Zu Teil 4 des Berichtes => KLICK!
Nach dem Spiel von Oli verabschiedet, liefen wir zurück zum geparkten Auto uns unsere Route zum nächsten Kick waren ganze 2,2 Kilometer bzw. 5 Minuten, auf die wir uns um
13:30 Uhr machten. Im Gegensatz zu gestern war es heute komplett entspannt zwischen unseren Matches, aber das ist definitiv auch mal ganz angenehm nicht immer wie auf der Flucht zu leben. Ein
Parkplatz vor Ort war schnell gefunden und so waren wir etwa 20 Minuten vor Spielbeginn am Eingang, wo wir acht Euro zahlen mussten. Dafür gab es für alle Zuschauer neben der Eintrittskarte
such noch ein Gutschein über ein Freigetränk, als Dank für die Unterstützung im Laufe der Saison - logo, gern geschehen... ;-) Den Gutschein eingelöst und danach erstmal meine üblichen
Fotorunde gedreht, den Anstoß abgelichtet und zu dem anderen Beiden auf die Tribüne gesetzt.
Auch unsere zweite Partie am heutigen Tag, die auch gleichzeitig das letzte Match dieser Tour ist, ist ein Spiel in der höchsten Spielklasse unserer Bundeshauptstadt, der
Berlin-Liga. Hier trafen nun der SC Staaken und der VfB Fortuna Biesdorf aufeinander. Tabellarisch bedeutet das in der 18er Liga die Ränge 9 und 14, wobei die Hausherren seit zwei Wochen rein
rechnerisch gesichert sind, die Gäste aber im schlechtesten Fall tatsächlich noch absteigen könnten – auch wenn sie eine gute Ausgangsposition haben. Der SC steht mitten im breiten
Mittelfeld, in welchem zwischen Platz 3 und 13 nur neun Punkte Unterschied liegen, so kann man an den beiden letzten Spieltagen durchaus noch den ein oder anderen Platz gewinnen, aber
durchaus auch noch ein wenig an Plätzen verlieren. Die Fortunen, deren zweite Mannschaft wir vergangenes Wochenende auf ihrem Kunstrasen am Grabensprung im Stadtteil Biesdorf gesehen haben,
haben am vorletzten Spieltag nicht nur vier Punkte Vorsprung (allerdings mit dem schlechteren Torverhältnis) sondern auch noch ein Nachholspiel gegenüber dem Frohnauer SC auf Platz 16, also
dem ersten Team unter dem Strich. Biesdorf war in den vergangenen Jahren öfters zwischen Berlin- und Landesliga hin und her gependelt, scheint nun aber auf einem guten Weg zu sein, die Klasse
nach dem Aufstieg in 2024 ein zweites Mal in Folge zu halten. Der SCS stieg im Sommer 2025 nach acht Jahren NOFV-Oberliga erstmals wieder ab. Am letzten Spieltag hätte ein Punkt zum
Klassenerhalt gereicht, aber man unterlag dem Tabellen-Neunten mit 0-2, wobei die Tore in der 86. und 89. Minute fielen. Es gab noch eine Relegationsrunde mit Wismut Gera, die man nach
Hin-und Rückspiel für sich entschied. Diese Relegationsrunde war nötig, weil der Tabellenführer der Thüringenliga, der 1. SC Heiligenstadt, vorab bereits angekündigt hatte nur als Meister
(und nicht als Zweiter oder Dritter) aufsteigen zu wollen. Am Ende blieb man aber ganz oben, nahm das Aufstiegsrecht wahr und die Relegation Staaken/Gera war vollkommen für die Katz.
