Saison 2025/26

Oberliga Niederrhein

(16. Spieltag)

 

Johann-Dahmen-Sportanlage - Platz 2 (KR)
(Neuss - Holzheim)

 
Samstag, 06. Dezember 2025 / 18:00 Uhr
 
Holzheimer SG -
SV Blau-Weiß Dingden


0:1 (0:0)


Tor:

0:1 (49.) Jan-Niklas Haffke

  

Gelbe Karte: Aaron Thomas (39.) / - .

Schiedsrichter: Julian Strunk

Zuschauer: 150

 

Zu Teil 1 des Berichtes => KLICK!

 

Ich saß um 16:35 Uhr wieder in meinem Auto und machte mich auf den weiteren Weg. Es kam beim Verlassen des Sportgeländes zu ein klein wenig Chaos, weil alles zugeparkt war und die Besucher meines Kicks alle weg wollten, andererseits aber die Spieler der zweiten Mannschaft an kamen und auf das Areal wollten. Nach zwei, drei Minuten war ich aber dann endgültig weg und nachdem ich vor dem Spiel aus Richtung Süden kam, ging es nun nördlich raus, zuerst durch Hückelhoven und dahinter dann auf der A46 in östliche Richtung weg. Die Route (insgesamt 42 Kilometer lang) war ganz einfach, denn ich musste nur auf dieser Autobahn nach Düsseldorf bleiben, hatte aber vorher mein Zielort Holzheim, einem Stadtteil von Neuss, bereits erreicht. Ich parkte meine Karre um 17:15 Uhr auf dem Parkplatz des Sportgeländes und hörte im Radio erst noch die Bundesliga-Konferenz zu Ende, bevor ich mich gegen 17:40 Uhr dann aus dem Auto raus bewegte. Am Eingang neun Euro bezahlt, hörte doch passend zu meiner Fotorunde auch der Regen auf, der mich seit den letzten Spielminuten in Hilfarth durchgehend begleitet hatte, auf. Ich stellte mich gegenüber der Gästefans hin, die tatsächlich mit etwa 30 Mann inkl. Bubi-Ultragruppierungen mit Banner, Schwenkfahnen und Trommeln aufgetaucht waren. Im Nachhinein erfuhr ich, dass es die dritte Mannschaft aus Dingden war, die vorher auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt war und danach dann die Erste in diesem Spiel unterstützen wollte.

 

Hatte ich heute Mittag noch ein Top-Duell um die Tabellenspitze, wird es am Abend ein Abstiegskracher sein, denn in einer 18er Liga (mit drei fixen Abstiegsplätzen) liegen die Kontrahenten mit jeweils 18 gesammelten Zählern punktgleich auf den Rängen 13 und 14, was bei drei Direktabsteigern ja zum Klassenerhalt ausreichen würde. Dieses Liga ist aber unfassbar eng, denn klammert man mal die Ränge 1 und 17+18 aus, sind zwischen den Plätzen 2 und 16 ganze sieben Punkte Unterschied und das kurz vor der Winterpause. Man braucht nur drei, vier gute/schlechte Wochen am Stück und das kann dich schon weit nach vorne oder aber auch nach hinten spülen. Aktuell befinden sich zwischen den Plätzen Sechs und Sechzehn sogar elf(!) Mannschaften innerhalb von nur drei(!) Punkten Differenz, das ist echt krass. Die Hausherren waren 2017/18 noch in der Bezirksliga, stiegen in diesem Sommer dann nach nach sieben Spielzeiten Landesliga am Stück nun in die Oberliga auf. Dingden war 2016/17 sogar noch in der Kreisliga A, stiegen zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Bezirksliga dann auch in die Landesliga auf und hatten hier eine sechs-jährige Zwischenstation, bis man ebenfalls in diesem Sommer erstmalig in die Oberliga aufstieg.

