Hier der Bericht zu meiner 6. NHL-Reise vom 04. - 16. November 2019!

Bilder zur Reise folgen unter dem Menüpunkt "Bilder NHL-Reise 19".

Viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch ein wenig beim Staunen... ;-)

Vor der Reise

Im Vorjahr hatten wir auch schon mit dieser Reise ein wenig geliebäugelt, aber aufgrund des Abschiedsspiels von Harry Lange in Bad Nauheim, bei dem der komplette Kader der Oberliga-Meistermannschaft wieder in die Kurstadt zurückkehrte, beließen wir es hier bei ein paar Tagen London und keiner NHL-Reise.

Beim letzten Nordamerika-Trip zog es uns ja in den äußerst kalten westlichen Teil von Kanada, welcher landschaftlich unfassbar schön, aber halt auch verdammt kalt war. Hierbei versprach ich Jessica, dass wir dann (sofern es spielplanmäßig passt) die nächste Reise ins Warme, nach Florida, angreifen werden.
 
Der NHL-Spielplan wurde am 25. Juni 2019 veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt, als die Teams ihn raushauten, saß ich noch im Auto auf der Rückfahrt von unserem Trip zur U21-EM in Italien und San Marino. Abends zuhause angekommen, schaute ich dann genauer drauf und stellte erstmal fest, dass mit dem Tampa Bay Lightning eines der beiden NHL-Teams in Florida den größten Teil unserer geplanten Urlaubszeit für zwei Spiele in Europa verbringen würde. Wenn wir die Florida-Reise also durchziehen wollen, müsste ich auf ein ECN-Spiel verzichten, was mich schon direkt beim Gedanken daran nervte. Aber es war versprochen und ich machte bei Jessica die Ansage "außer es ist ein Derby".

 

Anfang Juli kam der DEL2-Spielplan raus und es war tatsächlich kein Derby, also stand quasi fest, dass es nach Florida gehen sollte. Zwischenzeitlich hatte ich natürlich schon die Reise soweit komplett durchgeplant, so dass wir eigentlich direkt hätten ins Reisebüro gehen können. Tatsächlich taten wir dieses dann auch am 16. Juli und buchten die Flüge und die Hotels schon einmal komplett durch, so dass wir hier auf der sicheren Seite waren. Auch die Florida Panthers verkauften schon Tickets, so dass wir hier am gleichen Abend uns diese auch noch sicherten. Beim zweiten NHL-Team in Florida, dem Tampa Bay Lightning, dauerte es auch nicht viel länger und hier sicherten wir uns am 09. August dann die Tickets für ein Spiel. Somit waren über 12 Wochen vor Reisebeginn schon die wichtigsten Dinge alle fix gebucht, so früh klappte das bisher auch noch nie.

 

Die weiteren Buchungen (Mietwagen, ein ECHL-Spiel, die Freizeitparks rund um Orlando, ESTA usw.) konnten wir dann nach und nach in aller Ruhe die nächsten Wochen noch angehen. Der NBA-Spielplan gab uns leider keine Chance auf ein Heimspiel der Miami Heat, allerdings hatten wir die Chance den Orlando Magic einen Besuch abzustatten, was wir auch nutzten.

Montag, 04.11.2019

Dann war er da: Der lang ersehnte Tag der Abreise!

Am Vorabend noch dem 8-3 Sieg des EC Bad Nauheim gegen die Eispiraten Crimmitschau beigewohnt, danach zuhause bei NFL im TV und NHL auf dem Laptop noch die letzten Dinge in den Koffer gepackt, eher ich irgendwann in Richtung 2:30 Uhr einschlief. Der Wecker klingelte zwar bereits drei Stunden später wieder, also war die Nacht entsprechend kurz, aber die Vorfreude auf die nächsten Tage schob die Müdigkeit schnell beiseite,

Im Bad fertig gemacht, wurde das Ziel "Abfahrt um 6 Uhr" logischerweise verpasst, allerdings um erträglich zwei Minuten. Da es Montag Morgen war und der Berufsverkehr in Richtung Flughafen die Straßen dort hin immer recht voll macht, gaben wir zuerst ein wenig Gas. Allerdings bremste uns ein Unfall auf der A3 und der dazu gehörige Rückstau ziemlich aus. Dennoch waren wir noch absolut gut in der Zeit und so sprangen wir am Terminal schnell raus und nach kurzer Verabschiedung ging es auch direkt an die Automaten, um unsere Koffer aufzugeben. Direkt danach durch den Security-Check und per Fuß zu unserem Gate, das allerdings komplett ohne Eile, denn bis zum Boarding hatten wir noch knapp 45 Minuten Zeit. Ich werde zwar nie kapieren, warum sich trotz fester Sitzplätze zu diesem Zeitpunkt bereits vorne eine Schlange zum Reingehen in den Flieger gebildet hat, aber nun gut...

 

Wir hatten uns beim Einchecken am Vortag zuhause Plätze auf der rechten Seite recht weit hinten (drittletzte Reihe) gesichert. Unser Flugzeug (eine Boeing 340-300) hob dann mit ein klein wenig Verspätung um 10:13 Uhr, statt der geplanten 9:50 Uhr ab, aber der Pilot unterrichtete uns direkt von guten Bedingungen in der Luft und einer guten zugeteilten Route, so dass wir wohl nur ca. 9:40 Stunden bis zur Landung in der Luft sein würden.

 

Kurz nach dem Start gab es ein Mittagessen, welches aus ein paar Nudeln mit Tomaten/Rahm-Soße, Salat, sowie einem Mini-Stückchen Schokoladenkuchen bestand. Leider funktionierte an Board das WLAN nicht, so dass ich mir drei Filme reinzog und zum Schluss noch ein wenig gegen den Board-Computer pokerte. Nach einem Abendessen kurz vor der Landung konnte man schon so langsam die Ostküste Floridas unter uns sehen. Auch der strahlende Sonnenschein erfreute uns und als der Pilot dann bereits um 14:10 Uhr (statt wie geplant um 15 Uhr) sicher auf dem Miami International Airport aufsetze, kannte die Vorfreude keine Grenzen mehr.

 

Das Einreiseprozedere nahm zwar exakt 58 Minuten in Anspruch, aber da unser Mietwagen eh erst ab 15 Uhr gebucht war, war das kein Problem für uns. Mit dem Metro Mover ging es dann zur Rental Car Station, wo wir unseren im voraus gebuchten Nissan Rogue für die nächsten fast zwei Wochen abholten. Zuerst traf uns aber beim Verlassen des Terminals noch quasi der sprichwörtliche Schlag, aufgrund der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit.

 

Wir fuhren dann direkt in unser erstes Abendziel, und zwar nach Homestead an den Rande der Everglades, mussten uns aber zuvor erst noch durch den dichten Verkehr Floridas kämpfen, von dem ich zuvor auf diversen Internet-Seiten schon gelesen hatte. Gegen 17:40 Uhr kamen wir an unserem Hotel "Garden Inn Homestead" an und checkten ein. Während meines Eincheckens entdeckte Jessica einen wunderschönen Sonnenuntergang draußen und schoss erstmal ein paar Bilder von diesem. Die Koffer wurden im Zimmer verstaut und bevor uns vielleicht eine erste Müdigkeit erreicht, machten wir uns direkt noch auf, um geplanten Dinge im näheren Umkreis des Hotels zu erledigen (Mückenspray im Publix, Kühlbox im Walmart, Getränke im 7-Eleven), so dass wir hier für die nächsten Tage gewappnet waren. Zu guter Letzt holten wir uns noch jeweils eine Pizza im gut zwei Minuten Fußmarsch entfernten Pizza Hut und verkrochen uns dann auf unser Zimmer. Hier wurde zuerst die leckere Pizza gegessen, aber wir kapitulierten beide noch bevor der Karton leer war. Bei einem Bier und Monday Night Football (New York Giants vs. Dallas Cowboys) wurden so langsam die Augen schwer, aber um den Jetlag zu umgehen packten wir es bis 23 Uhr wach zu sein, was ja immerhin schon 5 Uhr morgens deutscher Zeit bedeutete.


