„Drei Tage noch nicht eingetragener Resturlaub vorhanden, die möglichst nicht mit ins neue Jahr genommen werden sollen“, diese Info bekam ich im September übermittelt. Somit
war mir eigentlich sofort klar, dass ich damit ein verlängertes Wochenende machen würde (wobei aufgrund der Nauheim-Spiele Freitags und Sonntags aber kein längerer Auslands-Aufenthalt möglich
wäre) oder unter der Woche irgendwas ansteuern werde, was mir neue Fußball-Grounds bringen würde – am Liebsten in Verbindung mit einem neuen Länderpunkt, wobei mir diese ja nicht wirklich
allzu wichtig sind. Von daher gab es sogar mal kurzzeitig die Überlegung die Auslosungen der beiden Pokalwettbewerbe in England abzuwarten, denn hier bekommt man bei fast allen Stadien
Tickets, auch bei denen, bei welchem es im normalen Liga-Alltag nahezu unmöglich ist ohne Connections oder Hilfe. Irgendwie reizte mich aber dann doch ein noch nicht besuchtes Land allgemein
mehr und so schaute ich zuerst mal in Richtung Zypern, Malta, Rumänien oder Bulgarien. Zypern und Rumänien passte irgendwie nicht so richtig, in Malta waren die Spieltage sogar sehr gut
gestückelt, hier hätte ich auf jeden Fall auch etwas machen können, aber ich sah dann in der ersten Dezember-Wochen einen Wochenspieltag in Bulgarien und als ich einen Flug für etwa 60 Euro
zu diesem Zeitraum fand, war nach Rücksprache mit Patrick die Entscheidung gefallen, dass wir das machen werden. Sven zeigte Interesse und so waren wir zu Dritt, als ich am 09. Oktober die
Flüge buchte. Final terminiert war noch nichts, aber da an den Wochenenden davor und danach auch Spieltage waren, konnten die Spiele ja eigentlich nur von Dienstag bis Donnerstag angesetzt
werden. Snicki hatte in diesem Zeitraum auch Urlaub, aber hoffte, dass sein Verein dort DFB-Pokal spielen muss, was sich aber glücklicherweise erledigt hat. Somit sprach er mich bei unserer
gemeinsamen EC Bad Nauheim Auswärtsfahrt nach Freiburg am 02.11. auf die Bulgarien-Tour an, die er auf meiner Homepage gesehen hatte und ich buchte ihm nach kurzer Absprache einen Flug nach,
der mittlerweile sogar etwas mehr als vier Euro günstiger war, als zu dem Zeitpunkt, als wir gebucht hatten. Völlig ungeplant, aber ziemlich geil, dass die vier Jungs, die zusammen eine
zwei-wöchige Nordkap-Tour mit dem Auto hinter sich gebracht hatten (Reisebericht siehe hier => KLICK!), nun auch gemeinsam
einen Kurz-Trip nach Bulgarien starten und fortan heißt es „The Nordkap Boys goes East“.
Kaum hatte Snicki nachgebucht, wurden am Montag, den 03.11., auch die Terminierungen der 1. und 2. Liga veröffentlicht. Der Mittwoch war ganz nach unseren Wünschen, man
zimmerte uns an einem Wochentag dank früher Anstoßzeit einen Erstliga-Doppler direkt in der Hauptstadt hin und das Abendspiel ist das von CSKA im Nationalstadion. Für den Dienstag (unseren
Ankunftstag) waren zwei Spiele terminiert, wobei beide zeitlich ziemlich knapp werden dürften. Unsere planmäßige Landung war für 12:25 Uhr (Ortszeit) angesetzt, dann wissen wir nicht, ob es
trotz Schengen größere Probleme bei der Einreise gibt und zudem müssen wir ja noch den Mietwagen abholen. Nach Rücksprache untereinander verständigten wir uns darauf, dass wir einfach mal
schauen wie wir mit allem durch kommen und dann vor Ort entscheiden, ob es Sinn macht eins der beiden Spiele noch anzufahren. Vielleicht würden wir auch noch einen unterklassigen Kick in
Sofia finden, dann wäre das auch okay für uns, wir waren hier echt entspannt.
