Saison 2025/26

Tweede Klasse Amateurs ACFF (4. Liga Belgien)

(17. Spieltag)

 

Stade Communale de Bielmont
(Verviers / Belgien)

 
Samstag, 13. Dezember 2025 / 19:30 Uhr
 
Stade Verviétois -
Royal Aywaille FC


1:0 (0:0)


Tor:

1:0 (78.) Maecky Ngombo

  

Gelbe Karten: Ayoub Rayane (84.), Timoty Lazzari (90.+5.) / Christ-Billy Bokoto Lwungu (17.), Jérôme Stephane Pirard (58.), Yanis Mokhtari (70.).

Schiedsrichter: Lucas Baudon

Zuschauer: ca. 160


Zu Teil 1 des Berichtes => KLICK!

 

Mit Abpfiff bewegten wir uns direkt in Richtung Ausgang und da wir ja quasi in Spuckweite von Ein-/Ausgang geparkt hatten, saßen wir ruckzuck in meinem Auto. Um exakt 18 Uhr drehte ich ich den Schlüssel meiner Karre rum und da die meisten anderen Zuschauer noch zu ihren Fahrzeugen liefen, kamen wir komplett ohne Probleme aus dem Wohngebiet und waren keine fünf Minuten nach Abfahrt schon wieder auf der Autobahn. Diese A44 führte uns u.a. an der Ausfahrt Titz vorbei, an welcher ich vergangenen Samstag noch zum ersten Tageskick abgefahren war, und brachte uns ohne den Highway wechseln zu müssen bis nach Aachen bzw. zur deutsch/belgischen Grenze. Danach ging es auf der E40 weiter in Richtung Südwesten, aber nach etwa 25 Kilometer auf dieser Autobahn ging es an der Abfahrt Verviers Süd herunter, zuerst noch ein wenig Bundesstraße und dann am Ende noch Stadtverkehr von vielleicht zwei, drei Kilometern. Das Parken war erstaunlich entspannt, am oberen Kopfende des Stadion stellte ich das Auto exakt eine halbe Stunde vor Spielbeginn ab und bereits beim aussteigen sahen wir uns vier geile Flutlichtmaste entgegen flimmern.

 

Unser zweites Match des Tages war eines aus der Tweede Klasse Amateurs ACFF, der dreigeteilten belgischen vierten Liga. Tabellarisch gesehen war es in einer 18er Liga das Duell zwischen dem Tabellenzweiten und -sechtzehnten. Die Einheimischen waren somit auf dem Papier erstmal der glasklare Favorit und darf sich noch berechtigte Hoffnungen auch den direkten Aufstiegsplatz machen, denn der Rückstand auf den Platz an der Sonne beträgt gerade mal drei Zähler und dummerweise hat man gerade in der letzten Woche das direkte Duell mit 0-2 verloren. Allerdings sind es ja noch 18 Spieltage und man hat den Tabellenführer kurz vor Saisonende zuhause nochmals zu Gast. Also noch alles drin, zumal die Plätze Zwei bis Sechs am Ende der Spielzeit such für die Relegation qualifiziert hätten und hier hat man auf den 7. Platz bereits schon sieben Punkte Vorsprung. Ganz andere Sorgen haben hingegen die Gäste aus dem nur etwas mehr als 20 Kilometer entfernten Aywaille, denn aktuell steht man auf dem ersten Rang unter dem Strich, was nach Saisonende der Abstieg in die Fünftklassigleit bedeuten würde. Die Abstände sind aber noch verdammt knapp und mit einem Dreier mehr wäre man schon Dreizehnter. Dennoch wäre es sinnvoll so langsam anfangen ein paar Punkte zu sammeln.

