Saison 2025/26

Oberliga Westfalen

(Nachholspiel vom 16. Spieltag)

 

Bremenstadion
(Ennepetal - Milspe)

 
Mittwoch, 20. Mai 2026 / 19:30 Uhr
 
TuS Ennepetal -
FC Eintracht Rheine


1:0 (1:0)


Tor:

1:0 (45.+1.) Christopg Van Der Heusen

  

Gelbe Karten: Maxwell Bimpeh (55.) / Fabian Kerelaj (70.), Lennard Maßmann (84.).

Schiedsrichter: Tim Zahnhausen

Zuschauer: 350


Wie gestern erwähnt, habe ich ja in dieser Woche Urlaub und nutze ihn, um mal herunter zu kommen und auch mal auszuschlafen. So passte es mir aber dennoch sehr gut, dass für heute Abend ein Oberliga-Spiel angesetzt war, welches ich problemlos und ohne Hetze besuchen konnte, da die Anreise nicht irgendwie knapp war wegen Feierabend. Und auch wenn ich ein wenig später heim kommen sollte, ist es auch egal, ich kann ja morgen früh liegen bleiben, es dürfte sich aber um den nähesten mir noch fehlenden Oberliga-Platz handeln, von daher passt das schon so. Anfang der Woche sagte Matthias noch zu, dass er es arbeitstechnisch auch schaffen würde und so war ich wenigstens nicht alleine, das ist immer schöner.

 

Es handelt sich dabei um ein Spiel der Staffel Westfalen und dabei duellieren sich in einem Nachholspiel des 16. Spieltages die Mannschaften des TuS Ennepetal und des FC Eintracht Rheine. In einer Liga mit 19 Vereinen stehen sich die Teams auf den Rängen 19 und 11 gegenüber. In dieser Liga gibt es in dieser Saison durch die Konstellation von oben herunter (durch den Zwangsabstieg der Zweiten von Fortuna Düsseldorf bleibt Wiedenbrück, die normalerweise in die OL Westfalen eingruppiert werden würden, doch in der Regionalliga) nur die Minimalanzahl von drei Fix-Absteigern. Mal wieder eine spannende Konstellation, denn es handelt sich ja um ein Nachholspiel und somit können nur diese beiden Teams Punkte holen, während der Rest der Liga von der Couch zuschauen muss. Die Hausherren sind aktuell Tabellenletzter mit 31 Punkten, mit einem Sieg heute würde man einen Sprung hoch auf Platz 16 machen und wäre plötzlich über dem Strich - wenn auch nur wegen der minimal besseren Tordifferenz. Eigentlich war man kurz nach der Winterpause bereits abgeschlagen, aber sechs Dreier aus den letzten neun Spielen und plötzlich ist man wieder mit realistischen Chancen auf den Klassenerhalt dabei. Die Gäste hingegen stehen aktuell bei 38 Zählern und würden selbst mit einem Remis heute den Ligaverbleib quasi absichern, da man dann zwei Partien vor Ende der Spielzeit sechs Punkte und 17 Tore Vorsprung hat auf dem ersten Absteiger. Bei einem Auswärtssieg wäre man heute auch schon rein rechnerisch zu 100% abgesichert.

 

Um 16:28 Uhr ging es zuhause los und mein Navi sagte wegen ein wenig Verkehr 2:25 Std. für die exakt 200 Kilometer voraus. In Berstadt noch einen kleinen Schlenker gemacht, um Matthias einzusammeln, ging es direkt dahinter auf die A45 in Richtung Nordwesten. Zwischendurch hatte der Verein mir auch geantwortet, dass definitiv auf Naturrasen gespielt wird (Danke dafür!), so dass wir unbesorgt anreisen konnten. Wir blieben auf dem Highway bis zur Ausfahrt Meinerzhagen, von wo es noch 43 Kilometer waren. Beginnend auf der B54 durch Meinerzhagen und Kierspe hindurch, gefolgt von der B229 durch Halver und bis nach Radevormwald. Danach waren es noch ein paar Kilometer auf kleineren Landstraßen, bevor wir um 19:05 Uhr noch einen ordentlichen Parkplatz in den engen Straßen beim Sportgelände erhaschen konnten. Am Eingang acht Euro hingelegt, dafür wurde der Eintritt genehmigt und ich drehte direkt meine Fotorunde in diesem echt schönen Ground.

 

Das Spiel brauchte lange um wenigstens etwas Fahrt aufzunehmen, man merkte wirklich beiden Teams an, dass sie wussten, was heute auf dem Spiel stand. Erst nach einer halben Stunde gab es erste kleinere Möglichkeiten hüben wie drüben, aber in der Schlussphase der ersten Hälfte waren die Hausherren doch das bessere Team. Man belohnte sich in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten tatsächlich noch mit dem Führungstreffer. Es blieb auch nach dem Seitenwechsel dabei, dass es absolut keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab, es war reiner Abstiegskampf und teilweise sogar eher Abstiegskrampf. In den letzten 10-12 Minuten startete der Gast nochmal eine Schlussoffensive, aber die ganz großen Chancen blieben Mangelware. Ennepetal stand nur noch hinten drin und hatte keinerlei Entlastung mehr, denn sie droschen die Bälle einfach nur noch blind hinten raus, dass dieser dann postwendend wieder zurück kommt, ist doch auch klar. Irgendwie retteten sie sich aber über die Zeit und riesengroß war die Freude über den Dreier nach Abpfiff des Unparteiischen, verbunden damit das erste Mal seit dem 2. Spieltag die Abstiegsränge wieder verlassen zu haben. Die TuS holte nun 24 Punkte aus den letzten 12 Spielen, nachdem man zuvor nur 10 Punkte aus den ersten 19 Saisonspielen sammeln konnte und der Rückstand auf das rettende Ufer kurz nach der Winterpause noch acht Zähler betrug.

 

Als wir wieder am Auto waren und die Heimfahrt starteten, war es schon wieder 21:30 Uhr. Für das erste Stück wählten wir ein klein wenig eine andere Route, um nicht ganz so viel Kurverei zu haben. Zeitlich waren es nur ein, zwei Minuten Unterschied und auch kilometermäßig hatten wir nun sieben mehr, aber dafür waren wir nach „nur“ 35 Minuten auf der Autobahn. Genauer gesagt, auf der Auffahrt Lüdenscheid Nord ging es direkt auf die A45, auf welcher wir uns durch die Baustellen kämpfen mussten, hier aber auch bis zur Abfahrt Berstadt bleiben konnten. Dort ließ ich Matthias raus, tankte zur Abrechnung voll und war exakt um Mitternacht zuhause. Hier machte ich noch den Bericht fertig und lag um 1 Uhr auch bereits im Bett.


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