Saison 2025/26

Relegationsrunde zur Kreisoberliga Waldeck-Frankenberg

(1. Spieltag)

 

Sportplatz am Feriendorf
(Frankenau/Eder)

 
Mittwoch, 27. Mai 2026 / 19:00 Uhr
 
TSV Jahn Frankenau -
TuS Bad Arolsen


3:2 (0:0)


Tore:

1:0 (48.) Florian Weishaupt

2:0 (65.) Luis Dettmar

2:1 (76.) Kevin Sobotta

3:1 (85.) Leon Schäfer

3:2 (89.) Kevin Sobotta

  

Gelbe Karten: Steffen Scherer (24.) / Eric Schneider (30.).

Schiedsrichter: Joel Bornscheuer

Zuschauer: ca. 450


Hatte ich bis gestern Morgen noch die FSG Altenstadt II in meinen Planungen stehen, was wegen der beiden Zweitmannschaften kein Traumduell für mich war, aber da ich den Ground bereits einige Mal vor meiner Zählung bereits mehrmals besucht und auch selbst bespielt hatte, hätte ich jetzt damit keine großen Schmerzen gehabt ihn so „offiziell“ für mich zu verbuchen. Das Spiel wurde aber um die Mittagszeit abgesagt und es gab zwei Optionen an Relegationsspielen für mich. Eins wieder in Bayern, aber zwischen Lohr am Main und Würzburg gelegen und eins in der Nähe von Mainz. Ersteres wäre wegen Anpfiff um 18:30 Uhr zeitlich eine ganz enge Sache geworden, denn man weiß ja nie wie man am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub aus dem Büro raus kommt und dann müsste ich nach dem Abendessen direkt weg, selbst dann würde es noch zeitlich eng werden. Zweiteres ist ein Match auf Kunstrasen, was bei 30 Grad natürlich auch alles andere als ein Traum ist und so war ich lange am überlegen. Gestern Abend legte ich mich nach der Rückkehr aus Bischbrunn ins Bett, schaute nochmal in den Matchkalender-App und sah, dass im Laufe des Tages noch ein Relegationsspiel (mit Spielbeginn um 19 Uhr) zur Kreisoberliga Waldeck-Frankenberg bei fussball.de eingestellt wurde, das passte mir doch super und somit hatte ich endlich meine Partie gefunden.

 

Es handelt sich, wie bereits geschrieben, um die Relegation zur Kreisoberliga Waldeck/Frankenberg und in einer Dreier-Runde duellieren sich hier der Tabellenzweite der Kreisliga A Frankenberg (TSV Jahn Frankenau), Kreisliga A Waldeck (TuS Bad Arolsen) und dem Tabellenvierzehnten der KOL Waldeck/Frankenberg (TSV Korbach II). Die Mannschaften haben jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel, sowie einmal spielfrei in dieser Runde und den Auftakt machen die beiden A-Ligisten, die aufsteigen wollen, während die Zweite des Gruppenligisten, die den Klassenerhalt sichern will, heute erstmal zusehen muss. Mit einem Schlussspurt von sechs Siegen zum Ende der regulären Saison konnte sich der TSV Jahn doch noch auf den zweiten Rang nach vorne schieben und darf heute gegen die TuS relegieren. Diese kann sogar sieben Dreier in Folge zum Saisonende vorweisen, letztendlich war aber die Niederlage im direkten Duell gegen den Meister (letzter Spieltag vor der Winterpause) entscheidend, da beide Mannschaften in diesem Kalenderjahr nur einmal Remis spielten und sonst alles gewannen. Quervergleiche zwischen zwei Ligen sind natürlich immer schwer bis unmöglich, aber rein vom Papier her (mehr Punkte, mehr Tore, weniger Gegentore) schienen mir die Gäste vielleicht ein wenig favorisiert zu sein.

