Tore:
1:0 (62.) Jarno Lion
1:1 (90.+3.) Hero van Lopik
Gelbe Karten: Robbie van Hauter (26.) / Sam van Huffel (67.).
Schiedsrichter: Robin Vereijken
Zuschauer: ca. 800
Saison 2025/26
Tweede Divisie (3. Liga)
(20. Spieltag)
Sportpark Denoek (KR)
(Hoek / Niederlande)
1:1 (0:0)
Tore:
1:0 (62.) Jarno Lion
1:1 (90.+3.) Hero van Lopik
Gelbe Karten: Robbie van Hauter (26.) / Sam van Huffel (67.).
Schiedsrichter: Robin Vereijken
Zuschauer: ca. 800
Weiter geht es in zweiten Teil von drei Niederlande/Belgien-Touren am Stück, aber zu dieser Jahreszeit ist es in Mitteleuropa eine der wenigen sinnvollen Alternativen, wenn man nicht in den Süden reist. Hier ist man weitestgehend schmerzfrei, die Spiele finden größtenteils statt und dazu auch noch auf den Hauptplätzen und nicht wie in Deutschland ganz oft auf den Nebenplätzen. Ich liebäugelte zwar kurzzeitig mal mit einem Tages-Trip nach Spanien (Valencia), allerdings war mir der Zeitpunkt des Rückflugs einfach zu unsicher, denn es hätte gar nichts passieren dürfen, sonst würde ich zu spät zum 80-Jahre-Jubiläumsspiel des EC Bad Nauheim morgen Abend kommen und das war natürlich keine Option. Nach der Komplettierung der ersten beiden Ligen in Belgien, schaue ich gerade speziell ein wenig nach Drittligisten und werde mich in Zukunft auch auf die ein oder andere unterklassige „Perle“ konzentrieren. Die ein oder andere Option hatte ich für heute, ich entschied mich für den zweitgrößten noch fehlenden Drittligisten in Tubize (nur Mons hat noch eine höhere Zuschauerkapazität von meinen noch nicht besuchten Stadien). Ein Dreier war ohne Jugend-, Frauen- oder Testspiel nicht möglich, also nahm ich mir einen Doppler vor, der dafür aber auch die höchstmöglichen Ligen abdecken soll und so fand ich als Mittagspiel einen weiteren Drittligisten und nahm ihn mit in meine Planungen auf, aber eben einen in den Niederlanden, denn in Belgien spielen Samstag Mittags nur die Profis der beiden höchsten Spielklassen und Frauen. War zwar ein wenig Fahrerei, aber mit zwei Spielen in den jeweiligen dritten Ligen konnte ich sehr gut leben, zumal die Zeit zwischen beiden Kicks okay war und ich auch problemlos noch einen Besuch in einer meiner heißgeliebten Frituuren in Belgien dazwischen packen konnte.
Gestern Abend stand für den EC Bad Nauheim das extremst wichtige Auswärtsspiel beim Tabellen-Nachbarn in Freiburg an. Nach den vielen unglücklichen, aber auch oftmals völlig unnötigen Niederlagen zuletzt, war es klar, dass es kein schönes Spiel werden wird und das war es auch nicht. Ist mir aber ehrlicherweise völlig egal, wichtig war, dass wir den Dreier irgendwie ziehen konnten und die vollen drei Punkte aus dem Breisgau mit in die schöne Wetterau nehmen konnten. Da es auf der Heimfahrt keinen Grund für Frust gab, wurde sie recht entspannt abgehalten und um 1 Uhr stellte ich das Auto zuhause ab. Eine Dreiviertelstunde später lag ich im Bett, knackte schnell weg und konnte auch bis auf einen Toilettengang (aufgrund von ordentlich Kaffee & Cola auf der Heimfahrt) bis zum Klingeln des Weckers um 8 Uhr durchschlafen. Ich frühstückte in aller Ruhe und machte mich im Bad fertig, ehe die ersten 474 Kilometer des Tages für mich starteten. Um 9 Uhr öffnete in Nidda die Post, wo ich noch ein Einschreiben abgeben musste, also konnte ich nicht früher wegfahren. Als ich das erledigt hatte und wieder im Auto saß, zeigte das Navi eine Ankunftszeit von 13:54 Uhr an, also 36 Minuten Puffer bis Spielbeginn, das muss irgendwie auch reichen. In Wölfersheim/Berstadt fuhr ich auf die A45, auf welche ich bis zum Kreuz Olpe-Süd blieb und unterwegs in Siegerland mal Regen hatte, was bei -2 Grad natürlich zur Vorsicht aufrief bzgl. eventuell glatter Straßen. Auf der A4 verblieb ich fortan erstmal bis nach Köln und die Domstadt hatte 5 Grad und Sonnenschein zu bieten. Nachdem ich den Kölner Ring im südlichen Bereich hinter mir gelassen hatte, folgte ich der gleichem Autobahn bis nach Aachen bzw. quasi fast bis zur Landesgrenze zur Niederlande. Um das für Redewendungen so oft benutzte „5 vor 12“ fuhr dort ein, um nach nur 27 Kilometer auf der A76 eine Viertelstunde später beim überqueren der Maas in Belgien einzureisen. Zuerst auf der E313 