Saison 2025/26

Toto-Pokal

(3. Qualifikationsrunde)

 

Stadion an der Landwehrstraße
(Wasserburg/Inn)

 
Freitag, 03. Juli 2026 / 19:00 Uhr
 
TSV 1880 Wasserburg am Inn -
SV Erlbach


4:0 (1:0)


Tore:

1:0 (6.) Robin Ungerath

2:0 (50.) Leon Simeth

3:0 (59.) Robin Ungerath

4:0 (64.) Vinzenz Egger

   

Rote Karte: Pascal Linhart (74./SVE).

Gelbe Karten: Jaume Rubio Gonzalez (71.), Thomas Voglmaier (84.) / Christoph Schulz (40.), Simon Hefter (89.).

Schiedsrichter: Maximilian Hafeneder

Zuschauer: 350

 

Nachdem ich die neue Saison ja bereits am ersten Tag (01.07.) mit einem Pflichtspiel eröffnen konnte und gestern nur auf einem Testspiel meines Heimatclubs war, geht es heute direkt wieder mit einem Pflichtspiel in einem neuen Ground weiter. Und dieser ist tatsächlich sogar einer von den nach Auf- und Abstiegsbereinigten 64 Oberliga-Grounds der Saison 2026/27, der mir noch fehlt. Für die Oberligen ist das Ziel in dieser Saison der Komplettierung wieder um einiges näher zu kommen, so dass ich diese vielleicht in zwei oder drei Jahren tatsächlich ins Auge fassen kann. Aber das sind natürlich alles Zukunftsgedanken und ich freue mich jetzt erstmal über das neue Kreuz bei einem Aufsteiger in die Bayernliga Süd, welche in der vergangenen Spielzeit tatsächlich neben den bereits voll gewesenen Oberliga Hessen und Bayernliga Nord die einzige Oberliga war, in welcher ich in 25/26 kein neues Kreuz setzen konnte. Aus diesem Grund haben sich hier mittlerweile schon fünf der bereits genannten 64 Fehlenden angesammelt und Einer wird dann heute direkt von der Liste gestrichen.

 

Spielbeginn war bereits um 19 Uhr und die Anfahrtsstrecke waren 459 Kilometer und sollte laut Navi 4:35 Std. dauern. Somit war klar, dass ich direkt nach der Arbeit abstarten musste, also huschte ich um 13:02 Uhr an der Stechuhr vorbei und eine Minute später drehte ich den Schlüssel im Zündschloss um. In Ortenberg beim Bäcker verlor ich knapp fünf Minuten, da ich es vor mir mit dem Prachtexemplar eines dummen Menschen zu tun hatte. Da es in Richtung Süden ging und die Auffahrt Altenstadt zur A45 derzeit gesperrt ist, musste ich sowieso über Bleichenbach, Orleshausen und Eckartshausen bis zur Anschlussstelle Hammersbach fahren, wo ich Sven an der Tankstelle bei der Ausfahrt einsammelte. Kaum auf dem Highway, ging es bei Hanau noch einmal runter, wo wir Matthias an seiner Arbeitsstelle auch noch einsammelten und unsere Tages-Truppe war komplett. Als wir dann erneut auf die Autobahn auffuhren (bei Hanau, direkt auf die A3), hatten wir exakt 55 Minuten Puffer auf dem Navi stehen. Über das Seligenstädter Dreieck, sowie an Würzburg vorbei blieben wir bis Nürnberg auf dieser Autobahn, wobei wir trotz viel Verkehrs bis zum Kreuz Fürth/Erlangen problemlos voran kamen. Ab hier ging es nur noch Stopp & Go, bis wir am Kreuz Nürnberg auf die A9 wechselten. Dahinter ein schnell Pinkelpause gemacht, war der Puffer bereits auf knapp unter eine halbe Stunde geschrumpft, denn auch rund um den Münchener Ring vermeldete das Navi „alles dicht“.  Da wo es ging, gab ich ordentlich Gas, aber die Ankunftszeit stieg immer weiter an und rund um den Ring wurde immer mehr Verkehr gemeldet. Zeitweise wurde uns auf dem Navi nämlich schon 18:52 Uhr angezeigt und so suchte ich schon nach Alternativrouten und fand welche, die uns 10-12 Minuten gewinnen würden, was erstmal beruhigend klang. Umso näher wir dem Problemstück aber kamen, umso „besser“ wurde der Verkehr. Als unser Puffer auf regulärer Route wieder auf 30 Minuten angewachsen war, waren wir so laut Navi auch wieder schneller, als wenn wir umfahren würden. Somit blieben wir auf der geplanten Route und wechselten am Kreuz München-Nord auf die A99, dem Münchener Ring. Wir standen zwar ein klein wenig, aber auch nicht so viel bzw. so lang wie befürchtet und als wir am Kreuz München-Ost auf die A94 wechselten, hatten wir sogar über 35 Minuten Puffer. Nach ein paar Minuten verließen wir den Highway an der Ausfahrt Hohenlinden und hatten noch 36 Kilometer, zuerst auf der B12 und zum Schluss auf der B15. Wir kamen letztendlich schon um 18:20 Uhr am Sportgelände an, aber da der Ground in der Altstadt in einer Schleife des Inn lag, war es eher so semi gut mit Parkplätzen. Nach 7-8 Minuten hatten wir aber was gefunden und nach weiteren fünf Minuten Fußweg standen wir am Eingang, wo wir zehn Euro Eintritt zahlen mussten. Drinnen Fotos geschossen und zum Abendessen gab es eine Currywurst-Pommes, bevor wir uns auf die Geraden in den Schatten setzten. Der Anpfiff lief sowieso schon auf +5 hinaus, aber dann merkte man noch, dass ein Loch im Netz ist und es kamen noch mal drei Minuten zusätzlich dazu. Heute zeitlich nicht allzu tragisch, nervig ist es trotzdem (Grüße an Toni gehen raus!)…