Etwa drei Wochen vor Abflug nahm ich dann die Übernachtungs-Situation mal genauer in Auge. Ich hatte sie zwar vorher schon begutachtet, aber da es wirklich viel Auswahl gab,
konnten wir erstmal die Fußball-Terminierungen abwarten. Nach etwa einer halben Stunde Recherche fand ich eine Wohnung für uns Vier, bei welcher Jeder sein eigenes Bett hat, zudem kann man
wegen einer Key Box rund um die Uhr einchecken und es hat einen separaten & abgesicherten Parkplatz. Ein weiterer Pluspunkt war, dass diese Wohnung nur knapp einen Kilometer Fußweg vom
Nationalstadion entfernt liegt, wo am Mittwoch ja unser Abendspiel ist und da wir Donnerstags verdammt früh wieder nachhause fliegen, kommen wir so wenigstens nach dem Kick schnell ins Bett.
Kurze Rücksprache mit den anderen Dreien gehalten, waren Alle zufrieden und so sicherte ich uns auch direkt diese Bude. Als letzter dann noch offener Punkt war dann nur noch der Mietwagen zu
klären. Hier gab es massig Alternativen bei einem bekannten und von mir schon oft genutztem Buchungsportal. Etwa anderthalb Wochen vor der Tour machte ich auch hier Nägel mit Köpfen und
unsere Karre fest, die (da wir ja zu Viert sind) jetzt nicht unbedingt in Richtung Opel Corsa hinaus laufen sollte. Ich wählte einen Mittelklassewagen aus mit allen Versicherungen und ganz
wichtig: Abholung am Terminal 1, wo wir auch landen werden. Der Kostenpunkt mit knapp über 80 Euro (geteilt durch Vier) war auch extrem überschaubar. Somit waren wir mit allen fixen Buchungen
durch und es hieß nur noch warten bis es denn endlich los geht. Wiederum ein paar Tage später schaute ich mir nochmal alles an, so z.B. auch ob alle Spiele noch exakt so angesetzt waren, wie
geplant, was zum Glück noch so der Fall war. Bei genauerem Hinsehen fiel mir dann auf, dass mich der Routenplaner des Futbology App, den ich bisher immer nur angeklickt hatte, zu einem
komplett falschen Ort für das vermeintlich erste Spiel der Tour am Dienstag Abend lotste, wo weit und breit kein Stadion zu sehen war. Also das Stadion von Hand ins Navi getippt und siehe da,
die Anreise war plötzlich um fast 70 Minuten kürzer, was uns natürlich alles erleichterte und mut diesem Puffer war ich mir dann auch recht sicher, dass wir es pünktlich zu dem abendlichen
Kick um 18 Uhr in Kardzhali packen würden und die Gedankenmacherei völlig unnötig war, ich kleiner Amateur. Logischerweise aber lieber so als anders herum uns wir waren allesamt happy mit den
neuen Gegebenheiten.
Die Tage vergingen und die ganze Reise rückte (zum Glück) immer näher. Am Montag wurde noch bis 16 Uhr im Büro gearbeitet und danach noch den Wocheneinkauf abgehalten.
Zuhause den morgigen Hinflug online eingecheckt und die paar Sachen zusammen gekramt, die mitgenommen werden sollen, holte ich Patrick um 20:54 Uhr in Nidda am Bahnhof ab. Er übernachtete bei
mir, denn morgens hätte das mit den Zügen zeitlich nicht hin gehauen. Um 22:30 Uhr legten wir uns, aber so früh ist gar nicht meine Schlafenszeit, deswegen ging es in Richtung Mitternacht,
bis ich endlich eingeschlafen war. Entsprechend gerädert war ich auch, als um 2:45 Uhr der Wecker klingelte, aber die Müdigkeit wich erstmal der Vorfreude. Im Schnelldurchgang fertig gemacht,
schnell zwei Toastbrote rein geschoben; um wenigstens irgendwas im Magen zu haben, saßen wir Beide um 3:15 Uhr im Auto. Fünf Minuten später sammelten wir Snicki und Sven in Nidda am
Bürgerhaus ein und die „Nordkap Crew“ war wieder geschlossen beisammen. Das Navi sagte 220 Kilometer und 2:35 Std. voraus, bis zum Parkplatz in der Nähe des Flughafens Dortmund/Holzwickede.
