Saison 2025/26

Regionalliga Nord

7. Spieltag

 

Eissporthalle am Salzgittersee

(Salzgitter)

Sonntag, 09. November 2025 / 18:30 Uhr

TAG Icefighters Salzgitter - Beach Devils Timmendorf
2:7 (1:5/0:0/1:2)


Tore:

0:1 (06:36) Aleksi Kettunen (Oskar Johansson, Matej Petretic)

0:2 (07:33) Jonah Henderson (Daniel Magnusson, Louis Habel)

0:3 (11:09) Jonah Henderson (4-5)

0:4 (12:50) Patrick Saggau (Louis Habel, Oskar Johansson/5-4)

0:5 (16:54) Jonah Henderson (4-5)

1:5 (17:28) Ilia Martynov (Maximilian De Sousa, Ron Friedrich/5-4)

1:6 (44:48) Oskar Johansson (Jakub Hofmann, Matej Petretic)

2:6 (46:51) Ilia Martynov (Connor Janus, Nikita Kähm/5-3)

2:7 (56:45) Daniel Magnusson (Jonah Henderson, Brett Mennear)

 

Strafen: SAL: 10 / TIM: 12

Schüsse: SAL: 24 (7/14/3) / TIM: 25 (13/1/11)

Torhüter: SAL: Pablo Schewe (60:00) / TIM: Valtteri Nousiainen (60:00)

Schiedsrichter: Sebastian Lehmann
Zuschauer: 302


Zu Teil 4 des Berichts => KLICK!

 

Dadurch, dass es sich mal wieder alles ziemlich hingezogen hatte, kam ich erst um 15:56 Uhr nordwestlich von Hamburg los. Das Navi sagte 223 Kilometer und meinte 2:42 Stunden. Diese Wochenend-Sperrung der A7 passte mal wieder super, ohne diese wären es 25 Minuten weniger gewesen, zumindestens wäre da ein pünktliches Ankommen ziemlich sicher gewesen, jetzt muss ich erst noch hart um dieses kämpfen. Also mit +8 los gedüst, in Hamburg Scheuklappen aufgesetzt und den „Marcels Stadtmodus“ ausgepackt, der schon nah an meinem Fahrstil von vor drei Jahren in Neapel dran war (den man sich dort aber auch aneignen muss, sonst wäre man da untergegangen). Tatsächlich zwei Minuten von der Uhr genommen, kamen die direkt am Horster Dreieck wegen eines kleinen Staus wieder drauf. Dann war viel Begrenzung auf 120 km/h angesagt, also war nur bedingt etwas heraus zu holen und wo dann freie Fahrt war, da war meistens recht viel Verkehr. Dazu setzte Regen ein, aber an manchen Stellen konnte ich Gas geben und dort tat ich es dann auch. Am Dreieck Salzgitter wechselte ich von der A7 auf die A39 und dachte auf den letzten Kilometern nochmal was raus holen zu können, aber falsch gedacht, es war eine Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung. An der Anschlussstelle Lichtenberg verließ ich den Highway und düste durch die Stadt, wo die erste Ampel rot war, aber danach hatte ich ein wenig Glück und gute Ampelschaltungen. Ich fuhr auf den Parkplatz der Eishalle und es waren noch einige Stellplätze frei, so dass ich meine Karre um 18:27 Uhr dort abstellte. Zwei Minuten später, um 18:29 Uhr, zahlte ich meine 15 Euro am Eingang und trat ein. Ich ging von einer kompletten Punktandung aus, aber das erste, was ich vor liegen sah, das war ein Haufen Glasscherben und man war gerade in den Schlusszügen eine neue Plexiglasscheibe einzubauen. Es gab also beim aufwärmen diesen Zwischenfall und so begann die Partie 20 Minuten später als geplant. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, denn grundsätzlich war meine ganze Hetzerei vollkommen unnötig, auf der anderen Seite konnte ich so aber noch in aller Ruhe meine Fotos schießen und mir noch eine Mantaplatte als Abendessen holen.

