Saison 2026/27

Toto-Pokal

(3. Qualifikationsrunde)

 

Stadion am Schüsselhauser Kreuz
(Aindling)

 
Sonntag, 05. Juli 2026 / 15:00 Uhr
 
TSV Aindling -
TSV Landsberg


0:3 (0:2)


Tore:

0:1 (4.) Maximilian Seemüller

0:2 (20.) Jeton Abazi

0:3 (90.+5.) Luca Dollinger

   

Gelbe Karten: Dominik Isufi (90.+3.) / Kilian Pittrich (67.).

Schiedsrichter: Moritz Osteried

Zuschauer: 200


Dieses Wochenende war mal wieder logistisch nicht ganz das Sinnvollste, aber manchmal ist es eben so oder wie ich zu pflegen sage „Beim Hopping muss nicht immer alles Sinn machen, es muss Spaß machen!“. Waren wir bereits am Freitag in Wasserburg am Inn, in Oberbayern bzw. im Landkreis Rosenheim, werden wir heute wieder zurück nach Bayern kutschern - allerdings in einen anderen Teil des Bundeslandes, denn es geht nach Schwaben. Wie schon am Freitag haben wir auch heute wieder ein Spiel der 3. Qualifikationsrunde des Toto-Pokals, welches wir besuchen werden. In diesem Bericht hatte ich ja auch bereits erwähnt, dass die Pflichtspiele in Bayern neben den hessischen Kreispokalspielen immer mit zu den ersten Spielen einer neuen Saison (ab 01.07. eines Kalenderjahres) zählen und wir diese deswegen ganz gerne besuchen.

 

Heute hatten wir uns das Duell TSV Aindling gegen den TSV Landsberg heraus gesucht, das bedeutete eine Mannschaft aus der Landesliga Südwest und den Aufsteiger in die Regionalliga Bayern. Die Hausherren gehen nun in ihre vierte Spielzeit in Folge in der Landesliga Bayern, wobei man die beste Zeit der Vereinsgeschichte von 1996 bis 2013 hatte, als man sich in der Bayernliga halten konnte. Hinzu kommt, dass man 2003 und 2004 im DFB-Pokal antreten durfte und hier dem FC Schalke 04 mit 0-3 bzw. Hertha BSC Berlin mit 0-1 unterlag. Danach folgte eine Razzia beim Verein und diesem wurde zwischenzeitlich die Gemeinnützigkeit abgezogen, dazu stieg man sportlich bis in die Bezirksliga ab, erst zum Ende der Saison 2022/23 ging es wieder hoch in die jetzige Landesliga. Die Gäste waren in den 10er-Jahren öfters zwischen Bayern- und Landesliga unterwegs, es gab also den ein oder anderen Auf- und Abstieg, aber seit sechs Jahren hatte man sich dann in der Fünftklassigkeit etabliert. In diesem Frühjahr stieg man das erste Mal in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga auf, profitierte hier aber davon dass der Meister vom TSV 1860 München II nicht aufsteigen durfte und kämpft damit, dass der Hauptsponsor das Engagement nach zehn Jahren einstellte. Dennoch wagt man den Gang eine Spielklasse nach oben, muss hierzu aber auch wegen fehlender Tauglichkeit das eigene Stadion verlassen und in die städtische Sportanlage wechseln. Heute ist man aufgrund der zwei Spielklassen Unterschied natürlich absoluter Favorit auf das Weiterkommen in die 1. Hauptrunde.

 

