Saison 2025/26

Challenge League

(36. Spieltag)

 

Stadion Grünfeld
(Raperswil-Jona / Schweiz)

 
Freitag, 15. Mai 2026 / 20:15 Uhr
 
FC Raperswil-Jona -
Stade Nyonnais


2:1 (1:1)


Tore:

0:1 (13.) Juan Ghia

1:1 (39.) Davide Muzzi

2:1 (56.) Davide Muzzi

  

Rote Karte: Shahin Edougue (66./Nyon).

Gelbe Karten: Guillermo Padula Lenna (13.) / Pedro Rodriguez (90.+3.).

Schiedsrichter: Maxime Odiet

Zuschauer: 205


Zu Teil 3 des Berichtes => KLICK

 

Das Schlafen war irgendwie eher so semi gut, aber immerhin konnte ich nachdem ich um 6 das erste Mal wegen Helligkeit im Zimmer wach war, danach nochmal einschlafen und bis um 9:30 Uhr pennen. Danach zog ich mich an und fuhr in den Interspar, der etwa einen Kilometer entfernt ist, hier wollte ich mir Frühstück holen und da Schnitzel-Semmel im Angebot waren, hatte ich meine Entscheidung schnell gefällt. Ich nahm sie mit auf‘s Zimmer und aß dort in aller Ruhe, bevor ich noch ein wenig rumgammelte, denn bei dem Regen, wenn er auch nur leicht war, hatte ich keine Lust zum See zu laufen und verschob das. Es war so gemütlich, so dass ich nicht wie geplant um 11:30 Uhr nach Zürich aufbrach, sondern erst eine halbe Stunde später. Bregenz raus und durch Hard durch war einiges an Verkehr, auch gerade wegen der vielen Ampeln unterwegs auf der B202. Über den Rhein, ging es kurz dahinter über die Grenze und nur ein, zwei Kilometer danach auch schon auf die A1. Diese führte mich an St. Gallen und Winterthur vorbei zu meinem Zielort, nach Zürich. Das parken war eine reine Katastrophe und es musste das Parkhaus eines Supermarktes her halten, welches fast anderthalb Kilometer entfernt zur Arena liegt. Da ich Zeit hatte, war es egal, nervig war es auf jeden Fall aber dennoch. Vor Ort natürlich viele Bekannte getroffen, unsere Freunde und langjährigen WM-Begleiter aus Weißwasser, sowie z.B. auch Jörg S. & Anne B. und Jörg K. aus Bad Nauheim. Danach gab es die erwartete und absolut verdiente Niederlage gegen kompakte Finnen, wobei mit funktionieren Special Teams (Über- UND Unterzahl) vielleicht tatsächlich sogar etwas drin gewesen wäre. Ich wartete noch die finnische Hymne ab und nach dem Shakehands verließ ich um 18:35 Uhr die Arena. Das war zeitlich gesehen besser, als ich es mir erträumt hatte, denn nachdem ich schnellen Schrittes zum Parkhaus lief, konnte ich dort bereits um 18:53 Uhr die Schranke passieren und ausfahren - erhofft hatte ich mir spätestens 19:10 Uhr. Allerdings zeigte das Navi mir nun für die 44 Kilometer auch nur 43 Minuten an, als ich zuhause plante, hatte ich 51 gesehen. Ich fuhr zufällig direkt am Stadion Letzigrund vorbei und kam wirklich sehr gut durch Zürich durch. dass man hin und wieder mal an einer roten Ampel stehen bleiben muss, das ist ja klar. Alsbald konnte ich am Stadtrand auf die A3 auffahren, die mich südlich den Zürichsee von West nach Ost entlang führte. Der Regen war zeitweise recht stark, wurde aber weniger umso näher ich meinem Zielort kam. An der Ausfahrt Pfäffikon vom Highway herunter, ging über die schmale Brücke einmal quer über den See. Auch im Ort war kaum Verkehr (vermutlich viele auch vor der Glotze, weil um 20:20 Uhr die Schweiz ins Eishockey-Turnier einsteigt) und so konnte ich das Auto tatsächlich schon um 19:40 Uhr auf dem Parkplatz abstellen. Auch hier war eine Parkuhr, da öffentlicher Parkplatz, also erst noch kurz zwei Fränkli in die Parkuhr geworfen, war ich hier auch safe. An der Kasse nahm ich dann einen Stehplatz, obwohl es wieder etwas mehr regnete, aber der Unterschied Steher zu Sitzer (auf überdachter Tribüne) war mir von 15 auf 30 Franken definitiv zu hoch. Wir reden sonst hier von über 35 Euro für ein schweizer Zweitliga-Spiel, ich habe nach meiner Fotorunde dafür lieber fünf dieser Franken lieber in eine Portion Pommes investiert, denn ich hatte heute ja noch gar nichts warmes gegessen. Nachdem diese im Magen war, stellte ich mich dann recht mittig auf die Gegengerade und begrub mich beim Regen unter meinem Schirm - es blieb übrigens bei 90 Minuten Dauerregen, aber es wird nicht gejammert, ich wollte es ja freiwillig so.

