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Um 17:25 Uhr saßen wir wieder in meiner Karre und waren zwei Minuten danach auch schon unterwegs. In der Stadt mussten wir durch dein oder anderen Kreisverkehr hindurch und
waren fünf, sechs Zeigerumdrehungen später bereits auf der A4 in Richtung Metz. Es dauerte jedoch nur 500 Meter und schon hatten wir die erste Mautstation und mussten 4,80 Euro blechen. Am
Autobahnkreuz Metz ging es auf der A31 in nördliche Richtung bzw. in Richtung Luxemburg ab, aber auch nicht lange, denn kurz vor Thionville wechselten wir auf die A30, die nordwestlich weiter
führte und irgendwann automatisch zur Nationalstraße N92 wurde. Bei Longwy verließen wir diese aber auch und die letzten knapp 20 Kilometer waren nur noch kleine Landstraßen. Zuerst fuhren
wir nach Virton, wo sich aber die vorab heraus gesuchte Frituur eher als Imbissbude ohne Sitzgelegenheit im Inneren entpuppte, was bei den Temperaturen aber nicht schlimm gewesen wäre. Es war
leider aber viel zu viel los und so fuhren wir eine weitere an, in welcher wir uns dann mal wieder lecker stärken konnten. Zum Spielort waren es nur noch weitere acht Kilometer über
irgendwelche Feldwege, die angeblich Hauptstraßen sein sollten. Um 19:50 Uhr stellte ich mein Auto in der Nähe des Grounds ab und ein, zwei Minuten später betraten wir das
Sportgelände.
Um nicht allzu spät wieder in Richtung Heimat starten zu können, passte mir persönlich das Spiel in Bleid sehr gut. Es war zwar „nur“ ein Kick der siebthöchsten belgischen
Spielklasse, aber auch hier heißt das Spiel Fußball und es wird Elf gegen Elf mit einem Ball gespielt. In einer Liga mit 16 Mannschaften standen sich die Ränge 15 und 6 gegenüber, was
Abstiegskampf gegen Mittelfeld bedeutete. Die Einheimischen konnten bisher erst 13 Punkte aus 16 Partien sammeln und müssen so langsam mal in die Pötte kommen. Zwar hat man mit einem weiteren
Team (dem Neuntplatzierten) als eins von nur zwei Mannschaften noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt aber bereits sechs Punkte. Die Gäste stehen in
einem breit gefächerten Mittelfeld, wo zwischen Rang Zwei und Neun nur acht Zähler Differenz liegen, da aber der Tabellenführer schon enteilt ist, dürfte es in dieser Spielzeit für sie nur
noch um die bestmögliche Abschlussplatzierung gehen, die grüne und rote Zonen sind einfach beide schon zu weit entfernt für die Mannschaft aus dem etwas über 20 Kilometer entfernt liegenden
Habay-la-Neuve.
Auf dem tiefen und matschigen Rasen (ich bin mir sicher, bei über 90% aller deutschen Vereine wäre dieses Spiel abgesagt worden) wurde bereits früh sichtbar, dass die Gäste
das klar bessere Team von der Spielanlage waren. So verwunderte es auch nicht, dass sie recht früh in Führung gingen, aber danach war schon sehr viel Leerlauf, aber wenn mal mal jemand
offensiv in Erscheinung trat, dann war das so gut wie immer die Gastmannschaft. Aber auch sie taten sich schwer klare Tormöglichkeiten zu erspielen und so blieb es beim Gang in die Kabinen
beim knappen 0-1. Nach dem Seitenwechsel blieb es das gleiche Bild, von der aktiveren Zweitmannschaft des Drittligisten und Einheimischen waren über weitere Stecken der zweiten 45
Minuten ebenfalls mit abwehren der gegnerischen Angriffe beschäftigt. Es war teilweise aber schon ein zähes Spiel mit wenigen Highlights und so dauerte es bis zur 84. Minute, bis der RSC mit
dem zweiten Treffer den Deckel drauf machte. Selbst danach konnte Bleid keine Schlussoffensive mehr kreieren und somit konnten die Gäste ihre Führung recht easy über die Zeit bringen, die
alles in allem 90 + 4 Minuten dauerte. Da es in den letzten Minuten leicht anfing zu regnen, waren wir froh, als endlich der letzte Pfiff des Tages ertönte.
Danach blieb dann nur noch die Heimreise anzutreten, der um ziemlich genau 22 Uhr begann und die ersten 25 Kilometer wieder über Landstraßen führte. Kurz vor Arlon befuhren
wir die A4 uns hatten nach wenigen Minuten die Grenze zu Luxemburg erreicht. Da es hier diese Frechheit nicht gibt, dass Autobahn-Tankstellen gleich mal 20-30 Cent auf den Liter Sprit drauf
packen, konnten wir kurz vor der Hauptstadt einfach mal kurz raus fahren, für 1,39 Euro / Liter Super das Fahrzeug voll kloppen, noch einen Kaffee und eine Cola für weitere Strecke geholt,
ging es direkt danach weiter. Zurück ins Heimatland, an Trier vorbei, benutzten wir nach der Überquerung der Mosel kurz die A602, wechselten am Dreieck Moseltal auf die A1 und kurz vor
Wittlich A60 verließen wir den Highway und auf 75 Kilometern B50 durchquerten wir einmal den Hunsrück. Bei Rheinböllen war endlich die Autobahn wieder erreicht und auf der A61 ging es in
südliche Richtung, ab Bad Kreuznach bzw. dem Dreieck Nahetal auf der A60 eher östlich weg. Um 1:20 Uhr ließ ich Patrick und Tobi in Rüsselsheim raus, hatte dann selbst noch eine knappe Stunde
Rest übrig und fuhr diese auch ganz gemütlich bis daheim. Dort verfolgte ich noch ein wenig NHL und es ging noch ein wenig Zeit ins Land, bis ich mich legte, da ich aber jetzt erstmal Urlaub
habe, war das alles halb so wild.