Saison 2026/27

Kreispokal Fulda

(2. Runde)

 

Sportanlage am Bornberg
(Ehrenberg/Trift - Reulbach)

 
Montag, 27. Juli 2026 / 19:00 Uhr
 
SG Reulbach/Brand -
TSG Lütter


7:8 n.E. (2:2,1:0)


Tore:

1:0 (18.) Johannes Schaub

1:1 (72.) Mario Müller (Foulelfmeter)

1:2 (77.) Rudi Wasirow

2:2 (85.) Johannes Schaub


Elfmeterschießen:

3:2 Fabian Link

3:3 Rudi Wasirow

4:3 Nikolas Vey

4:4 Maxim Koch

5:4 Laurin Handwerk

5:5 Florian Schertell

6:5 Andreas Gutmann

6:6 Mario Müller

7:6 Tizian Handwerk

7:7 Mario Schlott

Simon Wehner verschießt

7:8 Niklas Kremer

  

Gelbe Karten: Nikolas Vey (70.) / Mario Schlott (35.).

Schiedsrichter: Martina Storch-Schäfer

Zuschauer: ca. 155


Zum zweiten Mal in Folge wird heute die ungeschriebene Regel „Montag ist Schon-Tag“ gebrochen, denn erneut waren in Hessen Kreispokalspiele angesetzt und eins davon sogar in einem mir noch fehlenden Ground. Auch wenn es zuletzt ein wenig anstrengender war (zwei Mal in der vergangenen Woche werktags bis Kassel, einmal bis in den tiefen Odenwald, dazu Freitags in Oberbayern und gestern in Hamburg), fühlte ich mich fit genug, um auch heute ein Kreuz zu setzen. Wie auch vor sieben Tagen schon, ging es auch heute am ersten Tag der Woche in den Fußballkreis Fulda.

 

Es handelt sich um ein Spiel der 2. Pokalrunde im Fußballkreis Fulda und dieses Duell lautet SG Reulbach/Brand gegen die TSG Lütter. Das bedeutet ein Kreisoberligist gegen einen Gruppenligisten, also ist die Frage des Favoriten aufgrund der Ligazugehörigkeit pauschal erstmal schon beantwortet. Die Spielgemeinschaft ist seit ihrem Aufstieg aus der KLA in die Kreisoberliga in der Saison 2021/22 in vier Jahren zum Saisonende immer auf einstelligen Tabellenplätzen platziert, letzte Runde war man sogar in den „Top 4“. Die TSG setzte sich als Tabellenzweiter der KOL Fulda Süd in der Relegation souverän gegen Bebra (5-1 nach Hin- und Rückspiel) und die FSG Vogelsberg (4-0 im Finalspiel) durch, so dass man wieder in die Gruppenliga zurückkehrte. Allgemein waren die letzten Jahre eine komplette Berg- und Talfahrt: 21/22 Aufstieg durch Relegation, 22/23 Abstieg, 23/24 direkter Aufstieg, 24/25 Abstieg, 25/26 Aufstieg durch Relegation. Sehr spannend zu verfolgen, ob diese Serie von fünf Jahren Auf- und Abstiegen in Folge dieses Jahr unterbrochen werden kann.

 

Spielbeginn war für 19 Uhr angesetzt und somit konnte ich zuhause noch in Ruhe zu Abend essen und ganz kurz entspannen. Um 17:20 Uhr machte ich mich daheim auf die Hinfahrt, die vom Navi mit 93 Kilometern, aber 1:21 Std. Fahrzeit angegeben war. Via Gedern und Grebenhain ging es bis nach Neuhof, hier am Pendlerparkplatz Roland eingesammelt und direkt auf die A66. Nach wenigen Kilometern am Fuldaer Kreuz auf die A7 in Richtung Norden und der Abfahrt Fulda-Mitte wieder herunter, von hier waren es nur noch 23 Kilometer in die Rhön hinein. Der größte Teil auf der B458 u.a. an Dipperz vorbei, bevor es links ab ging und nach Brand (der zweite Ort der Spielgemeinschaft) kam auch schon Reulbach. Um 18:40 Uhr erreichten wir unseren Zielort, der in unmittelbarer Nähe zur Wasserkuppe, der mit knapp 950 Metern Höhe der höchste Berg Hessens ist. Auch der hiesige Sportplatz gehört mit 620m über Meeresspiegel definitiv zu den höchstgelegenen in unserem Bundesland. Direkt beim Parken schon die Hopperkollegen aus Bad Langensalza und Nico mit Asche im Gepäck getroffen. Den Berg zum Ground nach oben gelaufen und dort nach dem Bezahlen von vier Euro den Innenraum betreten. Logischerweise direkt meine Fotogrunde gedreht und oben am Waldrand an der Barriere stehen geblieben, die anderen drei Hopperkollegen gesellten sich dann auch zu mir.