 

Nach Feierabend und Abendessen zuhause, baute ich noch kurz meinen neuen Fernseher auf, zum komplett einrichten reichte die Zeit leider nicht mehr. Bereits um 17:15 Uhr saß ich wieder in meinem Auto und das Navi vermeldete eine Fahrzeit von 1:35 Std. für die 126 Kilometer, das bedeutete einen Puffer von nur zehn Minuten. Bei Relegationsspielen versuche ich eigentlich schon gerne ein wenig mehr zu haben, aber das war heute einfach nicht drin. Ich musste aber dadurch auf jeden Fall die „schnellste Route“ wählen und konnte nicht auf die „kürzeste Route“ zurückgreifen, denn die dauerte (trotz 12 Kilometer weniger) vier Minuten länger. Via Nidda und Berstadt ging es auf die A45 und am Gießener Südkreuz auf die A485, den Gießener Autobahnring, der dann automatisch in die B3 über ging. Hier blieb ich bis etwa 15 Kilometer hinter Marburg und hatte zum Schluss noch 27 Kilometer auf kleineren Landstraßen in Richtung Norden. Leider war doch ein wenig Verkehr und man konnte kaum Zeit gewinnen, denn wenn man mal überholen konnte, dauerte es nicht lange und man hatte den nächsten Schläfer vor der Nase. Ein Dutzend Minuten vor Anpfiff kam ich am Sportgelände an, der Parkplatz wurde auf einer Wiese am Kopfende des Sportplatzes zugewiesen. Am Eingang einen Fünfer abgelegt und drinnen erstmal meine Fotorunde gedreht, auf welcher beide Mannschaften auch schon den grünen Rasen betraten. Zum Einlauf präsentierten beide Fanlager ein wenig Rauch, ganz nett, nicht mehr und nicht weniger.

 

Die Anfangsphase ging optisch eher an die Hausherren, aber die beste Möglichkeit hatten die Gäste. Erst danach konnte der Jahn die Überlegenheit auch in Torchancen umsetzen, man hatte zwei, drei wirklich gute, aber der Ball wollte nicht über die Linie. Somit blieb es zum Gang in die Kabinen beim torlosen Remis, welches aber nach dem Seitenwechsel nicht mehr lange Bestand hatte. Mit dem ersten Torschuss der zweiten 45 Minuten gingen die Gastgeber in Führung und bauten diese nach 65 Minuten völlig verdient auf 2-0 aus. Dieser Treffer zog ihnen aber völlig unverständlicherweise selbst den Stecker und man war gar nicht mehr präsent. Frankenau hatte keinerlei Entlastung mehr und die Gäste verkürzten. Nur eine Minute danach hämmerte ein TuS-Spieler den Ball per Fernschuss an die Latte. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis das Spiel hier ausgeglichen wird. Genau in diese Phase produzierte der TuS einen katastrophalen Fehlpass in der eigenen Hälfte und nach einer schnellen Weiterleitung des Balles blieb der Spieler der Gastgeber vor dem Torhüter eiskalt. Erneut schien das Spiel entschieden, aber nach einmal kurz schütteln traf Bad Arolsen erneut zum Anschluss und wiederum nur ganz kurz darauf klatschte das Leder nach einem Eckball erneut an den Querbalken. Es ging in den insgesamt acht Minuten Nachspielzeit ordentlich zur Sache, aber ein weiteres Tor fiel nicht mehr und so blieb es beim knappen 3-2 Sieg des Vertreters aus dem Fußballkreis Frankenberg. Nach einer unspektakulären ersten Hälfte, bot die Zweite dafür dann alles, was man sich als neutraler Zuschauer erhofft.

 

Zufrieden stieg ich um 21 Uhr in mein Auto und machte mich auf den Weg in Richtung Heimat. Der Abfahrtsstau von der Kuhweide herunter dauerte ein klein wenig, aber es war zu verschmerzen, zumal es danach wirklich gut voran ging. Logischerweise war es weitestgehend der gleiche Weg, wie auch bereits auf dem Hinweg, halt in die entgegengesetzte Richtung. An Gemünden und Marburg vorbei bis nach Gießen, wo ich nun aber auf die B457 fuhr und an Lich & Hungen vorbei über die Umleitungsstrecke Rodheim / Rabertshausen nach Nidda gelangte. Komplett zuhause war ich um 22:35 Uhr und nachdem ich diesen Bericht fertig geschrieben und online gestellt hatte, richtete ich noch meinen Fernseher ein und haute mich gegen Mitternacht in die Falle.


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