Tore:
0:1 (7.) Sadibou Diabang
0:2 (56.) Zoumana Fofana
1:2 (72.) Dominik Püringer
1:3 (87.) Zoumana Fofana
Gelbe Karten: - / - .
Schiedsrichter: k.A.
Zuschauer: 2.713
Saison 2025/26
Testspiel
Olympia-Skistadion
(Garmisch-Partenkirchen)
1:3 (0:1)
Tore:
0:1 (7.) Sadibou Diabang
0:2 (56.) Zoumana Fofana
1:2 (72.) Dominik Püringer
1:3 (87.) Zoumana Fofana
Gelbe Karten: - / - .
Schiedsrichter: k.A.
Zuschauer: 2.713
Beim Kick des heutigen Tages handelt es sich um ein hauptsächlich für Groundhopper organisiertes Event in Garmisch-Partenkirchen, bei dem im Auslauf der Skisprungschanze gespielt wird. Der SC Grainau spielte in den 70ern zwei Jahre dort, in dieser Zeit wurde ihr eigener Platz gemacht und bis vor knapp zwanzig Jahren spielte der 1. FC Garmisch-Partenkirchen tatsächlich sogar fest hier, aber seitdem dürfte kein Kick mehr dort gewesen sein. Der PSV Braunschweig organisierte nun dieses Match und es war klar, dass es wieder zu einem sehr großen „Klassentreffen“ kommen wird, bei dem viele Gleichgesinnte aus allen Teilen Deutschlands und sogar den europäischen Nachbarländern anreisen werden. Nachdem am 24. März der Vorverkauf gestartet war, wurde er am gleichen Tag noch gestoppt, da die ersten 1.000 Tickets schnell weg waren und bzgl. der Zuschauer-Kapazität noch Klärungsbedarf mit der Stadt Garmisch-Partenkirchen bestand. Ich war schnell genug und konnte mir vier Stück davon bereits direkt sichern, aber nur wenige Tage danach wurde der weitere Verkauf wieder gestartet und diese Woche hörte man, dass bereits wohl 2.500 Karten verkauft seien. Solche Events sind auch nicht wirklich so ganz mein Ding, auch wenn es natürlich teilweise vermutlich „once in a life“ die Chance besteht diese Grounds abzuhaken, aber ich habe hier auch schon freiwillig auf das ein oder andere Kreuz verzichtet. Aus Mangel an Alternativen und vor allen Dingen weil ich auch sehr gerne in der Gegend bin (u.a. war ich mit dem EC Bad Nauheim bereits 21 Mal im Olympia-Eisstadion GAP) war es für mich dieses Mal okay teilzunehmen. Zum Zeitpunkt des Kartenverkaufs wusste man allerdings natürlich noch nicht, dass zur Zeit Temperaturen von 35 – 38 Grad Celsius herrschen, was sogar zu einer offiziellen Absage eines Großteils der Spiele durch den Bayrischen Fußballverband sorgte. Auch wir waren betroffen, wollten wir eigentlich um 11 Uhr auf dem Weg in Pullach ein Testspiel schauen, wurde das abgesagt und nachdem wir auf Murnau umgeswitcht waren, folgte auch hier das „Off“ nur eine Stunde später. Nun gut, dann eben doch nur für den einen Kick die Strecke auf uns nehmen, aber wir sind es ja gewohnt und durch die Vollbesetzung des Autos ist wenigstens für Unterhaltung gesorgt und den Sprit kann man sich auch schön teilen.
Als Treffpunkt machten wir 6:45 Uhr in Staden aus, denn um 12 Uhr war in einem Restaurant in GAP ein Tisch reserviert von den Eishockey-Buddies aus Oberbayern. Das bedeutete, dass der Wecker bereits um 6 Uhr klingelte und nach einer Dusche zum wach werden, saß ich eine halbe Stunde später in meinem Auto und fuhr zum Treffpunkt. Ich tankte dort noch voll, Sven wartete bereits pünktlich am ausgemachten Parkplatz, während Jonas und Marcel fast eine Viertelstunde zu spät waren, da ihr Navi die Sperrung zwischen Florstadt und Staden nicht drin hatte. Wir machten uns also ziemlich genau gegen 7 Uhr auf den Weg und das Navi zeigte 496 Kilometer bzw. 4:45 Std. an, also waren wir noch problemlos in der Zeit. Zu Beginn war auch noch alles okay und wir kamen Bestens voran, allerdings stieg zuerst der Verkehr in München, so dass wir hier schon die Viertelstunde Puffer verloren. Direkt hinter Minga machten wir nach 420 Kilometern bzw. ziemlich genau vier Stunden unsere erste und einzige Pause auf der Hinfahrt. Ich gab auf der A95 noch ein wenig Gas, aber als wir kurz vor Garmisch-Partenkirchen ankamen, zeigte das Navi noch 40 Minuten für die letzten 20 Kilometer an und viel weniger wurde es auch nicht, durch eine Baustelle und viel üblichen Touri-Verkehr an dem supersonnigen Tag. Am Skisprungstadion vorbei, waren es noch 1,5 Kilometer in einem "Anlieger frei"-Bereich zum Restaurant und wir mussten uns den Weg durch die ganzen Wanderer ebnen, was mich als ungeduldigen Menschen schon nervte. Am Restaurant angekommen, sahen wir keinen Parkplatz, also ließen wir Jonas und Marcel raus, die mir ihren Kumpels dort etwas Essen gingen und wir hatten keine Lust das Auto in der Stadt zu parken und dann das alles zurück zu laufen, zumal das zeitlich auch eng werden dürfte. Also parkten wir mein Auto 800 Meter von der Schanze entfernt und gingen in der Stadt schnell ein Bierchen trinken und es gab ein Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat, alles gut, Hauptsache etwas im Magen. Wir gingen dann zum Stadion, wo wir pünktlich zum Beginn des Einlass um 14 Uhr vor Ort waren und nach der Abholung des Tickets auch direkt in den Innenraum gingen und unsere Fotos schossen, bevor wir uns in den nur geringen Schattenbereich setzten.