 

Es ist ja in Bayern seit einigen Jahren schon üblich, dass die Pflichtspielsaison mit der letzten Qualifikationsrunde im Toto-Pokal (dem bayrischen Landespokal) und größtenteils auch mit den örtlichen Kreispokalen begonnen wird, bevor man eigentlich immer als erstes Bundesland Mitte Juli mit dem Liga-Spielbetrieb startet. Aus diesem Grund nutzen wir diese Spiele natürlich recht gerne, da es sich um Pflichtspiele handelt und beim Toto-Pokal doch auch bereits höherklassige Team diese letzte Quali-Runde überstehen müssen. In diesem Jahr wurde so z.B. der Bayernliga Süd-Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg am Inn auf Freitagabend gelegt und mir war direkt klar, dass ich hier das erste Oberliga-Kreuz setzen will. Der zugeloste Gegner des TSV ist mit dem SV Erlbach ein Konkurrent aus der kommenden Liga-Saison, denn der SVE spielt bereits seit vier Spielzeiten dort und war in den letzten drei Jahren in der Abschlusstabelle immer in den Top 5 platziert. Sicherlich auch direkt eine gute Standortbestimmung für das Team vom Inn, denn als Aufsteiger weiß man meistens eher nicht wo genau man steht. Kurz vor Corona war man nach einem Doppelaufstieg schon mal in die Bayernliga aufgestiegen und wurde auch direkt Dritter in der Premieren-Saison, nachdem der Spielbetrieb nach der Pandemie wieder aufgenommen wurde, stieg man postwendend wieder ab und jetzt im vierten Versuch kehrte man zurück in die Fünftklassigkeit.


Die favorisierten Gäste hatten nur in den Anfangsminuten optische Überlegenheit, aber bereits die erste Großchance gehörte dann den Hausherren. Ihre erste Möglichkeit landete noch am Pfosten, aber danach war man das klar bessere Team und traf nach nur sechs Spielminuten früh zur eigenen Führung. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte blieb der Aufsteiger tonangebend, aber da der Ball nicht mehr über die Linie wollte, blieb es beim knappen Ergebnis zum Gang in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der TSV durch eine flache direkt verwandelte Ecke, bei dem der Erlbacher Torhüter ganz schlecht aussah, da er sich vom Ball weg bewegt hatte. Irgendwie war damit die Gäste-Moral gebrochen und Wasserburg hatte wenig Probleme weiter Tore zu schießen und am Ende die Partie auch ohne Gegentor nachhause zu fahren. Der SVE schwächte sich zwischendurch durch ein völlig unnötiges Foul im Mittelfeld mit einer knallroten Karte selbst und zu Zehnt konnte man natürlich erst recht nichts gegen einen starken Gegner ausrichten.

 

Es war tatsächlich schon 21:05 Uhr, als wir wieder in meinem Fahrzeug saßen. Zuerst brachten wir 32 Minuten bis wir die ersten 33 Kilometer hinter uns hatten und wieder auf der A94 waren. An der Abfahrt Parsdorf fuhren wir runter und tankten die Karre voll, bevor wir Matthias noch in sein sechs Kilometer entferntes Hotel in Kirchheim fuhren. Er bleibt das ganze Wochenende hier im Süden und auf ihn treffen wir erst wieder am Sonntag. Wir hingegen hatten noch ziemlich genau vier Stunden Fahrzeit vor uns, fuhren nun aber direkt auf die A99, also auf den Münchener Ring. An der rot leuchteten Arena vorbei befuhren wir die A9 in die nördliche Richtung, um ab dem Kreuz Nürnberg-Nord wieder die A3 zu nehmen. Insgesamt zwei kurze Pinkelpausen machten wir, ansonsten kamen wir supergut voran und waren schon um 1:45 Uhr in Hammersbach. Hier tankten wir zur komplett fairen Abrechnung nochmal voll und danach trennten sich unsere Wege. Ich fuhr nochmal auf die A45 bis nach Florstadt und von hier war es die übliche Viertelstunde, so dass ich gegen 2:10 Uhr dann auch ganz zuhause war.


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