Gefahrene Tages-Kilometer: 67
Hotel: Garden Inn Homestead

Dienstag, 05.11.2019

Dennoch war ich (vermutlich aufgrund der Vorfreude) bereits um 5:45 Uhr wieder wach. Ich schaute ein wenig auf meinem Handy rum, was sich so in Deutschland getan hatte, ehe Jessica dann gegen 6:45 Uhr auch aufwachte. Wir machten uns fertig und gingen zum Frühstück, denn danach stand schon das erste Highlight der diesjährigen Tour auf dem Plan: Key West!

 

Gegen 8:15 Uhr verließen wir Homestead und machten uns auf dem Weg über den Oversea Highway (quasi der südlichste Abschnitt des US Highways No. 1) in Richtung dem südlichsten Zipfel von Florida. Auf der sehr interessanten Strecke über knapp 200 km überquert man 42 Brücken und wir legten noch kurze Zwischenstopps beim Midway Cafe (exakt die Mitte zwischen Miami und Key West - jeweils 80 Meilen) und auf dem Parkplatz neben der berühmten Seven-Mile-Bridge (Sieben Meilen Brücke) ein.

 

Gegen 11:05 Uhr erreichten wir dann Key West und da unser Hotel eh direkt am Eingang der Stadt lag, machten wir einen kurzen Zwischenstopp und klärten die schriftlichen Dinge, damit wir später nur noch das Zimmer beziehen müssen.


Da ich auf diversen Reiseberichten gelesen hatte, dass der bekannte Marker am Southmostern Point der kontinentalen USA sehr beliebt ist und man hier Nachmittags lange Warteschlangen für ein Foto in Kauf nehmen müsse, war das unser erster Anlaufpunkt. Wir parkten für 13 Dollar (3:15 Stunden lang) das Auto in einer näheren Seitenstraße und begannen von hier aus unsere Erkundungen. Tatsächlich war am Southmostern Point Marker auch eine Menschenschlange zu finden, aber diese war überschaubar und nach etwa 12 Minuten hatten wir hier unsere Fotos geschossen. Wir schauten noch mal am South Beach vorbei und schlenderten dann zu Fuß in Richtung Downtown (wenn man das in Key West überhaupt so nennen kann ;-) ). Zuerst ging es allerdings noch die 88 Stufen des Key West Lighthouse (einem Leuchtturm) nach oben, von wo man eine prächtige Übersicht über die ganze Inselstadt hat.

Wir entschieden uns gegen einen Besuch im Hemmingway House, sondern schauten es nur von außen an und liefen am Marker "End of Highway No. 1" bzw. auf der anderen Seite der Straße natürlich "Begin of Highway No. 1" vorbei, natürlich nicht ohne hier auch Fotos zu machen. Im Hard Rock Cafe auf der bekannten Duval Street kaufte ich mir Erinnerungs T-Shirts, ehe wir uns die Bars im Bereich der Duval bzw. Greene Street (Sloppy Joe's Bar, Captain Tony's Salon usw.) anschauten um ggf. hier heute Abend den Abend zu verbringen. Wir liefen noch kurz zum Cuban Coffee Queen Laden, um hier noch ein paar Fotos mit der schönen Wandmalerei "Greetings from Key West" zu machen. Danach liefen wir wieder zu unserem Parkplatz zurück und kamen etwa zehn Minuten vor Ablauf unseres Parkscheins dort an.

Wir fuhren ins Hotel zurück, stellten unsere Koffer ab und machten uns kurz frisch. Danach schauten wir uns ein wenig bei uns im Hotel-Komplex um, welcher sich mit direktem Zugang zum Strand in einer klasse Lage befand. Einzig, es war von "Downtown" ein wenig weit entfernt, aber zur jeden vollen Stunde fährt ein kostenloser Shuttle-Service aus dem Hotel in Richtung der Innenstadt. Diesen nahmen wir um 16 Uhr und wurden an der Greene Street raus gelassen, wo wir uns was zu trinken kauften und gegen 16:25 Uhr am Mallory Square ankamen. Von hier sollte man mit den besten Blick auf den berühmten Sonnenuntergang in Key West haben. Zwar hatten wir noch knapp über eine Stunde Zeit, aber es fanden sich schon einige Personen vor uns dort ein und auch viel später hätten wir nicht sein dürfen, um in der erste Reihe zu sitzen. Die Zeit verging wie im Flug, auch gerade weil am Mallory Square einige Künstler wie z.B. ein Schwerteschlucker und Feuerspucker oder auch der ein oder andere Sänger sich ein paar Groschen verdienten. Auch kam man mit der ein oder anderen Person ins Gespräch, wovon man dann bei einigen merkten, dass sie ebenfalls aus Deutschland sind. Um 17:45 Uhr verschwand die Sonne hinter dem Meeres-Horizont und wir waren begeistert von dem schönen Sunset.

 

Ein paar Minuten später schlenderten wir wieder in Richtung der Bars von Mittag, welche aber vollkommen überfüllt waren und leider aktueller Platz frei war. Aber in einer Sportsbar in der Nähe konnten wir uns niederlassen und bei einem großen Bier und Chicken Tender mit Fries dem sportlichen Treiben in den Fernsehern ein wenig zuschauen. Da es tagsüber über 30 Grad und windstill war, waren wir aufgrund der Hitze am ersten vollen Tag schon ziemlich geschlaucht und so entschieden wir uns den berühmten Key West Lemon Pie (einem Zitronenkuchen) mit ins Hotel zu nehmen und bestellten uns ein Uber, welcher uns binnen zehn Minuten zum Nachtdomizil zurückgebracht hatte. Wir aßen gemütlich den Kuchen, ehe wir es uns noch mal für ein paar Minuten in den Hängematten bzw. Liegen am Strand gemütlich machten.

 

Danach verzogen wir uns aber auf´s Zimmer und nach einer Dusche konnte ich noch die letzten 30 Minuten des NHL-Spiels Montreal gegen Boston im TV verfolgen. Gegen 23:15 Uhr machte ich das Licht dann aus.

 

Gefahrene Tages-Kilometer: 214
Hotel: Ibis Bay Beach Resort

Mittwoch, 06.11.2019


Die Nacht verlief irgendwie ein wenig unruhig und ich bzw. wir waren öfters wach. Irgendwie quälten wir uns dann doch bis kurz nach 7 Uhr im Bett herum. Knapp eine Stunde später saßen wir beim Frühstück mit direkter Sicht auf die Bucht bzw. das Wasser, das war schon ziemlich nice.