In Berstadt befuhren wir die A45, kämpften uns durch die vielen Baustellen und auch das größte Problem, die Umfahrung der gesperrten Autobahnbrücke bei Lüdenscheid, brachten wir gut hinter
uns, da wir bereits um 5 Uhr dort waren, also bevor der große Arbeitsverkehr einsetzte. Am Westhofener Kreuz wechselten wir auf die A1 und am Kreuz Dortmund/Unna noch auf die B1. An der
Ausfahrt Holzwickede verließen wir den Motorway und parkten in der Stadt auf einem kostenfreien Parkplatz. Da wir nicht wussten in welcher Frequenz der Shuttlebus zum Terminal fährt,
entschieden wir uns zu laufen, was ja auch nur etwa ein Kilometer war und eine Viertelstunde dauerte, zudem konnten wir unterwegs in einer Bäckerei noch belegte Brötchen kaufen. Wir kamen
bereits um 6:15 Uhr am Airport an und hatten wir letztes Jahr bei unserer Belgrad/Mostar/Sarajevo-Tour hier ewig gestanden, konnten wir heute direkt durch gehen und alles in allem dauerte es
keine fünf Minuten, so waren wir eigentlich viel zu früh im Sicherheitsbereich. Wenn man sowas vorher halt nur wüsste, aber fährt man später, hat man den Arbeitsverkehr auf jeden Fall und
ggf. doch auch mehr Betrieb am Security Check - naja, lieber so, als zu spät. So brachten wir die Zeit herum mit Warten und ein wenig Blödsinn erzählen. Das Boarding begann recht früh und das
einsteigen ging erstaunlicherweise recht zügig, wir nahmen alle unsere getrennten Sitzplätze ein, ich hatte einen Mittelplatz in Reihe 22. Der Steward kam in unsere Richtung und fragte in die
Runde ob jemand Englisch sprechen würde und rund um mich herum schauten 30, 40 Personen sich nur gegenseitig an, weil sie wohl tatsächlich nicht mal das verstanden hatten. Da die Plätze am
Notausgang frei waren, dachte ich mir, auf was er hinaus wollte und sagte ihm, dass ich es würde. Und es war auch so, dass er dann direkt fragte, ob ich mich dort hin setzen wolle. Er
bräuchte vier Personen, also trommelte ich unsere Reisegruppe zusammen und wir setzten uns auf diese Plätze. Jackpot!!! Es war nämlich mit mega viel Beinfreiheit verbunden und so wurde es ein
richtig entspannter Flug auf dem ich sogar anderthalb Stunden ein wenig dusseln konnte (ein richtiges Schlafen ist so etwas ja nicht). Wir kamen in Dortmund pünktlich auf die Minute weg und
irgendwann sprach Herr Pilot zu uns, dass die aktuell geplante Landezeit 12:15 Uhr Ortszeit wäre und somit würden wir zehn Minuten vor der geplanten Zeit ankommen, was unsere Lage noch weiter
entspannen würde. Letztendlich setzten wir tatsächlich sogar schon um 12:06 Uhr auf, fuhren dann noch ans Terminal, aber bereits um 12:15 Uhr begann der Prozess der Aussteigens. Durch unsere
Umsetzung saßen wir nun halt komplett mittig, aber es ging zügig voran. Wir parkten leider nicht am Terminal und mussten deswegen erstmal ein Stück mit dem Bus fahren, das dauerte alles in
allem auch nur ziemlich genau zehn Minuten. Da Bulgarien seit letztem Jahr in der EU ist, entfiel für uns die Passkontrolle, was dann ja auch nochmal ein paar Minuten einsparte, als wenn es
anders gewesen wäre. Wir gingen im Terminal die Ausgangstür raus und hatten keine 50 Meter vor uns den Rental Car Service und nachdem die Person vor uns fertig war, dauerte es bei uns auch
nur etwas mehr als fünf Minuten und ich hielt die Papiere und den Schlüssel des Mietwagens in der Hand. Snicki zog derweil für uns alle am Geldautomaten ein wenig Geld, so dass wir die
nächsten Tage über die Runden kommen. Die Mietwagen waren vielleicht 250-300 Meter vom Terminal abgestellt und so standen wir um 12:45 Uhr bereits an der Kiste, was wir nie im Leben vorher
gedacht hätten. Somit würde die Möglichkeit bestehen das Mittagspiel der ersten Liga in Montana anzufahren. Wir stimmten uns kurz ab und die Mehrheit war dafür, was auch Sinn macht, so sind
weniger Wegstrecke noch abzureißen (knapp 148 statt 271 Kilometer) und wir wären nachher früher in der Wohnung (etwa gegen 20:00 statt gegen 23:30 Uhr), der Tag war/ist sowieso schon ein
