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Durch den ganzen Trouble zum Ende hin in meinem ersten Spiel des Tages, war es schon 17:35 Uhr, als ich den Motor meines Fahrzeugs startete. Von hier aus hatte ich nur 79
Kilometer zur von mir vorher ausgesuchten Frituur in Bilzen direkt. Ich spielte mit dem Gedanken die gleiche Bude anzufahren wie letzten Samstag, da es dort ja echt lecker war, entschied
mich aber dann doch dafür, etwas anderes auszuprobieren. Das Navi beschrieb die Strecke mit 58 Minuten und so hatte ich ja wirklich massig Zeit, fuhr erstmal nach Stolberg und von hier dann
nach Aachen - Brand. Dort fuhr ich auf die A44 und erreichte vier, fünf Kilometer später bereits die deutsch/belgische Grenze, von nun an handelte es sich um die E40, auf welcher ich
unterwegs war. An Eupen vorbei ging es bis Lüttich, wo ich auf die E313 in Richtung Hasselt wechselte und erstmal ein paar Minuten wegen einer einspurigen Verkehrsführung in einer Baustelle
verlor, aber das störte mich auch nicht weiter. An der Ausfahrt Bilzen ging es runter und ich hatten noch drei Kilometer Stadtverkehr, auf welchen ich eine Tankstelle fand und für 1,42 Euro /
Liter Super den Tank mal wieder randvoll jagte. Kurz darauf, genauer gesagt um 18:45 Uhr, parkte ich in der Nähe der Frituur drinnen gab es die übliche Bestellung mit Frites Special und einer
Frikandel. Wie letzte Woche, war es auch heute wieder super lecker und richtig gesättigt (bzw. eher sogar noch eine Stufe darüber), machte ich mich um 19:20 Uhr die paar Meter Fußmarsch
zurück zum Parkplatz. Ich hatte nun nur noch 1,9 Kilometer durch die Stadt zu fahren und das dauerte etwa fünf Minuten. Nachdem ich das Auto abgestellt hatte, tippte ich hier noch an
diesem Bericht weiter, bis ich mich eine Viertelstunde vor Anpfiff raus in den Regen wagte. An der Kasse galt es 12 Euro zu löhnen und danach drehte ich im
Innenraum logischerweise erst einmal meine übliche Foto-Runde, wo mir direkt auffiel, dass auch eine ordentliche Anzahl aus dem nur 45 Kilometer entfernten Tessenderlo angereist war - und
zwar mit Banner, Trommel und Schwenkfahnen. Um bessere Sicht auf sie und auch die Bubi-Ultras der Einheimischen zu haben, stellte ich mich auf die Gegengerade in den Nieselregen, ich hatte ja
sowieso meinen Regenschirm mit dabei.
In der Eerste Nationale Amateurs VV (der belgischen 3. Liga) standen sich am 22. Spieltag mit dem SV Belisia Bilzen und dem KVV Thes Sport
Tessenderlo die Plätze Sechs und Zwei gegenüber, so dass man es durchaus schon als Spitzenspiel benennen konnte. Dazu war es noch ein Derby, denn die beiden Städte trennen gerade einmal etwa
45 Kilometer, Fußballherz, was willst du mehr? An der Tabellenspitze der 16er Liga thront Hasselt mit 42 Punkten und obwohl vor diesem Spiel erst 21 der 30 Spiele absolviert waren, dürfte das
Abstand der Gastgeber mit acht Punkten Rückstand vermutlich bereits zu groß sein, zumal man ja insgesamt noch fünf Teams überholen müsste, da nur der Tabellenführer aufsteigt und es auch
keine Relegation gibt. Das heutige Auswärtsteam steht noch besser dar und hat als Zweiter nur drei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter und diesen am viertletzten Spieltag sogar nochmal
zuhause im eigenen Stadion zu Gast, Eine große Chance für die Nord-Belgier, die seit 2018/19 durchwegs in der dritten Liga unterwegs sind, während es für die Hausherren nach vielen Jahren in
der Viertklassigkeit nun erst die zweite Spielzeit in Folge in dieser Liga aktiv ist.