 

Eine weitere Stunde danach, also gegen 9 Uhr, checkten wir am schönen Hotel aus und machten uns auf den Oversea Highway und waren auf dem Weg zurück auf´s Festland. Heute hatten wir den Besuch in den Everglades geplant und um gegen 12 Uhr Mittag erreichten wir den "Ernest Coe Visitor Center" am Rande des Parks. Hier noch ein paar Informationen gesammelt, ging es ein paar Minuten später mit dem Auto durch den Parkeingang. Der Eintritt hier betrug 30 Dollar pro Auto, war aber auch ein paar Tage lang gültig. Für uns war es egal, denn wir hatten nur diesen einen Tag eingeplant und fuhren so auch direkt den Anhinga Trail an. Hier liefen wir erst ein wenig die Wege entlang, welches uns schon eine schöne Landschaft bot. Allerdings erhofften wir uns Alligatoren zu sehen, was zuerst nicht gelang. Gerade aber, als wir diesen Abschnitt wieder verlassen wollten, schwamm plötzlich am See in der Nähe des Parkplatzes unser erster in freier Wildbahn gesehener Alligator hervor. Nach ein paar Bildern von ihm, fuhren wir ein paar km weiter zum "Pa Hay-Okee-Lookout Tower", den Rundweg und die Aussicht vom Tower fanden wir jetzt aber nicht so spannend.

 

Um 14:30 Uhr verließen wir mit dem Auto wieder den östlichen Bereich des Parks und fuhren in Richtung Norden der Everglades. Ich hatte im Internet zuvor viele gute Sachen über die Airboat Tour bei "Buffalo Tiger Airboat Tours" gehört und wir wurden nicht enttäuscht. Um 15:20 Uhr kamen wir dort an und bereits zehn Minuten später begann unsere Fahrt durch die Everglades. Wir waren insgesamt nur drei Personen (alle aus Deutschland) auf dem Boat und unser Fahrer Ernie gab zuerst mächtig Gas, um dann an mehreren Stellen stehen zu bleiben und uns verschiedene Sachen zu erklären und auch Alligatoren mit Futter und Geräuschen in unmittelbare Nähe zum Boot zu lotsen. In einem kleinen Indianer-Reservat machten wir einen weiteren Stop, wo er erneut einen großen Alligator fütterte und wir kleine Alligatoren im Alter bis zu einem Jahr im Wasser fotografieren konnten. Diese 40-minütige Airboat-Tour kostete 30 Dollar pro Person und kann man wirklich Jedem nur empfehlen.

Wir fuhren dann von der Airboat-Tour direkt in Richtung Miami Beach, wo wir uns nächsten Quartier, dieses Mal für drei Nächte, beziehen sollten. Es war mal wieder der übliche Verkehrs-Wahnsinn rund um Miami zu bestaunen und tanken mussten wir auch noch. Gegen 18 Uhr kamen wir dann am Parkhaus P1 am Miami South Beach an, welches nur etwa 80 m von unserem Hotel entfernt war. Hier kostete das Parken pro Tag 20 Dollar, während das Hotel hierfür 35 Dollar pro Tag veranschlagte. Das Einchecken ging wieder problemlos und zügig vonstatten, so dass wir uns auf dem Zimmer nach dem kurzen frisch machen bereits um 18:45 Uhr wieder auf dem Weg nach außen begaben. Wir schauten zuerst den Strand, welcher auch nur etwa 100 m vom Hotel entfernt war im Dunkeln an, aber trotz fast Vollmond war hier wenig zu erkennen. Wir schlenderten zu Fuß ein wenig über den Ocean Drive und dem Art Deco Viertel entlang und schossen noch ein paar Fotos von den beleuchteten Hotels, in denen teilweise richtig laute Musik gespielt wurde. Fast am unteren Ende des Ocean Drive ließen wir uns dann im TGI Fridays für unser Abendessen (für mich ein BBQ-Burger mit Fries, für Jessica Chicken Tender mit Fries) nieder, eher wir um 22 Uhr wieder auf dem Zimmer waren. Zuerst schaute ich noch die Endphase des NHL-Spiels Detroit gegen die NY Rangers an, ehe man umschaltete und St. Louis gegen Edmonton übertrug. Gegen 0:30 Uhr machte ich das Licht aus und schlummerte auch recht zeitnah ein.

Gefahrene Tages-Kilometer: 406
Hotel: Avalon Hotel Miami South Beach

 

Donnerstag, 07.11.2019


Für heute hatten wir eigentlich unseren Sightseeing-Tag in der Umgebung und in Miami Downtown vorgesehen. Aber da der Wetterbericht für den morgigen Freitag eher unbeständig ist, haben wir die beiden Tage einfach getauscht, was für heute einfach ein chilliger Strand-Tag bedeutet.


Um 7:30 Uhr waren wir wach, um gegen 8:15 Uhr beim Frühstück zu sitzen. Nur knapp eine Stunde später machten wir uns um kurz nach 9 Uhr auf den kurzen Weg zum Miami Beach. Einfach nur chillen, abhängen und immer mal wieder kurz ins Wasser zum Abkühlen war angesagt.

 

Das Ganze hielten wir etwa 4,5 Stunden durch, bevor wir zurück auf unser Zimmer gingen und uns fertig machten. Wir verließen unser Hotel gegen 14:45 Uhr wieder, denn heute stand nämlich das erste NHL-Spiel unserer Reise an. Zuerst mussten wir uns wieder durch den üblichen und mittlerweile auch bekannten Verkehr kämpfen, machte in Fort Lauderdale am neugebauten Hard Rock Cafe Komplex (inklusive riesigem Hotel und Casino) einen Zwischenstopp und verliefen uns dort fast, nur als wir in den Shop wollten, um mir ein T-Shirt zu kaufen. Danach ließ der Verkehr zum Glück ein wenig nach und wir kamen gegen 17:30 Uhr am BB&T Center in Sunrise an. Zuerst 20 Dollar für den Parkplatz abdrücken und dann holten wir am Will Call Schalter unsere Tickets für das Spiel ab.

 

Ein paar Minuten mussten wir noch vor der Arena warten, bevor diese öffnete. In der Schlange neben uns ein Mann mit Adler Mannheim Cap, direkt hinter uns wurde schweizerisch gesprochen und in den Schlangen auch einige Capitals-Fans zu sehen, wovon einige russisch sprachen. Selbst Nationaltrikots der Sbornaja waren mehr als eine handvoll zu entdecken.

 

Nach der Öffnung mussten wir noch Abendessen. Dieses taten wir im Subway in der Arena. Ein foot long Baguette gab es für schlappe 18 Dollar zu verhaften plus 5 Dollar für die 0,5er Diet Coke. Aber das störte uns nicht weiter, denn so sind die Preise in den amerikanischen Arenen eben (später dazu noch mehr). Direkt danach zog es mich an die Bande, um ein paar Fotos von dem NHL-Stars zu schießen.

 

Das Spiel haben wir aufgrund der humanen Preise für einen NHL-Standort aus dem Unterrang verfolgt, und zwar aus "Ovechkin´s Corner" (NHL-Fans wissen was ich meine). Bereits im ersten Wechsel nach wenigen Sekunden ging der Gast in Führung und quasi postwendend der Ausgleich. Nach etwas mehr als vier Minuten stand es 1-1 nach Toren, 1-1 nach Pfostenschüssen und insgesamt stand 4-5 Schüsse bereits nach dieser kurzen Zeit auf dem Würfel. Das Spiel blieb auch über die komplette Spielzeit recht kurzweilig (u.a. traf Superstar Alexander Ovechkin doppelt), so dass nach 60 Minuten ein 4-4 aufleuchtete. Die 3on3 Overtime dauerte dann leider nur 17 Sekunden, ehe Tom Wilson den Sieg für die US-Hauptstädter herstellte.

