Und noch ein Relegationsspiel, also weiter geht die wilde Reise um die Entscheidungsspiele in Hessen. Wobei diese Partie eigentlich nicht eingeplant war, aber aufgrund der Tabellensituation
rund um eine Relegationsrunde wurde sie dann nötig. Unser heutiger Kick war das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisoberliga Dieburg/Odenwald und fand auf neutralem Platz in
Reichelsheim im Odenwald statt. Ursprünglich handelte es sich um einen Dreier-Gruppe mit den Teilnehmern SG Bad König/Zell, dem SV Hummetroth II und der DJK SV Viktoria Dieburg, allerdings
siegten die beiden letztgenannten Teams jeweils mit 1-0 gegen die SG und trennten sich im direkten Duell dann mit 1-1. Das bedeutete, dass man jeweils mit 4 Punkten und 2-1 Toren in der
Tabelle gelistet wird, also Gleichstand herrscht. Man hatte zwar das letzte Match dieser Runde gegeneinander und hätte theoretisch einfach eine Verlängerung (und ggf. auch noch ein
Elfmeterschießen) drauf packen können, allerdings sehen das die Regeln nicht vor, denn in einer Dreier-Runde hat jedes Team ein Heim- und ein Auswärtsspiel, und so hätte Hummetroth in dieser
Verlängerung Heimrecht gehabt. Dieser Umstand wäre natürlich auch nicht gerecht gewesen und so wurde (zum Glück für uns) noch dieses eine „Endspiel“ auf neutralem Platz nötig. Beide Teams
hatten in der jeweiligen regulären Saison schon ein wenig Abstand zum Meister in ihrer jeweiligen Staffel (die Viktoria in der KLA Dieburg 8 Punkte und der SVH in der KLA Odenwald 15 Punkte),
der jeweilige Vorsprung auf die Dritten war aber mit 4 bzw. 5 Zählern recht knapp, so dass man am Ende wohl jeweils recht zufrieden mit dem erreichen der Zusatzrunde gewesen sein dürfte.
Durch den Rückzug des 1. FCA Darmstadt und diversen Relegationsrunden-Ergebnissen stellte sich dann heraus, dass von unserem Relegationsspiel sogar beide Mannschaften aufsteigen würden, wenn
im parallel in Wald-Michelbach stattfindenden Relegationsspiel um den Aufstieg zur Gruppenliga zwischen Olympia Lorsch und der TSG Steinbach letztere als Sieger hervor gehen. Nicht alles
immer unkompliziert, aber nun ja, Hauptsache wir haben heute noch ein Spiel.
Zu diesem musste ich zuhause um 17:15 Uhr los und das Navi zeigte mir 105 Kilometer und 1:20 Std. an, allerdings fuhr ich nur bis Langenselbold und stieg dann dort bei
unserem üblichen Treffpunkt bei Matthias ins Auto. Wir fuhren direkt wieder auf die A45, um dann auf der B45 erst an Hanau vorbei zu fahren und dann hinter dem Tannenmühlkreisel auch noch
Rodgau & Rödermark seitlich liegen zu lassen. Ab Dieburg ging es auf kleineren Landstraßen weiter, um bei Brensbach nochmal auf die B38 zu fahren. Über Fränkisch-Crumbach erreichten wir
dann um 18:35 Uhr unseren Zielort Reichelsheim/Odenwald, wo der Ground direkt am Ortseingang lag. Wir waren noch früh genug vor Ort, um einen guten Parkplatz zu ergattern und nach dem
Bezahlen von vier Euro am Eingang begrüßte ich kurz Zimmme und Flo, drehte danach aber erstmal direkt meine Fotorunde. Das erledigt, stellte ich mich zu Matthias, der sich bereits in den
Schatten gestellt hatte.
In den ersten Minuten war die Zweite des Hessenligisten aktiver und zumeist im Vorwärtsgang, sie belohnten sich auch recht früh mit dem 0-1. Danach war es aber wie
abgeschnitten und erstmal direkt beendet mit ihrer Herrlichkeit, denn die Viktoria übernahm das Kommando. Zuerst nach einer halben Stunde der Ausgleich und bei ihrem 2-1 war ich gerade im
Infight mit einer fetten Hornisse. In der letzten Minute der ersten Hälfte erhöhte man per Flachschuss ins lange Eck und nach drei Toren in unter einer Viertelstunde hatte man sich zum Gang
in die Kabinen einen verdienten Zwei-Tore-Vorsprung heraus geschossen. In der Halbzeit gingen wir auf die gegenüberliegende Seite, wo wir uns auf die oberste Stufe setzten, zumal die Sonne
fast schon komplett untergegangen war. Nach und nach gesellten sich die Hopperkollegen, wie Ingo, Zimme, Flo, Tobi und Lukas zu uns. Wir sahen wie sich nach dem Seitenwechsel das ganze
Geschehen wieder wendete und eigentlich nur noch der SVH spielte. Sie verkürzten auch recht früh (58. Minute) auf 3-2 und drückten danach weiter, Dieburg bekam null Entlastung mehr hin; alle geklärten Bälle kamen postwendend wieder zurück. Zwei Mal (oder waren es sogar drei Mal?) rettet die
Latte für die Viktoria, kurz vor der Linie wurde geklärt, eigentlicht dachte man, dass jede Minute der nächste Einschlag passiert. Irgendwie schafften es die Grün-Weißen aber dieses knappe
Ergebnis über die Zeit zu retten und Hunmetroth halfen auch nicht die sechs Minuten Nachspielzeit, die es oben drauf gab. Sehr zum Jubel eines Großteils der Besucher schaffte also Dieburg den
Aufstieg in die KOL Dieburg/Odenwald und darf sich in der kommenden Spielzeit auf Derbys gegen den Stadtrivalen Hassia freuen. Terrazinos Spielzeug hingegen bleibt in der Kreisliga A
Odenwald, denn im Parallelspiel unterlag die TSG Steinbach Olympia Lorsch mit 1-3.
Um 21:10 Uhr saßen wir wieder bei Matthias im Auto und dieses Mal lotste uns das Navi erneut hinter Fränkisch-Crumbach auf die B38, nun aber nicht über kleinere Landstraßen,
sondern über die Bundesstraße weiter. Durch Groß-Zimmern hindurch und dann bei Dieburg auf die B45, die wir wieder an Rodgau, Rödermark und Hanau vorbei fuhren, ehe es auf die A45 ging. In
Langenselbold trennten sich dann unsere Wege und ich musste die A45 weiter in Richtung Norden fahren, bis zur Ausfahrt Florstadt/Staden. Wie immer war es dann noch eine knappe Viertelstunde
über Landstraßen, bis ich um 22:30 Uhr mein Auto daheim in der Garage abstellte. Oben wieder den Bericht fertig gemacht, hochgeladen, geduscht, um 23:20 Uhr ins Bett gelegt und mit der
Schlussphase von England gegen Kroatien eingeschlafen.