerdings nicht, vorher, ab dem Westkreuz, benutzte ich dann meine gerne (aber schon lange nicht mehr gefahrene) A49, die fast schnurstracks in Richtung Süden führt. Am Ohmtaldreieck ein letztes Mal auf einen anderen Highway gefahren, nämlich auf die A5. Auf dem weiteren Verlauf der A5 war laut dem Navi ein wenig Verkehr und so schlug es mir vor Homberg (Ohm) schon runter zu fahren und exakt 40 Kilometer quer durch die Pampa zu fahren. Es war zwei Minuten schneller angesetzt und dazu auch noch knapp über 20 Kilometer kürzer - dafür halt das Gezuckel über Landstraßen und halt auch wieder durch einiges an Wäldern. Ich machte es dennoch und musste halt wieder langsam und aufmerksam fahren. Es ging durch Mücke, Freienseen, Gonterskirchen, Ulfa und Nidda, bevor ich endlich wieder zuhause angekommen war und um 20:25 Uhr meine Karre in der Garage abstellte. Oben schaute ich noch ein wenig TV, machte diesen Bericht noch fertig und verzog mich um etwa 22 Uhr in die Waagrechte.