 

Nach dem Spiel kamen wir erstaunlich gut vom Parkplatz runter und auch der Verkehr in Richtung Miami war erträglich. Dummerweise war dann aber die Rampe zum MacArthur Causeway, welcher uns über die Brücke nach Miami Beach brachte, Nachts gesperrt und so mussten wir noch eine kleine Umleitung fahren, aber auch das war nicht allzu tragisch. Bereits um 23 Uhr kamen wir wieder im Parkhaus an und waren wenige Minuten später wieder auf unserem Zimmer. Noch ein wenig Bilder in Facebook und Instagram hochgeladen, machte ich heute so um 0:45 Uhr das Licht aus.

 

Gefahrene Tages-Kilometer: 140
Hotel: Avalon Hotel Miami South Beach

Freitag, 08.11.2019

 

Auch heute war 7:30 Uhr wieder der Zeitpunkt, als die Augen aufplatzten. Das Frühstück war auch hier ein für die USA-übliches (nicht zu viel zu erwarten), aber dafür war der Blick in Richtung Miami Beach und den Ocean Drive entlang natürlich echt klasse.

 

Um 9 Uhr machten wir uns mit dem Auto auf nach Key Biscayne. Direkt nach der Rickenbacker Bridge blieben wir kurz auf einem Parkplatz stehen, um hier schnell Fotos von der Skyline von Miami zu schießen. Danach ging es noch schnell am örtlichen Tennis-Center vorbei, ehe wir am südlichen Zipfel von Key Biscayne auf den Cape Florida Lighthouse (Leuchtturm) über 105 Stufen nach oben kletterten. Von hier hat man auch eine sehr schöne Aussicht und sieht die Skyline von Miami auch sehr gut.

Als wir dann wieder zurück nach Miami Beach fuhren wollten, war der Highway von Polizeiautos mit Blinklicht gesperrt. Auch weiter vorne konnte wir eine Sperrung erkennen und mit drin befanden sich zwei schnelle Sportwagen. Kein schönes Gefühl da in vorderster Front hinter den Polizeiautos zu stehen, aber da es sich schnell auflöste und es zu keinerlei Jagd-ähnlichen Szenen oder gar Zugriffe kam, denken wir uns jetzt im Nachhinein, dass es sich evtl. um Dreharbeiten für einen Film o.ä. handelte.

 

Kaum wieder in Miami Beach, stellten wir unser Auto in der Parkgarage ab und riefen uns gegen 12 Uhr wieder ein Uber, der uns für 13 Dollar zu den berühmten Wynnwood Walls, den Wandmalereien in Miami, fuhr. Wir liefen hier ein wenig durch die Gegend und waren sehr angetan von den schönen Malereien. Die etwa drei Kilometer bis Downtown liefen wir dann zu Fuß, aber so wirklich spannendes gab es hier nicht zu sehen.

 

In Downtown fotografierten wir die American Airlines Arena der NBA-Baskteballer der Miami Heat (welche zu unserem Besuchszeitpunkt leider nur Auswärtsspiele zu bestreiten hatten) und den Freedom Tower. Danach schlenderten wir noch ein wenig über den Bayside Marketplace und schauten uns ein wenig in den dortigen Geschäften um. Natürlich musste ich auch meine Hard Rock Cafe T-Shirt Sammlung um "Miami" erweitern.

 

Mit dem Taxi ging es wieder zurück ans Hotel, wo wir kurz unsere gekauften Sachen ablegten, ehe wir gegen 15:45 Uhr zu Fuß den Ocean Drive zum South Pointe Park liefen. Hier konnten wir den riesigen Kreuzfahrt-Dampfer "Carnival Victory" begutachten, wie dieser den Hafen von Miami in Richtung offenes Meer verließ. Danach liefen wir am Strand unter im Wasser entlang und fotografierten einige der schön bunten Lifeguard Houses am Strand. Auf Höhe der "Villa Casa Casuarina", der Villa vor welcher der berühmte Modeschöpfer Gianni Versace am 15. Juli 1997 ermordet wurde, gingen wir dann zurück und liefen den Ocean Drive im Hellen noch mal zurück zu unserem Hotel. Für einen kurzen Foto-Stop an der großen Art-Deco-Uhr war natürlich aber noch Zeit, ehe wir uns im Hotel wieder für das Abendessen frisch machten.

 

Bereits um 17:30 Uhr gingen wir wieder um die Ecke zum TGI Fridays auf dem Ocean Drive. Heute hatte ich mal Lust auf Nudeln und gönnte mir "Chicken Parmesan"-Nudeln, für Jessica gab es wieder Chicken Tender. Wir gingen danach wieder zurück auf unser Zimmer und packten bei dem NBA-Spiel Washington gegen Cleveland (und danach Eishockey University of Notre Dame gegen Ohio State) im TV unsere Koffer, denn am nächsten Morgen ging es ja wieder weiter. Das Licht schaltete ich gegen 0:30 Uhr aus.

Gefahrene Tages-Kilometer: 53

Hotel: Avalon Hotel Miami South Beach

Samstag, 09.11.2019

Heut öffneten wir gegen 7:15 Uhr unsere Augen und gingen auch zeitnah zu unserem letzten Frühstück in Miami. Es windete ein wenig und als wir gegen 9:30 Uhr aus dem Hotel auscheckten, gab es sogar einen kleinen Regenschauer. Man hätten glatt meinen können Miami würde weinen, weil wir es verlassen müssen ;-)

Von der Ostküste Floridas verschlug es uns heute an die Westküste. Ich hatte auf Reiseberichten vorher immer gelesen, dass für Alle, die Alligatoren sehen wollen, die Loop Road ein guter Tipp sein soll. Diese Loop Road ist ein 24 Meilen langer und teilweise nur als Schotterweg zu befahrener Streckenabschnitt im "Big Cypress National Preserve" der quasi auf dem Weg lag, uns natürlich nur einiges mehr an Zeit kostete, als wenn man den normalen Highway fährt. Alles in allem waren wir knapp über zwei Stunden nur auf diesem Streckenabschnitt unterwegs, wurden aber nicht enttäuscht. Denn neben 8-10 Alligatoren gab es auch noch Schildkröten oder massig an verschiedenen Fisch- und Vogelarten zu bestaunen. Zudem kam zwar immer mal ein Auto entgegen, aber zu überlaufen war diese Strecke auch absolut nicht, so dass man noch die schöne, freie Natur genießen konnte.

Als wir dann wieder zurück auf dem Highway 41 waren, konnten wir in der Nähe von Ochopee das kleinste Post Office der USA bewundern, leider war es Samstags Mittags geschlossen. Wir fuhren noch durch Naples durch und danach den Interstate 75 North weiter in Richtung unseres Hotels in Fort Myers für die kommende Nacht. Nach dem Einchecken gegen 15 Uhr bezogen wir unser Zimmer und waren ziemlich begeistert, denn das Zimmer war große und geräumig, sowie scheinbar auch ziemlich neu renoviert. Ein klasse Hotel, welches man absolut nur empfehlen kann.

Wir fuhren dann zum Manatee Park und erhofften uns evtl. das ein oder andere der großen Rundschwanzseekühe zu sehen. Allerdings war zu befürchten, dass wir aufgrund des guten Wetters in Florida zuvor kein Glück haben würden, denn die Säugetiere kommen nur in diesen von einem Kraftwerk erwärmten Wasserlauf, wenn es ihnen an den Küsten des offenen Ozeans zu kalt wird (in der Regel ab Ende November bis März/April). Wie wir befürchteten, sahen wir leider kein Manatee rumschwimmen.