 

 

Das Spiel lief eher gemütlich an und war über weite Strecken der ersten 45 Minuten eher arm an Highlights und wenn es welche gab, dann hauptsächlich noch durch die Gäste, die die Hausherren durch frühes Anlaufen immer wieder vor arge Probleme stellten. Dennoch ging es ohne Torerfolg für beide Mannschaften in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel dauerte es nicht lange und der Ball zappelte das erste Mal im Netz. Ein kapitaler HSG-Ballverlust in der Vorwärtsbewegung auf Höhe der Mittellinie und die Blau-Weißen schalteten schnell und setzten einen Drei-Stationen-Konter aus dem Lehrbuch. Zuerst der Ball die Linie entlang, dann leicht nach innen gespielt und dort einfach nur auf die andere Seite weitergeleitet, wo der Rechtsaußen der Bocholter Truppe komplett blank war und den Torhüter eiskalt verlud. Holzheim hatte wenig Zugriff auf die Partie und so sah es eher danach aus, als würde das 0-2 fallen, als dass wir den Ausgleich präsentiert bekommen würden. Die Angriffsbemühungen der Hausherren konnte man fast an einer Hand abzählen und erst in den vier Minuten Nachspielzeit konnte man so etwas wie eine Druckphase aufbauen, Man hatte aber auch Glück nicht vorab die Entscheidung zu kassieren, denn der SVD spielte zwei lange Bälle ganz schlecht aus, nach Eckbällen, bei denen der HSG-Torhüter mit aufgerückt war. Oftmals rächt sich so etwas ja, aber dazu waren die Einheimischen heute einfach zu schwach und es blieb beim knappen, aber hochverdienten 0-1 Auswärtssieg. Sehr zur Freude der mitgereisten Fans, bei denen die Bubis wirklich 90 Minuten durchgehend am singen und Fahnen schwenken waren. Der Rest der Reisetruppe stieg zwischendurch auch immer mal in den Singsang mit ein und es war auf jeden Fall viel mehr als ich mir vorher erwartet hatte.

 

Da ich ja alle Zeit der Welt hatte, schaute ich mir noch die Feiereien nach dem Spiel in Ruhe an und ging erst danach zurück zum Auto. Es war etwa 20 Uhr, als ich mich auf die Heimfahrt machte, die laut Navi 245 Kilometer lang war und 2:31 Std. dauern sollte. Ich fuhr durch Holzheim und Reuschenberg hindurch und befuhr dann direkt die A57, die mich in südlicher Richtung nach Köln brachte. Hier fuhr ich durch die Domstadt durch und ich finde es immer einer netten Anblick von der Zoobrücke über den Rhein zum Dom zu schauen. Auf der A4 in Richtung Olpe hatte ich zeitweise recht starken Regen und auch mit einigen Nebelbänken zu kämpfen, bevor ich am Kreuz Olpe-Süd dann auf die A45 machte. Hier fiel mir auf dem Navi auf, dass bei Haiger die Autobahn wegen eines Unfalls gesperrt ist und die Umfahrung mich eine Viertelstunde kosten würde. Als ich dann dort angekommen war, sah ich, wie gerade die Warnbaken von der Straßenmeisterei weggeräumt wurden. Mist, ich war wohl minimal zu früh dort, dachte ich mir, aber als ich von der Abfahrtsspur auf die Bundesstraße fahren wollte, sah ich dort Autos auf die Autobahn auffahren. Zudem stand auf dem Parkplatz direkt daneben das Fahrzeug der Straßenmeisterei, welches die Sperrung signalisierte, aber es stand nicht mehr an der Auffahrt. Also durch den nächsten Kreisel einmal komplett durch und an der Auffahrt wieder drauf gefahren. Es war tatsächlich nichts mehr zu sehen und ich konnte problemlos auf der A45 weiter fahren. Die ganzen Baustellen ließ ich dann auch hinter mir und kam ansonsten problemlos voran. In Berstadt von der Autobahn herunter, hatte ich wieder die üblichen 15-20 Minuten Landstraße noch und kam gegen 22:40 Uhr zuhause an, wo ich noch das Sportstudio schaute und dann auch noch bis 3:30 Uhr die NHL verfolgte, ehe ich mich dann ins Bett legte.


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