unterwegs, wechselte ich hinter Hasselt auf die E313 in Richtung Antwerpen. Wie zumeist in BeNeLux war der Verkehr komplett gemäßigt und selbst am Autobahnring von Antwerpen, wo ganz gerne mal einiges los sein kann, kam ich Bestens durch. Im westlichen Bereich des Ringe wechselte ich noch auf die E34 in Richtung Brügge, aber ganz so weit musste ich nicht, denn nördlich von Gent musste ich in Zelzate von der Autobahn runter und hatte noch 22 Kilometer in Richtung Norden zu absolvieren, wovon die letzten 18 davon dann wieder über niederländische Landstraßen waren. Um 13:50 Uhr stellte ich mein Fahrzeug auf dem Parkplatz des Sportgeländes ab und trotz wirklich chilliger Fahrt (Durchschnittsverbrauch 5,7 Liter auf 100 km), gewann ich sogar noch ein wenig was auf‘s Navi, da ich halt auch keine einzige Pause gemacht hatte. Gleichzeitig mit mir kamen zwei Busse mit Gäste-Fans an, die von innen massiv gegen die getönten Scheiben trommelten, das ließ schon mal Vorfreude aufkommen. Ich zahlte meinen Zehner am Eingang, musste erstmal die Toilette aufsuchen und schoss logischerweise direkt danach meine Fotos. Auch der Einmarsch der Jungs aus dem 200 Kilometer entfernten Bunschoten-Spakenburg war recht nett, deswegen platzierte ich mich mal direkt in der Nähe des Gästebereichs. Etwas mehr als 20 Minuten danach begann dann das Spiel auch schon.
Bei meinem ersten Kick des Tages handelte es sich um ein echtes Spitzenspiel, denn in der Tweede Divisie, der dritthöchsten niederländischen Spielklasse, trafen mit dem HSV Hoek und dem SV Spakenburg die aktuellen Tabellenplätze Zwei und Vier aufeinander. Leider sind die beiden obersten Ligen im Land der Krachten und Tulpen aber eine geschlossene Gesellschaft, so dass hier nicht um einen eventuellen Aufstieg gespielt wird, sondern „nur“ um die Ehre des Meistertitels und der Feierei danach. Hinter dem Tabellenführer, den Quick Boys aus Katwijk, mit 38 Punkten haben die beiden Kontrahenten bereits 36 bzw. 31 Punkte aus den bisherigen 18 Partien gesammelt. Dazwischen liegt nur HHC Hardenberg mit 34 Punkten. Recht enges und spannendes Rennen aktuell also um den Platz an der Sonne, insgesamt befinden sich sechs Teams nur getrennt von acht Punkten ganz oben wieder. Mit 19 bzw. 14 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz muss man sich schon seit einigen Wochen nach unten keinerlei Sorgen mehr machen.
Direkt vom Anpfiff an wollten die Hausherren zeigen wer hier zuhause ist, denn man spielte körperlich und suchte zumeist den direkt weg nach vorne. Ihr schneller Rechtsaußen versuchte ein ums andere Mal bis zur Grundlinie durch zu kommen und dann die Murmel in die Mitte zu bringen. Ersteres klappte oft und gut, Zweiteres dann eher selten. Dennoch hatte man zwei, drei richtig gute Möglichkeiten in der Anfangsphase, während sich die Gäste es nur mit schnellen Kontern versuchten, hier aber weitestgehend ungefährlich blieben. Danach verflachte es und die letzten 15 bis 20 Minuten von Abschnitt Eins plätscherten nur noch so dahin, so dass es beim torlosen Remis zum Gang in die Kabinen blieb. Nach dem Seitenwechsel war es erneut der HSV, der viel druckvoller begann und sich dieses Mal auch nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit mit der ersten Bude der Partie belohnte. Nach diesem Führungstreffer war aber wieder viel Leerlauf und erst in der Schlussviertelstunde nahm das Match wieder Fahrt auf. Zuerst hatte Hoek mehrmals die Möglichkeit mit einem 2-0 das Ding hier vermutlich zu entscheiden und weil dieses nicht gelang, schöpfte der SVS nochmal Mut. Ihrem ersten vermeintlichen Ausgleich wurde aber wegen einer (für mich eher fragwürdigen) Abseitsentscheidung die Anerkennung verweigert. Man steckte aber nicht auf, blieb im Vorwärtsgang und erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit tatsächlich aus dem Gewühl heraus noch das 1-1. Fast hätten sie das Spielgeschehen sogar noch komplett auf den Kopf gestellt, aber im folgenden Angriff klatschte der Ball nur an den Querbalken des HSV-Gehäuses und blieb es nach 90+6 Minuten beim Remis. Somit bleibt ein Zähler hier an der Nordseeküste und der andere geht mit ans Markermeer.
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