Tor:
0:1 (48.) Ayoub Allaoui
Gelbe Karte: - / Matvii Osadchyi (77.).
Schiedsrichter: Alain Ortiz den Hollander
Zuschauer: ca. 230
Saison 2025/26
Eerste Klasse D - Zuid I (6. Liga NL)
(12. Spieltag)
Sportpark De Molenheide
(Schijndel / Niederlande)
0:1 (0:0)
Tor:
0:1 (48.) Ayoub Allaoui
Gelbe Karte: - / Matvii Osadchyi (77.).
Schiedsrichter: Alain Ortiz den Hollander
Zuschauer: ca. 230
Gestern Abend stand mit dem EC Bad Nauheim die längste Auswärtsfahrt der Saison an (etwa 535 Kilometer nach Weißwasser in der Oberlausitz, Nähe der polnischen Grenze). Da wir erst irgendwann gegen 3 bis 3:30 Uhr wieder zuhause sein werden, beeinträchtigte dieses natürlich die Planung, da ich heute nicht unbedingt ganz so früh von zuhause weg wollte. Viele Ligen (gerade unterklassig) befinden sich noch in der Winterpause, in Belgien und der Niederlande wird jedoch auch weiter unten bereits gekickt und so ging mein Blick dort hin. In Belgien sind die ersten beiden Ligen bereits komplettiert, wie auch die höchste Spielklasse in den Niederlanden, die beiden noch fehlenden Zweitligisten in NL hatten keine Heimspiele, so dass ich heute eher das Augenmerk auf nette Grounds (idealerweise mit kleinen Tribünen) legte. Ich konnte mir so sogar einen Dreier basteln, was natürlich top war, für die Voraussetzung morgens nicht allzu früh zu starten. Am Montag sah ich beim kontrollieren meiner Wochenpläne, dass das mittlere Spiel auf Sonntag verlegt wurde und zuerst dachte ich, dass es das gewesen wäre mit den drei Spielen. Allerdings fand ich noch ein einziges Nachmittag- bzw. eher Frühabendspiel, welches uns zeitlich drei Mal 90 Minuten ermöglichten. Kurz Sven informiert, da dieser schon vor etwa zwei Wochen sagte, dass er mitfahren würde, für ihn war es auch okay. Zimme hatte auch noch Interesse, sagte aber unter der Woche dann doch noch ab. Wir blieben also nur zu Zweit für diese „kurze“ Samstags-Tour, aber mit Zimme hätten wir auf dem Heimweg etwas Zeitdruck gehabt, damit er in Gießen seinen letzten Zug gegen 1:30 Uhr erreichen würde. Seine Absage eröffnete aber die Möglichkeit als letztes Spiel des Tages statt einen belgischen Sechst- einen Drittligisten zu kreuzen, der halt nochmal ein paar Kilometer weiter im Landesinneren liegt. Sven war damit ebenfalls d‘accord, als ich ihm das auf unserer gestrigen Tour mit dem ECN nach Weißwasser erzählte und mir war es definitiv lieber. Wir einigten uns aber darauf, dass wir es final erst vor Ort entscheiden, wenn wir sehen wie fit wir sind.