 

Es handelte sich um den 36. und somit letzten Spieltag der Challenge League, also der zweithöchsten schweizer Spielklasse. Es standen sich mit dem FC Rapperswil-Jona und Stade Nyonnais zwei Teams gegenüber für die es um nicht mehr allzu viel geht. Tabellarisch gesehen waren es die Plätze Sechs und Neun in einer Liga mit nur zehn Mannschaften. Allerdings steigt nur der Erste direkt auf, der Zweite darf Relegation gegen den Vorletzten der ersten Liga spielen und nach unten gibt es ebenfalls nur einen einzigen Direktabsteiger. Von oben müssen wir natürlich bei den Platzierungen der beiden Teams gar nicht reden, mit 41 und 28 gesammelten Punkten hat selbst die bessere von den beiden Mannschaften gerade einmal knapp die Hälfte der Zähler des Spitzen-Duos (80 bzw. 78 Punkte). Für Nyon gilt wohl auch eher „zum Glück ist Einer noch schlechter als wir“ und das ist der FC Bellinzona mit nur 21 Punkten auf der Habenseite. Bellinzona ist übrigens einer der drei Grounds, die mir in dieser Liga noch fehlen. Da sie absteigen (den vermeintlichen Aufsteiger mit dem SC Kriens habe ich schon), Rapperswil heute gekreuzt wird, bleibt zum Saisonbeginn nur noch Lausanne-Ouchy übrig. Wenn das kommende Saison klappt, wäre die Schweiz das dritte Land nach Belgien und den Niederlanden, in welchem ich die 1. und 2. Liga jeweils komplett besucht habe.

 

Das Spiel begann ohne größere Abtastphase, beide Mannschaften suchten direkt früh ihr Heil in der Offensive. Nach einem Steilpass war plötzlich ein Gästespieler frei durch und schob überlegt zum 0-1 ein, da waren gerade erst einmal 13 Minuten gespielt. Groß der Jubel beim Schützen, war es doch sein erster Startelf-Einsatz, nachdem er seit Oktober 2025 verletzt ausgefallen war. Genauso groß auch die Freude bei der Autobesatzung im Gästeblock, die den Weg von 295 Kilometern auf sich genommen hatten, hier wurde direkt auf oberkörperfrei gemacht. Mit der Herrlichkeit der Jungs aus der französischen Schweiz war es damit aber erstmal vorbei, denn fortan spielte nur noch Rappi. Zuerst tat man sich schwer Chancen zu kreieren, aber umso länger diese Halbzeit dauerte, umso druckvoller wurden die Einheimischen. Kurz vor der Pause belohnten sie sich dann auch mit dem Ausgleich, nachdem ihr Stürmer in der Mitte vor dem Tor in eine flache Hereingabe sprintete. Mit dem Remis ging es auch erstmal in die Kabinen, an dem Bild auf dem Rasen änderte sich aber auch nach dem Seitenwechsel nichts. Der FCR war das bessere Team und erspielte sich auch einige Möglichkeiten, traf auch recht zeitnah zur ersten eigenen Führung am heutigen Abend. Es war der gleiche Torschütze wie bereits zum Ausgleich, ein 17-jähriger Bursche, der in seiner Karriere überhaupt das erste Mal von Beginn an bei der Kampfmannschaft starten durfte er nur jeweils einmal eine, einmal zwei und einmal 20 Minuten ran. Bei letzterem Einsatz gelang ihm direkt ein Assist und nun der Doppelpack, den er erstmal feierte indem er einem Balljungen (ca. gleichaltrig) in den Arm sprang, ein Freund und Teamkollege, wie ich später in einem Gespräch vernehmen konnte, eine schöne Geschichte. Die Gäste aus der Stadt des UEFA Headquarters schwächten sich mit einem unnötigen Foul im Mittelfeld und der daraus folgenden roten Karte selbst. Danach passierte bis zum Ende des Spiels nur noch recht wenig, Rapperswil-Jona musste nicht, Nyon war zwar bemüht, aber letztendlich merkte man doch, dass es der letzte Spieltag und um nichts mehr ging, die Luft war irgendwie raus. Respekt an die Handvoll Gäste-Fans, die wirklich nahezu 90 Minuten am Stück in Bewegung waren und auch fast durchwegs sangen. Auf Seiten der Gastgeber war nichts organisiertes vorhanden und außer Rufen von Einzelpersonen gab es keinerlei Anfeuerungen.

 

Es war dann doch auch schon wieder 22:15 Uhr, als ich in mein Fahrzeug einstieg. Nicht, dass ich ziemlich nass war, nein, da es mittlerweile auch nur noch sechs Grad Celsius waren, hatte ich zum Spielende hin sogar ein wenig gefröstelt. Heizung an, Sitzheizung auf Vollgas und zurück ging es zur Pension, wobei das Navi 125 Kilometer bzw. 1:21 Std. anzeigte. Kaum aus Rapperswil-Jona raus, ging es auf die A15, die mich nördlich des Zürichsee in Richtung Osten brachte. An diesem wunderschönen See vorbei, ging es dahinter auf der A3 weiter und zwar am Walensee vorbei, den man aber aufgrund der Dunkelheit logischerweise nicht sah. Einen Wechsel der Autobahn hatte ich noch vor mir und zwar musste ich bei Sargans auf die A13, die Nord/Süd-Verbindung, die aus Bellinzona kommend durch das Zentralmassiv führt und dann an Chur vorbei bis an den Bodensee geht. Ich bog in Richtung Norden ab und ließ Liechtenstein und ihre Hauptstadt Vaduz rechts von mir liegen, fuhr auf der A13 bis Au SG. Hier ging es über den Rhein und ich kam dann in Lustenau raus, hatte von nun an also den gleichen Weg zurück zur Unterkunft wie gestern Abend nach dem Fußballspiel. Um 23:45 Uhr stellte ich meine Karre ab und war froh, als ich endlich wieder auf dem Zimmer war, wo ich schnell warm duschte und direkt danach auch ins Bett verschwand, aber noch ein wenig TV schaute.

 

Zu Teil 5 des Berichtes => KLICK!


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