Tore:
FEHLANZEIGE!
Gelbe Karten: Samuel Gueulette (6.) / Ewoud Pletinckx (42.), Youssef Maziz (90.+5.), Lukasz Lakomy (90.+6.).
Schiedsrichter: Jan Boterberg
Zuschauer: 8.000
Saison 2025/26
Jupiler Pro League
(20. Spieltag)
Easi Arena
(La Louvière / Belgien)
0:0
Tore:
FEHLANZEIGE!
Gelbe Karten: Samuel Gueulette (6.) / Ewoud Pletinckx (42.), Youssef Maziz (90.+5.), Lukasz Lakomy (90.+6.).
Schiedsrichter: Jan Boterberg
Zuschauer: 8.000
Wie ich bereits in einem der letzten Berichte erwähnt hatte, geht es um Weihnachten und den Jahreswechsel doch ganz gerne mal nach Frankreich, Belgien oder in die Niederlande, da hier ja auch noch höherklassig gespielt wird. Höherklassig ist das Stichwort für heute, denn nachdem der Spielplan in Belgien veröffentlicht wurde, sah ich sofort, dass mein einziger noch fehlender Ground in der 1. + 2. belgischen Liga, der Neubau von RAAL La Louvière, zwischen den Jahren ein ein Heimspiel angesetzt bekommen hat. Problem an der Geschichte war jetzt nur, dass im deutschen Eishockey diese Jahreszeit die Spiele-reichste Zeit ist und der EC Bad Nauheim 8 Spiele binnen 17 Tage zu absolvieren hat und damit der 26.12., 28.12. und 30.12. schon geblockt ist, was auch der Grund ist, warum ich in diesem Zeitraum nicht wie viele andere Hopperkollegen in den Flieger auf die Insel steigen kann. Immerhin hatte der Spielplangestalter in Belgien Mitleid mit mir und setzte mein Wunschspiel auf den 27.12. an. Ich hatte drei weitere Insassen in meinem Auto, denn mit Bernd hatte ich es schon lange abgesprochen und kaum hatte ich es auf der Homepage stehen, meldeten sich Snicki und Sven, somit war das Auto schon einige Wochen vor dem Spiel voll. Die Ticketbeschaffung Mitte November gestaltete sich als recht entspannt bzgl. der Verfügbarkeit, dafür musste sich aber jeder Mitfahrer separat nochmal registrieren und mit einem Ausweisdokument verifizieren, das war schon nervig. Aber gut, die Hauptsache war ja, dass alles finalisiert war und geklappt hat, jetzt mussten wir nur noch auf den Gameday warten. Hinzu kam noch ein Eishockeyspiel in Mechelen, welches zeitlich aber knapp werden würde. Wir hatten vorher gemeinsam vereinbart, dass wir es im Auge behalten und es ansteuern, wenn eine pünktliche Ankunft realistisch ist. Wenn wir in La Louvière schon sehen, dass es Mitte erstes Drittel werden würde, oder so ähnlich, dann verzichten wir auf eine Anreise.
Ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften, denn man steht jeweils mit 19 Punkten unter dem zweiten Strich, was zum Ende der Saison die Teilnahme an der Abstiegsrunde bedeuten würde, wo zwei von vier Teams direkt absteigen und eine dritte Mannschaft noch in die Abstiegsrelegation muss. Auf solch ein Ausscheidungsrennen kann man keine Lust haben, also werden dringend Punkte benötigt. Der Abstand nach oben beträgt vier Zähler und mit einem Dreier könnte der Anschluss für den heutigen Sieger (sofern es überhaupt einen gibt) mit dann 22 Punkten auf der Habenseite an das breite Mittelfeld wieder hergestellt sein, denn die Plätze 7 bis 12 sind alle zwischen 25 und 23 Punkte eingruppiert. Das alte „Stade du Tivoli“ von RAAL hatte ich im Januar 2023 gekreuzt, als die Einheimischen noch Drittligist waren. Insgesamt ging es zuletzt mit drei Aufstiegen in den letzten vier Spielzeiten steil nach oben für die Südbelgier. Die Gäste aus Leuven sind nun in ihrer sechsten Erstliga-Saison in Folge, konnten aber am Saisonende nicht ein einziges Mal einen einstelligen Tabellenplatz vorweisen, Rang 10 war seitdem das Höchste der Gefühle.
