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Wir saßen dieses Mal um 13:55 Uhr im Auto und unsere vom Navi angezeigte Strecke waren nun nur 13 Kilometer, für die wir aber 22 Minuten brauchten sollten. Ein ganzes Stück
durch durch Stadt (u.a. am Sportforum vorbei), mussten wir sogar nochmal auf die A72, aber an der nächsten Ausfahrt (Chemnitz-Rottluff) ging es auch schon wieder runter. Insgesamt waren es
keine Kilometer mehr, aber wir fuhren erstmal an die falsche Kopfseite des Sportgeländes. Machte nichts, wir hatten ja genügend Zeit und nachdem wir auf der anderen Seite geparkt hatten,
waren es immer noch fast 45 Minuten bis zum Spielbeginn. Am Eingang sechs Euro gezahlt, drehte ich im Inneren des wirklich klasse Grounds natürlich wieder erstmal direkt meine Fotorunde.
Danach gab es ein Steak-Brötchen und als dieses weg war, setzten wir uns auf die Tribüne.
Grundsätzlich handelte es sich bei unserem fünften und somit auch schon wieder letzten Spiel unserer kleinen Sachsen/Tschechien-Tour um ein absolutes Spitzenspiel, denn mit
der SG Handwerk Rabenstein und der SG Taucha 99 treffen die Teams auf dem dritten und zweiten Platz der Sachsenliga aufeinander. Mit dem gestrigen Sieg der zweiten Mannschaft der SG Dynamo
Dresden ist nun aber auch für die heutigen Gäste die letzten Chance auf den Oberliga-Aufstieg dahin, da der Abstand zwischen beiden Mannschaften zu hoch ist (acht Punkte und inkl. heute nur
noch zwei Spiele für Taucha). Somit geht es heute im direkten Duell der Verfolger nur noch um die bestmögliche Platzierungen zum Saisonende. Mit einem Remis oder einem Sieg wäre Taucha für
niemanden mehr einholbar und somit zum Saisonende auch fix auf dem zweiten Tabellenrang platziert. In diesem Fall könnte es für Rabenstein mit Platz 3 nochmal eng werden, denn hinter ihnen
(59 Punkte vor diesem Spieltag) lauern Dresden Laubegast (57 Punkte), Oberlausitz Neugersdorf (56 Punkte) und Stahl Riesa (55 Punkte), im dümmsten Fall kann man sogar noch auf Rang 6
durchgereicht werden. Bittere Aussichten für die SGH, die vor dem 24. Spieltag noch punktgleich mit Dynamo II war, dann aber das direkte Duell zuhause verlor und sich selbst mit mittlerweile
vier Niederlagen aus den letzten fünf Partien komplett aus dem Rennen um den Platz an der Sonne verabschiedete.
Es entwickelte sich schon recht früh eine ansehnliche Partie auf dem saftig grünen
Naturrasen, bei dem sich zwei Mannschaften gegenüber standen, die auch wirklich Fußball spielen wollten. Der Tabellenzweite aus Taucha war aber irgendwie einen Ticken besser und spielte ihren
Treffer zum 0-1 sehr sehenswert aus. Kaum hatten die Gastgeber die Partie ausgeglichen, ging die SG erneut in Führung und wieder war es ein super Angriff, Mittelfeld schnell überbrückt, Pass
nach außen, super Flanke und in der Mitte steigt der Stürmer hoch und touchiert diese Flanke mit dem Kopf nur so, dass er sich neben den langen Pfosten ins Netz senkt. Knappe Führung zum Gang
in die Kabinen, die die Truppe aus dem Nordosten kurz nach dem Seitenwechsel auf 1-3 ausbaute. Die SG Handwerk ließ aber nicht locker und verkürzte etwa zehn Minuten vor dem Ende nochmal,
aber alle Bemühungen blieben erfolglos und es blieb beim Auswärtssieg. Taucha sicherte sich somit fix die Vize-Meisterschaft in der Sachsenliga, Rabenstein rutschte auf Platz 4 zurück und hat
vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende einen weiteren Gegner im Nacken sitzen, der sie evtl. auch noch überholen könnte. Erwähnenswert noch das OFC-Trikot von Christian Müller, der
für beide Vereine spielte, und im Sportheim des Sportpark Rabenstein hängt.
Dann waren wir also auch schon wieder fast am Ende der nächsten Tour, es stand nur noch die Heimfahrt an, die dieses Mal mit 344 Kilometer bzw. 3:28 Std. angegeben war. Um
16:56 Uhr ging es in Chemnitz los und nach etwas mehr als fünf Minuten waren wir auch schon direkt wieder auf der A4. Wir fuhren an Gera und Jena vorbei, bevor wir in Magdala vom Highway
herunter fuhren, um beim geliebten Imbiss Haase das Abendessen zu uns zu nehmen und dazu nahm ich auch noch ein paar rohe Würstchen mit, da wir diese zuhause auch ganz gerne grillen. Wir
rollten um 18:45 Uhr wieder los und weiter ging es, an Erfurt, Gera und Eisenach vorbei, machten kurz vor dem Kirchheimer Dreieck nochmal eine kleine Pause, die kurioserweise auf dem gleichen
Parkplatz abgehalten wurde wie letzten Sonntag von Berlin nachhause. Zudem schauten wir unterwegs nebenher noch auf diversen Geräten das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der
diesjährigen Weltmeisterschaft. Um 20:40 Uhr waren wir wieder in Mücke, wo Tobi und Patrick ausstiegen, die nach meinem Tanken und der finalen Abrechnung
unserer Tour gemeinsam nach Südhessen fuhren. Matthias nahm ich mit zu mir, wo er ja sein Auto stehen hatte, hier kamen wir nach 1.245 Kilometern in den letzten 41 Stunden um 21:30 Uhr an.