langer für uns. Ich persönlich hätte Kardzhali beibehalten, war aber absolut okay mit der Mehrheitsentscheidung und wie bereits gesagt, sinnvoller ist sie definitiv. Ich fuhr um 12:55 Uhr los
und da das Navi 149 Kilometer anzeigte, die 1:56 Std. andauern sollte, hatten wir fast 40 Minuten Puffer. Den Bereich des Flughafens hatten wir nach einem kurzen Stau recht schnell verlassen
und zu Beginn hatten wir die Autobahn A2 unter den Rädern, aber wechselten bei Botevgrad doch recht schnell auf die Bundesstraße 1. Viele Baustellen unterwegs brachten doch immer mal
Verzögerungen in der mittlerweile immer bergigeren Gegend, aber dennoch kamen wir ordentlich voran und hielten in etwa die Zeit auf dem Navi. Auf den letzten Kilometern fuhren wir weiter auf
der B1 und waren nur noch etwa 100 Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt. Unseren Zielort konnten wir von der Schnellstraße unter uns liegend sehend und es war direkt zu erkennen,
dass sich hier vieles um Industrie dreht. Ein kleines Stück noch durch die Stadt gefahren, erreichten wir um 14:55 Uhr den Ground, wo wir das Auto auf den großen Parkplatz abstellten und als
allererstes uns vier Tickets am Kartenschalter holten, die mit jeweils 12 Lewa (etwa 6,13 Euro) zu Buche schlugen. Wir hatten eigentlich vor am Imbisswagen vor dem Stadion noch etwas zu
essen, aber alles was mit Fleisch zu tun, das war bereits verkauft und so blieben dann doch nur Softgetränke für uns und das war es dann auch schon. Wir liefen etwa 25 Minuten vor Spielbeginn
in den Ground und machten erst einmal unsere gewünschten Fotos.
Statt FK Arda Kardzhali gegen FK Botev Plovdiv hieß unsere Partie nun also PFC Montana gegen PFC Lokomotiv Sofia. Tabellarisch gesehen bedeutete dieses in einer 16er Liga die
Ränge 14 und 10, in einer Liga die sich nach 30 Spieltagen in drei Gruppen trennt (Meisterrunde, Europapokalrunde und Abstiegsrunde). So weit sind wir aber noch nicht, heute ist erst der 18.
Spieltag, aber da beide Mannschaften derzeit im Bereich der Abstiegsrunde stehen, sollte man dringend Punkte sammeln. Bei sieben Punkten Rückstand wird es für die Gastgeber mittlerweile sogar
schon richtig eng, die Gäste haben nur ein Punkt Rückstand, um dieser Runde zu entfliehen und in die Europapokalrunde zu gelangen, für die Meisterrunde ist der Rückstand mit neun Punkten
vermutlich schon zu groß. Montana verbrachte neun der letzten zwölf Spielzeiten zweitklassig, stieg zwischendurch drei Mal in die erste Liga auf, stieg aber einmal nach zwei Saison und einmal
direkt nach einem Jahr wieder ab - jetzt also ein drittes Mal als Aufsteiger in der Parva Liga unterwegs, aber auch in dieser Spielzeit wird wieder massiv gegen den Abstieg gekämpft.
Lokomotiv war in ihrer Vereinsgeschichte schon vier Mal bulgarischer Meister (zuletzt 1977/78) und auch vier Mal bulgarischer Pokalsieger (zuletzt 1994/65), die besten Zeiten liegen also
schon um einiges zurück. Anfang des Jahrtausends war man öfters mal Dritter oder Vierter in der höchsten Spielklasse. Nach der Saison 2014/15 wurde man in die Zweitklassigkeit zurück gestuft
und brauchte auch fünf Jahre, um wieder nach oben zurückzukehren, aber seit man wieder zurück ist, war in den vier Spielzeiten Rang 9 die beste erreichte Platzierung.
Der erste Pfiff des Tages ertönte fast komplett pünktlich und wir waren erstmal happy, dass alles doch so problemlos geklappt hat. Auch wenn noch die "offiziellen" 45 Minuten
Fußball fehlten, war der Länderpunkt für uns (außer für Patrick) doch recht nahe. Spielerisch war es wie erwartet nicht wirklich sehr hochklassig und zeitweise schon mit dem Prädikat "ganz
übles Gebolze" zu versehen. Bei den Gästen spielte die Nummer 3 mit dem Namen "Messi" aus dem Kongo in der Innenverteidigung und räumte vieles ab. Vorne drückte Lok tatsächlich auch einen
Ball über die Linie, wobei es hier Diskussionen und VAR gab, ob er wirklich komplett im Tor war. Letztendlich zählte der Treffer und so liefen auch die Anti 0-0 Serien erst einmal weiter.