Wir terminierten unsere Abreise absichtlich früh, da wir wegen dem oben benannten Thema mit der Zeitknappheit zum Eishockeyspiel einen bestmöglichen Parkplatz zur Abreise finden wollten. Somit informierte ich den Rest darüber, dass wir um 9:30 Uhr in Staden abstarten, obwohl die Strecke von hier nur noch 425 Kilometer bzw. 4:03 Std. (laut Navi) sind. Gestern Abend in Crimmitschau in Westsachsen eigentlich eine ordentliche Leistung meines ECN gesehen, aber leider völlig unnötig die drei Punkte nicht mitgenommen, war es mal wieder ein frustrierte Nacht. Immerhin lag ich durch den frühen Beginn aufgrund des Feiertags aber wenigstens früh im Bett (etwa um Mitternacht), aber es waren doch unruhige Stunden. Um 8:30 Uhr weckte mich der Wecker, schnell frisch gemacht, gefrühstückt und so startete ich zuhause bei -4 Grad Celsius ab, da ich aber in Ranstadt noch voll tankte, war ich eine handvoll Minuten verspätet am vereinbarten Treffpunkt. Das machte aber nichts aus, wie erwähnt, hatten wir ja genug Zeit und auch der gemeldete Verkehr hielt sich arg in Grenzen. Bei Staden dann auf die A45, die wir bis Olpe befuhren, um hierauf die A4 zu wechseln. Der Kölner Ring brachte uns von Ost nach West an der Domstadt vorbei u e bei Aachen passierten wir die Landesgrenze zu Belgien. Hinter Lüttich mussten wir südlich weiter auf der E42 und kurz nachdem wir Charleroi links liegen gelassen hatten, mussten wir runter vom Highway. La Louvière liegt ja in der Nähe der Autobahn und so kamen wir gegen 13:40 Uhr bereits im Bereich des Stadions an. Wir überlegten und stellten das Auto für unsere Gedanken bestmöglich ab, hatten auch nur etwa 300-400 Meter zum Stadion, aber unser Block war natürlich wieder ganz am unteren Ende des Grounds. Wir hatten uns aber sowieso erstmal eine Frituur heraus gesucht, die binnen 20 Minuten zu Fuß erreichbar war. Diese Wegstrecke brachten wir natürlich hinter uns und nachdem wir gestärkt waren, ging es zurück zur Easi Arena. Der Einlass ging zügig und problemlos durch, so waren wir knapp 40 Minuten vor Kick Off im Inneren des Grounds. Noch ein paar Fotos gemacht, konnte ich mir noch den Marsch der einheimischen Szene anschauen, der exakt eine halbe Stunde vor Spielbeginn am Stadion ankam, anschauen.
Nachdem wir unsere Sitzplätze eingenommen hatten, warteten wir noch auf den Anpfiff, dieser hatte nur eine Minute Verspätung und das auch nur, weil irgendwer nochmal den Ball zum Anstoß einmal 50 Zentimeter weit kicken durfte, gaaaaaaaanz wichtig... In den ersten 45 Minuten spielten eigentlich nur die Hausherren, wenn man die Körpersprache von OHL anschaute waren diese nur darauf fixiert irgendwie einen Punkt zu ergattern, was bei mir null Verständnis aufruft, stehen doch beiden Teams weit unten bzw. sogar unter dem Strich. Nach exakt 25 Minuten wurden RAAL bereits zwei Treffer aberkannt, wegen Abseits und Handspiels, was beide Male einen VAR-Einsatz nach sich zog. In den folgenden zehn Minuten wurde der „Kölner Keller“ (Sektion Brüssel, oder was auch immer!?) noch zwei Mal benötigt, nach zwei Entscheidungen im Strafraum der Gäste wegen eines eventuellen Strafstoß für La Louvière, aber beide Male fiel die Entscheidung zu ihren Ungunsten aus. Wir hatten eh quasi fast gar keinen Puffer zum Eishockey danach und die hauen uns hier einfach vier Mal VAR in der ersten Halbzeit rein, vielen Dank dafür auch. Als dann nach 45 Spielminuten die Tafel mit der Nachspielzeit hochgehalten wurde, konnten wir mit der 4 fast noch zufrieden sein. Achja, gespielt wurde auch, aber Tore fielen keine bis zum Gang in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Möglichkeit den Gästen, die vollkommen aus dem Nichts an den Pfosten köpften. Danach verflachte es komplett und selbst die ordentlich nach vorne spielenden Hausherren brachten gar nichts mehr zustande und es gab massig Unterbrechungen wegen „verletzten“ Spielern. Erst knapp eine Viertelstunde vor Ende des Spiels gab es wieder mal ein Highlight, aber der Schlenzer von RAAL ging an den Außenpfosten. Die Hausherren mühten sich schon sehr, über weite Strecken im zweiten Abschnitt waren auch sie harmlos und es gab auch noch einen weiteren kurzen (und somit fünften) VAR-Entscheid gegen sie, als sie erneut Elfmeter forderten. Die Tafel mit der Nachspielzeit wurde zu Ablauf der regulären 90 Minuten in die Höhe gereckt und es zeigte eine „7“, was doch nochmal Hoffnung auf ein Tor machte, andererseits aber natürlich auch unsere Pläne torpedierte pünktlich beim Eishockey in Mechelen aufzutauchen. Zu Beginn der Additional Time gingen wir schon mal in die Nähe eines Block-Ausgangs. Auf dem Rasen gab es noch zwei RAAL-Eckbälle und nachdem beide abgewehrt waren, griff der Unparteiische zur Pfeife und beendete die Partie. Das bedeutete, dass nach 205(!) Spielen am Stück (zuletzt am 14. Mai bei Middelfart BK gegen Aarhus Fremad in Dänemark) ohne ein gesehenes 0-0 diese Serie gerissen ist und ich im neuen Jahr wieder komplett bei Null anfange. So what? Passiert und viel Zeit zum ärgern blieb eh nicht, wir hatten ja heute noch etwas vor...
Zu Teil 2 des Berichtes => KLICK!