Weiter geht´s im „Relegations-Terror“, die für manchen Hopper-Kollegen sogar als „geilste Zeit des Jahres“ benannt wird. Wie gestern auch bereits, geht es heute erneut in den
nordhessischen Bereich, denn hier beginnt heute die Relegationsrunde um den Aufstieg in die Gruppenliga Kassel. Die Gruppenligen sind ja auch so ein wenig mein bevorzugtes Ziel und nach
Abschluss der regulären Saison fehlen mir von den 135 Grounds in den acht Staffeln nur noch exakt zehn. Da arbeite ich doch gerne ein wenig vor, denn nächste Saison will ich hier zumindestens
sehr nahe an die Komplettierung heran kommen. Dass nur einer der fünf Teilnehmer in der kommenden Spielzeit Gruppenligist ist, macht auch nichts, die anderen Spielen ja Kreisoberliga und hier
gehören die nordhessischen Staffeln größtenteils immer noch zu meinen schwächsten. Somit stand meine Entscheidung recht schnell fest, nachdem ich Mitte letzter Woche gesehen hatte, dass
dieser Spielplan veröffentlicht wurde.
Es handelt sich wie die letzten Jahre auch immer um eine Fünfer-Runde, bei welcher die jeweils Tabellenzweiten der Kreisoberligen Hofgeismar-Wolfhagen, Werra-Meißner,
Schwalm-Eder, Kassel und Waldeck/Frankenberg teilnehmen. Am ersten von insgesamt fünf Spieltagen (ein Team hat jeweils immer spielfrei) stehen sich heute die zwei Vertreter der beiden
letztgenannten Staffeln gegenüber, genauer gesagt Tuspo Nieste gegen die SG Goddelsheim/Münden. Für die Hausherren war der Zug zur Meisterschaft schon lange abgefahren und am Ende hatte man
14 Punkte Rückstand auf den Meister und Direktaufsteiger, den zweiten Platz sicherte man aber final erst am vorletzten Spieltag ab. Die Gäste hatten nach Beendigung der regulären Runde 18
Zähler weniger als der Meister ihrer Staffel, aber man hatte selbst auch 13 Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten und stand somit schon seit einigen Spieltagen als Relegationsteilnehmer
fest. Für die Tuspo wäre die Gruppenliga Neuland (man war 2018/19 sogar noch A-Ligist), für die Spielgemeinschaft hingegen wäre es zwei Jahre nach dem Abstieg eine Rückkunft in die Liga, in
welcher man zuvor sieben Jahre am Stück unterwegs war.
Feierabend, Abendessen zuhause, blieb gerade noch Zeit due Freizeitklamotten anzuziehen und schon saß ich wieder am Steuer meines Fahrzeugs. Es waren nämlich 155 Kilometer zu
überbrücken (was 1:49 Std. dauern sollte), als ich mich um 16:41 Uhr auf den Weg machte. In Nidda sammelte ich noch Patrick ein, der mit dem Zug dort hin kam und weiter ging es in Richtung
Nordhessen. Bis kurz hinter Mücke ging es über Bundes- und Landstraßen, um dann endlich auf die Autobahn zu fahren, genauer gesagt auf die A5. Auf dieser blieb ich aber nur für knapp fünf
Minuten, bevor wie am Ohmtaldreieck links auf die A49 abbogen, auf welcher wir bis zum Kreuz Kassel-Mitte hinter der Documenta-Stadt blieben. Zuletzt noch für zwei Ausfahrten auf die A7 bis
„Kassel-Nord“ und neun Kilometer auf Landstraßen, beginnend durch Heiligenrode. Dadurch, dass wir poblemlos durch kamen, waren wir schon exakt eine halbe Stunde vor Spielbeginn am Ground und
konnten uns noch einen guten Parkplatz ganz in der Nähe des Eingangs sichern. An der Kasse einen Fünfer abgedrückt und drinnen erstmal die Fotorunde gedreht, sowie eine Wurst gegönnt. Schnell
fiel uns auf, dass es auf eine (für uns) eher enttäuschende Zuschauerzahl hinaus laufen würde, was am Ende mit etwa 300 tatsächlich auch der Fall war.
In den Anfangsminuten waren es die Gäste, die sich mit Vorteilen auf dem grünen Rasen
zeigten, sie hatten auch mehr Abschlüsse, auch wenn sie doch zumeist eher weniger gefährlich waren. Den ersten Treffer des Abends setzten aber die Hausherren und er kam eher aus der Kategorie
"aus dem Nichts" und die Führung war zu diesem Zeitpunkt absolut überraschend. Dieses Tor setzte den Gästen sehr zu, denn diese waren nun komplett aus dem Spiel und mussten kurz vor dem Gang
in die Kabinen sogar noch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Nach dem Seitenwechsel wurde es mal kurzzeitig wild, denn nach 30 Sekunden traf die Gäste-Spielgemeinschaft zum Anschluss. Wir
freuten uns auf eine vermutlich spannende Hälfte, aber im direkten Gegenzug hämmerte der Tuspo-Spielertrainer den Ball in den Winkel, zwei Tore in den ersten anderthalb Minuten der zweiten 45
Minuten. Mit einem weiteren Fernschuss war es erneut der Coach der Hausherren der mit 4-1 nach 66 Minuten die Weichen endgültig auf Heimsieg stellte. Die Gastgeber waren nun auch komplett
überlegen und es hätten durchaus sogar noch ein, zwei Buden mehr fallen können, aber auch so war es ein überraschend klarer Dreier für den Vertreter aus der Kreisoberliga Kassel. Eine nette
Begebenheit war noch die nette Unterhaltung, die Patrick und ich mit einem Fußballkenner aus der Region (Schauenburg) und einem weiteren und bis dato unbekannten Hopperkollegen aus Eisenach
führten, der, wie sich herausstellte, sogar bereits öfters hier auf meiner Homepage rumsurfte. Viele Grüße, falls es gelesen wird!
Dank dem pünktlichen Abpfiff, war es erst 20:50 Uhr, als wir wieder im Auto hockten und das erste Stück war analog zur Hinfahrt. Es ging jedoch an der A7 nicht auf die
Autobahn, sondern darüber hinweg, denn ich hatte Patrick versprochen an den Bahnhof Wilhelmshöhe zu fahren, von wo er mit dem ICE in Richtung Heimat fuhr, denn von allen weiteren Bahnhöfen,
die auf meiner Wegstrecke liegen, würde er heute nicht mehr nachhause kommen. Vom Bahnhof ging es südwestlich aus Kassel heraus und für die Dauer von einer Ausfahrt auf die A44, um dann am
Kreuz Kassel-West direkt auf die A48 zu fahren. Hier blieb ich bis zum Ohmtal-Dreieck, wo ich auf die A5 wechselte, aber nach knapp zehn Minuten den Highway verließ. Ich musste am Autohof
etwas Sprit in den Tank jagen und via Mücke und Nidda ging es in den Heimathafen, wo ich meine Karre um 23:05 Uhr in der Garage abstellte. Oben diesen Bericht online gestellt, die Tasche für
die Wochenend-Tour final fertig gepackt und noch ein wenig Highlights der Viertelfinalspiele der Eishockey-WM geschaut. Bis ich mich wieder ins Bett begab, hatte sich das Datum des Tages
bereits geändert, es war also erneut nach Mitternacht.