Saison 2025/26

Parva Liga (1. Liga Bulgarien)

(18. Spieltag)

 

Stadion Vasil Levski
(Sofia / Bulgarien
)

 
Mittwoch, 03. Dezember 2025 / 18:00 Uhr
 
PFC CSKA Sofia -
PFC Lokomotiv Plovdiv


2:1 (1:0)


Tore:

1:0 (35.) Leandro Godoy

1:1 (84.) Juan Perea

2:1 (90.+5.) Leandro Godoy (Handelfmeter)

  

Gelbe Karten: Leandro Godoy (90.+8.) / Bojan Milosavljevic (35.), Catalin Itu (48.), Lucas Ryan (68.), Ivaylo Ivanov (75.), Martin Ruskov (90.), Enzo Espinoza (90.+4.).

Schiedsrichter: Dimitar Dimitrov Dimitrov

Zuschauer: 4.000

 

Zu Teil 2 des Berichtes => KLICK!

 

Gegen 15:05 Uhr verließen wir den Ground und versuchten ein Taxi zu bekommen, was sich im ersten Moment als nicht ganz so einfach gestaltete, weil das Stadion schon recht weit am nördlichen Stadtrand liegt. Wir gingen zu Fuß in die Richtung, die wir sowieso mussten und trafen nach vielleicht 500 Meter auf ein mehrbefahrene Großstraße. Hier dauerte es dann auch tatsächlich nicht allzu lange und es blieb ein Taxi stehen, welches uns wieder zum Hauptbahnhof brachte. Hier gingen wir in den U-Bahn Bereich und da diese alle paar Minuten fahren, hatten wir ruckzuck die zwei Stationen hinter uns gebracht und stiegen an der Haltestelle Serdika wieder aus. Einmal an die Oberfläche, einmal über die Kreuzung die Straßenseite gewechselt und schon waren wir wieder im Paradies namens „Happy Grill“, eine andere Filiale als gestern, aber genauso lecker, dazu noch zwei Bierchen und wir waren wirklich happy. Mit der U-Bahn waren es wieder zwei Stationen zu überbrücken, bevor wir die Haltestelle des Vasili Levski Nationalstadions erreicht hatten. Eine Dreiviertelstunde vor Kick Off kamen wir am Ticketschalter an und kauften uns für 27 Lewa (etwa 13,81 Euro) Plätze auf der Gegengerade. Die Dame hinter dem Schalter wollte zuerst die Eintrittskarten nicht raus rücken, da die Bezahlung nicht akzeptiert worden wäre. Ich hatte aber auf dem Handy die Zahlungsbestätigung, was ich ihr natürlich erklärte. Sie diskutierte einige Zeit mit ihrem Nebenmann im Kassenhäuschen, startete das Kartenlesegerät neu und siehe da, plötzlich bestätigte auch sie die Zahlung und übergab die Tickets. Ganz entspannt enterten wir 20 Minuten vor Anpfiff das Vasili Levski Nationalstadion zum dritten und somit auch leider schon letzten Kick unserer Tour.

 

Dieses Duell in der Parva Liga hieß PFC CSKA Sofia gegen PFC Lokomotiv Plovdiv. Nach einem Horror-Start mit 1-7-3 aus den ersten Spielen kämpften sich die Hausherren mit sechs Siegen in Folge mittlerweile wenigstens auf den fünften Tabellenplatz vor. Dieser würde aber immer noch nicht ausreichen zur Teilnahme an der Meisterrunde, denn hierfür qualifizieren sich nur die Top 4. Auf eben jenem vierten Rang steht der heutige Gast aus dem Osten des Landes mit einem Punkt Vorsprung, was also bedeutet, dass es heute im direkten Aufeinandertreffen zu einem Tausch der Plätze kommen könnte. Seit 2001/02 ist Loko Plovdiv durchgehend in der höchsten Spielklasse unterwegs und konnte auch den ein oder anderen Titel einheimsen, wie z.B. bulgarischer Meister (03/04), Pokalsieger (18/19 und 19/20), Superpokalsieger (04/05 und 20/21) und war 19/20 und 20/21 noch zwei weitere Male Vize-Meister, Das alles ist aber natürlich nichts gegenüber dem ehemaligen Armeeklub, der bereits 31x Meister und 21x Pokalsieger war, wobei der letzten Cup-Gewinn schon 20/21 war und die letzte Meisterschaft sogar schon bis in die Spielzeit 07/08 zurück führt. In der Saison 2015 bekam man die Lizenz entzogen und wurde in die Drittklassigkeit verbannt. Zur Saison 16/17 übernahm man aber die Lizenz von Litex Lovetch und war wieder zurück in der ersten Liga. Wie so vieles in diesem Land alles ein wenig undurchsichtig, aber über rechtens oder nicht rechtens sollen gerne andere entscheiden. Zwischenzeitlich hat sich noch ein weiterer CSKA-Club gegründet, der mittlerweile auch in der höchsten Spielklasse spielt, aber dazu hatte ich im Spiel zuvor ja bereits ein klein wenig was dazu geschrieben, Nach sechs Saisons in Folge, in denen man Zweiter oder Dritter war, hatte man letzte Spielzeit mit Platz 7 schlecht abgeschlossen und in diesem Spieljahr kämpft man auch um die Qualifikation für die Top 4, was aber (wie bereits oben erwähnt) in erster Linie am schlechten Saisonstart liegt.


