Tore:
0:1 (2.) Arman Durmisi
0:2 (72.) Arman Durmisi
Besonderes Vorkommnis: Nicolo Baldo (82./ABC) verschießt Elfmeter.
Gelbe Karten: Gerard Ruiz (18.), Luca Gobbo (58.) / - .
Schiedsrichter: Gianmarco Vailati
Zuschauer: ca. 220
Saison 2025/26
Campionato Primavera 1
(17. Spieltag)
Centro Sportivo Bortolotti - campo 9 (KR)
(Ciserano / Italien)
0:2 (0:1)
Tore:
0:1 (2.) Arman Durmisi
0:2 (72.) Arman Durmisi
Besonderes Vorkommnis: Nicolo Baldo (82./ABC) verschießt Elfmeter.
Gelbe Karten: Gerard Ruiz (18.), Luca Gobbo (58.) / - .
Schiedsrichter: Gianmarco Vailati
Zuschauer: ca. 220
Nicht nur, dass ich zwischen den Jahren Fußballtechnisch ganz gerne im Bereich BeNeLux (plus Frankreich) unterwegs bin, wird in diesem Zeitraum meine Zeit auch super gerne genutzt, um den ein oder anderen Eishockey-Ground zu kreuzen - sehr oft in der Bayernliga oder auch in der Schweiz. In ersterem Bereich passten dieses Jahr die Terminierungen für mich nicht, dafür aber in Sachen Schweiz. Die erste Liga gat immer am 22./23. Dezember ihre letzten Spiele des Jahres, bevor man knapp anderthalb Wochen Pause aufgrund des jährlich stattfindenden Spengler Cup in Davos pausiert. Meine Arbeitsstelle hat ebenfalls immer „zwischen den Jahren“ geschlossen und ich so Zeit den ein oder anderen Ground abzuscheppern, wobei es an einem gewöhnlichen Montag meistens eher wenig Auswahl gibt. Aber auch hier hatte ich aufgrund der oben genannten Tatsache das Glück, dass bei den Eidgenossen gespielt wird und ich zwei Erstliga- und einen Zweitliga-Ground zur Auswahl hatte. Letztendlich entschied ich mich für das 19:45 Uhr Spiel in Lugano gegen Ajoie und mit Sven war recht schnell sogar ein Mitfahrer gefunden, damit hätte ich bei Beginn der Planungen nicht gerechnet, aber umso besser natürlich. Etwa eine Woche vorher schaute ich einfach mal so in den Fußball Groundhopper App, wobei mir eigentlich klar war, dass an einem Montag kurz vor Weihnachten Mittags kein Spiel stattfinden wird. Der App brauchte lange zum laden, ich gab Lugano und 300 Kilometer Umgebung ein und er spuckte überraschenderweise drei Spiele aus. Das Erste: Abends zeitgleich mit dem Eishockey, das Zweite: Abends zeitgleich mit dem Eishockey, das Dritte: Mittags um 13 Uhr. Bitte? BITTE? Noch zwei Mal hin geschaut und direkt mit dem italienischen Tuttocampo App verglichen, denn es handelte sich um ein Spiel noch ein Stückchen weiter südlich. Und tatsächlich auch der italienische Gegenpart von fussball.de bestätigte mir die Austragung dieser Partie. Es handelte sich zwar „nur“ um ein Spiel der höchsten Nachwuchsklasse des Landes, also so etwas wie die U20-Bundesliga, aber das wird sicherlich durchaus ordentlicher Fußball sein, davon gehe ich aus. Zudem angesetzt in einem netten Stadion und nachdem ich Sven darüber informierte, waren wir uns schnell einig fas durch zu ziehen. Wir hatte sowieso ausgemacht gegen 8-9 Uhr fahren zu wollen, um noch ein wenig in der wunderschönen Gegend am Luganer See herum zu schlendern, aber so einigten wir uns auf 3:45 Uhr und planten das Spiel noch mit ein. Super happy, dass wir uns nicht nur für den einen Eishockey-Ground in Richtung Südeuropa bewegen, buchte ich direkt am Abend noch die Eishockey-Tickets und so war der Trip für uns beide safe. Zwei Tage vorher, auf unserer Belgien-Tour sagte mir Patrick, dass er frei hätte und auch mitfahren würde, da ihm der Fußballground noch fehlen würde, top top top, also geht der Tagestrip zu Dritt vonstatten.