In den Anfangsminuten war es eine recht ausgeglichene Partie mit jeweils einer sehr guten Möglichkeit hüben, so wie auch drüben. Die vermutlich entscheidende Szene des Spiels
passierte vermutlich schon in der 19. Minute, denn nach einem flachen Pass in die Spitze musste ein Verteidiger der Gäste in der Mitte die Notbremse ziehen und da es sich um die Vereitelung
einer 100%igen Torchance handelte, musste die Doppelbestrafung angewandt werden: Strafstoß und rote Karte! Der gefoulte trat selbst an und setzte den Ball flach links neben das Gehäuse.
Fortan war man allerdings nur noch zu Zehnt unterwegs und weitestgehend mit verteidigen beschäftigt. Das Bollwerk hielt aber nicht allzu lange stand und noch bevor die 30 Minuten Marke
überquert war, lag der Ball doch in ihrem Netz. Es ging auch weiterhin fast durchwegs in Richtung Thes-Gehäuse, wobei diese sogar in Unterzahl auch noch zwei kleine Konterchancen
besaßen. Alles in allem ging dieses knappe 1-0 zum Gang in die Kabinen schon soweit in Ordnung. Nach dem Seitenwechsel war die erste Großchance für Tessenderlo da, um hier eventuell den
Ausgleich zu erzielen. Im direkten Gegenzug klingelte es dafür dann aber auf der anderen Seite und mit diesem zweiten Treffer war irgendwie die Luft aus dem Spiel. Man kann Thes Sport nicht
den Willen absprechen, aber zeitweise kamen sie für einen längeren Zeitraum gar nicht an den Ball, weil es die Hausherren auch wirklich gut machten. Erst in der letzten Viertelstunde wurden
diese dann auch nochmal offensiver, trafen erst zum 3-0 und hatten danach noch wirklich zwei, drei weitere richtig gute Chancen das Ergebnis noch viel deutlicher ausfallen zu lassen.Am Ende
blieb es aber beim Drei-Tore-Unterschied, der auch dem Spielverlauf entsprechend war. Schön zu sehen, dass sich die Gäste-Supporter trotz der klaren Unterlegenheit nicht hängen ließen und 90
Minuten durchzogen. Mitte der zweiten Hälfte schnappten sich etwa zehn Jungscher eine Trommel, wackelten eine Polonese um das Spielfeld und blieben immer mal stehen für einen Wechselgesang
mit ihren Kollegen, das war recht lustig anzusehen.
Da ich mir auch noch die Feiereien bzw. die Danksagung von beiden Mannschaften mit und an ihre Fans anschaute, war es bereits 22:05 Uhr, bis ich wieder den Parkplatz vor dem
Sportpark erreicht hatte. Das Navi lotste mich nun nicht mehr durch die Stadt, sondern „hinten rum“ raus, somit war ich ruckzuck auf der N700, der Umgehung von Bilzen. Irgendwann musste ich
rechts ab und war auf der N2, die nach Maastricht führte, kurz vorher überquerte ich hier auch die belgisch/niederländische Grenze. Einmal quer durch die Stadt (u.a. am Fußballstadion De
Geusselt vorbei), befuhr ich dahinter die A79, die mich an Heerlen und Kerkrade vorbei zur nächsten Grenze brachte, dieses Mal die belgisch/deutsche kurz vor Aachen. An der Grenzkontrolle
interessierte sich mal wieder Niemand für mich und nach einem kleinen Stück A44 (bis zum Kreuz Aachen), war ich wieder zurück auf der A4, auf welcher ich bis Köln fuhr und nach dem Kölner
Autobahnring ging es hinter der Domstadt auf gleicher Autobahn östlich weg bis nach Olpe. Von hier ist ja immer die A45, die mich der Heimat immer näher bringt. Drei Pausen machte ich
unterwegs, damit mich die Müdigkeit wenigst möglich erwischt und nachdem ich in Berstadt von Highway runter fuhr, hatte ich noch etwas mehr als 15 Kilometer auf Landstraßen abzuspulen. Als
auch das erledigt war, konnte ich wenige Minuten vor 2 Uhr mein Auto zuhause wieder abstellen. Oben noch ein wenig Olympia-Highlights des Tages geschaut, ging es schon in Richtung 3:30 Uhr,
als ich mich endlich hinlegte.