Wir hatten im dritten Spiel unserer Tour zum dritten Mal eine schwache erste Hälfte geboten bekommen, aber immerhin trafen die Hausherren zehn Minuten vor dem Pausenpfiff zum 1-0. Dem Tor wurde aber erst die Anerkennung erteilt nach einem weiteren VAR-Eingriff (wir hatten erst beim Spiel zuvor nicht weniger als drei Mal Videobeweis), aber groß war die Freude beim heimischen Anhang. Mit dieser knappen Führung ging es in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel schienen die Hausherren in einer Partie auf weiterhin mäßigem Niveau alles im Griff zu haben. Knapp eine Viertelstunde vor dem Ende gab es mal eine Phase von etwa fünf Minuten, in denen es gefühlt 30 direkte Fehlpässe gab, echt schwere Kost. Aus dem Nichts trafen aber die Gäste per Flachschuss bei einem ihrer echt wenigen Angriffe. Das sorgte für viel Frust und Unmut bei den CSKA-Fans, die sich im Laufe des zweiten Abschnittes sowieso schon ein wenig auf den Unparteiischen eingeschossen hatten. Die Nachspielzeit war mit sechs Minuten taxiert, als nochmal ein Ball in den Loko-Strafraum flog und plötzlich wilde Proteste wegen eines vermeintlichen Handspiels auf dem Spielfeld vonstatten gingen. Das Spiel lief aber erstmal locker noch über eine Minute weiter, bevor es die nächste Unterbrechung gab. Zuerst hörte der Schiedsrichter auf den Knopf in seinem Ohr (bestimmt bestand Kontakt mit dem Keller in VARna, kleines Wortspiel ;-) ), ging dann selbst noch an den Spielfeldrand an den Monitor und war sich sichtlich auch nicht unbedingt selbst ganz sicher. Irgendwann kam er auf das Feld zurück und zeigte auf den Punkt. Der fällige Elfmeter wurde souverän verwandelt und der Jubel danach auf den Rängen war schon sehr gut und entschädigte doch für einige sportliche maue Darstellungen während unseres Trips. Dazu gab es dann auch die ersten Pyro-Fackeln in unseren drei Spielen, besser spät als gar nicht. Es gab noch drei, vier Minuten oben drauf und der Jubel nach Abpfiff war erneut recht brachial und gut, denn man hat nun den heutigen Gegner erstmal aus den Top 4 geschossen und selbst diesen Rang eingenommen, der am Ende die Teilnahme an der Meisterrunde bedeuten würde.

 

Da es wie bereits am Hinflugtag auch jetzt wieder eine kurze Nacht werden wird, entschieden wir uns direkt nach dem Spiel die Bude aufzusuchen. Zu Fuß war es wieder die etwas mehr als ein Kilometer lange Strecke und so kamen wir um 20:20 Uhr in der Bleibe an. Wir verzogen uns auch wirklich schnell auf die einzelnen Zimmer, wobei ich mir noch die am Morgen gekaufte Dose einheimisches Bier in den Kopf schraubte, um die nötige Bettschwere zu erhalten. Gegen 21:30 Uhr machte ich das Licht aus, aber es war viel zu früh zu pennen, so dass ich einfach nicht einschlief. Also griff ich nochmal nach dem Handy, daddelte ein wenig darauf herum, schrieb hier am Text weiter und dachte eine Stunde später nun müde genug zu sein. Handy zur Seite gelegt und gefühlt erneut hellwach gewesen. Da ich mich nur von eine auf die andere Seite drehte, griff ich erneut nach dem Smartphone und tippte bis nach Mitternacht darauf herum. Beim dritten Versuch ging zuerst abermals Nichts, aber irgendwann knackte ich dann glücklicherweise doch weg.