Danach ging es direkt weiter nach Estero zur Hertz Arena, welche direkt am Interstate 75 liegt und an welcher wir drei Stunden zuvor schon einmal vorbei gefahren waren. Dort stand nämlich das ECHL-Spiel der Florida Everblades gegen die Jacksonville Icemen auf dem Spielplan. Gegen 17:45 Uhr kamen wir an und kurz nachdem wir unsere Tickets am Will Call Schalter abgeholt hatten, öffnete die Arena auch schon ihre Tore. Auch hier erlebten wir ein kurzweiliges Spiel, bei dem der Gast überraschend kurz nach Beginn des 2. Drittels mit 0-3 in Front lag, der Gastgeber dann binnen acht Minuten ausglich. Aber zu Beginn des Schlussabschnitts ging der Gast erneut in Führung und hier hatten die Blades nichts mehr entgegen zu setzen.

 

Beim dem Sieger-Team spielte mit Mike Hedden ein Ex DEL-Spieler (Straubing Tigers) mit, welchen ich letzte Saison schon in Cardiff bei unserem Besuch von James Livingston gesehen hatte. Auch beim Heim-Team mit Jeremy Dehner ein ehemaliger DEL-Spieler (RB München, Grizzlys Wolfsburg) im Kader, welcher am heutigen Tage aber nicht zum Einsatz kam. Beim beliebten Pausenspiel, wenn in den Staaten T-Shirts in die Zuschauermenge geschossen oder geworfen werden, gelang es mir dieses Mal eines zu erhaschen - und das sogar im Sitzen ;-)

Um 22:45 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und ließen den Abend mit College Football im TV ausklingen. Gegen 1 Uhr machte ich dann das Licht aus.

Gefahrene Tages-Kilometer: 346

Hotel: Americas Best Value Inn Fort Myers

Sonntag, 10.11.2019
Auch heute platzten die Augen wieder um 7:30 Uhr auf. Wie jeden Morgen gingen wir zuerst zum Frühstück, eher wir um 9:20 Uhr das Hotel wieder verließen. Es stand die Weiterreise an in Richtung Orlando bzw. Kissimmee, wo unser Hotel war.

 

Allerdings hatten wir vor, zuerst direkt mitsamt den Koffern in Richtung Seaworld zu fahren, denn so wie ich vorher hörte dass dieser Freizeitpark noch der wäre, den man am "schnellsten" durch hat. Deswegen entschieden wir uns am Anreisetag eben direkt diesen Park zu besuchen. Es war (wie meistens in Florida) wieder viel Verkehr, so dass wir erst im Stau standen und es schon 12:35 Uhr war, als wir auf dem Parkplatz das Auto abstellten.

Aber dieses "am schnellsten durch" war natürlich relativ und wir verbrachten dennoch den ganzen Nachmittag bis frühen Abend im Freizeitpark und verließen ihn erst kurz vor der Schließung um 18 Uhr. Wir hatten natürlich direkt wieder ein paar Minuten Stau, als wir auf dem Weg zu unserem Hotel waren. Um ca. 19 Uhr waren wir dann zum Check-In und bezogen direkt im Anschluss unser Zimmer.

Aber wir blieben nicht lange, sondern verließen es gegen 19:25 Uhr direkt wieder um 100 m vom Hotel entfernt ins "Perkins Restaurant & Bakery", wo wir uns lecker Burger und Fries schmecken ließen. Anschließend gingen wir noch nebenan in den Gift Shop und den 7-Eleven, um ein paar Souvenirs und Getränke für die nächsten Tage zu kaufen. Um 21 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel und der Abend klang mit NFL (Dallas Cowboys gegen Minnesota Vikings) aus, ehe ich um etwa 0 Uhr das Licht ausknipste.

Gefahrene Tages-Kilometer: 333

Hotel: Rodeway Inn Kissimmee Maingate West

Montag, 11.11.2019
Heute wachten wir gegen 7:20 Uhr auf und der erste Weg nach dem frisch machen, war natürlich wieder zum Frühstück. Dieses hinter uns gebracht, fuhren wir um 9:10 Uhr in Richtung Universal Studios. Bereits jetzt zeigte das Thermometer 25 Grad an, so dass wir einen sehr warmen Tag zu erwarten hatten. Um 9:35 Uhr kamen wir am Parkplatz und ziemlich genau um 10 Uhr standen wir vor dem Eingang zum Freizeitpark.


Hier nahmen wir teilweise die Shows und Fahrgeschäfte mit, wie z.B. kleiner Rundreise durch eine E.T.-World, Minions World usw., machten Fotos in Springfield (dem Wohnort der Simpsons) in Mo's Tavern und mit Barney oder auch mit "Krusty, der Clown", Spongebob und Patrick, und und und. Kurz vor dem Verlassen des Parks schauten wir noch bei einer Marilyn Monroe Show vorbei, als ich wohl einen dummen Platz erwischte und direkt zum mitmachen aufgefordert wurde (siehe unter "Bilder NHL-Reise 19"). Ob hier allerdings noch ein Angebot als Schauspieler in Hollywood folgt, ist mir leider bisher noch nicht bekannt... ;-)

 

Gegen 15:30 Uhr verließen wir schon die Universal Studios, denn für heute hatten wir nach dem üblichen Besuch im Hard Rock Cafe am Eingang der Studios noch ein wenig shoppen in einem der großen Malls und Outlets rund um Orlando im Visier. Uns zog es dann in die "Orlano Premium Outlets - Vineland Avenue". Hier kaufte ich bei Levis und Nike ein, während Jessica bei Tommy Hilfiger glücklich und mehrfach fündig wurde. Somit hatten wir auch unsere Einkaufswünsche, was wir uns vorgenommen hatten, alles erledigt und gekauft.

 

Um etwa 19 Uhr waren wir dann zurück am Hotel und holten uns dann direkt im Pizza Hut schräg gegenüber jeweils noch eine leckere Pizza, welche wir mit auf´s Zimmer nahmen und dort verspeisten. Das Ganze beim NFL Monday Night Game San Francisco 49ers gegen die Seattle Seahawks, welches vor dem Spiel Einiges versprach und ich wurde nicht enttäuscht. Es ging in die Overtime und bis wenige Sekunden vor dieser sah es so aus, als würde es das erste Unentschieden in einem Monday Night Game seit 1983(!!) geben, allerdings sicherten sich die Seahawks am Ende doch noch den Sieg. Um 0:15 Uhr legte ich mich dann zum Schlafen hin.

Gefahrene Tages-Kilometer: 64

Hotel: Rodeway Inn Kissimmee Maingate West

Dienstag, 12.11.2019
Erstaunlicherweise platzten uns heute erst um 8 Uhr die Augen auf. Nach dem Frühstück machten wir uns gegen 9:50 Uhr in Richtung Walt Disney World "Magic Kingdom" auf. Dieser Park war der am nähest gelegene zu unserem Hotel. Bereits 12 Minuten nach Abfahrt waren wir am Parkplatz und um 10:40 Uhr dann am Parkeingang angekommen.


Rückwirkend kann man diesen Tag wohl am ehesten noch mit "einmal wieder Kind sein" beschreiben. Denn im Magic Kingdom gab es quasi alles an Walt Disney Figuren zu bestaunen, die ich in meiner Kindheit (wie vermutlich fast Jeder) so geliebt und z.B. die lustigen Taschenbücher damals nur so verschlungen hatte. Bereits direkt am Parkeingang konnte man sich mit Micky Maus fotografieren lassen, ehe man die Main Street auf das berühmte Schloss zuläuft.

