Saison 2026/27

Regionalliga Bayern

(1. Spieltag)

 

Sportzentrum Landsberg
(Landsberg am Lech)

 
Freitag, 24. Juli 2026 / 18:30 Uhr
 
TSV Landsberg -
FC Memmingen


0:1 (0:1)


Tor:

0:1 (39.) Constantin Kresin

  

Gelbe Karten: Fynn Heinze (53.), Jeton Abazi (67.) / Luan Fusaro (76.), Luka Petrovic (86.).

Schiedsrichter: Assad Nouhoum

Zuschauer: 1.150

 

Zur neuen Saison gibt es die Besonderheit, dass mir nach Auf- und Abstieg gleich drei Regionalligisten fehlen, was aber nicht daran liegt, dass ich die Vereine nicht besucht habe, sondern einfach an Stadionwechseln. In Hamburg stieg der Eimsbütteler TV in die Regionalliga Nord auf, in Niederrhein war es der VfB 03 Hilden, sowie in Bayern der TSV Landsberg und alle ihre bisher bespielten Stadien entsprechen nicht der Tauglichkeit des aktuellen Regionalliga-Standards. Der ETV wechselt nun in den Sportpark Hinschenfelde, der VfB in das Stadion am Bandsbusch und der TSV in das städtische Sportzentrum am Hungerbachweg. Natürlich möchte ich baldmöglichst wieder alle 143 Grounds der fünf RL-Staffeln besucht haben und so haben diese drei Vereine bei meinen Hopping-Terminen absoluten Vorrang. Für die Fahrt in den Norden gestaltet es sich erstmal schwierig, denn die ersten drei Heimspiele sind alle werktags terminiert, hier muss ich die weitere Terminierung der Kickers erstmal abwarten. Für einen Trip in den Westen bietet sich der 15. August an, da hier der OFC freitags spielt und in den Süden geht es direkt heute bei der erstmöglichen Möglichkeit.

 

Es handelt sich um den ersten Spieltag der neuen Regionalliga Bayern Saison und nach dem Spiel in Münnerstadt vom vergangenen Wochenende ist es nach wirklich vielen Pokalspielen erst mein zweites Ligaspiel in der seit 01.07. offiziell neuen Spielzeit 2026/27. Unser ausgesuchtes Duell heißt TSV Landsberg gegen den FC Memmingen und ich hatte ja bereits oben erwähnt, dass es sich beim TSV um einen Aufsteiger aus der Bayernliga Süd handelt. Für sie ist es sogar der erste Auftritt in Deutschlands vierthöchster Spielklasse, zu der man als letztjähriger Tabellenzweiter eigentlich nur kam, weil der Meister, die zweiten Mannschaft vom TSV 1860 München, bereits von vorne herein auf den Aufstieg verzichtete. Nach der Zwangsversetzung ihrer Ersten in die Regionalliga hätten sie dann nun sowieso nicht aufsteigen dürfen. Alles in allem aber ein starker Aufstieg für Landsberg, denn 2018/19 war man sogar noch Landesligist. Der FCM ist seit der Spielzeit 2010/11 mit einer einzigen Ausnahme in Regionalliga unterwegs. Diese Ausnahme war ein Abstieg in die Bayernliga, den man aber in 24/25 postwendend mit dem direkten Wiederaufstieg als Meister korrigierte und vergangene Runde als 13. mit acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsrelegation bestätigte.

 

