Tore:
FEHLANZEIGE!
Gelbe Karten: - / Stijn Bultman (33.), Silvan Bröker (84.).
Schiedsrichter: Dennis Higler
Zuschauer: 2.420
Saison 2025/26
Eerste Divisie (2. Liga NL)
(25. Spieltag)
GS Staalwerken Stadion
(Helmond / Niederlande)
0:0
Tore:
FEHLANZEIGE!
Gelbe Karten: - / Stijn Bultman (33.), Silvan Bröker (84.).
Schiedsrichter: Dennis Higler
Zuschauer: 2.420
Die heutige Tour stand schon einige Wochen fest, denn nach der Komplettierung der ersten und zweiten belgischen Ligen, sowie der ersten niederländischen Liga fehlen in der
zweiten Liga dieses Landes auch nur noch zwei Grounds. Hierbei handelt es sich um den SC Cambuur Leeuwarden und Helmond Sport, wobei ich beide Vereine eigentlich bereits bei Heimspielen
gesehen hatte, aber es gab jeweils einen Neubau (Eröffnung in Cambuur im August 2024 und in Helmond im März 2025), welche ich bisher noch nicht besucht hatte. Mein Ziel war es schon, diese
beiden noch fehlenden Kreuze möglichst noch in dieser Saison zu machen, auch wenn die Welt nicht untergehen würde, wenn es nicht klappt. Da in dieser Liga aber im Großteil Freitags und
manchmal auch Montags gespielt wird, gestaltet sich hier eine Terminfindung nicht immer ganz einfach für mich, denn Freitags ist von August bis März/April Eishockey, Montags geht natürlich
wegen arbeitstechnischer Verpflichtungen nicht und wenn mal Samstags Spiele sind, habe ich ja noch den OFC, der bei mir persönlich Vorrang hat. Somit musste ich Helmond sofort in meine
Planungen aufnehmen, als ich sah, dass sie ein Samstag-Heimspiel haben, welches in die Winterpause der Kickers fällt und ich somit keinerlei Fix-Termine meiner Vereine habe. Da ich morgen
wieder mit dem EC Bad Nauheim nach Ravensburg will und das erste Bully auf 16 Uhr vorverlegt wurde, war aber bereits klar, dass es auf dem Heimweg Abends etwas grenznahes werden soll und mit
dem belgischen Bocholt fand sich hier ruckzuck ein Viertligist, so dass die Tour bereits im Mitte Dezember feststand. Ich hatte sie noch nicht lange auf meiner Homepage stehen, da waren mit
Patrick, Bernd und Sven drei Mitfahrer gefunden, was bedeutete, dass bereits vor Weihnachten meine Karre voll war, wobei Sven dann leider aus persönlichen Gründen doch noch absagen musste.
Ich wollte vorher bereits für unsere Reisegruppe Tickets bestellen, aber das scheiterte daran, dass ich keinen niederländischen Bank Account besitze und eine Zahlung mit Kreditkarte nicht
möglich war. Aufgrund der Auslastung hätten wir sowieso nicht bestellen müssen (trotz einer Kapazität von nur 3.800 war nicht einmal das Derby gegen den FC Eindhoven ausverkauft), aber wir
wollten uns unsere Plätze eigentlich gerne selbst auswählen und in der kleinen Bude möglichst weit oben sitzen. Nun gut, halb so wild, fahren wir halt entspannt dort hin und holen uns die
Eintrittskarten ganz einfach vor Ort, so wie es früher sowieso ganz normal war. Das Einzige was noch Sorge bereitete, das war das Wetter, denn Anfang dieser Woche war ja kompletter
Wetter-Irrsinn angesagt und auch im Laufe der Woche schneite es noch (zuletzt erst vorgestern), was in Verbindung mit nächtlichen Minusgraden dann doch keine gute Kombi war. Immerhin wurde es
ab gesten ein wenig besser und für Helmond war heute fast schon eine zweistellige Grad Celsius Zahl angesagt. Da auch beide Vereine ordentlich die Werbetrommel für ihr jeweiliges Spiel
rührten, auch noch am Matchday morgens, war ich dann zuletzt doch entspannter und rechnete mit keiner Spielabsage mehr.
Gestern Abend stand nur das ECN-Heimspiel gegen Krefeld an, welches endlich mal wieder einen Erfolg gab und zwar einen überraschenden dazu, denn die Rheinländer waren mit elf Siegen am Stück
und ganz breiter Brust angereist. Der Tabellenführer musste sich dann aber den Roten Teufeln trotz klarer Überlegenheit bis zur 25. Minute in der Verlängerung geschlagen geben. So war ich
wenigstens nicht ganz so spät zuhause und die Nacht war ausnahmsweise mal nicht so aufwühlend, wie nach Niederlagen immer, wo ich doch oftmals dann mit mir und der ganzen Welt kämpfen muss,
bevor ich einschlafe. Das dürfte heute Nacht gegen 2 Uhr gewesen sein und der Wecker klingelte erst um 9:15 Uhr, so dass ich noch gemütlich frühstücken und mich im Bad fertigen machen
konnte. Ich brach zuhause um 10:18 Uhr und exakt diese drei Minuten Verspätung hatte ich auch, als ich Bernd in Staden einsammelte. Dort auf die A45 gefahren,
wurde Patrick noch in Butzbach am Bahnhof eingesammelt. Von hier sagte das Navi 301 Kilometer bzw. 3:01 Stunde voraus, wir waren also viel zu früh, aber unseren ursprünglichen Plan schreibe
ich später noch. Jetzt ging es erstmal bei Lang-Göns auf die A45 und durch das Siegerland, wo ich in Olpe auf die A4 wechselte, die ich bis Köln befuhr. Einmal von Osten kommend durch die
Domstadt, die wir dann nördlich auf der A57 verließen. Hier ging es in Richtung Krefeld und ab dem Kreuz Kaarst auf der A52 weiter, aber nur wenige Kilometer
später, am Kreuz Mönchengladbach musste ich abbiegen auf die A61. Diese wurde nicht ganz einer Viertelstunde später zur A73 nach dem Grenzübertritt zu den
Niederlanden und bei Venlo wechselte ich ein einziges Mal im Nachbarland die Autobahn, nämlich auf die A67. An der Abfahrt Someren verließen wir den Highway und es waren keine
zehn Minuten mehr bis Helmond. Wir wollten eigentlich in der Innenstadt im vereinseigenen Fanshop Tickets kaufen, in einer Friterie etwas essen und dann gemütlich zum Stadion fahren.