 

Danach war unser erster Parkabschnitt das "Adventureland" und gerade als wir mit dem "Pirats of the Caribbean" zu unserem ersten Fast Pass Fahrgeschäft gehen wollten (zur Erklärung: Bei den Walt Disney Freizeitparks kann man bei vorheriger Ticketbuchung ab 30 Tage vor Parkbesuch pro Person kostenlos drei Fast Pässe buchen, bei welchen man dann zu der gebuchten Zeitspanne an den zweifelsfrei langen Schlangen bei den beliebten Fahrgeschäften bis fast nach vorne einfach vorbei gehen kann), bekam ich eine e-mail, dass dieses Fahrgeschäft temporär außer Betrieb ist und man sich dafür in der kommenden Stunde irgendein anderes Fahrgeschäft für die Benutzung des Fast Pass aussuchen kann. Das kam uns sogar recht, denn so gingen wir direkt zum "Big Thunder Mountain Railroad", welches wir buchen wollten, aber als wir es taten bereits nicht mehr verfügbar war. Wir gingen dann weiter in den Abschnitt "Frontierland", denn hier stand mit dem "Splash Mountain", einer WIldwasserbahn bereits unsere zweite Fast Pass Buchung zur Verfügung.

 

Danach gingen wir weiter in den Parkabschnitt "Liberty Square", welcher ausgerichtet und bebaut war nach dem Leben in den USA. In der "Hall of Presidents" waren persönliche Gegenstände der ehemaligen US-Präsidenten ausgestellt und es gab auch einen etwa 15 Minuten langen Film anzuschauen. Weiter zum Parkabschnitt "Frontierland", wo wir zuerst das Fahrgeschäft "It´s a small world" auswählten, eine gemütliche Bootsfahrt durch animierte Puppen, welche durch ihre Klamotten oder bestimmte andere Bebauungen viele Länder dieser Erde symbolisieren sollen.

Dann war 14 Uhr angesagt und hier machten wir uns wieder ein paar Meter zurück, denn hier kommt um diese Zeit die tägliche Park-Parade vorbei, bei dem alle Charaktere ihren Platz finden und man es fast mit einem Faschingsumzug vergleichen kann. Dieser dauerte etwa 20 Minuten und nach ein wenig weiterem Laufen im Frontierland kamen wir wieder beim Schloss vorbei, wo um 15:30 Uhr "Mickey's Royal Friendship Faire" stattfand, bei dem die verschiedenen Charakte oben auf der Bühne des Schliss tanzten und sangen. Abgeschlossen wurde das Ganze von einem kleinen Feuerwerk welches wir uns anschauten, da es zur Weihnachtszeit (und ja dazu zählte der Tag Mitte November schon) ja leider kein großes Feuerwerk zum Tagesabschluss im Park gab.

Im Parkabschnitt "Fantasyland" fuhren wir dann kurz das Fahrgeschäft "The Barnstormer", welches aber recht unspektakulär war und wohl eher was für junge Personen darstellt. Danach konnten wir dort noch Fotos mit Pluto, Daisy Duck und Minnie Maus machen, ehe wir zum Abschluss noch in den Abschnitt "Tomorrowland" liefen. Hier hatten wir zum Ende hin unseren dritten Fast Pass für den "Space Mountain" verwendet. Eine Achterbahnfahrt, welche ziemlich rasant von und komplett im Dunkeln von statten geht. Aber auch diese Fahrt überlebten wir natürlich und so ging es dann so langsam in Richtung Ausgang, wo wir noch miterleben konnten, wie der große Weihnachtsbaum am Ein- bzw. Ausgang für diesen Abend erleuchtet wurde.

Gegen 17:50 Uhr verließen wir dann den Magic Kingdom Freizeitpark von Walt Disney. Eine knappe halbe Stunde danach fuhren wir dann auch vom Parkplatz weg und nahmen unser Abendessen im vom ca. ein Kilometer vom Hotel entfernten Subway zu uns. Um 19:15 Uhr waren wir wieder auf unserem Zimmer und gegen Mitternacht ging das Licht aus.

Gefahrene Tages-Kilometer: 35
Hotel: Rodeway Inn Kissimmee Maingate West

Mittwoch, 13.11.2019
Dieses Mal war es am Morgen 7:30 Uhr, als wir uns aus dem Federn erhoben. Nach dem üblichen Gang zum Frühstück fuhren wir heute an die östliche Küste Floridas, um das Kennedy Space Center auf Cape Canaveral zu besichtigen. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt kamen wir um 10:30 Uhr am KSC an und konnten mit unseren vorgebuchten Tickets direkt starten. Leider spielte heute das einzige Mal das Wetter nicht so ganz mit und es war unter 20 Grad, sehr windig und regnete auch den kompletten Vormittag bis zum Nachmittag durchgehend mal mehr und mal weniger.

Unser erster Weg führte uns direkt zur Bustour, denn diese soll laut Berichten von vorherigen Besuchern Mittags/Nachmittags längere Warteschlangen hervorrufen. Wir hatten nur weniger Minuten zu warten und konnten dann den zweiten abfahrenden Bus besteigen. Diese rund 40-minütige Rundfahrt fuhr uns über einen großen Teil des NASA-Komplexes, auch vorbei an den Hallen, in denen die Raketen zusammengebaut werden und auch an den Abschussrampen. Zwei Tage zuvor gab es hier einen kleinen Raketenstart, aber leider an unserem Tage nicht. Kurz vor Abschluss der Bus-Tour wurden wir am "Apollo/Saturn V Center" raus gelassen, wo Raketen ausgestellt waren, wo es Filme bzgl. der Planung und Durchführung der ersten Mondlandung gezeigt wurden und man z.B. auch ein Stück Mondstein berühren kann. Diese Bus-Tour ist Jedermann nur zu empfehlen, denn ohne diese kommt man zu diesen Abschnitten des KSC gar nicht hin.


Weiter ging es zum Atlantis Center, wo man sich auch Filme anschauen kann bzgl. diversen Space Shuttles. Man kann quasi selbst einen Raketenstart durch einen Simulator miterleben, kann sich anschauen, wie die Kosmonauten im Weltall so leben, essen oder auch ihr Geschäft verrichten. Des Weiteren gibt es dort Informationen über die internationalen Weltraumstationen und eine Wall "Forever Remembered", eine Erinnerungsgedenkstätte.

In den Theatern liefen aktuell leider keine Filme, so dass wir am "Astronaut Memoiral" (einer weiteren Gedenkstätte) vorbei dann in den Bereich "Journey to Mars" gingen, welche die geplante Mars-Mission der NASA erläuterte und mit Bildern und gezeigten Maschinen weiter erklärte. Im Rocket Garden sind weitere Raketen aufgestellt, bei dem man sich erstmal über die Größe der ins Weltall geschossenen Mengen an Metall so richtig im Klaren wird. Wir gingen noch in den großen Shop und kauften jeweils einen netten Pulli ein und kamen mit der Kassiererin ins Gespräch, die sich dann als gebürtige Münchnerin vorstellte und uns zum Abschluss noch eine Cap schenkte.

