Saison 2025/26

Relegation zur Gruppenliga Fulda

(2. Runde - Finale)

 

Sportanlage Keutzelbücher Straße
(Flieden - Rückers)

 
Donnerstag, 11. Juni 2026 / 19:00 Uhr
 
FSG Vogelsberg -
TSG Lütter


0:4 (0:2)


Tore:

0:1 (29.) Noah Maienschein

0:2 (42.) Mario Schlott

0:3 (76.) Florian Schertell

0:4 (80.) Florian Schertell

  

Gelbe Karten: Lars Bourscheidt (28.), Benjamin Szombierski (77.) / Maxim Koch (45.+2.), Maximilian Pappert (55.), Kevin Muth (57.), Mario Schlott (64.), Noah Maienschein (68.), Mario Müller (90.+4.).

Schiedsrichter: Felix Weber

Zuschauer: ca. 1.000


Lange auf der Kippe stand mein heutiger Besuch bei diesem Spiel, aber nicht aus eigenen Gründen, sondern wegen der Austragung dieser Partie. Diese war nämlich abhängig von einem anderen Relegationsspiel gestern, und zwar dem von dem der SG Eiterfeld/Leimbach gegen Tuspo Grebenstein. Hätte die SG gewonnen wäre in die Verbandsliga Nord aufgestiegen, hätten beide Mannschaften von meinem heutigen Kick ihren Platz in der nächstjährigen Gruppenliga Fulda sicher gehabt. Letztendlich siegte aber die Tuspo nach Verlängerung, was bedeutet, dass die Austragung heute nötig war, da nur noch ein Gruppenliga-Ticket frei ist. Mir passte es ganz gut, denn der neutrale Austragungsort Rückers fehlte mir noch, zudem hatte ich dadurch eine Dreiviertelstunde weniger an Anfahrt, denn als Plan B hatte ich das Rückspiel zur Relegation der Kreisoberliga Schwalm-Eder zwischen der FSG Chattengau/Metze gegen dem SC Rot-Weiß Riebelsdorf in Niedenstein auf dem Schirm, was nämlich in der Baunataler / Kasseler Ecke liegt.

 

Gleiches Spiel wie gestern, „Endspiel“ auf neutralem Platz um den Gruppenliga-Aufstieg für zwei Teams, die bereits eine Runde erfolgreich gemeistert haben – jedoch war es gestern dann nach der Meldung vom Rückzug des 1. FCA Darmstadt plötzlich wie ein Freundschaftsspiel, sowas hatten wir heute nicht, es ging fix um den Klassenerhalt bzw. Aufstieg in die Gruppenliga Fulda. Das Duell lautete FSG Vogelsberg gegen die TSG Lütter. Das auf dem Papier nominelle Heim-Team von der FSG war letzte Saison bereits Gruppenligist und möchte natürlich die Klasse halten. Vor dem letzten regulären Spieltag war noch alles drin von direktem Klassenerhalt, über die Relegation bis hin zum direkten Abstieg. Man machte selbst seine Hausaufgaben und siegte gegen de Tabellenvierten, somit wurde der Direktabstieg vermieden, aber die beiden Konkurrenten vor ihnen holten ebenfalls einen Dreier und somit blieb man auf Rang 12 und muss nun also diese Ehrenrunde drehen. In der ersten Runde hatte man seine liebe Mühe und Not mit dem ehemaligen Verbandsligisten SG Ehrenberg und unterlag im Hinspiel auswärts mit 0-2, regelte es dann im Heimspiel mit einem 6-1 Sieg, wobei die endgültige Entscheidung auch erst tief in der zweiten Hälfte fiel. Für die „Gäste“ aus der Gemeinde Eichenzell stand die Teilnahme an dieser Relegation schon recht früh fest und am Ende hatte man in der Kreisoberliga Fulda Süd sieben Punkte Rückstand zum Ersten und elf Punkte Vorsprung zum Dritten, aber man ließ auch an den letzten Spieltage nicht locker und holte z.B. aus den letzten drei Partien neun Punkt und schoss dabei 18 Tore. Dementsprechend blieb man im Flow und konnte die erste Runde mit zwei Siegen (3-1 und 2-0) gegen die FSG Bebra recht souverän überstehen.

