Saison 2026/27
Kreisligen-Cup Friedberg
(1. Runde)
Sportanlage auf dem Hitzberg
(Bad Nauheim - Wisselsheim)
Donnerstag, 16. Juli 2026 / 20:00
Uhr
FSG Wisselsheim -
SV Philippseck Fauerbach
3:2 (2:1)
Tore:
1:0 (8.) Damian Hackenberg
1:1 (20.) Julian Winning
2:1 (43.) Damian Hackenberg
3:1 (75.) David Schwiertz
3:2 (87.) Adrian Becker
Rote Karten: Gilbert Mehwald (84./FSG) und Wael Hamada (84./SVP).
Gelb-Rote Karte: Christian Scheel (89./FSG).
Gelbe Karten: Christian Scheel (50.), David Schwiertz (56.) / Tino Dernedde (31.), Paul Marco Hofmann (46.),
Constantin-Adelin Indrei (51.).
Schiedsrichter: Steffen Braun
Zuschauer: ca. 85
Für den heutigen Tag gab es leider keine Chance auf ein neues Kreuz bei einem
hessischen Kreisoberligisten und allgemein war die Anzahl an Pflichtspielen recht gering. Es gab zwei interessante Kreisliga A-Vereine, aber ich entschied mich eher für einen kleinen Verein, der
frisch aus einer Spielgemeinschaft kommt und nun wieder eigenständig als eigener Verein aktiv ist. Ehrlicherweise spielen da auch die Sorgen mit (vielleicht auch unbegründet, keine Ahnung!?),
dass der Verein vielleicht ganz den Spielbetrieb einstellt, was man natürlich sowieso Niemandem wünscht. Aus diesem Grund entschied ich mich diesen Ground heute auf jeden Fall abzuhaken, damit es
mir nicht so ergeht, wie mit locker eine zweistellige Anzahl an Plätzen aus meiner heimischen Umgebung, die seit der letzten zehn Jahre nicht mehr bespielt werden (wie z.B. Bobenhausen I,
Merkenfritz, Hirzenhain, Steinberg, Effolderbach, Büches, Eckartshausen, Calbach, Wölf, um nur die zu nennen, die mir direkt aus dem Stehgreif sofort einfallen). Alle wurden sie besucht
(teilweise sogar mehrmals), konnten aber nicht gezählt werden, da ich keine genauen Daten zu den Besuchen mehr habe.
Es handelt sich um ein Spiel des Kreisligen-Cup im Fußballkreis Friedberg, der neben dem normalen Kreispokal eingeführt wurde und bei dem nur die unterklassigen Vereine
teilnehmen dürfen, also nicht wie z.B. der Hessenligist TG Friedberg, der Verbandsligist FC Dortelweil oder die Gruppenligisten SKV Beienheim, Türk. SV Bad Nauheim, FC Karben, FC Olympia
Fauerbach und TG Friedberg II. In den vergangenen Jahren wurden so immer die besten Vier aus beiden Wettbewerben zusammen gesteckt und hier wurde der Kreispokalsieger ermittelt, der dann auch
im Hessenpokal starten darf. Seit dieser Saison wurden beide Wettbewerbe separat angeboten und insgesamt haben 20 Vereine trotz teilweise viel Jammerei über die Wochenspiele für beide
Pokalwettbewerbe gemeldet, eine beachtliche Zahl. Wir befinden uns in der 1. Runde des Cups und das Duell heißt FSG Wisselsheim gegen den SV Philippseck Fauerbach. Die heimische Elf wurde
nach der Rückkehr in die Eigenständigkeit in die Kreisliga C Friedberg (Gruppe 1) eingeteilt und wird sich hier hauptsächlich mit zweiten und dritten Mannschaften duellieren müssen, während
die Gäste aus dem Butzbacher Stadtteil in der Kreisliga B Friedberg (Gruppe 1) aktiv sein werden und zwar die dritte Spielzeit in Folge, nachdem man zuvor viele Jahre lang ebenfalls KLC
spielte.
