Saison 2025/26

Relegation zur Kreisoberliga Schwalm-Eder

(Hinspiel)

 

Pappelarena
(Neukirchen/Knüll - Riebelsdorf)

 
Freitag, 05. Juni 2026 / 19:00 Uhr
 
SC Rot-Weiß Riebelsdorf -
FSG Chattengau/Metze


4:1 (2:0)


Tore:

1:0 (12.) Michael Knaut

2:0 (45.+1.) Tim Koch

3:0 (63.) Tim Koch (Foulelfmeter)

4:0 (74.) Leon Schäfer

4:1 (76.) Kevin Brauch

  

Gelb-Rote Karte: Sebastian Fax (89./FSG).

Gelbe Karten: Tim Koch (24.), TRAINER (68.), Leon Hundr-Schwalm (75.), Yunus Kocak (77.) / Simon Warlich (61.), Julius Wiedemeyer (70.), Sebastian Fax (81.).

Schiedsrichter: Florian Carls

Zuschauer: ca. 400


Freitagabend, Wochenend-Beginn und Relegationszeit, dazu noch eine  kleine, aber nette, Samstag/Sonntag-Tour vor der Brust, so lässt es sich doch aushalten. Wir hatten zwei Relegationsspiele zur Auswahl und grundsätzlich war es uns egal welches wir besuchen, denn es waren beides Rasenplätze, beides von mir zuhause knapp über eine Stunde einfache Fahrzeit, beides Relegationen zu einer Kreisoberliga und bei beiden konnte heute leider noch keine finale Entscheidung fallen. Zur Auswahl standen die SG Bad König/Zell gegen den SV Hummetroth II (zur KOL Dieburg-Odenwald) oder SC Riebelsdorf gegen FSG Chattengau/Metze (zur KOL Schwalm-Eder) und wir sprachen eigentlich alle davon, dass wir lange nicht mehr in der Odenwälder Richtung waren, aber auf das Projekt Hummetroth hatte auch irgendwie keiner so richtig Lust. Im Endeffekt ist es auch egal, alles muss gemacht werden und der heute nicht besuchte Ground läuft ja auch nicht weg. Wir entscheiden uns dann für den SCR ohne zu wissen was genau uns erwartet, denn selbst bei den Kollegen von Europlan Online gab es hier noch keinerlei Fotos vom Sportgelände.

 

Die Relegation zur KOL Schwalm-Eder wurde in den letzten Jahren immer in einer 3er-Runde ausgetragen, mit einem Team aus der Kreisoberliga und den jeweiligen Tabellenzweiten aus den beiden Staffeln der Kreisliga A Schwalm-Eder. In diesem Jahr spielt aber kein KOL-Team mit, sondern es ist nur eine Relegation mit zwei Mannschaften, die in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird und der Sieger nach diesen beiden Duellen ist aufgestiegen. Die Teilnehmer waren die FSG Chattengau/Metze aus der Staffel 2 der KLA und der SC Riebelsdorf aus der Staffel 1. Der SCR qualifizierte sich am vorletzten Spieltag in seiner Staffel für die Aufstiegsrelegation (bis dahin war zwischen Platz 1 und 3 noch alles möglich) und nennt diese Spielzeit auf ihren Social Media Kanälen bereits „die beste Saison der Vereinsgeschichte“. Bis 2011/12 war man sogar noch in der KLC, dann bis 2015/16 in der KLB und seitdem aber ununterbrochen in der KLA unterwegs. Die FSG ist ebenfalls bereits seit 2019/20 eine Mannschaft aus der Kreisliga A, ihr Weg führte aber entgegen gesetzt zum Gegner von oben nach unten, denn man war in den Jahren zuvor bereits Kreisoberligist.