 

In der Eishockey Regionalliga Nord war es mein achtes von neun möglichen Kreuzen, nur die Weserstars Bremen fehlen mir noch. In der Regionalliga Ost bin ich komplett, in der Südwest ist es mit Reutlingen ebenfalls nur noch eine fehlende Eishalle, in der Bayernliga sind es mit Burgau, Buchloe und Peißenberg drei noch nicht besuchte Stadien. DEL, DEL2, Oberliga Nord und Süd sind alle komplett abgehakt, auf der vierten deutschen Ligen-Ebene sind es eben nur noch die fünf oben genannten Grounds. Im heutigen Ground spielte mein EC Bad Nauheim auch schon einige Male, zuletzt in der Saison 1995/96, was kurz vor der Zeit war, als meine Auswärtsfahrerei begann. Beim heutigen Gegner war ich 2011 tatsächlich noch mit meinem ECN, kommen wie aber zurück im die Gegenwart und diese heißt derzeit eben Regionalliga Nord.  Für die Hausherren mir dem aktuell letzten Platz sogar eine ziemlich triste Gegenwart, denn in sechs Saisonspielen gab es sechs glatte Niederlagen mit einer Tordifferenz von -19. Für die Beach Devils gab es immerhin vier Siege aus ihren sechs Mal 60 Minuten, was Rang Drei unter den neun teilnehmenden Mannschaften bedeutet. Erfreulicherweise traten auch knapp 25 Fans den über 280 Kilometer langen Weg von der Küste mit nach Salzgitter an.

 

Es entwickelte sich von Beginn an im ersten Drittel ein recht einseitiges Spiel, die Gäste konnten schalten und walten wie sie wollten und spielten teilweise Katz und Maus mit dem Gegner. Da lasse ich auch nicht gelten, dass bei Salzgitter nur der Backup Goalie im Tor stand. Klar, die allergrößte Sicherheit strahlte er nicht aus, aber oftmals war er auch als letzter Mann „die ärmste Sau“, gerade bei den beiden Alleingängen bei eigener Überzahl. Bereits früh gingen die Beach Devils in Führung und bauten diese im Laufe des ersten Abschnittes bis zur 17. Minute auf 0-1 aus, der Anschlusstreffer kurz darauf erschien erst einmal nichts an der Situation zu ändern. Im zweiten Drittel war das Spiel dann ausgeglichener bzw. sogar mit Vorteilen für die vorher noch so klar unterlegenen Hausherren, man hatte aber irgendwie das Gefühl, dass Timmendorf jederzeit noch ein, zwei Schippen hätte drauf packen können, wenn sie es denn müssten. Die offizielle Schuss-Statistik des Mittelabschnittes (14-1 Schüsse) erscheint mir aber dennoch sehr fragwürdig. Im Schlussdrittel waren die Icefighters zuerst wieder besser, man kassierte aber früh das 1-6 und das nahm ihnen ein wenig die Luft raus. Bei einer doppelten Überzahl kam man nochmal etwas ran, am Ende war es aber ein souveräner und auch doch verdienter Auswärtssieg für die Jungs aus Ostholstein, die die drei Punkte mit an die Ostsee nehmen konnten.

 

Um 21:02 Uhr setzte ich mich ein letztes Mal für diese Tour in mein Auto und war auch fünf Minuten später war bereits wieder auf der A39. Das letzte Teilstück waren noch einmal 276 Kilometer, die das Navi mit 2:33 Stunden vorhersagte. Ich hatte vorhin genug Hetzerei, deswegen Tempomat entspannt auf 130 km/h gestellt und es ging gechillt in Richtung Heimat. Am Dreieck Salzgitter befuhr ich die A7 und auf dieser blieb ich bis Kassel, wo es auf die A49 ging. Diese war mal wieder super zu befahren und so kam ich trotz gemütlichem Fahrstil sehr gut voran. Am Ohmtal-Dreieck wechselte ich ein letztes Mal für dieses Wochenende die Autobahn, denn auf der A5 konnte ich bis zur Abfahrt Fernwald bleiben, von wo es nur noch etwa 20 Minuten bis zu mir nachhause sind. Nachdem ich Lich und Hungen passier hatte und durch Nidda hindurch, konnte ich sieben Kilometer danach mein Auto nach gefahrenen 1.334 Kilometer auf dieser Tour, um 23:40 Uhr zuhause in der Garage abstellen. Ziemlich müde, aber mega happy, dass mal wieder alles perfekt gepasst hat, ging ich nach oben, schaffte es aber heute nicht mehr diesem Bericht fertig zu machen. Da ich k.o. war, musste ich mich stattdessen nach dem auspacken meiner Tasche direkt ins Bett legen. Morgen am freien Montag wird der Bericht aber definitiv fertig gemacht.


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