Saison 2025/26

Testspiel

 

Sportfeld Pfingstweide
(Gießen - Klein-Linden)

 
Dienstag, 30. Juni 2026 / 19:46 Uhr
 
TSV Klein-Linden II -
SV Staufenberg


1:3 (0:2)


Tore:

0:1 (23.) Daniel Stein

0:2 (42.) Mario Kastl (Foulelfmeter)

1:2 (66.) Maximilian Eichkorn

1:3 (74.) David Skrzypek

   

Gelbe Karten: - / - .

Schiedsrichter: Marlon King

Zuschauer: ca. 20


Nach knapp anderthalb freien Wochen (werktags!), ging es heute am letzten Tag der alten Spielzeit 2025/26 (jedes Jahr am 01.07. ist der offizielle Stichtag zum Saisonwechsel) nochmal on Tour. Ich hatte nämlich gesehen, dass auf dem Rasenplatz des Gießener Stadtteils Klein-Linden ein Testspiel angesetzt war. Man weiß ja, dass die Eintragungen bei fussball.de leider nicht wirklich zuverlässig gepflegt werden, aber ich wollte es zumindestens versuchen. Auf dem Naturrasen-Geläuf wird wohl so gut wie gar nicht mehr gekickt, was man durch die Anzahl der gesetzten Kreuze im Futbology App durchaus erahnen kann, denn diese wurden fast vier Mal so oft auf dem KR gegenüber dem Rasen gesetzt. Mit nur drei Testkicks (und die alle auf selten oder gar nicht durch Männer-Seniorenmannschaften bespielten Grounds) wäre ich somit sehr gut durch die kurze Sommerpause gekommen! Ab morgen geht es endlich wieder mit Pflichtspielen los…

 

Nach Feierabend und Abendessen hatte ich noch eine halbe Stunde Couch Time und nach zwei extrem kurzen Nächten am Stück durch die extreme Hitze und dem Spiel der deutschen Nati von vergangener Nacht, war ich froh, mal ein wenig chillen zu können. Der Wecker klingelte aber recht schnell wieder und so saß ich um 18:05 Uhr in meinem Auto und machte mich auf die 42 Kilometer, die vom Navi mit 42 Minuten angegeben wurden. Durch Nidda, ging es bei Berstadt auf die A45 und blieb dort bis zum Gießener Südkreuz. Dort wechselte ich auf die A485, aber nach anderthalb Kilometern musste ich bereits an der ersten Ausfahrt schon wieder runter. Durch fast ganz Klein-Linden ging es fast am Ortsende noch einmal links rein und ich erreichte mein Ziel. Als ich angekommen war, konnte ich schnell erkennen, dass auf dem Kunstrasenplatz trainiert wurde, also hier würde nicht gespielt werden. Ich suchte mir einen Parkplatz am Kopfende des Rasenplatzes und konnte hier zwar eingesteckte Eckfahnen sehen, aber es war weder abgestreut (sah für mich so aus), noch standen Tore an der richtigen Position. Eine Mannschaft kam knapp zehn Minuten vor eigentlichem Spielbeginn auf den Rasen, komplett mit roten Hosen und roten Stutzen (und halt Aufwärm T-Shirts), stellte sich aber in den Schatten und es sah ganz danach aus, als würde ihr Trainer eine Ansprache vor der neuen Saison halten. Eine Mannschaft reicht sowieso nicht aus und von einer zweiten Truppe war weit und breit nichts zu sehen. Um exakt 19 Uhr, also zu diesem Zeitpunkt, wo eigentlich Spielbeginn sein sollte, gab es Applaus und die Laber-Runde löste sich auf. Ich befürchtete, dass man jetzt anfängt zu trainieren und ich wieder nachhause fahren kann. Man schob aber plötzlich links und rechts Tore an die Position, wo sie hin gehören und just in diesem Moment kam eine zweite Truppe mit weißen Hosen und Stutzen aus dem Sportheim. Es würde also später los gehen, aber das war mir auch egal, Hauptsache es wird überhaupt gespielt. Wenn ich mir so den Zustand des Rasenplatzes anschaue, wird/wurde hier tatsächlich nicht oft gespielt, das ist klar. Ich war echt froh hier endlich mein Kreuz setzen zu können. Ich bewegte mich gegen 19:10 Uhr aus meinem Auto, ging in den Innenraum des Sportgeländes und schoss schon mal meine Fotos. Anpfiff war dann um 19:46 Uhr, also mit +46, aber wie schon erwähnt, das war mir wirklich egal.