Gegen 15:30 Uhr verließen wir den spannenden Komplex des Kennedy Space Centers um uns auf dem Weg nach Downtown Orlando zu machen. Zuerst schossen wir am Lake Eola ein paar Fotos von der nicht allzu spannenden Skyline, ehe wir im Parkhaus beim Amway Center unser Auto parkten. Am Will Call Schalter holten wir dann unsere Tickets für das NBA Basketball-Spiel der Orlando Magic gegen die Philadelphia 76ers ab und nach ein paar Minuten öffnete dann die Arena auch schon.

Ein paar Chicken Tender mit Fries und einem Cup von Free Refill Soda (für gesamt 24 Dollar) später gingen wir auf unsere Plätze und schauten dem Treiben auf dem Parkett zu. Dachte man zuvor die Gäste aus Philly (zuvor 7-3 Siege) wären Favorit gegen die Magic (3-7 Siege), entwickelte sich über 3,5 Viertel ein ganz spannendes Match, bei dem sich keins der beiden Teams mit mehr als sechs Punkten Vorsprung absetzen konnten. In den letzten sechs Minuten der Partie lief bei den Jungs aus Pennsylvania gar nichts mehr zusammen und die Gastgeber zogen auf und davon, so dass nach Spielende ein 112-97 auf dem Scoreboard erschien.

Um 21:45 Uhr verließen wir die Parkgarage und selbst um diese Zeit war rund um Orlando noch einiges an Verkehr auf den Straßen unterwegs, so dass wir erst gegen 22:35 Uhr am Hotel ankamen. Wir machten unsere Koffer noch fertig, denn am kommenden Tag sollte es ja auf den letzten Abschnitt unserer Reise gehen. Etwa um 0:30 Uhr schlummerte ich dann ein.

 

Gefahrene Tages-Kilometer: 143
Hotel: Rodeway Inn Kissimmee Maingate West

Donnerstag, 14.11.2019
Um 7:45 Uhr war es heute soweit und unsere Augen öffneten sich. Zuerst der Gang zu Frühstück und danach machten wir unsere Koffer für die Weiterfahrt fertig. Um 9:35 Uhr brachen wir von Kissimmee dann auf in Richtung Tampa an der Westküste.

Zuerst fuhren wir um 10:45 Uhr wieder ans örtliche Hard Rock Cafe, dass ich auch hier meine Sammlung erweitern konnte. Es war auch wieder ein riesiger Komplex mit Hotel und Casino dabei, ja sogar ein goldener Flügel von Elvis Presley stand rum. Aber uns interessierte nur der Hard Rock Cafe Shop und als wir mein T-Shirt hatten, verließen wir den großen Komplex wieder. Unser erste Ziel für heute war das Manatee Center am Apollo Beach etwas südlich von Tampa gelegen, wo wir etwa um 11:50 Uhr ankamen. Hier verbrachten wir auf den Trails und der Aussichtsplattform knapp über eine Stunde und beobachteten diverse Vögel, Fische (u.a. kleine Haie) und natürlich auch einige der netten Manatees in freier Wildbahn.

Eigentlich hatten wir jetzt noch einen Abstecher nach Anna Maria Island und im besten Falle sogar runter bis Sarasota eingeplant, aber a) war das Wetter nicht wirklich sonnig, sondern eher bewölkt was eine Besichtigung der schönen Strände dort schon beeinflusst hätte und b) lief uns am heutigen Tage ein wenig die Zeit weg, so dass wir uns entschieden noch über die "Sunshine Skyway Bridge" via St Petersburgh in Richtung Tampa zu fahren. Gegen 15 Uhr kamen wir dann an unserem Hotel im Norden der Stadt an und auch hier waren die Zimmer wirklich absolut klasse. Nachdem wir eingecheckt hatten, brachten wir unser Gepäck auf´s Zimmer und ich checkte auch für den Rückflug bereits auf der Lufthansa-Homepage ein. Danach packten wir noch größtenteils unsere Koffer und merkten, dass wir der Gewichtsgrenze für unser Gepäck schon recht nah waren.

Um 17:20 Uhr fuhren wir dann in Richtung Tampa Downtown, wo die Amalie Arena steht, in dieser die NHL-Mannschaft der Tampa Bay Lightning ihre Heimspiele austrägt. Das Parken in etwa 3 Minuten Fußweg Entfernung von der Arena schlug heute mit 25 Dollar zu Buche. Leider fing es dann wieder an zu regnen und wir mussten uns sputen, bis wir leider feucht dort ankamen. Die Arena hatte schon offen, so dass wir direkt reingehen konnten und ich zuerst wieder beim Warmup Bilder der NHL-Spieler schoss. Auf dem Weg zu meinen Plätzen nahm ich dann noch eine kleine Schüssel Poutine (Pommes Frittes, Käse und Bratensoße) für 13,50 Dollar und eine 0,5er Flasche Pepsi für 7 Dollar mit, unser Abendessen.

Normalerweise bin ich ja bei NHL-Spielen recht neutral gehalten, wenn nicht gerade "meine" New Jersey Devils spielen. Dieses Mal spielten die Bolts (Tampa Bay) aber gegen die New York Rangers, den Erz-Rivalen der Devils, also waren meine Sympathien heute klar verteilt. Auch gerade erst Recht weil ich von den Gastgebern auch mit dem letztjährigen NHL-Topscorer Nikita Kucherov und seinem kongenialien Partner Braden Point zwei Spiele in meinem Yahoo Manager Game haben, denen ich natürlich immer sehr die Daumen drücke. Leider fehlte bei den Gästen der Super Rookie Kaape Kakko grippekrank, so dass ich ihn nach der diesjährigen WM im Finnland-Trikot nun nicht auch noch im NHL-Trikot sehen konnte.


Das Spiel verlief komplett zu meiner Zufriedenheit, denn nach sechs Spielminuten stand es bereits 4-0 für Tampa Bay, Kucherov hatte für mein Managerspiel drei Scorerpunkte gemacht und die Rangers wechselten nach einer Auszeit erstmals den Torhüter. Im zweiten Drittel legten Gastgeber noch mal vier Treffer nach und nachdem der schon dauernd "auf der Suche" gewesene Brendan Lemieux endlich einen Gegner gefunden hatte, gab es auch noch zwei Fights innerhalb kürzester Zeit. Im letzten Drittel ließen es die Bolts dann leider etwas gemächlicher angehen und es blieb beim 9-3 Endstand. Schade, denn ein zweistelliges Ergebnis gibt es in der NHL sehr selten und erst Recht natürlich wenn man so einem Spiel beiwohnt. Für Tampa waren diese neun Tore in einem Spiel ein Franchise Record getied, noch nie gelang es den Team zehn oder mehr Tore pro Spiel zu erzielen. Auch hatte ich mir erhofft evtl. Zeuge vom 400. NHL-Treffer in der Karriere vom Gastegeber-Kapitän Steven Stamkos zu sein, aber mit "nur" einer Hütte blieb er leider bei 399 Treffern stehen.

Um 22:25 Uhr fuhren wir an der Arena weg und tankten unterwegs nochmal, damit wir dieses am kommenden Tag nicht mehr auf dem Rückweg nach Miami erledigen müssen. Gegen 23 Uhr kamen wir am Ramada Hotel an und gegen 1 Uhr knippste ich mein Licht aus.