 

Wir betraten das Stadion nach dem Bezahlen von neun Euro Eintritt und waren direkt voller Lobes für diesen überaus nettem Ground. In aller Ruhe drehten wir unsere Fotorunde und es gab einige gute Spots, wo wir die Handys glühen ließen. Kurz vor Anpfiff stellten wir uns dann direkt an den Spielfeldrand und hatten eine der beiden klasse Tribünen direkt im Hintergrund. Auf einer Mischung aus Rasen- und Matschplatz begann das Spiel mit nur vier Minuten Verspätung und auf dem tiefen Geläuf war es in der ersten Halbzeit ziemliche Magerkost, die wir geboten bekamen. Von Strafraum zu Strafraum war es noch okay, aber sobald es in Richtung Torabschlüsse ging, wurde es doch sehr abenteuerlich. Natürlich war das 0-0 das einzig gerechte Ergebnis zum Gang in die Kabinen, aber auch nach dem Seitenwechsel wurde es weitestgehend nicht besser. Nicht nur, dass die Spielerei nicht wirklich prickelnd war, von oben zog Nebel ins Stadion und setzte sich immer schlimmer und immer weiter unten über dem Boden fest. Die Sicht wurde immer schlechter, aber das Wichtigste war erstmal, dass die Heim-Mannschaft in der 78. Minute nach einem Flankenball zur Führung einköpfte. Wir standen fast auf Höhe der Mittellinie und konnten zu diesem Zeitpunkt schon die Rückennummer des Torschützen nicht mehr erkennen und so kam es wie es kommen musste: Man quälte sich bis 84:30 Minuten gespielt waren und dann pfiff der Unparteiische ab. Ich ärgerte mich tierisch, weil es ja nicht mehr lange war und während viele andere Zuschauer nachhause gingen, warteten wir erstmal noch, obwohl wir uns sicher waren, dass das im Leben nicht mehr weg zieht und es einen Abbruch geben würde. Die ersten zehn Minuten passierte auch gar nichts, aber plötzlich wurde es von Minute zu Minute besser und beide Mannschaften kamen zurück. Sie bekamen kurze Aufwärmzeit und nach ziemlich genau 24 Minuten Unterbrechung ging es wieder weiter. Es passierte aber eigentlich gar nichts mehr, drei Wechsel und zwei Verletzungsunterbrechungen waren noch die Highlights dieser 5,5 + 5 Minuten Zeit, die noch nachgeholt wurde. Nach Beendigung verschwanden wir direkt in Richtung Auto und sahen, dass das deutsche (Hopper?)Auto, welches knapp neben uns geparkt hatte, auch schon nicht mehr dort war.

 

Es war durch die Unterbrechung bereits 21:50 Uhr, als ich den Motor meines Fahrzeugs starten konnte. Bedeutend später als gedacht, aber in erster Linie waren wir erstmal froh, dass das Spiel komplett durchgezogen wurde. Die von mir am Bahnhof heraus gesuchte Frituur hatte sowieso bis 23 Uhr offen und wir benötigten nur zehn Minuten, bis wir dort einlaufen konnten. Sehr lecker mal wieder, die Fritten, und als wir gestärkt erneut los fuhren, hatten wir am Stadtrand eine Tankstelle, die den Liter Super für 1,43 Euro anbot und somit wurde hier logischerweise nochmal der Anker geworfen. Mit vollem Magen und auch vollem Tank machten wir uns um 22:45 Uhr endgültig auf die Heimfahrt, die das Navi mit 307 Kilometern und 3:04 Stunden ankündigte. Nach dem kleinen Stück Bundesstraße waren wir ruckzuck auf der Autobahn und etwas mehr als eine Viertelstunde später waren wir schon wieder in Deutschland. An Aachen vorbei ging es von der A44 auf die A4, die uns um Köln herum bis zum Kreuz Olpe-Süd führte: Hier wechselten wir auf die A45 und kämpften uns durch die vielen Baustellen voran. Hinzu kam auch ab dem Siegerland ziemlich nerviger Nebel, als ob uns dieser Mist heute nicht schon genug geärgert hätte!? Aber auch das brachten wir hinter uns, in Richtung Heimat wurde es sowieso ein klein wenig besser. In Berstadt wurde die Autobahnabfahrt genommen und keine 20 Minuten später waren wir auch schon wieder bei mir zuhause angekommen. Ich stellte den Motor um 1:50 Uhr in der Garage ab und nach der Verabschiedung von Sven verzog ich mich oben nach dem uploaden dieses Berichtes auch ziemlich zeitnah in meine Koje.


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