Zu Teil 1 des Berichtes => KLICK!
Wie es natürlich immer ist, wenn man genug Zeit hat, heute war alles überpünktlich. Von Anpfiff, über Halbzeitpause, bis hin zur Beendigung der Partie. Ganz ungewöhnlich mal
so chillig zu sein und Matthias noch vor Abfahrt eine Kippenpause gönnen zu können. Selbst auf den sowieso nur 15 Kilometern durch die Stadt (26 Minuten laut Navi) hatten wir eine grüne Welle
an den Ampeln und waren somit um 13:30 Uhr, also anderthalb Stunden vor Kick Off bereits am nächsten Ziel angekommen. Im Auto hocken zu bleiben machte auch kein Sinn, also
dappelten wir langsam zum Eingang, zahlten unsere acht Euro und gingen rein. Kaum im Ground gewesen, begann es zu regnen, hätten wir das gewusst, wären wir vermutlich doch noch im Auto
geblieben. So gammelten wir über eine Stunde unter dem Regenschirm vergraben auf einer Bank herum und erzählten sinnloses Zeug. Nach und nach füllte sich der Ground und man konnte ein wenig
Leute begutachten. Kurz vor Spielbeginn hörte der Regen auch mal wieder auf, passend dazu, als ich gerade meine Fotorunde drehte. Danach stellten wir uns seitlich auf die eine Stufe und
schauten dem Treiben auf dem künstlichen Grün zu.
Auch unser zweites Tagesspiel war, wie bereits im ersten Teil des Berichtes erwähnt, eins aus der Oberliga Hamburg. Genauer gesagt waren wir nun beim SC Vorwärts-Wacker 04
Billstedt zu Gast, der auf die Serbische SG Nikola Tesla Hamburg traf. Die Hausherren gehen nun in ihre dritte Oberliga-Spielzeit in Folge und nach Platz 8 in der Premieren-Saison war es
vergangene Runde mit Platz 14 schon knapper, auch wenn der Abstand zum ersten Abstiegsplatz 16 doch immerhin neun Punkte waren. Man stand dafür im Hamburger Verbandspokalfinale, musste sich
allerdings dem Ligakonkurrenten HEBC klar mit 1-5 geschlagen geben und verpasste so den Einzug in den finanziell lukrativen und prestigeträchtigen DFB-Pokal. Die Gäste waren 2016/17 noch
Bezirksligist, stiegen dann aber auf und nach acht Jahren Landesliga (in denen man in den ersten sieben Jahren nie besser platziert war als Platz 7), krönte man sich 24/25 zum Meister und
stieg ebenfalls in die Oberliga auf. Dort war man in der ersten Saison sogar noch einen Platz hinter den heutigen Gastgebern, also man wurde 15., aber auch ihr Vorsprung auf Platz 16 waren
satte acht Punkte, man musste aber dennoch bis zum Ende bzw. eigentlich sogar bis weit nach ihrem eigenen letzten Spieltag am 15. Mai zittern. Platz 15 war nämlich der „Zwitter-Platz“, der
letztendlich davon abhängig war, was Eimsbüttel in der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Nord machen würde. Diese stiegen aber souverän mit drei Siegen und dabei 15 erzielten Toren auf und
somit stand am 07. Juni dann endlich fest, dass die serbische Mannschaft doch weiterhin in der Oberliga verbleiben darf.
In der Anfangsphase, als beide Teams noch nicht wirklich wussten wo sie stehen, war es eher noch ein vorsichtiges Abtasten auf beiden Seiten. Die Partie nahm auch wirklich
erst langsam Fahrt auf und wenn man jemandem Vorteile zuschreiben müsste, dann wären es wohl eher noch die serbischen Gäste gewesen. Diese hatten auch einen lichten Moment (bzw. es war eher
in katastrophaler Fehler des Billstedter Torhüters, der das gegnerische Pressing mit einen Ball zum direkt vor ihm stehenden Stürmer beantwortete) und gingen noch vor dem Gang in die Kabinen
in Führung - bei mittlerweile wieder einiges an Regen, was vom Himmel kam. Nach dem Wechsel der Seiten war Tesla das bessere Team uns baute die Führung sukzessive auf 0-3 aus. Ihre
Offensivaktionen wurden aber jäh gestoppt von einem Wacker-Treffer per Kopf nach einem Eckball. Dieses Tor erweckte sie ein wenig zu Leben, aber alles in allem war das viel zu wenig und so
blieb es beim verdienten 1-3 Auswärtssieg und dem ersten Saisondreier für das Team aus Lurup.
Mit etwas feuchten Klamotten starteten wir um 16:55 Uhr in Norddeutschland ab. Bereits fünf Minuten nach starten des Motors waren wir auf der A1, wobei wir alsbald am
Maschener Kreuz schon wieder auf die A7 wechseln mussten. Hinter dem Dreieck Walsrode war es über 30-40 Kilometer doch arg zähfließend und recht nervig viel Verkehr unterwegs. Immerhin war es
mittlerweile wieder komplett trocken, was die Fahrerei bedeutend angenehmer macht. Wir kamen Bestens voran, ich musste nur bei Kassel daran denken nicht wie sonst immer auf die A49
abzubiegen, sondern auf der A7 zu bleiben. Gesagt, getan, über‘s Kirchheimer Dreieck drüber und bis zum Fuldaer Dreieck, wo wir nochmal auf die A66 mussten. An der zweiten Ausfahrt,
Neuhof-Nord, war die Autobahnfahrerei für heute beendet und es ging noch ein kurzes Stück durch die Stadt. Um 21:05 Uhr erreichten wir den Bahnhof, wo Matthias am Freitagmorgen sein Auto
geparkt hatte, als er mit dem Zug in Richtung Norden aufgebrochen war. Ihn dort raus gelassen, war mein letztes Teilstück 52 Kilometer quer durch den Vogelsberg, inkl. Tankvorgang in
Grebenhain, um dann fair abrechnen zu können. Zum Glück war es noch weitestgehend hell, denn wegen dem vielen Wildwechsel gehört diese Route nicht wirklich zu meinen Lieblingsrouten, aber von
Neuhof her ist sie halt mit Abstand die Sinnvollste zu mir nachhause. Um genau 22 Uhr stellte ich mein Auto nach 1.025 Tageskilometern zuhause in der Garage ab und nachdem ich oben diesen
Bericht fertig gemacht und hochgeladen hatte, ging es ohne Umweg in die Waagrechte. Morgen ist ja leider wieder Montag, aber die nächste Tour steht ja quasi schon wieder vor der Tür.