Und mal wieder Nordhessen... Wie ich bereits mehrmals in meinen Berichten erwähnt habe, bin ich im nördlichen Bereich unseres wunderschönen Bundeslandes bisher noch nicht so zufrieden mit
meinen besuchten Grounds. In den beiden Gruppenligen in Kassel sieht es schon ganz gut aus (28 von 31 Plätzen besucht) und auch in drei der fünf Kreisoberligisten geht es voran
(Waldeck-Frankenberg 10 von 16, Schwalm-Eder 9 von 15 und Hofgeismar-Wolfhagen 7 von 14), aber in den Staffeln Werra-Meißner (4 von 15) und Kassel (inkl. heute Nummer 5 von 16) sieht es noch
arg mau aus und so stand es außer Frage, dass ich nach der Terminierung direkt das heutige Spiel in meine Planungen aufnahm und auch absolut nicht mehr daran rüttelte. Dass sich mit Snicki
noch ein Mitreisender fand, das machte die ganze Fahrt natürlich noch besser.
Anpfiff war allerdings (wie so oft in Nordhessen) bereits um 18:30 Uhr, das bedeutete, dass ein Abendessen zuhause kein Sinn macht und ich mich direkt auf dem Weg zum
Treffpunkt mit Snicki machte. Um 16:03 Uhr huschte ich an der Stechuhr vorbei und war zwei Minuten danach auch unterwegs, durch Nidda, sowie an Hungen und Lich vorbei, hatte ich natürlich den
Jackpot geknackt und in dieser Reihenfolge einen Traktor, einen LKW und eine Fahrschule vor mir. Somit natürlich keine Chance da irgendwie vorbei zu kommen und ich musste mich geduldig (weil
ich das ja auch so sehr bin..........) hinten anstellen. Ich kam um 16:42 Uhr in Fernwald an, wo Snicki, der ebenfalls direkt von der Arbeit angereist kam, bereits ein paar Minuten wartete.
Von hier waren es noch 122 Kilometer bzw. laut Navi 1:18 Std., also ein wenig Puffer war schon noch vorhanden. Wir fuhren direkt auf die A5 und hatten Glück vor dem Ohmtal-Dreieck, wo ja auch
ganz gerne mal viel Verkehr ist, das wir hier gut durch kamen. Nachdem wir auf die A49 abgebogen waren, ging es dann problemlos voran, wie eigentlich meistens. An der Ausfahrt Kassel-Waldau
verließen wir die Autobahn und auf der B83 ging es in die Stadt herein, bevor wir dann noch ein wenig mehr Stadtverkehr über kleinere Straßen hatten. Der Ground liegt ganz im Norden der Stadt
und nachdem wir dann einmal fast komplett durch Kassel geiert waren, erreichten wir unser Ziel um 17:55 Uhr bereits, da Snicki auf der Autobahn ordentlich auf die Tube gedrückt hatte. Das
Parken war noch recht entspannt, obwohl es in einer engeren Kleingartenanlage liegt. Einen Fünfer am Eingang abgedrückt, wurden natürlich erstmal die üblichen Bilder geschossen, bevor wir uns
seitlich der Gästebank hinstellten und auf den Anpfiff warteten. Micha kam auch noch angewackelt, er wollte eigentlich nach Wolfsanger, merkte aber (zum Glück noch rechtzeitig, dass er dort
schon war und so kam es heute schon zum zweiten Treffen für diese Woche.
Im der 1. Runde des Kreispokal im Fußballkreis Kassel stehen sich heute Abend der SV Fortuna Kassel und der KSV Baunatal gegenüber, was ein Kreisoberligist und ein
Hessenligist bedeutet – ergo: Ein Unterschied von drei Spielklassen. Die Hausherren waren jahrelang (von 2013 bis 2022) Kreisoberligist und stiegen am Ende 2021/22 sogar in die Gruppenliga
auf. Danach folgte aber ein schneller Absturz mit zwei Abstiegen in Folge (in denen man nur 21 bzw. 17 Punkte sammelte) und 24/25 fand man sich plötzlich nur noch in der Kreisliga A wieder.
Dieser „Unfall“ wurde aber direkt wieder korrigiert mit einer Saison in der man 66 von 72 möglichen Zählern holte und nach Niederlagen am zweiten und fünften Spieltag fortan zu 19 Siegen am
Stück eilte. Zurück in der KOL wurde man n der vergangenen Spielzeit Elfter, fernab von allen Hoffnungen & Sorgen. Der KSV aus Baunatal spielt seit 2015/16 durchgehend in Hessens höchster
Spielklasse, nachdem man in den zwei Jahren zuvor mal einen Abstecher in die Regionalliga Südwest machen konnte. Auch vor diesen beiden Saison spielte man seit 1999 ohne Unterbrechung in der
Oberliga, insgesamt also 23 der letzten 25 Runden, ziemlich konstant also.
Zum Spiel gibt es eigentlich wenig zu sagen. Diese Ansetzung gab es bereits im vergangenen Jahr im Kreispokal-Achtelfinale und hier stand es fast bis zur 60. Spielminute 3-3
Unentschieden, bevor sich der Favorit doch noch durch drei etwas spätere Treffer durch setzte. Dieses war nur ein Mosaikstein auf dem Weg zum späteren Pokalsieg.
Heute wurde es nicht mal annähernd so spannend, denn man sah dem Hessenligisten eine seriöse Körpersprache von Beginn an. Da man auch genug Drang zum Tor zeigte, stand es bereits nach noch
nicht einmal einer Viertelstunde auch schon 0-3. Sie ließen nicht locker und 0-6 nach einer halben Stunde und 0-9 zum Gang in die Kabinen waren die nächsten Schritte. Auch nach dem
Seitenwechsel blieb der KSV logischerweise spielbestimmend und gab weiterhin Gas und wie in der ersten Hälfte gab es in der nächsten Viertelstunde zum vierten Mal drei Tore und erst dann ließ
man ein klein wenig lockerer und in der verbleibenden halbe Stunde kamen insgesamt nur noch zwei weitere Einschläge dazu, so dass wir nach 90 Minuten ein 0-14 im Spielbericht stehen hatten.
Bester Torschütze war mit fünf Buden Ex-Profi Mike Feigenspan.
Um 20:22 Uhr saßen wir bereits wieder im Auto, nachdem wir uns von Micha verabschiedet hatten. Nun sagte das Navi uns 1:15 Std. bis nach Fernwald voraus, denn Verkehr war
keiner gemeldet. Letztendlich war auch nichts Besonderes unterwegs und Snicki fuhr nun auch entspannter, als noch auf dem Weg zum Kick. Wir kamen um 21:38 Uhr auf dem Pendlerparkplatz in der
Nähe der Ausfahrt Fernwald an der A5. Hier trennten sich dann auch die Wege meines Fahrers und von mir, obwohl ich ihn an Lich und Hungen vorbei bis nach Nidda noch vor mir hatte, wo er dann
in Richtung Ranstadt abbog und ich mich auf die letzten sieben Kilometer bis zu mir nachhause machte. Hier stellte ich mein Fahrzeug um 22:05 Uhr daheim in der Garage ab und oben wurde
natürlich zuerst dieser Bericht hier fertig gemacht und online gestellt. Nach einer schnellen Dusche verzog ich mich dann aber auch schon direkt ins Bett, wobei ich noch eine ganze Zeit am
Handy herum daddelte und diverse Dinge für den baldigen Dänemark-Trip und die USA-Reise im Herbst schauen musste, bevor ich einschlief.