Saison 2025/26

Relegation zur Kreisliga A Franken 3

(Endspiel)

 

Lochbachtalstadion
(Bad Mergentheim - Apfelbach)

 
Donnerstag, 18. Juni 2026 / 18:30 Uhr
 
1. FC Igersheim -
SGM Hohebach/Rengershausen


1:3 n.V. (1:1,0:0)


Tore:

1:0 (89.) Patrick Thelen

1:1 (90.+7.) Julian Schnorr

1:2 (110.) Thorsten Schmeiser

1:3 (120.+5.) Julian Schnorr

  

Gelbe Karten: Christoph Hörner (45.+2.), Mamadou Sire Balde (58.), Robin Holler (74.) / Jonathan Stolz (15.), Julian Schnorr (21.), Gabriel Bauer (56.).

Schiedsrichter: Paul Poddig

Zuschauer: ca. 1.100


Gestern dürfte das letzte Relegationsspiel in Hessen für diese Saison gewesen sein und ich gehe ganz stark davon aus, dass es sich heute allgemein um das letzte Entscheidungsmatch für 2025/26 handelt. Ich war lange am überlegen, ob ich es wirklich durchziehen sollte, denn es war schon wieder mit ein wenig Hektik verbunden. Gestern Abend sagte mir Patrick, dass er mit dabei wäre und so entschied ich mich dann auch dafür, zumal ab nächste Woche werktags wohl zwei Wochen komplett ruhig sein wird, bevor dann so allmählich die Kreispokalwettbewerbe der neuen Saison 2026/27 überall wieder anlaufen.


Wie oben bereits erwähnt mussten wir für diese Relegation auch außerhalb von Hessen fahren, denn es handelte sich um ein Entscheidungsspiel zur Qualifikation um die Kreisliga A Franken 3 in Baden Württemberg. Das Duell hieß 1. FC Igersheim gegen dem SGM Hohebach/Rengershausen. Das ist ja normalerweise nicht ganz so mein Gebiet, wo ich besonders viele Grounds habe oder Spiele sehe, aber den 1. FCI habe ich lustigerweise tatsächlich am 24.06.2022 schon mal in einem Relegationsspiel zur Kreisliga A gesehen, als man als höherklassiges Team dem FC Billingsbach im Elfmeterschießen unterlag, aber letztendlich durch Rückzüge und Umstrukturierungen doch in der Kreisliga A bleiben durfte, um dann zwei Jahre später doch abzusteigen. Nach zwei Spielzeiten in der Kreisliga B, schaffte man den Wiederaufstieg, steht nun im ersten Jahr zurück allerdings direkt wieder auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Die SGM spielt seit 2016/17 durchgehend in der Kreisliga B und versucht nun nach fast zehn Jahren mal wieder eine Liga nach oben zu klettern. Igersheim musste bereits eine Runde überstehen gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga B 6 und tat dies mit einem 4-0 Sieg recht souverän, auch wenn drei der vier Tore erst nach der Halbzeitpause fielen. Nun geht es im Endspiel gegen den Tabellenzweiten der KLB 7 in einem finalen Endspiel auf neutralem Platz um den allerletzten Startplatz in der kommenden KLA-Spielzeit.

 