 

Es handelte sich für beide Mannschaften um das erste Testspiel nach der Sommerpause. Die Hausherren wurden letzte Saison Meister in der Kreisliga B Gießen Gruppe 3, dürfen aber leider nicht den verdienten Lohn, den Aufstieg in die KLA, einfahren. Dieses Problem ist aber hausgemacht und kommt nur zustande, weil ihre Erste aus der Kreisoberliga in die KLA abstieg und zwei Mannschaften aus einem Verein nicht in der gleichen Liga spielen dürfen. In dieser Kreisliga A spielt der heutige Gegner, der in der vergangenen Spielzeiz dort Zwölfter wurde. Das bedeutete einen einzigen Platz über den Strich und diesen Rang sicherte man sich erst am allerletzten Spieltag, wobei vor diesem letzten Gameday von Klassenerhalt über Relegation und direkter Abstieg noch alles möglich war. Der entscheidende Treffer zum Ligaverbleib fiel in der 87. Minute per Eigentor des Gegner, manchmal muss man halt auch einfach Glück haben. Allgemein holte man aber sieben Punkten aus den letzten drei Partien und kletterte so von einem direkten Abstiegsplatz noch in den grünen Bereich der Abschlusstabelle.

 

Gemessen an den Temperaturen (es waren bei weitem nicht mehr die 35+ Grad Celsius der letzten Tage, aber zwischen 25 und 30 bewegten wir uns immer noch) entwickelte sich tatsächlich sogar ein recht ordentliches Spiel, in dem auch Tempo vorhanden war. In den ersten Minuten machten die Hausherren den besseren Eindruck, das Blatt wendete sich aber recht schnell und nach knapp einer Viertelstunde übernahm das klassenhöhere Team das Kommando und war überlegen. Man hatte weitaus mehr Chancen und nutzte vor dem Gang in die Kabinen zwei davon, wobei das 0-2 per (berechtigtem) Foulelfmeter fiel. Immerhin verkürzte man die Halbzeitpause auf 12 Minuten, das nahm ich dann doch ganz gerne mit. Nach dem Seitenwechsel und einigen Auswechselungen auf beiden Seiten waren die zweiten 45 Minuten ausgeglichener. Während einer ihrer guten Phasen kam die Zweite des TSV auf 1-2 heran und war drauf und dran den Ausgleich zu erzielen. Dieser fiel aber nicht und stattdessen stellte der SVS auf der anderen Seite des Spielfelds nach einer Klein-Lindener Unachtsamkeit den alten Zwei-Tore-Vorsprung her. Danach war die Luft ein wenig raus und es blieb beim alles in allem doch verdienten Auswärtssieg in einem Spiel, was tatsächlich besser war, als es die Ansetzung auf dem Papier vermuten ließ.

 

Ab morgen endet ja der Tankrabatt (der eh nie komplett an den Endverbraucher weiter gegeben wurde), denn unsere Regierung braucht ja die Kohle für alle anderen möglichen Dinge. In meiner heimatlichen Ecke wurden heute Mittag bereits 20-25 Cent drauf geschlagen und es ging im Laufe des Tages nicht wie bisher in kleineren Schritten runter, sondern blieb stabil hoch um vermutlich morgen um 12 nochmal massiv drauf zu packen (mir fehlen über so viel Dreistigkeit mittlerweile echt die Worte!). In Gießen gab es noch zwei, drei Tankstellen, die heute wohl doch noch nach unten gingen, zumindestens waren sie über 15 Cent pro Liter günstiger als meine Stamm-Tankstellen zuhause und so machte ich den kleinen Schlenker, um den Tank nochmal randvoll zu jagen. Zeitlich machte es eh kaum ein Unterschied und kilometermäßig hatte ich jetzt halt Fünf mehr, aber das war es mir wert. Von Gießen fuhr ich dann die B457 an Lich und Hungen vorbei, hatte aber wenigstens die Holper- und Waldstrecke durch Rodheim und Rabertshausen wenigstens noch halbwegs im Hellen zu absolvieren. Noch durch Nidda hindurch, war ich sieben Kilometer später endgültig in heimischen Gefilden angekommen und stellte mein Fahrzeug um 22:35 Uhr in der Garage ab. Oben tippte ich noch diesen Bericht zu Ende und nachdem er online gestellt war, sprang ich unter die kalte Dusche und legte mich gegen 23:30 Uhr ins Bett.


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