 

Anfahrtstechnisch war es heute recht entspannt und nach Feierabend und Abendessen konnte ich noch in Ruhe meine Tasche für die anstehende 2-Tages-Übernachtungstour am Wochenende packen und hatte danach dennoch ein wenig Zeit die Couch zu drücken. Ich musste verhältnismäßig erst spät los, denn die einfache Strecke waren nur 56 Kilometer und sollte nur 54 Minuten dauern. Ich saß um 17:50 Uhr in meinem Auto und es ging auf der B275 durch Gedern in Richtung Zielort, musste vor Grebenhain aber rechts ab und fuhr durch Bermutshain. Dahinter war aber mal wieder eine Baustelle und ich musste eine Umleitung über Freiensteinau nach Flieden kutschern, die mich glatt mal fünf Minuten kostete. Noch einmal unter der A66 durch, war der nächste Ort auch schon Rückers, also genau dort wo ich hin wollte. Um 18:45 Uhr kam ich im Umfeld des Sportgeländes an und die Parkplatzsuche war wieder mal gut organisiert, man konnte auf dem Nebenplatz parken. Die fünf Euro wurden schon beim Befahren dieses kassiert und ich drehte erstmal meine Runde am durchaus schon ordentlich gefüllten Ground.  Danach gesellte ich mich zu meinen Hopperkollegen Micha, Asche, Zimme und Raphael und wir warteten auf den Spielbeginn.


Das Spiel lief in den Anfangsminuten eher ruhig an, vieles spielte sich im Mittelfeld ab, wobei Vogelsberg am Anfang ein Tick besser war. Aber umso länger die erste Halbzeit lief, umso mehr schlug das Pendel in Richtung Lütter aus, die sich dann auch noch vor dem Gang in die Kabinen mit einem schönen Hammer den Winkel und einem weiteren Fernschuss belohnten. Die Führung ging dann mittlerweile auch wirklich in Ordnung, denn der FSG-Torhüter klärte noch zwei Mal sehr stark und einmal wurde sogar von einem Feldspieler auf der Linie geklärt. Nach dem Seitenwechsel war die Überlegenheit noch viel klarer, auch wenn die TSG-Großchancen eher selten waren, aber Vogelsberg zeigte sich nur selten bis gar nicht offensiv. Mit einem Doppelpack ihres Kapitäns machte Lütter 10-15 Minuten vor dem Ende den Deckel auf die Partie und erst danach hatten die Vogelsberger zwei sehr gute Chancen, aber selbst wenn einer oder gar beide rein gegangen wären, da war es bereits viel zu spät. Alles in allem ein hochverdienter Sieg der TSG-Mannschaft, die nach nur einem Jahr Kreisoberliga direkt wieder in die Gruppenliga Fulda zurückkehrt.

 

Nach dem Spiel schauten wir noch einige Zeit den Feiereien des Aufsteigers mit seinen Fans zu und es war schon 21:10 Uhr, als ich in meinem Auto saß und mich auf die Heimfahrt machte. Dieses Mal fuhr ich direkt von Freiensteinau nach Grebenhain und musste so diese dämliche Umleitung fahren. In Gedern nochmal kurz am Geldautomaten gestoppt, hatte ich noch eine knappe Viertelstunde und kam um 22:05 Uhr daheim an. Ich machte diesen Bericht noch fertig und ließ nebenher noch die zweite Halbzeit des Eröffnungsspiels der Weltmeisterschaft laufen, haute mich aber zeitnah danach gegen 23:30 Uhr auch direkt um.


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