Gefahrene Tages-Kilometer: 296
Hotel: Ramada by Wyndham Temple Terrace / Tampa North

Freitag, 15.11.2019
Um 7:15 Uhr platzten die Augen auf, Jessica war sich schon am fertig machen. Ein letztes Frühstück in den USA und danach packten wir unser Gepäck komplett fertig für den Heimflug. Ein wenig erschrocken waren wir schon als unsere mitgebrachte Kofferwaage bei unseren Koffern bei erlaubten 23 kg 23,5 bzw. 23,8 kg anzeigte. Allerdings hatten wir bereits alles draußen gelassen, was nicht benötigt wird, so dass wir es drauf anlassen kommen wollten und zur Not am Flughafen noch reagieren wollten.

Um 9:45 Uhr verließen wir dann das Hotel und machten uns über den Interstate 75 zurück in Richtung Miami. Zwischendurch hatten wir immer mal Regen und auch kurze Teilstücke von Starkregen hinter uns zu legen, aber auch das meisterten wir problemlos. Wir waren soweit eigentlich gut in der Zeit, bis uns unser Navi ein wenig komisch zur letzten Tankstelle lotste und dann keinen Weg mehr fand, der uns zur Rental Car Station bringen sollte, um unseren Mietwagen abzugeben. Nach ein klein wenig Umweg, der aber durch einiges an Stau führte, kamen wir um 14:35 Uhr bei Alamo an und gaben unser Auto nach etwa 2.564 Kilometern wieder dort an. Da wir nicht wussten, ob wir evtl. bei der Gepäckaufgabe noch reagieren mussten und was uns am Security Check erwarten würde, sputeten wir uns dann ein wenig.


Allerdings war beides recht entspannt. Beim Abgeben der Koffer zeigte die Waage 22,5 bzw. 23 kg an, so dass alles im Rahmen war und wir nichts mehr um- oder auspacken mussten. Auch vor dem Security Check mussten wir nur etwa zehn Minuten warten. Weitere ca. zehn Minuten kamen hinzu, weil man mein Handgepäck extra untersuchte, da man mit meinen gekauften Souvenir-Pucks von den NHL- bzw. ECHL-Teams nichts anfangen konnten. Letztendlich aber wurde ich auch durch gewunken und wir gingen erstmal ans Gate, wo wir 25 Minuten vor regulärem Beginn des Boardings ankamen.

Ich hing die ganze Zeit am Handy, weil ich via Whatsapp dauerhaft über das aktuelle Geschehen des Spiels vom EC Bad Nauheim in Bayreuth informiert wurde. War schon sehr schade, dass erste Spiel seit knapp zwei Jahren verpasst zu haben, aber aufgrund des NHL-Spielplans ließ es sich leider, leider nicht ändern. Aber alles lief Bestens und der EC gewann auswärts mit 3-2. Gerade als die letzte Minute angebrochen war und ich quasi nichts anderes machte, als auf mein Handy zu starren um weitere Infos zu erhalten, sagte auf einmal Jessica zu mir: "Guck mal, wer da kommt!". Plötzlich stand Ex-Nationalspieler und -trainer Hans-Hubert "Berti" Vogts, zwei Meter neben mir. Ich fragte höflich und unauffällig nach einem Selfie, welches er mir gewährte. Kein weiterer Mitflieger erkannte ihn und er wurde direkt von einer Stewardess abgeholt und in die Business Class gebracht, so trennten sich unsere Wege ;-)

Das Boarding begann dann mit ein wenig Verspätung gegen 16:15 Uhr und der Abflug hatte auch knapp fünf Minuten Verspätung und fand um 16:55 Uhr Ortszeit statt. Kurz nach dem Start wurde
 ein Abendessen serviert, allerdings musste das servieren zwei Mal aufgrund von leichten Turbulenzen unterbrochen werden. Dieses Mal funktionierte das WLAN im Flieger glücklicherweise und ich "bezahlte" meine Internet-Verbindung mit ein paar Lufthansa-Flugmeilen, von denen ich sowieso mehr als genug vorrätig habe. So konnte ich dann schon einen Teil dieses Berichtes schreiben und auch noch das Spiel meiner New Jersey Devils verfolgen. Nach knapp sechs Stunden Flug stand ich das erste Mal auf und besuchte die Toilette. Zurück auf meinem Sitzplatz in der letzten Reihe drehte ich mich dann doch mal zur Seite und schlief ein, wurde aber nach ca. 30-35 Minuten wieder wach, als das Frühstück serviert wurde.

 

Gefahrene Tages-Kilometer: 467
Hotel: Flugzeug :-)

Samstag, 16.11.2019
Die planmäßige Landung war für 8 Uhr vorhergesehen, allerdings hatten wir erneut eine gute Route zugeteilt bekommen und landeten bereits um 7:35 Uhr auf dem Airport Frankfurt International. Die Eltern, die uns abholen sollten, warteten auf dem letzten Parkplatz vor dem Flughafen und nachdem wir nach ein wenig Wartezeit gegen 8:20 Uhr unsere Koffer erhalten hatten, gaben wir ihnen Bescheid, dass sie uns vor dem Terminal 1B an der Ankunft abholen könnten. Wir mussten dann noch etwa fünf Minuten in der (für uns gefühlten Eskimo-) Kälte bei 2 Grad (also ca. 25 Grad weniger als wenige Stunden zuvor) aushalten, bevor wir schnell ins Auto sprangen und sicher nach Hause gefahren wurden.


Zu Hause wurde dann direkt der Koffer ausgepackt, ehe Sven mich zum Hessenpokal-Spiel meiner Offenbacher Kickers nach Alzenau abholte. Auch danach hielt ich mich noch wach und wollte dem Jetlag entgegen kämpfen. Nach dem ersten Drittel beim Spiel meiner New Jersey Devils, den ich im Stream verfolgte schlief ich dann gegen 2:15 Uhr etwa ein, denn ich hatte in den 37 Stunden zuvor nur die 30-35 Minuten "Schlaf" im Flieger. Aber dementsprechend gut schlummerte ich dann auch, bevor es am Abend dann wieder in die Kälte ging zum Heimspiel des EC Bad Nauheim gegen Landshut.

 

Fazit
Alles in allem bleibt zu sagen, dass Florida wirklich ein sehr, sehr schönes Fleckchen Erde darstellt. Auch wenn jetzt vielleicht die Innenstädte der Großstädte nicht so spannend wie bei anderen US-Großstädten sind, so ist es die Vielfalt, die diesen Staat ausmacht. Hier die Städte, dort an West- wie auch Ost-Küste die schönen Strände, aber auch die unendliche Weite in den Everglades mit den vielen vorhandenen Tierarten. Hinzu kommen (nicht nur für Kinder) die ganzen Freizeitparks rund um Orlando oder für alle anderen auch das Kennedy Space Center. Uns hat es alles in allem verdammt gut gefallen und unsere Ideen & Planungen von vor dem Urlaub konnten wir fast komplett besichtigen!

Auch wenn wir insgesamt etwa 2.564 Kilometer gefahren haben, so kam es uns gar nicht so viel vor. Die Zeit verging leider aufgrund des schönen Aufenthalts mal wieder wie im Flug.

Der Counter der besuchten NHL-Stadien steht nun bei 19 von den 31 NHL-Stadien. Ist noch ein weiter Weg bis zum Erreichen meines Ziels alle NHL-Spielstätten besucht zu haben, aber so langsam geht es vorwärts.

Es gibt natürlich auch schon eine kleine Idee für die nächste NHL-Reise-Idee steht, allerdings ist das natürlich auch immer ein wenig vom Spielplan abhängig. Genauso wie noch nicht feststeht, ob es in 2020 wieder on Tour geht oder halt erst in 2021 wieder.