Nachdem es zuletzt öfters in Richtung Nord- oder Osthessen ging, heute mal ein wenig Abwechslung und ein Trip nach Südhessen. Es galt nämlich einen Kreisoberligisten zu kreuzen, der in der
KOL Bergstraße beheimatet ist und für heute ein Kreispokalspiel im gleichnamigen Fußballkreis angesetzt hat. Schön mal wieder etwas Abwechslung rein zu bekommen, auch wenn ich mich natürlich
nicht über die vielen passenden Pokalspiele im Norden beschweren will, da dort ja bekannterweise noch die größten KOL-Lücken sind.
Die Paarung heute heißt SSG Einhausen gegen den SV DJK Eintracht Bürstadt und ist eine Partie der 1. Runde der Kreispokal im Fußballkreis Bergstraße. Es handelt sich um zwei
Mannschaften, die in der kommenden Spielzeit beide in der dortigen Kreisoberliga an den Start gehen. Die Hausherren bestehen so seit 2020, nachdem der FSV Einhausen sich auflöste bzw. der SG
Einhausen beitrat, welche seitdem den Namen SSG trägt. Seitdem sind sie so durchgehend in der KOL unterwegs und belegten zwischen Rang 4 und 14 schon mehrere Endplatzierungen. Der heutige
Gegner spielte bis zur Saison 16/17 viele Jahre in der Kreisliga A, es folgten nach zwei Aufstiegen in Folge fünf Jahre Gruppenliga und nun geht man ab August auch schon wieder ins vierte
Jahre Kreisoberliga in Folge. Von den letzten sechs Liga-Duellen gegeneinander gewann Bürstadt fünf, bei einem Remis, es gab also keinen Einhäuser Sieg, seit sie KOL-Konkurrenten sind.
Matthias fehlte dieser Ground ebenfalls noch und so taten wir uns zusammen. Da aber Anpfiff um 19 Uhr war, war es ausreichend uns um 17:45 Uhr zu treffen und so konnte ich
nach Feierabend und Abendessen zuhause noch ein paar Minuten die Couch drücken. Während dieser Zeit schrieb einer meiner Facebook-Freunde, dass sich in Ranstadt die Schranke am Bahnübergang
nicht mehr öffnen würde und totales Verkehrschaos wäre. Also direkt in die Klamotten gesprungen und über Ortenberg in Richtung Büdingen gefahren. Vorher aber rechts abgebogen und durch
Orleshausen, Calbach und Eckartshausen gedüst, um bei Hammersbach die A45 zu entern. Ich kam trotz der Umfahrung überpünktlich bzw. sogar fünf Minuten zu früh in Langenselbold am Treffpunkt
an, wo ich bei Matthias ins Auto stieg und von hier waren es laut Navi noch 87 Kilometer. Zuerst ging es direkt wieder auf die A45, aber auf der A3 waren wegen eines Unfalls alle drei Fahrspuren gesperrt und der Verkehr wurde über den Standstreifen geleitet. Das machte also keinen Sinn und so blieben wir nach
Überquerung des Tannenmühlkreisels (wo wir wegen Rückstau von der A3 fünf Minuten verloren) auf der B45. Bei Dieburg auf die B26 und um dem Stadtverkehr in Darmstadt zu umgehen, wechselten
wir noch auf die B38 durch Ober-Ramstadt und auf der B426 an Nieder-Ramstadt vorbei. Eine geschlossene Bahnschranke, die verdammt lange unten war, kostete auch noch Zeit, aber bei Eberstadt
hatten wir endlich die A5 erreicht. Hier blieben wir aber auch nur knappe zehn Minuten, genauer gesagt bis zur Abfahrt Bensheim/Michelstadt und hatten zum Abschluss noch sieben Kilometer
(u.a. an Lorsch vorbei) bis zu unserem Zielort. Wir kamen um 18:52 Uhr dort an, konnten aber schräg gegenüber des Eingangs parken. Dort 4,50 Euro gezahlt, wurden nach Betreten des Grounds
natürlich erstmal die üblichen Fotos geschossen, bevor wir uns seitlich der beiden Bänke hinstellten.
Das Spiel begann direkt ohne Abtastphase und nach noch nicht einmal drei vollen Zeigerumdrehungen gingen die Gäste auch schon in Führung, nachdem nach einem Abpraller am
langen Pfosten nur noch eingeschoben werden musste. Bürstadt hatte noch die Chance auf den zweiten Treffer, brachte das Leder aber nicht im Tor unter und kassierte quasi im Gegenzug den zu
diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich, der gefühlt mit dem ersten richtigen SSG-Angriff geschah. Die Hausherren übernahmen danach aber die optische Überlegenheit und hatten auch zwei,
drei wirklich gute Möglichkeiten, den Treffer erzielten aber die Gäste. Mit diesem eher schmeichelhaften 1-2 ging es in die Kabinen, wobei beide Mannschaften bei diesem lauen Sommerabend
sogar draußen auf dem Rasen blieben. Nach dem Seitenwechsel blieb es bei dem Bild von bemühten SSG‘lern, die aber recht wenig Ideen hatten. Auch hier war es der SVE, der den Treffer setzte
und ihre Führung ausbauten, was man durchaus schon als Vorentscheidung sehen konnte, aufgrund der wenigen heraus gespielten Einhäuser Möglichkeiten. So war es letztendlich auch so, dass die
Zeit von der Uhr lief und die Gastgeber den Auswärtssieg nicht mehr wirklich in Bedrängnis bringen konnten.
Um 20:52 Uhr startete Matthias in Südhessen den Motor seines Autos und wir machten uns direkt auf den Weg in Richtung Heimat. Nach nur drei Minuten Fahrzeit waren wir schon
wieder auf der A67 und nach nur wenigen Minuten wurde am Darmstädter Kreuz auf die A5 gewechselt. Hier blieben wir bis zum Flughafen FRA und ab dort befuhren wir die A3, wo wir bei
Obertshausen auf der Gegenfahrbahn noch die Aufräum- und Teer-Arbeiten, plus immer noch einige Kilometer Stau, begutachten konnten. Auf der B45 fuhren wir an Hanau vorbei und in Langenselbold
stieg ich um 21:40 Uhr in mein eigenes Auto um. Gemütlich fuhr ich das letzte Stück komplett nachhause, wo ich eine halbe Stunde später auch ankam. Der Bericht war auf der Heimfahrt schon
weitestgehend fertig getippt und nachdem ich ihn online gestellt hatte, begab ich mich danach umgehend in die Waagrechte.