Wie ich bereits erwähnte, war es wieder mal eine Art Klassentreffen und man traf im Verlauf des Spiels massig Kollegen. Viele, denen man in den letzten Wochen und Monaten bei anderen Spielen über den Weg gelaufen ist, aber auch viele, die ich schon monatelang (und noch länger) nicht gesehen hatte. Diese hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen und ganz sicher würde ich auch den ein oder anderen vergessen, das wäre nicht fair, also lasse ich es direkt. Die beiden Kontrahenten spielen im Liga-Alltag in der 2. Kreisklasse Braunschweig 1 bzw. der A-Klasse München 3, was beides in dem jeweiligen Bundesland die zehnthöchste Spielklasse bedeutet. Neben der vielen Quatscherei auf den Rängen wurde auch (zumindestens bei uns) auf das Geschehen auf den grünen Rasen geachtet, wo der FCM in der ersten Halbzeit klar tonangebend war. Neben ihrem Führungstreffer traf man zusätzlich noch einmal die Latte, aber auch auf der anderen Seite des Spielfelds ging der Ball (beim wohl einzigen wirklich gefährlichen PSV-Angriff in den ersten 45 Minuten) an den Querbalken. In der Halbzeitpause sollten Nachwuchsspringer des Skiclubs Partenkirchen von der mittleren Schanze springen und vor Beginn klappte das alles super und auch nun waren bereits zwei Springer(innen) unten, aber der Dritte stürzte bei der Landung und blieb erstmal regungslos liegen. Helfer und Sanitäter rannten hin und es gab ziemlich schnell Entwarnung zumindestens in diese Richtung, dass es sich „nur“ um eine Arm- oder Handverletzung handeln würde. Dennoch dauerte die Bergung des 15-jährigen über 20 Minuten und so rutschte der Anpfiff der zweiten Halbzeit um einiges nach hinten. Dieser Abschnitt gestaltete sich viel ausgeglichener, aber dennoch ging die Truppe aus Bayern erstmal mit 0-2 in Führung. Der Veranstalter dieses Matches aus Niedersachsen verkürzten und waren drauf und dran sogar ausgleichen zu können, aber drei Minuten vor dem Ende des Spiels liefen sie in einen Konter und mit dem 1-3 war die Partie entschieden.
Um 18:05 Uhr kamen Sven und ich völlig verschwitzt wieder an meiner Karre an, wo Jonas und Marcel bereits warteten. Einmal schnell das Auto gelüftet, wobei die „kalte“ Luft mit 37 Grad Celsius auch wenig Frisch in den Innenraum brachte. Nur wenige hundert Meter nach Abfahrt sprangen wir in einen Supermarkt und holten uns noch gekühlte Getränke für die Heimfahrt. Diese startete um 18:22 Uhr endgültig und bis zu mir nachhause waren es exakt 508 Kilometer bzw. 4:45 Std. (ohne Pausen). Das Navi lotste uns wieder über München, wobei es über den Fernpass und die A7 auch nur 4 Kilometer und 2 Minuten Differenz gewesen wäre - aber auch die Garmischer Jungs rieten uns wegen eventueller zeitintensiver Grenzkontrollen zur Fahrt über due bayrische Landeshauptstadt. Hier war natürlich wieder einiges an Verkehr und das lange Stück mit 30 km/h-Begrenzung nervten gewaltig, ab alles in allem kamen wir ganz gut durch. An der Allianz Arena vorbei, machten wir am Autohof Langenbruck einen kurzen Stopp und ich jagte etwas Sprit in den Tank, so dass wir auf jeden Fall bis Staden kommen sollten. Ingolstadt und Nürnberg ließen wir ebenfalls hinter uns, bevor wir hinter Geiselwind, also knapp 30 Kilometer vor Würzburg, noch eine kleine Pinkelpause machten. Weiter ging es uns der Außenthermometer im Auto zeigte um 22 Uhr immer noch völlig irre 33 Grad Celsius an. Hinter Aschaffenburg wechselten wir am Seligenstädter Dreieck noch auf die A45 und kamen um exakt 23 Uhr an unserem morgendlichen Treffpunkt an. Hier wurde zur fairen Abrechnung noch voll getankt und danach trennten sich unsere Wege. Gegen 23:20 Uhr war ich komplett zuhause und mein direkter Weg führte quasi direkt unter die Dusche, bevor ich mir ein eiskaltes Bier aufriss und bei laufender Weltmeisterschaft im TV lieber diesen Bericht erstmal fertig machte.