Allerdings standen vor dem ausgewählten Parkhaus die Autos Schlange und so rückten wir von unseren Plan ab. Schnell eine andere Friterie in der Nähe des Stadions fanden wir eine, wo wir uns
zuerst stärkten, bevor wir in Richtung Ground aufbrachen. Das Parken war komplett entspannt und wir hatten gerade einmal drei, vier Minuten zu Fuß zum letztes Jahr eröffneten Spielfeld. Dort
angekommen, war der Kauf von Tickets ebenfalls easy und ruckzuck durch, so dass wir noch fast eine ganze Stunde bis Spielbeginn hatten. Wir drehten eine Runde um das Stadion und kehrten in
der Kantine des SV De Braak ein, wo ich vor zwei Wochen schon einmal mit Sven war. Hier tranken wir gemütlich ein Bierchen und liefen dann so in Richtung Eingang, dass wir eine Viertelstunde
vor Spielbeginn dort auftauchten. Eine lamge Schlange und so dauerte es noch sechs, sieben Minuten, bis wir im Inneren waren, wo es aber auch recht entspannt zuging. Einmal oben vor dem
VIP-Bereich entlang geschlendert, hätten wir theoretisch mittig eine Treppe runter zu den Ersatzspielern nehmen können. Das interessierte uns aber weniger, nach ein paar geschossenen Bildern,
setzten wir uns auf unsere Hintern und schauten dem Treiben auf dem Rasen zu.
Die zweithöchste Spielklasse ist, wie ich bereits oben erwähnt hatte, gemeinsam mit der höchsten Spielklasse eine „geschlossene Gesellschaft“ in unserem Nachbarland, denn ein sportlicher Aufstieg ist nur zwischen diesen beiden Ligen möglich. Somit ist es auch sportlich gesehen nicht weiter schlimm, dass die Hausherren in der 20er Liga auf Rang 17 herum dümpeln, auch wenn es sportlich ausreichen würde, denn der letzte Platz hat bereits neun Punkte Rückstand. Nach oben dürfte der Zug vermutlich aber ebenfalls schon abgefahren sein, denn (auch wenn man noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat) auch hier ist der Rückstand schon neun Punkte zum letzten Aufstiegsrelegationsplatz. Auf eben einen dieser Plätze, die nach Beendigung der 38 Spieltage, noch zusätzlich um den Aufstieg kämpfen, da steht der heutige Gast aus dem fast an der deutschen Grenze liegendem Doetinchem. Die ersten beiden Mannschaften steigen am Saisonende direkt auf und sind bei 15 bzw. 12 Punkten Vorsprung von ADO Den Haag und dem SC Cambuur-Leeuwarden auf den Rest der Liga schon so gut wie sicher vergeben. Die sechs Mannschaften dahinter auf den Plätzen 3 bis 8 spielen diese Relegation und und am Ende steigt nur das Team auf, welches aus drei Runden mit jeweils Hin- und Rückspiel als Sieger hervor geht. De Graafschap ist aktuell Vierter und hat bei einem mehr ausgetragenen Spiel auch nur fünf Punkte Vorsprung auf Platz 9, der dann nach 38 Partien direkt Saisonende hätte, also muss man definitiv noch ein paar Punkte sammeln um am Ende relegieren zu dürfen.
Wir waren zuerst enttäuscht von der raren Belegung im Gästeblock, denn De Graafschap hatten wir immer alle mit gutem Support in Erinnerung - wie sich später herausstelle wurde das Spiel aber
boykottiert wegen Stress mit Behörden und der Staatsmacht, sehr schade. Zudem wurde uns leider auf dem Platz auch alles andere als ein tolles Fußballspiel geboten. In der ersten Halbzeit
waren es sogar noch die Einheimischen, die den Ton angaben und auch die ein oder andere Möglichkeiten vorweisen konnten, für die Gäste gab es nur einen Schuss über das Tor zu notieren,
ansonsten war das sehr blass, was geboten wurde, Logischerweise hieß das Ergebnis 0-0, als sich beide Teams in die Kabinen verabschiedeten und nach dem Seitenwechsel blieb es lange weiterhin
ereignisarm. Die Mannschaft aus Doetinchem kam aber immer besser ins Spiel und hatte zwischen der 70. und 80. Minute ihre beste Phase des ganzen Spiels und man traf unter anderem auch den
Pfosten. Später hinaus gab es noch Chancen für Helmond, aber man schaffte es sogar bei einem 5auf3-Konter diesen so schlecht auszuspielen, dass der Ball nicht im Tor untergebracht wurde. Man
braucht nicht darüber zu diskutieren, am Ende stand ein gerechtes Ergebnis und das war leider eine torloses Remis. Nach dem reißen meiner Mega-Serie von 205 Spielen ohne 0-0 war die laufende
Serie gerade einmal erst zehn Spiele alt, von daher nicht wirklich tragisch.
Zu Teil 2 des Berichts => KLICK!