Heute Nacht um 3:45 Uhr erst von der Reise zur Eishockey-Weltmeisterschaft Part 2 nachhause gekommen, stand heute wenig an, außer Klamotten auspacken und einfach nur
rumgammeln, denn morgen geht sowieso auch der Arbeitsalltag wieder los. Nachdem ich beim ersten Teil der Reise neben dem Eishockey auch acht neue Fußball-Grounds in Österreich und der Schweiz
gemacht habe, ließ ich in den vergangenen vier Tagen den Ballsport mal komplett ruhen. Damit sollte heute natürlich wieder Schluss sein und ich hatte mir letzte Woche bereits ein
Relegationsspiel in der Nähe von Schweinfurt heraus gesucht. In der Zwischenzeit, wo ich Zürich war, kam ein anderer Kick hinzu, der vor ein paar Tagen noch nicht feststand, mir aber viel
mehr zusagte.
Ich musste nämlich zuerst noch nach Gründau-Lieblos in ein Elektrogroßhandel, um eine bereits vorher online getätigte Bestellung abzuholen. Da passte die neu ausgesuchte
Partie besser dazu und auch nach dem Spiel werde ich annähernd eine halbe Stunde eher zuhause sein. Ich machte mich um 16:25 Uhr daheim auf den Weg und die Gesamtstrecke waren 105 Kilometer
und die reine Fahrzeit wurde mit 1:22 Stunden angegeben. Nachdem ich über Ortenberg und Büdingen in Gründau-Lieblos angekommen war, dauerte die Abholung hier auch ein paar Minuten und nachdem
ich in Lieblos auf die A66 gefahren war, hatte ich noch einen Puffer von 35 Minuten. Für meine Verhältnisse recht viel, aber Relegationsspiele sind meistens gut besucht, erst Recht in Bayern.
Am Langenselbolder Dreieck wechselte ich auf die A45 und am Seligenstädter Dreieck auf die A3, die ich bis zur Ausfahrt Rohrbrunn befuhr. Von hier waren es noch elf Kilometer Landstraßen und
35 Minuten vor Anpfiff erreichte ich das Sportgelände, wo die Parkplätze vor Helfern eingewiesen wurden. Am Eingang sieben Euro Eintritt gezahlt, drehte ich drinnen erstmal meine Fotorunde,
an deren Ende ich Snicki traf und mich zu ihm setzte.
Der Sportplatz in Bischbrunn war als neutraler Spielort Austragungsstätte des entscheidenden Relegationsspiels um den letzten Startplatz für die Bezirksliga Unterfranken
West. Es standen sich der TSV Lohr und der FV 05 Helmstadt gegenüber. Die nominellen Hausherren aus Lohr setzten sich in der ersten Runde knapp und mühsam mit 1-0 gegen den Tabellenzweiten
der Kreisliga Würzburg (Staffel 2), dem TSV Neuhütten-Wiesthal, durch. Die Gäste (auf dem Papier stehend) schlugen den Tabellenzweiten der Kreisliga Aschaffenburg, den FC Bürgstadt, ziemlich
klar mit 3-0. Im heutigen Duell stehen sich also dir beiden favorisierten Teams gegenüber, die in der abgelaufenen regulären Spielzeit bereits Teil der Bezirksliga waren und beide nun
versuchen den Klassenerhalt zu schaffen, es wird heute defacto aber nur einem Verein gelingen. Dennoch wird es für den heutigen Verlierer noch eine weitere Chance auf den Ligaverbleib geben,
wenn man in einer letzten Relegationsrunde auf den Verlierer des Duells Rödelmaier gegen Thulba trifft. Mit 36 (Lohr) und 35 (Helmstadt) gesammelten Zählern, betrug der Unterschied nach 30
Spieltagen gerade einmal ein einziger Punkt. Die Spiele gegeneinander unter der Saison endeten 0-0 und 1-0 für Helmstadt, also zwei Mal ganz eng und wenig torreich.
Das Spiel erst langsam an und brauchte einiges an Zeit uns obwohl man sich schon durch 180 Minuten gegenseitig kennen sollte, dauerte diese Abtastphase locker 15-20 Minuten.
Danach kam etwas mehr Zug ins Spiel, aber hauptsächlich seitens der nominellen Gäste, die auch ein, zwei kleine Möglichkeiten vorweisen konnten. So ging es nach 45 Minuten torlos in die
Kabinen. Die erste Viertelstunde nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Geschehen auf dem grünen Rasen. Der FV hatte zwei gute Möglichkeiten, welche aber beide vom guten TSV-Torhüter
vereitelt wurden. Nach einer Stunde Spielzeit wurde es ausgeglichener und Lohr kam besser ins Spiel, Chancen auf beiden Seiten waren auf beiden Seiten aber weiterhin eher rar gesät. Es blieb
bei diesem Ergebnis und wir bekamen noch zwei Mal 15 Minuten Aufschlag, den niemand von uns gebraucht hätte, aber unser Pokal- und Relegationsfetischist aus Düdelsheim, der findet
Verlängerungen ja auch immer ganz toll. Wir blieben aber auch in dieser halben Stunde wenig spektakulär und als wir uns alle schon mit dem ultimativen Showdown vom Punkt
eingestellt hatten, gab es noch mal einen Eckball für Helmstadt. Dieser wurde zu kurz abgewehrt und der Schuss in Richtung Tor rutschte zuerst an Freund &
Feind vorbei, wurde dann am langen aber doch noch über die Linie gedrückt. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf man sogar noch ein zweites Mal und die 05er hatten den
Bezirksliga-Verbleib endgültig abgesichert, zumal der Schiedsrichter unmittelbar danach das Match auch beendete.
Es war schon 21:15 Uhr, als ich wieder im Auto saß, locker mal eine Dreiviertelstunde später als erwartet und erhofft. Die Wegstrecke der Heimfahrt betrug 102 Kilometer und
sollte laut Navi 1:05 Std. dauern. Da ich mich ziemlich zeitnah nach dem Abpfiff auf den Weg zum Parkplatz machte, hielt sich der Abfahrtsstau noch in Grenzen, obwohl es nur eine Ausfahrt vom
Nebenplatz herunter gibt. Zuerst brachte ich die elf Kilometer Landstraßen hinter mich und fuhr an der Auffahrt Rohrbrunn auf die A4 auf. Am Seligenstädter Dreieck wechselte ich auf die A45
und blieb hier bis zur Ausfahrt Staden. Von hier hatte ich nur noch die üblichen 15 Kilometer Landstraße, bevor ich um 21:25 Uhr mein Fahrzeug in der Garage abstellte und oben noch die
letzten Minuten der Nachspielzeit des Relegationsspiels Greuther Fürth gegen Essen schauen konnte und danach noch diesen Bericht fertig stellte. Um 23:15 Uhr legte ich mich schon in mein
Bettchen, denn ich war schon geschlaucht von den letzten Tagen.