Nach dem Seitenwechsel traf der Aufsteiger tatsächlich recht schnell zum Ausgleich und man versuchte darauf weiter offensiv aktiv zu werden, denn auch der eine Punkt würde ihnen nicht
wirklich weiter helfen, aber statt selbst in Führung zu gehen, kassierte man hinten den erneuten Rückstand. Danach hatten man aber nur noch wenige Möglichkeiten den erneuten Ausgleich zu
erzielen, auch nicht, obwohl man die letzten sieben Minuten plus fünf Minuten Nachspielzeit nach einem Platzverweis für die Hauptstädter mit einem Mann mehr auf dem Rasen war. Nach dem
Abpfiff des Unparteiischen waren wir schon froh, dass der Kick bei ungemütlichem Wetter endlich beendet war, aber dennoch auch alles weiterhin glücklich, dass wir dieses Kreuz gesetzt
hatten.
Um 17:30 Uhr waren wir wieder im Auto und zwar ziemlich durchgefroren, eigentlich kaum zu glauben, dass der Boardcomputer +4 Grad anzeigte. Wir hatten ein wenig Abfahrtsstau
in der Stadt, was aber eher an den schlechten Ampelschaltungen lag. Alles in allem verloren wir etwa zehn Minuten, was weniger tragisch war. Wir wählten nun die Alternativ-Route des Navigationsgerätes, welche über 40 Kilometer kürzer war, uns aber wilde Serpentinen des Gebirges Stars Platina hoch jagte. Wir hatten
zeitweise echt nervigen Nebel und als wir oben auf 1.407 m über NN ankamen, lag dort auch bereits Schnee. Wo es hoch geht, geht es auch wieder herunter (Sofia liegt auf ca. 550 m) und so
mussten wir auf der anderen Seite wieder bergab. Wir erreichten die Stadtgrenze der Millionenstadt und es wurden uns immer noch 30 Minuten Fahrzeit bis zur Wohnung auf dem Navi angezeigt, um
mal auch die Dimensionen der Stadt anzuzeigen. Unterwegs tankten wir nochmal voll (1,22 Euro der Liter Super und wir hatten noch eine „teurere“ Tanke erwischt), denn morgen steht die Karre
nur und die 13 Kilometer zum Flughafen am Donnerstag morgen sind dann auch okay, so dass wir mit einem vollen Tank abgeben. Unserer Unterkunft wurde um 20:05 Uhr erreicht und der Check-In via
Key Box verlief mal wieder komplett problemlos. Von außen konnte man sich durchaus Sorgen mal, auch über das Treppenhaus verlieren wir mal keine weiteren Worte, aber die Wohnung war super.
Wie auf den Bildern bei der Buchung, geräumig und sauber, aber wir stellten erst einmal nur unsere Sachen ab und liefen die 1,2 Kilometer zum Happy Grill in der Stadt zu Fuß. Man hörte ja
schon viel davon und ich kann alle positiven Aussagen nur bestätigen. Wir mussten kurz warten, bis ein Tisch frei war und dann legten wir los, bis der Laden um 23 Uhr schloss. Sechs
Hauptgerichte, ein Salat, neun Bier und zwei Softgetränke plus der Service, am Ende landeten wir bei knapp unter 90 Euro. Auch kein riesiger Schnapp meh4, aber immer noch viel günstiger als
bei uns, aber das Wichtigste war: Es war sehr lecker! Dafür würde ich dann auch mehr zahlen. Zu Fuß ging es zurück zur Wohnung, wo wir uns gegen 23:30 Uhr dann auch auf unsere Zimmer
verzogen, denn durch die Reihe durch waren wir ziemlich k.o. Ich tippte noch ein wenig am Bericht herum, aber schlief auch für meine Verhältnisse recht schnell ein.
P.S.: Das Spiel in Kardzhali, wo wir zuerst hin wollten und welches ich wohl auch durchgezogen hätte, das ging 0-0 aus! Danke Männer, für das retten meiner langen
Serie!
Zu Teil 2 des Berichtes => KLICK!