Munter ging es los mit der frühen Gästeführung nach nur sechs gespielten Minuten, ihre Freude währte aber nicht lange, denn nur fünf Minuten später war die Partie bereits
wieder ausgeglichen. Danach wurde es kurios: Ein VfB-Einwurf ging direkt vor‘s Tor, wo der Torhüter der Einheimischen den Ball leicht berührte und durch seine eigenen Beine ins Tor ging. Wäre
er einfach weggesprungen und der Ball direkt ins Tor gegangen, hätte es logischerweise nicht gezählt. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen und Biesdorf erzielte direkt nach dem
Seitenwechsel das 1-3 per schönem Heber aus etwa 25 Metern, über den Torhüter. Wiederum nur kurz danach ein SCS-Tor und das Ganze wiederholte sich kurz darauf nochmal: Die Fortunen stellten
den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her und Staaken verkürzte ein drittes Mal binnen maximal fünf Minuten. Ein gerade mit gelb verwarnter Gäste-Spieler dann mit einem Bärendienst für sein
Team, als er einen Gegenspieler umschubste und mit der Ampelkarte den Platz verlassen musste. Fortan drückte der SCS massiv auf den erneuten Ausgleich. Mehrmals ging es vogelwild im
VfB-Strafraum zu und man dachte sich öfters „Wie geht der denn nicht rein?“. Es schien, als könne sich Biesdorf mit dem Dreier auch rechnerisch den Klassenerhalt sichern, aber wenige Sekunden
vor Ablauf der regulären 90 Minuten bekam man doch noch einen aus dem Gewühl reingestochert. Da in den fünf Minuten Nachspielzeit nichts mehr passierte, nahmen sie aber wenigstens einen
Zähler mit und haben es mit nun zwei Punkten Vorsprung weiterhin in der eigenen Hand. Persönlich hat es in der Berlin-Liga seit dem 01. Mai nun so richtig gescheppert und mit den Vereinen TSV
Wilmersdorf, Reinickendorfer Füchse, TSV Mariendorf, FSV Spandauer Kickers und eben dem SC Staaken konnten hier fünf Grounds in dieser Liga in den letzten viereinhalb Wochen gekreuzt
werden.
Um 15:58 Uhr ging es für uns im Westen der Bundeshauptstadt auf die Heimfahrt, die mit 523 Kilometer bzw. 5:42 Std, lang war. Da das Navi auf der A115 ein Teilstück knallrot
angezeigt war, fuhren wir die B5 in die westliche Richtung und direkt auf die A10. Kaum dort drauf verloren wir an einer Baustelle bei Töplitz einige Minuten. Am Kreuz Werder blieben wir auf
der A10 und wechselten am Dreieck Potsdam auf die A9, wo wir am Autohof bei Brück einen kleinen Halt für den Kauf kalter Getränke machten. Auf der A9 war zwar, wie so oft, einiges an Verkehr,
aber Stau/Stockung hatten wir erst ganz kurz vor dem Hermsdorfer Kreuz wegen eines Auffahrunfalls in einer Baustelle. Kaum auf der A4, ging es hinter Jena, genauer gesagt an der Ausfahrt
Magdala, gleich wieder runter. Der geliebte Imbiss Haase wurde angesteuert, wobei die Schlange am Eingang zu lang war, aber im Drive-In waren nur drei Autos vor uns. Gut gestärkt, setzten wir
unsere Heimreise um 19:30 Uhr fort und die A4 war ordentlich frei. Am Kirchheimer Dreieck wechselten wir ein letztes Mal die Autobahn und hatten noch ein Stückchen A5 vor uns, bis wir diese
an der Ausfahrt Himberg/Ohm verließen. Hier war der Sprit laut App mit am günstigsten und so tankten wir hier noch voll und hatten nun noch knapp 40 Minuten bis zu mir nachhause. Um 22:10 Uhr
hatten wir es geschafft und ich stellte mein Auto nach 1.371 Kilometern in den letzten etwas mehr als 40 Stunden in der Garage ab. Meine Mitfahrer hatten noch ein klein wenig zu
fahren, ich packte oben meine Tasche noch aus und stellte den Bericht online, gegen 23:30 Uhr legte ich mich ins Bett.