Diese Partie wurde in Apfelbach bei Bad Mergentheim angesetzt, was von meinem Büro aus 169 Kilometer sind und laut Navi 1:54 Std. dauern sollte – plus die vielleicht fünf Minuten, die ich für die Ortsdurchfahrt durch Kleinostheim benötige, um Patrick einzusammeln. Somit war auch klar, dass es keinen Sinn mehr macht erst noch einmal nachhause zu fahren, sondern ich startete direkt nach Feierabend ab und ich saß um 16:05 Uhr in meinem Fahrzeug. Erneut hieß es mal wieder eine Baustelle zu umfahren, weil gefühlt derzeit ja überall gebaut wird, und so ging es via Bleichenbach, Büches, Orleshausen, Calbach und Eckartshausen bei Langenbergheim auf die A45. Hier blieb ich allerdings nicht allzu lange, denn an der Ausfahrt Kleinostheim musste ich ja herunter und wollte Patrick am dortigen Bahnhof einsammeln. Er schrieb mir aber schon kurz vorher, dass sein Zug seit mehreren Minuten ohne irgendeine Info kurz vor Hanau steht. Ich kam in Kleinostheim an und nach ein paar Minuten warten trafen wir die Entscheidung, dass ich leider alleine weiter fahren muss. Ich hatte nämlich auch keine 20 Minuten Puffer mehr bis zum Spielbeginn. Da es sich um ein Relegationsspiel handelte, macht zwei Minuten vor Kick Off eintreffen auch keinen Sinn. Nachdem ich schon zehn Minuten wieder unterwegs war, schrieb Patrick, dass er jetzt in Hanau sei. Bis nach Kleinostheim wären es noch weitere elf Minuten gewesen - vorausgesetzt der Zug wäre weiter gefahren, das hätte ziemlich sicher nicht funktioniert. Von Kleinostheim ging es direkt auf die A3 bis zum Dreieck Würzburg-West. Hier wechselte ich auf die A81, aber bereits kurz darauf verließ ich den Highway an der Ausfahrt Tauberbischofsheim komplett und fuhr auf der B290 bis Bad Mergentheim. Direkt kurz hinter dieser Stadt lag der Stadtteil Apfelbach, welches mein heutiger Zielort war. Ich kam nach diesen 25 Kilometern Bundesstraße um 18:12 Uhr in der nähe des Sportgeländes an und ab etwa 500 Meter davor ging es nur noch im Schritt-Tempo weiter und teilweise auch noch langsamer. Wir wurden auf eine Wiese gelotst und knapp zehn Minuten vor Spielbeginn stand ich in einer längeren Schlange am Eingang. Es ging aber recht flott voran und nachdem ich fünf Euro gezahlt hatte, wollte ich mir auf meiner Runde und den Rasen einen Schattenplatz suchen, diese waren aber komplett belegt. So musste ich also in den sauren Apfel beißen und mich erstmal in die knalle Sonne stellen, aber ich stellte mich halt so, dass ich wenigstens zu den Ersten gehörte, die auf der Geraden von den Bäumen hinter dem Tor profitierten, als die Sonme langsam dahinter verschwand. Nach 30 Minuten war es soweit und gefühlt war es direkt zehn Grad kälter und sogar fast angenehm.

 