Am gestrigen Abend mit dem EC Bad Nauheim das Hessenderby gegen Kassel (auch wenn mehr drin war) leider verdient mit 3-5 verloren, legte ich mich nach der Rückkehr gegen 23 Uhr direkt ins Bett und schlief tatsächlich recht schnell ein. Der Wecker riss mich dann um 3:10 Uhr aus dem Tiefschlaf und ich wäre schon gerne noch liegen geblieben, aber wie ich immer pflege zu sagen „die Grounds machen sich nicht alleine“ und zudem die Vorfreude auf den anstehenden Tag (ich bin gerne in „Bella Italia“ unterwegs), ließen meinen Körper dann schnell erwachen. Unter die Dusche gesprungen und im Bad fertig gemacht, saß ich um 3:30 Uhr schon wieder in meiner Karre, die Hinfahrt mit 766 Kilometern Fahrt (7:43 Std, Fahrzeit laut Navi - ohne Pausen logischerweise) begann. Da die Nacht sowieso schon kurz war und ich mein Fahrzeug auch noch volltanken musste, verzichtete ich auf ein Frühstück daheim, da das ja auch wieder zehn Minuten gekostet hätte, und holte mir in Staden zwei Brötchen. Die nächste Mahlzeit dürfte es dann ja erst in Italien geben, wo wir uns natürlich erhofften eine Pizzeria zu finden, die durchgehende Küchenzeiten anbietet. Um 3:51 Uhr (also fast ganz pünktlich) kam ich in Lindheim an, wo Sven schon wartete und Patrick sammelten wir um 4:24 Uhr, am Bahnhof „Stadion“ beim Fußballstadion in der Stadt die an Offenbach grenzt, ein. Der weitere Fahrweg war erstmal doch recht entspannt, auch während der Berufsverkehrszeiten, aber vermutlich haben doch viele Menschen bereits Urlaub. Nach etwa 3:15 Stunden Fahrzeit gab es am Autohof Hausen in Bad Krozingen, also kurz hinter Freiburg, unseren ersten Halt. Ich tankte voll, da der Sprit in Deutschland günstiger als in der Schweiz und auch in Italien ist, zudem musste ja die Vignette für unser südliches Nachbarland gelöst werden. Diese gibt es ja nur als Jahresvignette für 40 schweizer Franken (etwa 44 Euro plus 2,50 Euro Gebühren, wenn man sie in Deutschland kauft), allerdings ist diese quasi immer 14 Monate gültig, da der Dezember davor und der Januar danach noch zum Gültigkeitszeitraum dazu zählt. Die Landesgrenze überquerten wir um 7:25 Uhr und ich war das erste Mal seit dem Juni diesen Jahres wieder in der Schweiz. Direkt von einer Baustelle bei Basel und mir etwas mehr Verkehr begrüßt worden, wurde es besser nachdem wir auf die A2 abgebogen waren. Der Himmel war bewölkt und der Nebel hing tief, so konnten wir z.B. den Vierwaldstätter See gar nicht anschauen. Dort in einen neun Kilometer langen Tunnel gefahren, grüßte uns direkt an der Ausfahrt heute erstmalig auch die Sonne, die uns dann den Rest der Fahrt verfolgte, auch nachdem wir die 17 Kilometer des Gotthardtunnels hinter uns gebracht hatten. Ich habe es nämlich nicht nur einmal erlebt, dass man mit Sonne rein fährt und beim verlassen der Röhre plötzlich Schnee liegt und vom Himmel Graupelschauer herunter kommt, oder so. An Lugano ging es vorbei und um ziemlich genau 11 Uhr überquerten wir auch problemlos die Grenze Schweiz/Italien, blieben bis unmittelbar bei Mailand auf der A7, um hier dann auf die A4 zu wechseln. Diese Autobahn ist die Ost/Verbindung in Norditalien und führt bis Venedig bzw. Trieste an die kroatische Grenze. Ganz so weit mussten wir nicht, wechselten noch einmal auf die A35 und an diesem Highway lag auch schon unser erster Zielort des Tages, so dachten wir zumindestens... Vor Ort im Stadion wurde uns aber mitgeteilt, dass das Spiel im 15 Kilometer entfernten Ciserano stattfinden würde. Die Atalanta Homepage