Da es gestern Abend die nächste verdammt bittere Niederlage in der Ferne gab (Siegtreffer für Weißwasser elf Sekunden vor Ablauf der regulären 60 Minuten), wurde frustriert via A4 und A5 in Richtung Heimat geflogen, was in 3:30 Stunden Fahrzeit von Bautzen bis Fernwald auf der Autobahn mündete. Mit der ganzen Bundes- und Landstraßenfahrerei waren es am Ende 4:25 Stunden für die 535 Kilometer, von denen 85 Kilometer keine Autobahn waren. Somit waren wir wenigstens um 2:45 Uhr zuhause, auch wenn ich lieber mit Punkte(n) und einem weniger dicken Hals gemütlich nachhause gefahren wäre und dann halt 20-30 Minuten bekommen hätte. Mein Akku war aber nach Rückkehr auch wirklich komplett leer und gefühlt schlief ich fünf Minuten später binnen Sekunden in meinem Bett ein, was für mich eher ungewöhnlich ist, gerade nach so einem frustrierten Verlauf des Abends zuvor. Um 8:15 Uhr klingelte der Wecker, um richtig wach zu werden, schob ich meinen Körper unter die Dusche und nachdem ich gefrühstückt hatte, saßen wir um 9:15 Uhr bereits wieder in meiner Karre. Zum ersten Match hatten wir 360 Kilometer hinter uns zu bringen, für die das Navi 3:50 Stunden angegeben hatte. Die ganzen Autobahnen waren gut frei am Samstag morgen, angefangen bei der A45 ab Berstadt und der A4 bis Köln: Hier war der Verkehr auch sehr übersichtlich und wir kamen sehr gut durch die Domstadt hindurch, um dahinter dann direkt die A57 nördlich weg zu nehmen. Am Kreuz wechselten wir auf die A52 und am Autobahnkreuz Mönchengladbach auf die A61, diese brachte uns in Richtung Venlo. Nach der Überquerung wurde die deutsche A61 zur niederländischen A73, die wir dahinter aber schon wieder verließen und die A67 in Richtung Eindhoven benutzten. An der Ausfahrt Helmond ging es runter vom Highway und die letzten 40 Kilometer dann auf Landstraßen. Wir kamen an Helmond vorbei, wo das neugebaute Stadion direkt neben unserer Route lag und da ich hier letzte Woche beim Online-Ticketkauf aufgrund eines nicht vorhandenen niederländischen Bankaccounts scheiterte, hatte ich eine Idee. Zeitlich hatten wir noch über eine Dreiviertelstunde Zeit und so fuhr ich am Stadion ab und fragten nach einem Ticketverkauf für das Spiel gegen den Grafschaap in zwei Wochen, allerdings hatten wir hier kein Glück, sondern hätten in den Fanshop in der Stadt gemusst. Zehn Minuten hin, zehn Minuten zurück, außerdem keine Ahnung was in der City los ist, das war uns dann doch zu knapp und wir fuhren lieber weiter zu unserem ersten Zielort des Tages. Hier kamen wir dann etwas mehr als 20 Minuten vor Kick Off komplett entspannt an und nach dem Bezahlen von drei Euro gab es am Eingang ein kostenloses Stadionheft und hatten noch genug Zeit unsere Fotorunde zu drehen, bevor wir uns auf die sehr nette Tribüne hockten.
Viel klarer konnten die Vorzeichen bei diesem Kick eigentlich gar nicht sein, denn es trafen in der sechstklassigen Eerste Klasse D (Zuid I), in welcher 14 Mannschaften spielen die Tabellenplätze Dreizehn und Eins aufeinander. Die Hausherren konnten bisher erst vier Punkte aus elf Partien sammeln, die Gäste hingegen deren 26 aus elf Matches. Avanti mit sieben Niederlagen am Stück, wobei die letzten vier davon jeweils nur knapp mit einem Tor Unterschied ausfielen. Mit dem Letzten ist man punktgleich und zum Drittletzten sind es schon acht Punkte Rückstand. WNC kommt mit einer Siegesserie von fünf Dreiern im Folge und somit vermutlich auch mit einer breiten Brust angereist, ihr Vorsprung auf den Zweiten des Rankings beträgt aber auch nur drei Zähler.
Das Spiel wurde mit einer Verspätung von ganzen zehn Sekunden angepfiffen. Es geht doch, warum nicht auch im Deutschland so? Erstaunlicherweise war es in den ersten 45 Minuten ein absolut ausgeglichenes Spiel, die besseren Möglichkeiten hatten sogar die Hausherren, die u.a. einmal das Gestänge des WNC-Gehäuses trafen. Dennoch ging es mit dem torlosen Remis erstmal in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel bestimmte fortan an der Tabellenführer das Geschehen. Bereits in der dritten Minute des zweiten Abschnittes ging man mit 0-1 in Führung und hatte kurz darauf die ein oder andere weitere Möglichkeit. Da man diese aber nicht nutzen konnte, blieb es bei dem knappen Ergebnis. Avanti trat offensiv nur noch wenig bis gar nicht mehr in Erscheinung und so hatte WNC nicht die allergrößte Mühe den Spielstand über die Zeit zu bringen und den nächsten Dreier mit nachhause zu nehmen.
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