Tore:
0:1 (68.) Cerence Traore
0:2 (78.) Dramane Kone
0:3 (90.+2.) Nianankoro Doumbia
Gelbe Karten: - / - .
Schiedsrichter: Samir Zolota
Zuschauer: ca. 1.500
Saison 2025/26
Coupe de France
(Runde der letzten 64)
Stade du Centre Saint-Avold
(Saint-Avold / Frankreich)
0:3 (0:0)
Tore:
0:1 (68.) Cerence Traore
0:2 (78.) Dramane Kone
0:3 (90.+2.) Nianankoro Doumbia
Gelbe Karten: - / - .
Schiedsrichter: Samir Zolota
Zuschauer: ca. 1.500
Für dieses Wochenende wurde die „Runde der letzten 64“ im Coupe De France, dem französischen Landespokal angesetzt. Die Auslosung ergab vier, fünf recht interessante Grounds, aber letztendlich wurde ein Großteil gestrichen, da einfach zu weit aufgrund der Tatsache, dass ich erst spät Nachts vom Eishockey in Kaufbeuren nachhause kommen werde. Am Ende kristallisierte es sich auf einen Ground ziemlich grenznah hinaus, da ich so noch eine Mütze Schlaf vorher bekommen könnte. Wir planten auch das zweite Spiel grenznah, damit wir nicht ganz so spät nachhause kommen würden, zudem war ein weiterer Pluspunkt, dass wir an Luxemburg vorbei kommen würden und hier noch tanken und Kaffee kaufen könnten. Die Planungen waren durch Patrick schnell erledigt und meinerseits gab es keine Einwände, sondern nur Zustimmung, denn am Montag vor Weihnachten steht ja auch nochmal ein längerer Tagestrip an und so war ich froh, dass wir schnell einen gemeinsamen Nenner gefunden hatten. Zwei Tage vor der Tour sagte auch Tobi noch zu und wir waren für diesen eher gemütlichen Trip zu Dritt.
Das erste Spiel des Tages war, wie bereits oben erwähnt, eins aus dem französischen Landespokal, eine Partie des 32/1-Finals, also noch 64 Mannschaften im Wettbewerb. Im deutschen DFB-Pokal sind es ja „nur“ exakt diese 64 Teilnehmer, im Pokal in unserem Nachbarland sind es bedeutend mehr mitwirkende Teams. Zuerst muss man sich als unterklassiges Team (bis zur 4. Liga) in den jeweiligen Regionalverbänden dafür qualifizieren und dann beginnt der Hauptwettbewerb mit dem 128/1-Finale. Allerdings steigen hier auch nur die Dritt- und Zweitligisten ein, die Erstligisten sind dann erst ab dem jetzt anstehenden 32/1-Finale dabei. Unsere Partie ist FC Freyming 06 gegen US Chantilly, das bedeutet Regional 2 Grand Est (Poule D) gegen National 2 (Poule B), ein Siebtligist gegen einen Viertligisten. Leider entspricht das eigene Stadion nicht den Ansprüchen des FFF und so muss man ausweichen in die Spielstätte des Ligakonkurrenten in Saint-Avold, was knapp 15 Kilometer entfernt von Freyming liegt.
Die Hausherren sind in ihrer siebten Liga nach neuen ausgetragenen Partien noch ohne Niederlage und mit acht Siegen bei einem Remis derzeit Zweiter. Man ist mit 25 von 27 Punkten vermutlich nur nicht ganz oben, weil der größte Konkurrent bereits 26 Punkte gesammelt hat, allerdings auch in elf Spielen. Die Gäste, angereist von nördlich von Paris (knapp unter 400 Kilometer Fahrstrecke), sind in ihrer vierten Liga, einer 16er Liga, aktuell auf Platz 14 geranked. Bei drei Direktabsteigern steht man derzeit unmittelbar „unter dem Strich“, die Saison ist aber noch nicht einmal ganz zur Hälfte absolviert und stehen sieben Teams im Bereich von sechs Punkten vor ihnen, also noch keine komplette Alarmstufe Rot, aber dennoch Zeit so langsam mal Punkte zu sammeln. Punkte, Tabellenplätze usw. das alles zählt aber heute nicht, denn in einmal 90 + x Minuten ist bekanntlich vieles möglich. Klar ist aber auch, dass die Gäste bei drei Spielklassen Unterschied auf dem Papier der glasklare Favorit ist. Dennoch dürften sie gewarnt sein, denn im Verlauf des diesjährigen Pokalwettbewerbs hat Freyming mit Racing Besancon bereits einen anderen Viertligisten eliminiert.