 

In der ersten Halbzeit bekamen wir eine ausgeglichene Partie präsentiert, von einem Ligaunterschied war ganz und gar nichts zu sehen. Die besseren und auch größere Anzahl an Torchancen hatten sogar noch die Hausherren, die daraus mit dem einzigen Tor auch Kapital schlagen konnten. Mit diesem überraschenden Ergebnis und der bisher nicht wirklich guten Leistung des Gruppenligisten ging es in die Halbzeit. Sehr zu unserer Freude herrschte unter Frau Schiedsrichterin Martina Storch-Schäfer (pfiff 2009 das DFB-Pokalfinale der Frauen in Berlin vor 40.000 Zuschauern und war neben Frauen-Bundesliga auch als FIFA-Schiedsrichterin bei Länderspielen unterwegs) Zucht und Ordnung und wir hatten einen pünktlichen (bzw. sogar ein klein wenig zu frühen) Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel war die Spielgemeinschaft zuerst wieder ein wenig aktiver, aber nach einer Stunde Spielzeit schien bei ihnen irgendwie die Kraft nachzulassen. Lütter kam besser ins Spiel, auch wenn es bezeichnend war, dass es Einzelaktionen waren, die zum Elfmeter zum 1-1 und auch zum 1-2 (ein Alleingang und Umspielen des Torhüters) führten. Es schien ein bitterer Abend zu werden, nachdem man zuvor wirklich gut spielte und nun binnen kürzester Zeit das Spiel vermeintlich her schenkte. Der beste Mann auf dem Platz, die Sturmspitze der Hausherren (komischerweise mit der Nummer 3 unterwegs), konnte aber tatsächlich noch ausgleichen, auch wenn er unseres Erachtens im Abseits stand. Er war jederzeit brandgefährlich und leitete noch zwei weitere Aktionen ein, die den Siegtreffer für Reulbach/Brand hätten bedeuten können. Auf der anderen Seite hätten sie sich dafür den Ball in der Nachspielzeit fast selbst ins eigene Tor gelegt, kratzten ihn aber gerade so noch von der Linie. Somit musste direkt ein Elfmeterschießen entscheiden und auch hier war es knapp, denn die ersten zehn Schützen trafen allesamt. Erst im elften Versuch versagten einem Spieler der Kreisoberliga-Mannschaft die Nerven und mit dem folgenden Schuss wurde der eher schmeichelhafte Sieg der TSG klar gemacht.

 

Um exakt 21 Uhr drehte ich den Schlüssel im Zündschloss um und wir machten uns auf den Weg in Richtung Heimat. Wieder durch Brand zurück auf die Bundesstraße und danach via A7 und A66 zurück nach Neuhof zum Pendlerparkplatz direkt an der Ausfahrt Neuhof-Süd. Hier trennten sich die Wege von Roland und mir, für mich ging es wieder mal quer durch den Vogelsberg weiter. Zu Beginn war es noch hell, aber den zweiten Teil der Strecke musste ich dann schon im Dunkeln hinter mich bringen. Ich hatte aber keine Eile und fuhr ziemlich gemütlich weiter, war dennoch bereits um 22:20 Uhr im Heimathafen angekommen. Wie immer wurde erstmal der Bericht fertig gemacht und online gestellt, nach einer Dusche ging es dann auch heute auf direktem Wege ins Bett.


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