Saison 2026/27
Kreispokal Schlüchtern
(Qualifikationsrunde)
Sportplatz Marjoß
(Steinau - Marjoß)
Freitag, 10. Juli 2026 / 19:00 Uhr
SG Marjoß/Mernes -
SG Hutten
8:6 n.E. (4:4,2:3)
Tore:
1:0 (1.) Tiger Jamar Keil
2:0 (11.) Tiger Jamar Keil
2:1 (33.) Hannes Kohlhepp
2:2 (38.) Hannes Kohlhepp
2:3 (45.+2.) Philip Grammel
2:4 (90.) Nico Spahn
3:4 (90.+2.) Mario Sachs
4:4 (90.+7.) Tiger Jamar Keil
Elfmeterschießen:
5:4 Yannik Lingenfelder
5:5 Nico Spahn
6:5 Marek Hillig
6:6 Dany Spahn
7:6 Mario Sachs
Silas Magel verschießt
8:6 Martin-Alex Fodor
Philip Grammel verschießt
Gelbe Karten: Johannes Lenz (78.) / xxx (61.), Dany Spahn (86.), Hannes Kohlhepp (90.+2.).
Schiedsrichter: Sven Krah
Zuschauer: ca. 175
Am heutigen Freitag (und auch am kompletten anstehenden Wochenende) hält sich der Aufwand in Grenzen, denn die deutschen und europäischen Ligen sind weitestgehend noch nicht gestartet. Auch die
Anzahl der Kreispokalspiele ist überschaubar, so dass morgen in Hessen lange kein Einziges auf einem von mir noch nicht besuchten Platz zu finden war. So plante ich für mich nochmal ein ruhiges
Wochenende ein, bevor die neuen Fusball-, sowie die Eishockey-Saisons dann alsbald schon so richtig Fahrt aufnehmen. Letztendlich fand ich für morgen Abend doch noch einen zweiten Kick und auch
für Sonntag wurde aus einem geplanten Spiel doch noch Zweit, aber bleiben wir erstmal beim heutigen Freitag.
Bei meinem Spiel handelt es sich um ein Duell des Kreispokals Schlüchtern und es stehen sich die SG Marjoß/Mernes und die SG Hutten gegenüber. Die Hausherren werden in der
kommenden Spielzeit wieder in der Kreisliga Fulda A Süd am Start sein, eine Liga in der man die letzten drei Saisons seit dem Aufstieg immer in der vorderen Tabellenhälfte stand. Zuvor war man
fünf Jahre in der Kreisliga B und 2017/18 spielte man sogar noch in der KLC. Die Gäste hingegen werden nun nach 25 Jahren gemeinsamer Spielgemeinschaft als SG Gundhelm/Hutten erstmals wieder
eigenständig als SG Alemannia Hutten am Spielbetrieb teilnehmen. Man hat zwei Mannschaften gemeldet, wobei die Erste sogar den Kreisoberliga-Startplatz behielt und wird mit dem Reserve-Team
ebenfalls in Konkurrenz antreten, während der ehemalige Partner (dort war ich übrigens gestern erst zu Gast) als SG Gundhelm/Vollmerz nun einen Neuanfang in der Kreisliga B wagt.
Spielbeginn war für 19 Uhr angesetzt und von mir zuhause war es wie gestern auch schon knapp eine Stunde zu fahren. So konnte ich nach Feierabend und Mittagessen zuhause eine
Mischung aus chilligem Nachmittag und „ein paar Erledigungen machen“ abhalten, ehe mich Sven um 17:40 Uhr abholte. Insgesamt galt es 60 Kilometer zu überbrücken und diese wurden u.a. über
Hirzenhain, Hartmannshain, Radmühl und Steinau an der Straße abgespult. Von hier waren es nochmal ein Dutzend Kilometer Wegstrecke durch den Wald, bis wir unseren Zielort um 18:42 Uhr erreichten.
Am Kopfende des Platzes geparkt, waren auch ruckzuck schon unsere Hobby-Kollegen Roland, Micha, Matthias und Lukas zu sehen. Man quatschte sich schon schnell fest, was natürlich ein Vorgeschmack
schon auf die Zeit während des Spiels war, aber als erste Spieler aus dem Sportheim kamen, seilte ich mich ab und drehte erstmal meine Fotorunde. Nachdem der Anstoß abgelichtet war, gesellten wir
uns alle wieder zusammen und stellten uns auf die im Schatten liegende Gerade.
Noch bevor wir uns alle zusammen gefunden hatten, hatten wir aber schon einen Einschlag erlebt. Anstoß, langer Ball nach vorne, unkontrollierter Pass des Torhüters und der
SG-Stürmer hatte wenig Mühe ins halbleere Tor einzuschieben. Was war da gespielt? Vielleicht acht, neun, zehn Sekunden, mehr dürften es nicht gewesen sein und ich weiß wirklich nicht, ob ich
tatsächlich überhaupt jemals schon so ein frühes Tor erlebt hatte. Die Alemannen waren aber wenig geschockt und fortan im
Vorwärtsgang, um gefühlt aber mit dem zweiten Angriff einen zweiten Gegentreffer zu kassieren. Nach einem Eckball hätte es fast sogar 3-0 gestanden, aber der Ball ging an den
Querbalken. Es dauerte bis 30 Minuten von der Uhr gelaufen waren, dann trafen die Gäste hochverdient zum Anschluss und nur fünf Minuten später fiel sogar der Ausgleich. Der Kreisoberligist blieb
am Drücker und traf zwei Mal selbst die Latte, bevor man unmittelbar vor dem Gang in die Kabinen selbst erstmals in Frint gingen. Nach dem Seitenwechsel wurde es erstmal ruhiger, aber es schien
so, als hätte die SGH alles im Griff und erst Recht als in der 90. das 2-4 erzielt wurde, war das Ding eigentlich durch. Eigentlich... In der zweiten Minute der Nachspielzeit verkürzte
Marjoß/Mernes nochmal und beim Wiederanstoß zeigte der Unparteiische vier Minuten Nachspielzeit an. Diese waren auch gerade am ablaufen, als der A-Ligist tatsächlich noch das 4-4 erzielte und der
Jubel beim heimischen Anhang natürlich groß war. Danach war dann auch Schluss und man hatte sich direkt auf Elfmeterschießen geeinigt, welches am vom Sportheim weiter entfernten Tor stattfand.
Bei beiden Mannschaften trafen jeweils die ersten beiden Schützen souverän ins Schwarze, bevor beim Favoriten zwei Mal die Nerven versagten und die SG erneut zwei Mal traf. Am Ende stand ein 8-6
im Spielbericht und wir waren Zeuge einer ersten Pokalüberraschung im laufenden Wettbewerb.
Im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen waren wir heute mit allem etwas später dran und zudem hatten wir ja noch das Elfmeterschießen. Es war also bereits 21:15 Uhr, als wir in
Marjoß abstarteten und Svens Mavi lotste uns nun anders, genauer gesagt über Mernes und Bad Soden-Salmünster. Hier auf die Autobahn A66, eine Ausfahrt später (Bad Orb/Wächtersbach) wieder runter
und über die Landstraßen zu mir, durch Brachtal, Hitzkirchen und Wenings kamen wir meinem Heimathafen ruckzuck näher. Um 22:15 Uhr warf Sven mich daheim raus und bei nebenher laufender WM im TV
schaute ich nochmal ein wenig durch die Spielpläne verschiedener Ligen und zurrte finale meine Planungen für morgen und übermorgen fest.