Gestern noch auf einem Konzert gewesen, es mir mit Freunden mal wirklich gut gehen lassen, war mir schon vorher klar, wie das ausgeht und aus diesem Grund hatte ich vorher bereits mit Snicki abgeklärt, dass er heute den Fahrer macht. Zudem war Sven noch dabei und somit waren wir quasi voll, denn Matthias blieb am Freitag in Bayern und machte eine Wochenend-Tour daraus, ihn nehmen wir aber nach dem heutigen Spiel wieder mit nachhause. Um 10:30 Uhr war Treffpunkt bei Snicki und ich war pünktlich vor Ort, Sven sammelten wir noch in Lindheim ein und Hammersbach tankten wir nochmal voll. Die Wegstrecke von Snickis Zuhause waren 327 Kilometer und als wir in Hammersbach auf die Autobahn fuhren, sagte das Navi, dass wir 3:18 Std. dafür benötigten (inkl. dem kleinen Schlenker um Matthias einzusammeln), wir hatten also alles in allem etwa eine Stunde Puffer. Für einen Sonntag war schon ordentlich Verkehr auf Deutschlands Highways unterwegs, aber immerhin kamen wir im Gegensatz zum Freitag nirgendwo zum Stehen. Einziger Problemfall war, dass wir in Marktheidenfeld von der A3 herunter mussten, weil es geknallt hatte. Für die Dauer von einer Ausfahrt ging es über die Spessart‘schen Landstraßen und in Wertheim/Lengfurt ging es wieder zurück auf den Highway. Dort kam von der Autobahn her nicht ein einziges Auto, also war diese vollgesperrt und unser Riecher abzufahren mal wieder goldrichtig. Am Kreuz Biebelried wechselten wir auf die A7 in Richtung Süden und an der Abfahrt Dinkelsbühl/Fichtenau verließen wir die Autobahn. Wir hatten nun noch exakt 100 Kilometer Land- und Bundesstraßen, die am Anfang recht zäh waren, aber als es dann weitestgehend zweispurig wurde, ging es auch besser voran. Um 13:50 Uhr sammelten wir Matthias dann in Langweid am Lech ein und hatten nun noch 9,6 Kilometer bis zum Stadion, da Snicki im Kreisel falsch abbog, mussten wir eine kleinen Schlenker fahren, aber waren natürlich zeitlich immer noch absolut im Rahmen. Wir kamen dennoch um 14:10 Uhr am Stadion an und nachdem wir unsere acht Euro Eintritt gezahlt hatten, gehörten wir zu den ersten Besuchern im Stadion. Natürlich wurde direkt die Foto-Runde gedreht und hier in diesem klasse Stadion gab es ja tatsächlich einiges zu fotografieren. Eine Schnitzelsemmel als Mittagessen wurde noch gekauft und dann setzten wir uns auf die Tribüne und warteten bis die Partie angepfiffen wurde.

 

Die um zwei Klassen höher spielenden Gäste übernahmen früh die Initiative und ließen von Beginn an nur wenig Zweifel aufkommen, dass man gewillt war in die 1. Pokalhauptrunde einzuziehen. Nach nur vier Minuten war ihr Offensivspieler in der Mitte per Kopf nach einer Flanke zur Stelle und die erste Halbzeit war noch nicht einmal zur Hälfte rum, da erhöhte man per Flachschuss aus nähester Nähe auf 0-2. Die Hausherren mühten sich zwar und hatte auch den ein oder anderen Angriff, aber alles in allem war das zu ungefährlich und der Neu-Regionalligist hatte alles im Griff. Die Zwei-Tore-Führung brachten sie in die Kabinen und auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte man das Geschehen über weite Strecken. Es war aber eher so, dass man nur das Nötigste tat bzw. tun musste, weil es zu keiner Zeit der Partie so aussah, als würde Aindling nochmal ins Spiel zurück kommen können. Durch einen Konter in der Nachspielzeit erzielten sie dann auch noch ihren dritter Treffer und unmittelbar danach beendete der Unparteiische auch das Match.

 

Nach dem Spiel ging es direkt zum Auto, wo Snicki um 17:55 Uhr den Schlüssel umdrehte. Das Navi zeigte uns bis zu ihm nachhause 333 Kilometer bzw. 3:25 Stunden an, wobei hier schon der kleine Schlenker nach Hanau eingerechnet war, wo wir Matthias an seinem geparkten Fahrzeug auf dem Firmenparkplatz heraus lassen mussten. Es ging fast genau wieder den gleichen Weg in Richtung Autobahn, so wie wir ihn auch auf der Hinfahrt nutzten. Unser Fahrer war heute ein wenig unkonzentriert und wir drehten eine Ehrenrunde durch Nördlingen, aber da wir ja weder einen zweiten Kick hatten, noch allzu spät heim kommen würden, war es halb so wild. An der Auffahrt Dinkelsbühl/Fichtenau befuhren wir wieder die A7 und bei Würzburg wechselten wir auf die A3, wo wir erstmal eine kleine Pinkelpause einlegten. Danach ging es weiter ordentlich voran, Snicki gab auch ein wenig Gas und so waren wir bereits um 20 Uhr in Hanau, wo uns der Erste der Reisegruppe verließ. Nochmal kurz auf die A45, Abfahrt Hammersbach wieder runter und über Landstraßen nach Düdelsheim, unterwegs noch getankt und Sven in Lindheim raus gelassen, trennten sich auch Snickis und meine Wege um 20:30 Uhr bei ihm zuhause. Chillig fuhr ich nachhause und brauchte etwas mehr als eine Viertelstunde bis ich meine Karre zuhause in der Garage abstellen konnte. Oben machte ich den Bericht fertig, stellte ihn online, aß noch eine Kleinigkeit und nach einer Dusche verzog ich mich auch recht direkt schon ins Bett.


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