Gestern Abend mit dem EC Bad Nauheim in Kaufbeuren siegreich gewesen, sollten wir eigentlich gegen 2:00-2:30 Uhr zuhause, allerdings waren es teuer erkämpfte drei Punkte im Allgäu. Auf dem Heimweg rannte mir nach zehn Minuten Fahrt mal wieder ein Reh ins Auto, die Beschädigung an der Front sind vorhanden, aber immerhin war das Fahrzeug noch fahrtüchtig. Dennoch mussten wir zurück nach Kaufbeuren zur Polizeidienststelle, um uns hier eine Wildunfall-Bescheinigung für die Versicherung ausstellen zu lassen. Hier war laut dem Beamten „Land unter“ und alles in allem verloren wir eine knappe Stunde, was dann trotz zügiger Fahrerei in einer Heimkunft um 3 Uhr mündete. Eine halbe Stunde danach gingen die Lichter aus, und um 9:45 Uhr klingelte dann der Wecker wieder. In aller Ruhe gefrühstückt, dann Mattis noch in Ranstadt am Bahnhof raus gelassen, der bei mir gepennt hatte, denn Nachts wäre er mit dem Zug nicht mehr nachhause gekommen. Da es sich mit seinem Zugfahrplan nicht anders verbinden ließ, war ich aber ein wenig zu früh unterwegs und so gönnte ich mir noch 25 Minuten Pause auf dem Parkplatz Pfingstweide bei Langenselbold, wo ich mir erst die Highlights des ECN-Spiels von gestern nochmal anschaute und danach noch hier an diesem Bericht tippte. Ich fuhr weiter und kam um 11:25 Uhr, also immer noch fünf Minuten zu früh, am mit Patrick und Tobi vereinbarten Treffpunkt in Rüsselsheim an. Von hier ging es dann direkt wieder zurück auf die A60 und auf die letzten 183 der ursprünglich von mir zuhause angezeigten 272 Kilometer. Da wir immer noch sehr gut in der Zeit waren und für diese kurze Strecke eine Stunde Puffer hatten, ließ ich meinen rechten Fuß mal ausruhen und der Tempomat auf gemütlichen 120 km/h verrichtete seine Arbeit. Das alles war aber wohl viel zu entspannt und so verpasste ich bei Mainz vor lauter Babbelei die Ausfahrt zur A63 und wir merkten es auch erst einige Kilometer später. Nun gut, nahmen wir halt (notgedrungen) den kleinen Schlenker über Bad Kreuznach in Kauf und kamen erst bei auf die A63 und die eigentlich korrekte Route zurück. Das alles war nicht weiter schlimm, wir verloren halt nur etwa zehn Minuten, aber da wir weiterhin super durch kamen, war es egal. Hinter Saarbrücken ging es über die Landesgrenze und nach knapp 15 Kilometern von der Autobahn herunter. Das letzte Stück waren noch acht Kilometer Landstraßen und wir stellten mein Fahrzeug bereits um 14:45 Uhr auf einem kleinen Parkplatz 200-300 Meter vom Stadion entfernt ab. Am Eingang zehn Euro gezahlt (Tribüne wären 15 gewesen) und drinnen der Nase nach gefolgt, denn der Duft der Merguez war nicht zu überriechen. Gleich mal eine gekauft und noch einen warmen Kakao für einen Euro gegönnt, auf das eigentlich erhoffte Bier wurde verzichtet, da hier tatsächlich Bitburger ausgeschenkt wurde. Danach wurden noch die benötigten Fotos geschossen und ein Platz auf der Geraden an der Barriere gesichert, warteten wir auf den Anpfiff. Vorher gesellten sich aber mit Nobby und danach noch mit Oli und Malte drei weitere Hopperkollegen zu uns.
Man merkte direkt, dass der Viertligist die besseren Spielanlagen hatte und eigentlich in allen Belangen das überlegene Team waren, irgendwie konnte man sich aber wenige bis gar keine
Tormöglichkeiten erspielten. Die Hausherren setzten viel Kampf dagegen und versuchten es doch eher mit langen Bällen oder schnellen Angriffen, die gefühlt immer recht ordentlich aussehen,
aber umso näher es in Richtung Gehäuse ging, umso ideenloser wurde man. Das torlose Remis zum Gang in die Kabinen war irgendwie schon das passende Ergebnis, nach dem Seitenwechsel merkte man
aber den Jungs aus dem Pariser Vorort, die auch tatsächlich von 80 Fans unterstützt wurden, die die 390 Kilometer mit auf sich genommen hatten, sich etwas vorgenommen hatten. Ihre Angriffe
wurden strukturierter und sie hatten viel mehr Zug zum Tor. Dennoch brauchte man für die Führung einen Eckball und die körperliche Überlegung, um zum 0-1 einzunicken. Man merkte direkt an der
Körpersprache der Mannschaft aus Freyming, dass hier heute vermutlich nichts mehr gehen wird. Chantilly hatte dann auch tatsächlich alles im Griff, erhöhte recht zeitnah und traf in der
Nachspielzeit auch noch zum 0-3 Endstand, den man auch durchaus als verdient ansehen kann, auch wenn die Hausherren alles in die Waagschale geworfen hatten was möglich war.
Zum 2. Teil des Berichtes => KLICK!