Lange Zeit sah es tatsächlich so aus, als wäre ich für die heutige Tour alleine, denn Patrick z.B. musste arbeiten und Matthias ist schon auf dem Weg nach Hamburg, von wo ich ihn am Sonntag dann mit nachhause nehmen werde. Sven meldete vergangenes Wochenende Interesse und am Dienstag & Mittwoch waren plötzlich Snicki und Thorsten auch noch dabei, so dass meine Karre doch noch voll wurde. Nicht nur, dass dadurch natürlich der Sprit pro Nase günstiger wird, nein, wir haben auch noch eine lustige Truppe auf vier Rädern unterwegs. Ich machte um 13:03 Uhr Feierabend und düste zwei Minuten später auf dem Mitarbeiterparkplatz los. Schnell unterwegs noch ein Brötchen gekauft, wurde Sven in Hammersbach an der Tankstelle direkt an der A45 aufgesammelt, wo es dann auch direkt wieder auf die Autobahn ging. Der nächste Halt war Kleinostheim, wo um 13:55 Uhr die beiden weiteren Mitfahrer zustiegen und wir dahinter direkt auf die A3 auffuhren. Von hier waren es noch 366 Kilometer bzw. laut Navi 3:45 Std. Fahrzeit, also hatten wir 50 Minuten Puffer. Wir kamen aber nicht weit, genauer gesagt, standen wir direkt auf dem Beschleunigungsstreifen schon das erste Mal. Kurz vor dem Kreuz Biebelried standen wir ein zweites Mal und nachdem wir dort abgebogen waren, war unser Puffer nur noch 40 Minuten und der Verkehr auf der Autobahn wurde ab Ulm immer mehr. So entschied ich mich an der Abfahrt Feuchtwangen-West vom Highway herunter zu fahren, was dann aber natürlich 165 Kilometer Landstraßen einbrachte. An Feuchtwangen vorbei, auf der B25 durch Dinkelsbühl und an Nördlingen & Donauwörth vorbei, hatten wir dann noch die B2 nach Augsburg. Die A8 überquert, führte zum Schluss die B17 durch Augsburg nach Landsberg am Lech, hier hatten wir in der Fuggerstadt aber noch mit einiges an Verkehr zu kämpfen, da es auf der Gegenfahrbahn geknallt hatte und bei uns halt sinnloserweise gegafft wurde. An der Ausfahrt Landsberg-West verließen wir auch die Bundesstraße und fuhren in die Stadt. Um 17:50 Uhr erreichten wir die vorgeschlagenen Parkplätze und fanden noch einen Stellplatz, so waren wir drei Minuten Fußmarsch später an der Kasse. Elf Euro gezahlt, wurden wir durch die Sporthalle gelotst und nahmen unwissenderweise die falsche Tür. Das war definitiv nicht der richtige Eingang, denn hier stand kein Ordner und nichts. Theoretisch hätte man so nicht mal eine Eintrittskarte gebraucht, aber das war nur eine von vielen Sachen, die nicht rund liefen.  Ich denke und hoffe aber für den TSV, dass man hier noch lernen wird. Auf jeden Fall gab es direkt einige bekannte Gesichter zu begrüßen, die ebenfalls die erste Pflichtspielchance nutzten, um hier das Kreuz zu setzen.

 

Die aus der Kabine kommenden Spieler mussten sich beim Gang aus der Kabine fast ihren Weg durch die Warteschlange am Verpflegungsstand ebnen, äußerst ungewöhnliche und fragwürdige Konstellation, passiert ist aber glücklicherweise nichts. Die Partie hatte eine sehr lange Abtastphase, denn keiner wusste wirklich wo man steht und ein Rückstand wollten beide sehnlichst auch vermeiden: Erst nach etwa der Hälfte der ersten Halbzeit nahm der FCM das Geschehen etwas in die Hand. Chancen waren aber auch weiterhin eher selten, dennoch spielten die Gäste aber wenigstens sehr gut aus. Über außen durchgesetzt, an der Torauslinie in die Mitte gezogen und dem Ball flach in Richtung Elfmeterpunkt abgelegt. Da hier einer seiner Mitspieler ziemlich blank stand, gingen die Allgäuer noch vor dem Gang in die Kabinen in Führung. Nach dem Seitenwechsel war es ein ähnliches Bild mit optisch überlegenen Gästen, die aber kaum Tormöglichkeiten vorweisen konnten. Da aber der Aufsteiger keine gute Leistung bot, hatte Memmingen das Geschehen jederzeit im Griff und man hatte das Gefühl wenn noch ein Tor fallen würde, wäre es eher das 0-2 statt dem 1-1. Da der Ball aber gar nicht mehr über die Linie wollte, blieb es beim knappsten aller möglichen Ergebnisse, alles in allem aber ein sehr verdienter Auswärtsdreier in einem Spiel auf sehr niedrigem Niveau.

 

Um exakt 20:30 Uhr startete ich den Motor meines Fahrzeugs und wir machten uns direkt auf den Weg nachhause. Laut Navi war es quasi egal ob wir via Memmingen (3:59 Std und 436 km) oder über Augsburg (4:00 Std. und 433 km) nach Ulm fahren, von wo der restliche Heimweg dann sowieso der Gleiche ist. Ich entschied mich für Zweiteres, wo es erstmal ein Stück Bundesstraße zu fahren galt, aber so konnten wir in Haunstetten in einer Tanke noch gekühlte Getränke für die Fahrt kaufen. Hinter Augsburg auf die A8 und am Kreuz Ulm/Elchingen auf die A7 gewechselt, wo dann auch der größte Teil der Strecke hinter uns gebracht wurde. Kurz vor Würzburg musste nochmal die Himmelsrichtung geswitched werden, denn statt auf der A7 in Richtung Norden ging es auf der A3 in die westliche Richtung weiter. Ziemlich exakt um Mitternacht erreichten wie Kleinostheim, wo sich unsere Gruppe nach dem Tankvorgang teilte. Sven nahm ich noch auf der A45 mit bis zur Abfahrt Hammersbach, wo auch wir uns an der Tanke voneinander verabschiedeten. Das letzte Stück brachte ich allein noch hinter mich und war k.o., aber happy, als ich mein Fahrzeug um 0:50 Uhr in der Garage abstellte. Wie ich dann eben sah, war kurioserweise mein Besuch im bisherigen Stadion des TSV ebenfalls an einem 24.07., aber halt vor exakt fünf Jahren.


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