 

Für heute waren wir eine Dreier-Kombo, denn mit Matthias und Sven hatte ich noch zwei Mitfahrer und da mein Navi als kürzeste Route (die auch die schnellste bzw. gleich schnell war wie die gemütlichere Route mit ein wenig Autobahn, aber dafür über 30 Kilometer mehr) bestellte ich die beiden um 17:20 Uhr zu mir. Von hier hatten wir eine einfache Strecke von 81 Kilometern bzw. 1:18 Std. und es gab mehrere Routen, die sich zeitlich nur um maximal ein Handvoll Minuten unterschieden. Ich nahm einfach mal sie Strecke, die vom Navi als Idealstrecke angezeigt wurde und diese führte über Nidda, Schotten, Ulrichstein und unter der A5 durch an Alsfeld vorbei. Von hier waren es noch knapp 20 Kilometer, u.a. durch Neukirchen/Knüll und direkt dahinter hatten wir unseren Zielort erreicht. Ein Parkplatz war schnell gefunden, aber an der Kasse war tatsächlich eine Schlange von 25-30 Menschen vor uns. Es ging aber recht zügig voran und nachdem wir einen Fünfer auf den Tisch gelegt hatten, bekamen wir eine Eintrittskarte und gingen drinnen logischerweise wie immer erstmal auf unsere Fotorunde.

 
Bei zwei A-Liga Mannschaften aus zwei verschiedenen Staffeln dürfte ein Quervergleich sowieso schwer sein, aber wir wussten ja gar nicht, was uns erwartet. In der Anfangsphase überrannte die FSG die Heim-Mannschaft regelrecht und machte 12 Minuten unfassbar viel Dampf. Dass sie das nicht über 90 Minuten aufrecht erhalten konnten, das war vorher zu sehen, allerdings verlor man nach dem 1-0 nach einem wirklich sehenswerten Angriff komplett den Faden und war quasi nicht mehr existent. Fortan spielte über den Rest der ersten Halbzeit eigentlich nur noch der SC, der sich in der Nachspielzeit auch noch mit dem zweiten Treffer belohnte. Die ordentliche Führung brachte man in die Kabine und auch nach dem Seitenwechsel waren die Rot-Weißen das bessere Team. Sie profitierten aber auch von katastrophalen Fehlern der Gäste, so ging z.B. der FSG-Schlussmann in einen langen Ball nicht mit den Händen voran, sondern mit den Füßen und senste den gegnerischen Stürmer regelrecht um. Aber auch nach dem souverän verwandelten Strafstoß war noch nicht Schluss, sondern man verlor in der eigenen Hälfte noch dem Ball im Spielaufbau und plötzlich stand es 4-0. Immerhin konnten die Gäste aus der Nähe von Kassel noch durch einen Freistoß verkürzen, bei dem der einheimische Torhüter aber auch alles andere als gut aussah. Nun war Chattenhau/Metze drauf und dran sich vielleicht wieder ein wenig zurück zu kämpfen und mit einem zweiten eigenen Tor das Ding wieder ein wenig offener zu gestalten, aber auch hier stellte man sich wieder selbst ein Bein in Form einer dummen gelb-roten Karte wegen Ballwegschießens. Dennoch war die Nachspielzeit, die mit etwas mehr als sechs Minuten fast noch zu wenig war, aufgrund der dauerhaften am Boden liegenden Riebelsdorfer Spieler, recht offen und es hätte durchaus auf beiden Seiten nochmal klingeln können. Am Ende bleib es aber beim 4-1, was im Rückspiel ein ordentliches Brett zu bohren gibt für die FSG.

 

Um 21:05 Uhr saßen wir wieder in meinem Fahrzeug und machten uns auf den Weg in Richtung Heimat, der nun vom Navi anders angezeigt wurde, als noch drei Stunden zuvor. Bis Alsfeld auf kleineren Landstraßen, ab hier dann auf der B254 und B275 durch Lauterbach, Herbstein und Grebenhain, wo wir meine Karre für die morgen beginnende Wochenend-Tour volltankten. Über Gedern ging es dann weiter zu mir nachhause, wo wir um 22:30 Uhr ankamen. Den Bericht fertig gemacht, hoch geladen und noch letzte Sachen in die Tasche gepackt, legte ich mich in Richtung 23:45 Uhr ins Bett.


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