 

Da wir den Wecker aber auf kurz nach drei Uhr stehen hatten, waren es effektiv vielleicht wieder mal nur ca. 2,5 Stunden mit geschlossenen Augen. Komplett gerädert musste ich dann das warme Bett verlassen, wir hatten immerhin zwei Waschbecken, um uns etwas frisch zu machen und waren komplett passend im Zeitplan. Um 3:32 Uhr zogen wir die Wohnungstür hinter uns zu, zwei, drei Minuten später startete ich den Motor unseres Mietwagens. Die Strecke war mit 13 Kilometern sehr überschaubar und der Verkehr um diese Uhrzeit quasi auch kaum existent. Am Flughafen stellten wir die Karre wieder ab und ich warf noch schnell im Ankunftsbereich die Dokumente und den Schlüssel in die Keybox. Auch am Security Check war es komplett entspannt und so waren wir bereits um 4:15 Uhr an unserem Gate, also auch wieder zu früh, aber man weiß ja nie, von daher alles okay. Hier fanden wir im Wartebereich mal Zeit Snicki für das Ticketportal in La Louviere zu registrieren, damit wir seine Karte auch ausdrucken können. Ansonsten hieß es halt wieder warten und ein wenig Blödsinn reden, so bekamen wir die Zeit auch herum. Achja, und mit Kopfschütteln, denn irgendwann kam die Frau hinter den Wizz-Air Schalter und stellte nur ihre Handtasche dort ab, schon standen die ersten 20-25 Leute auf und bildeten eine Schlange. Dass es dann noch einige Minuten dauerte, bis es weiter ging mit der ersten Ansage, das war ihnen völlig egal. Das Boarding begann sogar recht spät und wir mussten mit Bussen zur Maschine auf das Rollfeld fahren, dennoch hoben wir um 6:06 Uhr, also mit nur sechs Minuten Verspätung ab. Die automatisch zugewiesenen Sitzplätze befanden sich für Patrick, Sven und mich in Reihe 23, auf den Plätzen A, C und D und obwohl der Kutter recht voll war, hatten wir alle neben uns einen freien Platz, top! Snicki hatten wir ja nachgebucht und beim separaten Online Check-In gestern erhielt er einen Sitzplatz in Reihe 14. Der Flug verlief weitestgehend ruhig, außer dass die ersten vielleicht 10-20 Minuten ein ganz kleiner Balg sich die Seele aus dem Leib geschrien hatte. Ich selbst konnte aufgrund des wenigen Schlafs in der Nacht zuvor auch tatsächlich fast den ganzen Flug vor mir her dösen. Wir setzten um 7:20 Uhr (deutscher Zeit) auf deutschem Boden auf, rollten auch direkt ans Terminal. Da wir ja keinerlei Eile hatten, entschieden wir uns nicht beim Kampf um die besten Gangplätze einzusteigen, nachdem wir angedockt hatten. Sollen sich lieber erstmal andere dort duellieren und gefühlt fast rumschubsen, nur um ja vier, fünf Personen früher aussteigen zu können, bekloppt! Aufgabegepäck hatten wir ja keins und so konnten wir direkt am Gepäckband vorbei gehen und die Exit-Tür nutzen.

 

Wir liefen die knapp ein Kilometer zum Parkplatz wieder zu Fuß und konnten unterwegs in der Bäckerei noch Frühstück kaufen. Um 8:10 Uhr waren wir am Auto, da aber die Auffahrt auf die B1 wegen einer Baustelle gesperrt war, lotste mich das Navi durch Holzwickede durch und dahinter in Schwerte direkt auf die A1. Hier blieben wir aber auch nur für die Dauer von einer Ausfahrt, denn am Westhofener Kreuz wechselten wir auf die A45. Vor der Baustelle bei Lüdenscheid wegen der gesperrten Brücke verloren wir bei der Abfahrt vielleicht ein Viertelstündchen, im Ort selbst war der Verkehr dann in Ordnung. Im Siegerland. wurde es nochmal neblig und ich hatte auch ein wenig mit Müdigkeit zu kämpfen. Patrick wurde um 11 Uhr in Friedberg am Bahnhof heraus gelassen, Snicki und Sven 25 Minuten später in Nidda und weitere 5 Zeigerumdrehungen danach war ich auch komplett zuhause. Somit endete auch diese Tour der „Nordkap Boys“! Es war mir mal wieder eine Ehre, Jungs!!! Gerne bald mal wieder, Ideen haben wir ja noch genug... ;-)


Datenschutz | Vertrag widerrufen