Zu diesem Zeitpunkt stand es immer noch torlos 0-0 und wie hatten bereits zwei(!) Trinkpausen hinter uns. Die SGM war das klar bessere Team und hatte drei, vier richtig gute Tormöglichkeiten, aber neben einer klasse Torhüterparade, vergab man den Rest doch eher kläglich. Igersheim versuchte es zumeist mit langen Bällen auf ihren schnellen und flinken Stürmer vorne, der einmal tatsächlich fast durch gewesen wäre, die meisten Bälle brachten aber nichts ein. Trotz einer Nachspielzeit von acht Minuten fiel vor dem Gang in die Kabinen kein Tor mehr und es ging torlos in die Pause. Nach dem Seitenwechsel war die Partie weitestgehend ausgeglichen und beide Mannschaften hatten mal Phasen, wo sie durchaus hätten im Führung gehen können. Der (vermeintliche) Lucky Punch gelang dem FCI in der 89. Minute mit einem Schuss aus etwa 16 Metern, bei dem der SGM-Torhüter nicht die allerbeste Figur machte. Es wurden sieben Minuten Extra Time angezeigt und die Spielgemeinschaft drückte, aber der Ball schien einfach nicht über die Linie zu wollen. Wenige Sekunden vor Ablauf dieser sieben Minuten traf ihr Top-Torschütze aus der regulären Saison dann doch noch zum verdienten Ausgleich. Bei solch einer langen Heimfahrt unter der Woche hätte ich jetzt nicht unbedingt eine Verlängerung gebraucht, aber nunja, das Leben ist halt mal kein Wunschkonzert. Die erste Hälfte der zwei Mal 15 Minuten war geprägt von vielen Krämpfen hüben wie drüben und die dauerhaften Unterbrechungen, deren Anzahl schon in der zweiten Halbzeit der regulären Spielzeit hoch war, nervten mittlerweile doch gewaltig. Nach fünf Minuten in der zweiten Verlängerungs-Halbzeit ging der B-Ligist erstmals selbst im Front, wobei das Zustandekommen definitiv in die Kategorie glücklich fällt, aber das wird ihnen egal sei. und zwar zurecht! Nun drückten natürlich wieder die nominellen Gastgeber auf dem Papier, riesengroße Chancen erspielte man sich aber nicht. Erneut wurde einiges drauf gepackt, genauer gesagt: Fünf Minuten! Diese waren gerade abgelaufen, da wehrte die SGM-Abwehr erneut einen Angriff ab und da der FCI-Torhüter mit am stürmen war, war ihr Kasten komplett leer. Der Torschütze vom 1-1 schnappte sich den Ball, rannte los, kam gerade so bis kurz hinter die Mittellinie und schoss den Ball in Ruchtung verwaistes Gehäuse. Die Kugel wurde immer langsamer, die Spannung war zum bersten, aber mit letzter Kraft kullerte die Hulla ins Glück. Die Freude der Fans von Hohebach/Rengershausen, deren Anzahl mindestens das Doppelte der Zahl deren des Gegners abbildeten, kannte keine Grenzen mehr. Der Unparteiische hatte dann auch genug und pfiff das Match inmitten der blauen Jubelorgie ab. Es war schon 21:13 Uhr, als dieser letzte Pfiff ertönte, das Spiel dauerte also insgesamt fast 2:45 Stunden. Aber kein Wunder, wenn man später beginnt, die Pausen überzieht und nach den vier Halbzeiten addiert insgesamt nochmal 19 Minuten Nachspielzeit austragen lässt.


Kurz schaute ich mir die Feiereien noch an, ging nochmal auf Toilette und saß dann doch „schon“ um 21:25 Uhr wieder in meinem Auto. Knapp fünf Minuten verlor ich dann nochmal bei der Abfahrt und in Bad Mergentheim tankte ich nochmal voll. Am Kreuz Würzburg-West war ein kleiner Stau (heute kam auch echt alles zusammen…) und so schickte mich mein Navi bei Tauberbischofsheim nicht auf die A81, sondern durch die Stadt durch und über Landstraßen, bis ich bei Wertheim direkt auf die A3 auffuhr. Es würde eh später werden als erhofft bzw. auch fest angedacht und so fuhr ich gemütlich weiter, denn ein paar Minuten eher daheim, oder nicht, das ist dann auch egal, zumal morgen endlich wieder Freitag ist und nächste + übernächste Woche bleibr genug Zeit um an den Werktagen nach der Arbeit Abends auszuruhen. Am Seligenstädter Dreieck wechselte ich auf die A45 in Richtung Norden und an der Abfahrt Florstadt/Stadem hatte ich die Autobahnstrecke hinter mir gelassen. Von hier, wie immer, eine knappe Viertelstunde, bis ich das Auto in der Garage abstellte und den Schlüssel ziehen konnte. Um exakt 23:30 Uhr betrat ich meine Wohnung und nachdem ich den Bericht hochgeladen hatte, erfreute ich mich nach diesem Schwitz-Tag an meiner Dusche. So war es dann aber wieder nach Mitternacht, als ich mich in mein Bett verzog. Müde, aber happy es doch durchgezogen zu haben, und mit dem 17. Relegationsspiel für mich war ein würdiger Abschluss dieser Spiele in dieser Saisom gefunden.



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