Spielbeginn 20 Uhr bei einer Anfahrt von nur 32 Kilometer, die das Navi mit 36 Minuten angegeben hatte, das bedeutete, dass ich nach Feierabend und Abendessen zuhause noch
massig Zeit hatte um zu chillen und kleine Sachen zu erledigen. Erst um 19:12 Uhr saß ich in meinem Auto und machte mich auf den Weg, der mich durch Ranstadt und Reichelsheim ins schöne Bad
Nauheim führte, wo ich auf die B3 fuhr, aber nach nur zwei Kilometern ging es hier auch schon wieder rechts ab. Nur noch durch Rödgen durch, war der nächste Ort auch schon mein Zielort, der
Stadtteil der Kurstadt, wo der Sportplatz am Ortsrand des kleinen Dorfes liegt, Ich kam um 19:45 Uhr hier an und parken an einem Feld- bzw. Zufahrtsweg war kein Problem, so dass ich das
Sportgelände dem Bezahlen von drei Euro etwa ein Dutzend Minuten vor Anpfiff betrat. Direkt konnten der Bischofsheimer und Brecki begrüßt werden und nachdem ich meine Fotorunde gedreht hatte,
war auch Matthias da. Wir gesellten uns dann zusammen hinter die Auswechselbank der Hausherren.
In den Anfangsminuten war die klasseniedrigere FSG das aktivere Team und ging auch verdient recht früh in der Partie in Führung. Nach und nach kämpfte sich aber der SVP mehr in der Spiel
hinein und glich nicht allzu lange danach auch bereits aus. Das Remis wäre das gerechte Ergebnis zum Gang in die Kabinen gewesen, aber die Einheimischen trafen kurz vor dem Pausenpfiff zur
erneuten Führung. Nach dem Seitenwechsel waren sie drauf und dran da Ergebnis zu erhöhen, aber nach circa einer Stunde Spielzeit war es wieder Fauerbach, die nun das Kommando übernehmen.
Genau in diese Druckphase des B-Ligisten fiel aber das viel umjubelte 3-1 für Wisselsheim. Sechs Minuten vor dem Ende wurde es wild, denn nach einem FSG-Foul sprang der Gefoulte auf und
schubste seinen Gegenspieler ziemlich wild um. Das Ganze mündete dann in einer Rudelbildung direkt vor unseren Augen, in denen fast die beiden kompletten Mannschaften plus Außenstehende
involviert waren. Völlig unschöne Szenen, die gar niemand braucht und als es sich ein klein wenig beruhigte schickte der Unparteiische beide Teams in ihren Strafraum und besprach es mit den
Kapitänen und den Trainern. Mit je einer roten Karte auf beiden Seiten waren die beiden Vereine echt noch gut verdient, es hätte problemlos jeweils auch zwei, drei Platzverweise geben können.
Der SVP verkürzte nach dem Wiederbeginn in der offizielle 87. Minuten auf 3-2 und die Hausherren schwächten sich zwei Minuten danach noch mehr mit einer Ampelkarte. Der Schiedsrichter zeigte
zwei volle Hände Nachspielzeit an und das KLB-Team drückte auf den Ausgleich, aber in den am Ende insgesamt elf Minuten Aufschlag wollte der Ball nicht mehr über die Linie. Der FSG mit einem
etwas glücklicheren Einzug in die zweite Runde dieses Wettbewerbs, aber spätestens morgen interessiert das natürlich (zurecht) Niemanden mehr.
Um 22 Uhr saß ich wieder im Auto, nachdem wir uns allesamt voneinander verabschiedet hatten. Es ging wieder die gleiche Strecke, wie auch auf dem Hinweg nun auch wieder
nachhause, also über Bad Nauheim, Reichelsheim und Ranstadt, bis ich um 22:35 Uhr mein Auto in der Garage abstellte. Noch kurz auf dem Balkon mit der Family gequatscht, ging ich dann aber
auch alsbald nach oben, um diesen Bericht fertig zu machen und ihn auch direkt hoch zu laden. Nach einer Dusche legte ich mich ins Bett und warf nochmal einen genaueren Blick auf den heute
erschienen NHL-Spielplan, der ja maßgeblich dafür bestimmt, wohin die USA-Reise im November gehen wird.