gecheckt, hier stand es auch so und direkt der nächste Schlag in die Fresse: Hier wurde „campo 9“, also „Platz 9“, was für einen beknackten Nebenplatz stehen dürfte. MERDA!!! Hilft aber ja alles nichts, also wieder zurück ins Auto und auch diese kurze Strecke noch hinter uns gebracht. Am Eingang des Atalanta-Trainingszentrums wurden wir zuerst außen rum um das komplette Areal geschickt und betraten das Gelände um 12:35 Uhr. an zwei weiteren Plätzen vorbei gelaufen, kam tatsächlich „Platz 9“. Ein Platz, der weder bei Futbology, noch bei Europlan angelegt ist und auch bei Google Maps sind das noch Tennisplätze. Es scheint sich also um einen ganz neu angelegten Platz zu handeln, so sah das künstliche Grün noch nicht alt aus. Später gesellten sich noch der Offenbacher Hopperkollege Raphael zu uns, der mit Yannick gerade auf Italien-Tour ist und leider verpassten die beiden den Anpfiff, weil sie auch zuerst nach Caravaggio fuhren, bitter.
In der Primavera 1, der höchsten Spielklasse der U20-Mannschaften in Italien, standen sich die Nachwuchsmannschaften von Atalanta BC aus Bergamo und Juventus FC aus Turin gegenüber, tabellarisch gesehen in der 18er Liga waren es die Ränge 7 und 13. Die Hausherren somit ganz knapp unter dem Strich im oberem Bereich, denn die ersten beiden Plätze sind direkt qualifiziert für das Top4-Turnier um den Scudetto und die Ränge Drei bis Sechs spielen Play-offs um die letzten zwei Startplätze. Zum sechsten Platz hat man aber nur einen einzigen Punkt Rückstand, zum zweiten Platz sind es ebenfalls nur vier Zähler, also noch vieles möglich. Der Gast hingegen hat auf diese Play-Off Plätze schon sechs Punkte Rückstand, aber auch auf die Abstiegs Play-Out Plätze sind es nur vier Pünktchen Vorsprung, so dass zwar hier auch noch vieles drin ist, man aber definitiv das Tabellenende im Auge behalten sollte. Immerhin dürfte man mit zehn bzw. elf Punkten Vorsprung die zwei direkten Abstiegsränge schon weit genug distanziert sein.
Das Spiel begann und noch bevor ich meine Social Media Postings abgesetzt hatte, klingelte es bereits das erste Mal. Nach einer Flanke stieg in der Mitte ein Juve-Spieler am Höchsten und
setzte den Ball mit dem Kopf in die Maschen. Das gab der U20 der "alten Dame" direkt mächtig Auftrieb und blieb feldüberlegen und man hatte durchaus die ein oder andere Möglichkeit zu
erhöhen. Erst in Richtung Mitte der ersten 45 Minuten wurden die Hausherren bessere und bekam vollkommen aus dem Nichts mehrere richtig gute Chancen. Es blieb erstmal beim knappen 0-1, als
beide Mannschaften in die Kabinen gingen und nach dem Seitenwechsel hatten wir das gleiche Bild, wie auch schon in der ersten Hälfte. Turin in den ersten Minuten wieder die bessere Elf, erst
nach einer kurzen Zeit übernahmen die Hausherren wieder das Kommando. Genau in diese gute Phase von Bergamo machten die Gäste das 0-2 durch den selben Torschützen, wie auch bereits beim
ersten Tor. Dennoch hatte BC weitere Möglichkeiten noch mal ins Spiel zu kommen, die Größte nach einem kuriosen Elfmeterpfiff, den so ziemlich Jeden außerhalb des Spielfelds überraschte, denn
man rechnete eher mit Stürmerfoul. Der sonst stark haltende Schlussmann von Juventus hatte mit dem schwach geschossenen Strafstoß dieses Mal absolut keine Mühe und danach war dann auch die
Luft raus. Die drei heutigen Punkte werden mitgenommen in die Region Piemont und bringen die Gäste erstmal ein wenig weg von der gefährdeten Zone.
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